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Canon stellt spiegelloses Kameraflaggschiff EOS R3 offiziell vor – Preis: 5.999 Euro

Eine Überraschung ist die Canon EOS R3 nicht, denn entgegen früheren Gepflogenheiten der strikten Geheimhaltung hat Canon die R3 bereits im April als "in der Entwicklung" angekündigt und wesentliche technische Highlights verraten. Manche Details, wie etwa die Sensorauflösung von 24,1 Megapixeln, sickerten später in den Gerüchteportalen durch. Und so ist die in dieser Woche erfolgte offizielle Ankündigung denn auch im wesentlichen "kalter Kaffee". Zumindest insofern es kein echtes Überraschungsmoment mehr gibt.



Kompakt
Marke Canon
Bezeichnung EOS R3
Art DSLM-Kamera
Empf. Preis (€) 5.999
Verfügbarkeit November 2021
Eine der größten Besonderheiten – und derzeit ein Alleinstellungsmerkmal für Canon – ist der neue elektronische Sucher mit 5,76 Millionen Bildpunkten und 120 Bildern pro Sekunde ohne Verdunkelung mit Eye Tracking. Dieser bietet dem Fotografen die Möglichkeit, den Startpunkt für die AF-Verfolgung auszuwählen, indem er einfach direkt auf die Stelle im Sucher blickt, an der der AF beginnen soll. Bei aktiviertem Augen-AF und Servo-AF fokussiert und verfolgt die Kamera bewegte Motive an dieser Stelle im Bild. Ist Face Detect + Tracking aktiviert, folgt die Kamera bewegten Motiven um den gesamten aktiven AF-Bereich herum. Tester der ersten Stunde zeigen sich von den dadurch gegebenen Möglichkeiten und der Reife des Systems sehr überzeugt.

Ebenfalls neu sind eine EVF-Einstellung zur Simulation optischer TTL-Sucher mit HDR-Anzeige, sowie eine einfache Möglichkeit zur Weißpunkt-Kalibrierung durch eine einfache Messung auf ein weißes Objekt in der Szene.


Der Dual Pixel CMOS AF II arbeitet mit 1.053 AF-Punkten und bis zu EV -7,5 für Motive wie Augen, Gesicht, Kopf, Tiere, Autos und Motorräder. Darüber hinaus verfügt die Kamera über eine IBIS-Korrektur (In-Body Image Stabilized), die Verwacklungen um bis zu 8 Stufen reduziert (in Kombination mit geeigneten IS-Objektiven).


Auch die Videoeigenschaften der R3 sind ziemlich beeindruckend. Aufgrund der Sensorauflösung ist zwar kein 8K-Video möglich, aber die Kamera ist in der Lage, unbeschnittene 6K 60p RAW- und 4K 120p 10-Bit-Videos mit Canon Log 3-Unterstützung aufzunehmen, zusätzlich zur Möglichkeit der internen Aufzeichnung von überabgetasteten 4K- und RAW-Videos. Darüber hinaus werden die Farbräume BT.709- und BT.2020 unterstützt.


Weitere Besonderheiten:
  • Ein neuer Multifunktions-Blitzschuh unterstützt neben allen bisherigen Blitzgeräten neues Zubehör wie den Speedlite Transmitter ST-E10, Mikrofon und den Smartphone Link Adapter.
  • Das Gehäuse ist ein einteiliges Design aus einer Magnesiumlegierung mit integriertem Portraitgriff und umfassendem Schutz gegen Schmutz und Feuchtigkeit, ähnlich wie bei den bisherigen EOS 1er-Modellen, aber deutlich kompakter. Die R3 ist in etwa so groß, wie die Micro-Four-Thirds-Kamera Olympus E-M1X (Testbericht).
  • Per Mobile File Transmitter-App für iOS- und Android-Geräte können Bilder schnell und einfach übertragen werden, ohne dass eine kabelgebundene LAN-Verbindung erforderlich ist.
  • Dennoch verbaut sind LAN, 5GHz WLAN, USB und Bluetooth.
  • Die R3 verfügt über zwei Card-Slots; einer für CF express, der Andere für UHS-II SD-Karten.


