Bericht: Apple hat die Vision Pro aufgegeben und das Team aufgelöst


Schon Anfang des Jahres machten Berichte die Runde, dass Apple den Großteil der Marketingaktivitäten für die Vision Pro eingestellt hat. Die Rede war von 95 Prozent geringeren Budgets, nachdem das Weihnachtsgeschäft 2025 ebenfalls kaum Kunden brachte. Jetzt will
MacRumors von einer weitreichenden Entscheidung Kenntnis erlangt haben: Apple gibt auf, sieht in der Vision Pro keine Zukunft mehr und hat die Teams bereits aufgelöst – genauer gesagt auf andere Bereiche aufgeteilt. Das betrifft nicht die Arbeit an Smart Glasses, wohl aber das Headset-Konzept.
M5-Upgrade sorgte für keine NachfrageDas im Oktober 2025 erfolgte Hardware-Upgrade mit M5- statt M2-Chip wurde von Kunden wohl ebenso verschmäht wie die erste Generation – wenngleich der Prozessor im Gegensatz zu Preis und Gewicht nicht unbedingt ein Aspekt war, der zuvor für Kritik gesorgt hatte. In den Testberichten hieß es, man habe zwar nun mehr Rechenleistung, aber weiterhin keine vernünftigen Einsatzfelder. Das scheint man bei Apple nun genauso zu sehen, wie es im Bericht heißt. Auch die weit überdurchschnittlich hohe Rückgabequote galt intern als Zeichen, dass Nutzer nicht so recht wussten, was sie mit dem Gerät anfangen sollten.
AR bleibt eines der wichtigsten ThemenDie Aufgabe des Projekts samt Umverteilung der Teams bedeutet jedoch keinesfalls ein Ende der AR-Ambitionen Apples. Stattdessen arbeitet das Unternehmen intensiv auf Smart Glasses hin, welche eben keine monströse Apparatur auf dem Kopf mehr erfordern. Das Projekt "leichtere, günstigere Vision Air" wurde ebenfalls vor Monaten zugunsten von kompakten Brillen gestrichen. Die Vision Pro dürfte somit als beeindruckende Tech-Demo in Apples Geschichte eingehen, aus der man wichtige Erkenntnisse für zukünftige Produkte zog.
Sonderstatus des Vision-Teams aufgelöstApple setzt normalerweise nicht auf reine iPhone-, iPad-, Watch- oder Mac-Abteilungen, sondern auf projektübergreifende Teams mit unterschiedlichen Aufgaben. Die Vision Pro hat eine Ausnahme gemacht, jetzt kehrte man allerdings wieder zu den sonst üblichen Arbeitsweisen zurück. Angeblich galt das Gerät als Tim Cooks Lieblingsprojekt, obwohl sich dieser normalerweise selten direkt in Hardware-Entwicklung einmischte – weswegen die Abteilung einen Sonderstatus genoss. Einige frühere Mitarbeiter arbeiten laut Bericht inzwischen an Siri, andere sind in der allgemeinen Hardware-Sparte bzw. dem Glasses-Projekt tätig.