Der Sensor ist eine Eigenentwicklung und aus eigener Fertigung. Canon bleibt damit weiterhin einer der ganz wenigen Kamerahersteller mit Bildsensoren aus eigener Hand. In Kombination mit dem DIGIC X-Prozessor soll der Lichtsammler kontinuierliche Aufnahmen ohne Blackout mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde im elektronischen (leisen) Verschlussmodus und bis zu 12 Bildern pro Sekunde im mechanischen Verschlussmodus mit minimaler Rolling-Electronic-Shutter-Verzerrung ermöglichen. Der native ISO-Bereichs liegt bei 100-102400, mit Erweiterung auf 204.800.

Die Canon EOS R3 soll ab November zum UVP von 5.999 Euro zu haben sein. Das ist rund 1.300 Euro günstiger, als das Anfang des Jahres von Sony vorgestellte Topmodell A1 (Vorstellung). Erstmalig erlebbar ist die R3 auf dem Canon Stand in Halle A4 auf der PHOTOPIA in Hamburg vom 23.9.-26.9.2021.


Drei neue Zubehöre
Zusammen mit der Kamera präsentierte Canon diese Woche passendes Zubehör für den neuartigen Blitzschuh der R3. Bei dem Canon DM-E1D (UVP 419 Euro) handelt es sich um ein kompaktes Stereo-Mikrofon, welches über den Blitzschuh der R3 eine digitale Verbindung zur Kamera herstellt und durch den Akku der Kamera gespeist wird. Ein zusätzlicher Kabelanschluss entfällt damit. Das DM-E1D bietet verschiedene wählbare Direktionalitäten für unterschiedlichste Anwendungen von Shotgun (gerichtet) bis Weitwinkel. Gesteuert wird das Mikro einfach durch Drücken einer Menütaste und das Touch-Display der Kamera.


Ebenfalls neu ist der Multifunktions-Blitzschuhadapter AD-E1 (UVP 59 Euro), für einen nahtlosen Übergang vom aktuellen Blitzschuhzubehör zum Multifunktionsschuh.

Die Dritte Zubehör-Neuheit heißt Canon ST-E10 (UVP 169 Euro) und ist für drahtlose Speedlite-Setups, die einen oder mehrere Blitzgeräte außerhalb der Kamera erfordern. Der Transmitter ST-E10 stellt ebenfalls eine digitale Verbindung über den neuen Blitzschuh zur Kamera her, benötigt damit auch keine Kabel und Batterien und ist dadurch ca. 30 % kleiner und ca. 50 % leichter als der bisherige ST-E3-RT II. Auch hier erfolgt die Steuerung über das Display der Kamera. Es können fünf Gruppen mit insgesamt 15 Speedlites kontrolliert werden.


Zwei neue Objektive
Neben der EOS R3 erweitert Canon abermals sein Objektivangebot für den RF-Mount. Vorgestellt wurde das erschwingliche und sehr kompakte Weitwinkel Canon RF 16mm f/2.8 STM (UVP 339 Euro), sowie das Telezoom Canon RF 100-400mm f/5.6-8 IS USM (UVP 729 Euro).


Haupmerkmale RF 16mm F2.8 STM:
  • Ultraweitwinkel Festbrennweite mit 16mm Brennweite
  • Lichtstärke 1:2,8
  • Geräuscharmer STM Fokusantrieb
  • Gewicht ca. 165 g
  • Naheinstellgrenze: 0,13 m
  • Maximale Vergrößerung: 0,26-fach


Hauptmerkmale RF 100-400mm F5.6-8 IS USM:
  • Zoombereich von 100-400mm
  • Gewicht 635 g
  • Naheinstellgrenze: 0,88 m bei 200mm und 1,2m bei 400mm für Maßstab 1:2,4
  • Nano USM Autofokusmotor
  • Optischer 5,5-Stufen-Bildstabilisator / kompatibel mit kamerainternem Bildstabilisator (IBIS)

Fazit/Einschätzung
Im Cover und der Überschrift habe ich die Canon EOS R3 das neue "Flaggschiff" genannt. Das bezieht sich aber nur auf die Tatsache, dass die R3 derzeit das spiegellose Topmodell im Canon-Sortiment darstellt. Viele Zeichen deuten darauf hin, dass es irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft auch noch ein spiegelloses 1er-Modell geben wird, welches dann endgültig die Ära der Klappspiegelkameras bei Canon beenden wird. Die Frage ist, was so eine EOS R1 noch großartig an Technologie und Innovation oben drauf packen kann, denn die R3 ist schon eine beeindruckende Kamera für Sport- und Reportagefotografie.

Neben der einzigartigen und scheinbar sehr gut funktionierenden AF-Augensteuerung bietet die R3 alle Vorteile der bisherigen "Performance"-Kameras von Canon, aber in einem spürbar kompakteren und leichteren Gehäuse und zu einem Preis, der die R3 zwar nicht für jeden erschwinglich macht, im Konkurrenzumfeld aber eine echte Kampfansage ist. Kombiniert mit dem inzwischen sehr umfangreichen Objektivangebot für RF-Mount, hat die R3 gute Chancen darauf, ein echter Verkaufsschlager zu werden. Es bleibt zu hoffen, dass Eye Control AF schnell seinen Weg in kleinere und günstigere R-Serie-Kameras finden wird.

Kommentare

Raziel118.09.21 08:37
Noch erwähnenswerte Punkte:

Die R3 hält wie schon die R5 ihre angegebenen Auslösungen stabil (im Gegensatz zu Sonys A1, bei der die 30fps gerne mal einbrechen oder garnicht erreicht werden je nach Situation und Ausrüstung)

Dazu kommt das der Sensor der R3 die 30fps bei 14bit schafft. Das ist ebenfalls sehr besonders, da sonst üblicherweise der elektronische Verschluss immer nur 12bit konnte. Das ganze kombiniert mit dem neuen Backlight Sensor und der allgemeinen Geschwindigkeit soll noch dazu keinen Rolling Shutter Effekt mehr haben.

Im Grunde würde das bedeuten, dass man somit zum ersten Mal fast ausschließlich mit elektronischem Shutter fotografieren könnte.

Die R3 hat auf jeden Fall einige wirklich interessante Features fokussiert sich aber natürlich auf alles wo Geschwindigkeit und Schneller Fokus wichtig ist. Für Auflösung und Video ist weiterhin die R5 top.
+4
frankenstein18.09.21 09:16
Das ist interessanterweise genau der Preis einer Fuji GFX 100S.

Während die Fuji die Canon in Sachen Bildqualität in den Boden stampfen wird, ist es genau umgekehrt bei der Geschwindigkeit, sei es nun Autofokus oder Serienbild.

Ich finde es schön, dass es solche hoch spezialisierten Kameras gibt, die genau auf ihre Anwendung optimiert sind: GFX im Studio unter kontrollieren Bedingungen, R3 bei Action jeglicher Art, sei es Sport, Reportage oder Wildlife.
+1
sonorman
sonorman18.09.21 10:00
frankenstein

Während die Fuji die Canon in Sachen Bildqualität in den Boden stampfen wird, …
Das halte ich für eine deftige Übertreibung.

MF-Kameras hinterlassen aufgrund der Sensorgröße einen anderen Bildeindruck, bedingt durch unterschiedliches Bokeh bei gleicher Brennweite/Blende. Darum wirken Bilder von Vollformatkameras gegenüber Four Thirds auch oft (aber nicht immer) stimmiger.

Auf technischer Ebene und mit Pixelpeeping (PS: und unter Berücksichtigung der Auflösungsunterschiede) betrachtet dürfte die Canon der Fuji mindestens ebenbürtig, in manchen Bereichen (Rauschen, Dynamikumfang) wahrscheinlich sogar überlegen sein.
+5
locoFlo18.09.21 10:30
Das ist interessanterweise genau der Preis einer Fuji GFX 100S.
Stimmt. Das ist aber die Leistung von Fuji, nicht der Fehler von Canon.
Während die Fuji die Canon in Sachen Bildqualität in den Boden stampfen wird, ist es genau umgekehrt bei der Geschwindigkeit, sei es nun Autofokus oder Serienbild.
Äpfel und Birnen. Sehr unterschiedliche Systeme. Da kann man auch iPhone Kamera mit GFX-System vergleich.

Ich find den Weg von Canon sehr spannend. Das mit dem Eye-AF würde ich gerne mal live ausprobieren.
Nobody dies as a virgin, life fucks us all. KC
+4
ela18.09.21 16:35
Raziel1
Das ganze kombiniert mit dem neuen Backlight Sensor und der allgemeinen Geschwindigkeit soll noch dazu keinen Rolling Shutter Effekt mehr haben.
soweit ich bisher mitbekommen habe ist der Effekt nicht weg im Sinne von überhaupt nicht mehr da (der Sensor wird nicht auf einen Schlag ausgelesen!) – Sondern er ist weg im Sinne von "nicht schlechter als der mechanische Verschluss"

wenn Du mit dem Schlitzverschluss unterhalb der Sync-Zeit fotografierst (also alles, was kürzer als 1/200 oder 1/250 ist), hat einen "Rolling Shutter". Fotografiert man bei 1/4000 einen fliegenden Hubschrauber, wird man krumme Rotoren sehen - Weil der Schlitz zwar nur 1/4000s lang Licht in die Kamera lässt, aber der Weg über den Sensor/Film eben ca. 1/250s benötigt (oft etwas weniger, so um 1/400s)

Der elektronische Verschluss soll wohl auf diesem Niveau arbeiten - bei sehr kurzer Belichtungszeit und sehr schnellen Motiven, wird man also, wie mit mechanischem Verschluss auch, Verzerrungen bemerken.

Bei Video scheint es bei der R3 etwas schlechter zu sein, in Reviews war bei horizontaler Bewegung durchaus noch zu sehen, dass Laternenmasten leicht(!) schräg stehen… wirklich schlimm fand ich das aber nicht mehr.
+2
becreart
becreart18.09.21 16:42
Also doch die GFX ☺️
0
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex18.09.21 19:09
becreart
Also doch die GFX ☺️

Kann ich nur empfehlen.
0
Ovi
Ovi18.09.21 20:15
Hit Rate: Insane.

+1
frankenstein18.09.21 21:58
sonorman
Auf technischer Ebene und mit Pixelpeeping (PS: und unter Berücksichtigung der Auflösungsunterschiede) betrachtet dürfte die Canon der Fuji mindestens ebenbürtig, in manchen Bereichen (Rauschen, Dynamikumfang) wahrscheinlich sogar überlegen sein.

Nö.

In einer Studio-Umgebung interessieren weder Rauschen noch Dynamikumfang. Dort hat man die passende Menge Licht.

Und für typische, hochwertige Studio-Produktionen (Mode, Portrait, Produkt) ist die R3 einfach zu schlecht. Falsches Tool für den Job. Die R3 ist keine High-End Studio-Kamera. Die Fuji schon.

Wie gesagt, in anderen Bereichen sieht es umgekehrt aus. Für die olympischen Spiele oder die Formel 1 wäre die GFX eine unbrauchbare Katastrophe.

Es geht letztlich darum, was man damit machen will. Für 98% der Aufgaben reicht übrigens eine Kamera für 1000 Euro vollkommen. Ich glaube nicht, dass jemand hier bei Olympia akkreditiert war oder Modemagazin-Doppelseiten produziert.
sonorman
MF-Kameras hinterlassen aufgrund der Sensorgröße einen anderen Bildeindruck, bedingt durch unterschiedliches Bokeh bei gleicher Brennweite/Blende. Darum wirken Bilder von Vollformatkameras gegenüber Four Thirds auch oft (aber nicht immer) stimmiger.

Nö.

Um die Bildqualität zu vergleichen, darf man natürlich nicht die gleiche Blende und Brennweite wählen, sondern die mit dem Cropfaktor umgerechneten Werte.

Dann erhält man den gleichen Bildausschnitt und die gleiche Tiefenschärfe. Die Bilder sehen praktisch identisch aus. Im Blindtest wird ein ungeschultes Auge keinen Unterschied erkennen können.

Ein geschultes Auge wird deutliche Unterschiede sehen zwischen FF und MF, und zwar auch ohne hinein zu zoomen.

So wie es zwischen MFT und FF auch deutliche Unterschiede gibt.

Die Physik läßt sich nicht überlisten.
+2
sonorman
sonorman18.09.21 22:37
frankenstein
…. Die R3 ist keine High-End Studio-Kamera. Die Fuji schon.

Wie gesagt, in anderen Bereichen sieht es umgekehrt aus. Für die olympischen Spiele oder die Formel 1 wäre die GFX eine unbrauchbare Katastrophe.
Äh ja. Hat jemand was anderes behauptet?
Deine Erwähnung der Fuji, nur weil der Preis ähnlich ist, war von Anfang an weit hergeholt.

Es ging in meiner Antwort nur darum, dass Deine Bemerkung bezüglich der Qualität äußerst dramatisiert ist. Da Du eben schon das berühmte ungeschulte Auge erwähntest: Das wird in der Regel und bei Betrachtung auf dem Bildschirm nicht mal ein iPhone-Foto von einem 100 MP Foto einer MF-Kamera unterscheiden können. Ein „in den Boden stampfender“ Qualitätsvorteil der Fuji ggü der R3 ist vielleicht bei DIN A 0 Prints erkennbar, bei kleinen Druckgrößen wie Magazinen eher kaum. Aber wie gesagt ist der Vergleich ohnehin absurd. So, als würde man einen Rennwagen mit einem LKW vergleichen, nur weil die zufällig den gleichen Preis haben.
+5
frankenstein19.09.21 05:22
sonorman
Ein „in den Boden stampfender“ Qualitätsvorteil der Fuji ggü der R3 ist vielleicht bei DIN A 0 Prints erkennbar

Vielen Dank, dass Du nun doch anerkennst magst, dass ein „in den Boden stampfender“ Vorteil der Fuji in der Bildqualität existiert.

Es gibt nun mal Leute, die A0 Prints (und noch viel größer) benötigen, und dabei den bestmöglichen Detailreichtum, die größtmögliche Schärfe erwarten. Galerien z.B., oder Produktfotos für den Point of Sale, im Kosmetik-Bereich z.B.

Ein anderer klassischer Anwendungsbereich für MF ist die Reproduktion von Kunstwerken.

In all diesen Anwendungen ist die R3 einer GFX100 dramatisch unterlegen. Ihre Bildqualität reicht dafür einfach vorne und hinten nicht. Die R3 kann solche Fotos auch nicht besser als eine simple R für 2000 Euro.

Dem FF sind halt auch physikalische Grenzen gesetzt, was die Linsen betrifft. Kein FF-Glas kann 100 MP auflösen, MF-Glas kann das.

Letztlich ist es aber so: Niemand von uns "normalo" Fotografen braucht 100 MP. Und ebensowenig braucht niemand 30 FPS.

Man kann eine R3 toll finden, so wie man einen Ferrari toll finden kann.

In Wirklichkeit ist sie aber für fast alle von uns (mich eingeschlossen) ein viel zu teurer und viel zu schwerer und sperriger Spezialisten-Klotz, der kein Foto besser macht als das, was wir schon in der Fototasche haben.

Und, übrigens: Für Street-Fotografie möchte ich die R3 nicht mal geschenkt haben.
-6
Ovi
Ovi19.09.21 08:36
frankenstein

Letztlich ist es aber so: Niemand von uns "normalo" Fotografen braucht 100 MP. Und ebensowenig braucht niemand 30 FPS.


Beides ist phantasielos-falsch und die Aussagen so unsinnig wie das Teilen durch Null.

Zusätzlich sei noch, wiedermal, angemerkt, dass ”physikalische Grenzen” ebenso zu einer Ermöglichung eines sonst nicht sinnvoll oder überhaupt machbaren Nutzungsbereiches bei KB führen. Bezüglich machbarer Brennweiten- und Blendenbereiche.
KB ist diesbezüglich ein süßer Punkt (geworden), den der Oskar damals wahrscheinlichst nicht auf'm Schirm hatte.
+1
adiga
adiga19.09.21 14:00
Interessante Kamera. Preislich aber, zumindest aktuell, jenseits der für mich akzeptablen Grenze. R5 wäre für mich persönlich eher der Weg zu gehen. Allerdings habe ich für meine 5D Gehäuse inkl. 2.8 Gläser zuviel ausgegeben um momentan den Schwenk zu Mirrorless anzugehen. So wahnsinnig viel werde ich für meine "alten Sachen" wohl nicht mehr kriegen. Zudem bin ich eh ein Hobbyknipser, da muss sich das Equipment an das finanziell mögliche halten. Würde ich es beruflich machen, dann wäre die Überlegung natürlich ganz anders, da muss man das richtige Handwerkszeug haben.

Aber wenn der Preis mal fallen sollte....
+1
Ovi
Ovi19.09.21 16:46
adiga
R5 wäre für mich persönlich eher der Weg zu gehen. Allerdings habe ich für meine 5D Gehäuse inkl. 2.8 Gläser zuviel ausgegeben um momentan den Schwenk zu Mirrorless anzugehen.

Als jemand, der genau solch Schwenk hinter sich hat:

Lass’ Dich von einem Berg von EF-Gläsern nicht abhalten.
Sie werden alle quasi ”besser” - IS, AF.

Und, andere Bsp.:

Focus Bracketing geht auch'ma freihändig.

Der Focus Shift schlechter Gläser lässt sich ”umgehen” - per schnellem ”Burst” aus mind. 2 Bildern.
(Ab 2. Bild wird durch die Arbeitsblende fokussiert)

Auch werden Besitzer von sowas wie 8-15, 11-24, MP-E65…. hoffentlich 2x überlegen die je zu ersetzen, weil sie sich ”plötzlich” ND- und Pol-Filtern lassen.


... was ich nach über 6 Jahren für meine 5DSR bekam, halte ich für durchaus angemessen. In 5 Jahren mag des Thema der vor-R-Gebrauchtpreise freilich durch sein.
+1
woolf19.09.21 18:04
und was ist mit Nikon? die stinken wohl weiter ab .... oder?
0
sonorman
sonorman19.09.21 18:51
woolf
und was ist mit Nikon? die stinken wohl weiter ab .... oder?
Nikon Z9 ist ja schon angekündigt. Sie sind nur etwas spät dran.
+1
ela20.09.21 08:12
woolf
und was ist mit Nikon? die stinken wohl weiter ab .... oder?
Ich hatte eine Z7 II zum Ausprobieren. Technische Bildqualität ohne Tadel meinerseits und sie können richtig gute Objektive bauen. Das 50/1.8 hatte ich dabei und die Schärfe bei Offenblende schneidet fast die Hornhaut beim Betrachten

Es ist allerdings keine Action-Kamera. Der Autofokus und das Tracking versuchen gar nicht erst mit einer R6/R5 zu konkurrieren. Da ist Nikon bei den Spiegellosen wirklich deutlich hinterher.

Gefühlt würde ich sagen, dass sie eher mit einer MFT Olympus E-M1 Mark2 oder vielleicht Mark3 vergleichbar wäre als mit aktuellen Sony oder Canon Kameras.

Ist das schlimm? Für mich ja weil ich häufiger bewegte Motive habe. Andere juckt das überhaupt nicht, weil sie damit im Studio arbeiten oder auch draußen Models haben die nicht auf Skateboard oder Fahrrad auf sie zu fahren.

So wie die R3 nicht fürs Studio und Modefotografie gemacht wurde, so wurde die Z7(II) nicht für schnelle Action gebaut. Ich versuche ja auch nicht mit einem Schraubendreher einen Nagel in die Wand zu schlagen – Auch wenn das irgendwie schon funktionieren würde…
+3
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex20.09.21 10:51
ela

Richtig. Die R3 ist halt ein Spezialist: Schnell, treffsicher, robust (so die Marketingversprechen).

Natürlich wird sie eine gute Bildqualität haben. Aber sie will nicht die beste Bildqualität (Auflösung, Rauschverhalten, Dynamik u.a.) liefern, sondern ihre in möglichst schnell und zuverlässig.

Die die das benötigen, werden sich über die R3 freuen.
Alle anderen denken doch eh nicht drüber nach.
0
cps20.09.21 17:16
Gammarus_Pulex
Natürlich wird sie eine gute Bildqualität haben. Aber sie will nicht die beste Bildqualität (Auflösung, Rauschverhalten, Dynamik u.a.) liefern, sondern ihre in möglichst schnell und zuverlässig.

Bei der Vorstellung war ja auch die Rede, dass die Auflösung ein Kompromiss aus Geschwindigkeit der Kamera und der Dateigröße ist, die dann ja auch noch aus dem Stadion muss.
0
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex20.09.21 21:44
cps
Bei der Vorstellung war ja auch die Rede, dass die Auflösung ein Kompromiss aus Geschwindigkeit der Kamera und der Dateigröße ist, die dann ja auch noch aus dem Stadion muss.

Das meinte ich unter anderem mit
sondern ihre in möglichst schnell und zuverlässig.
0

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