Cambridge Audio Yoyo L: HomePod-Alternative ohne Siri, aber mit mehr Anschlussmöglichkeiten

Sprachsteuerung ist natürlich eines der wichtigsten Merkmale des Apple HomePod. Über die Leistungsfähigkeit und "Intelligenz" von Siri im Vergleich zu anderen Sprachassistenten wie Amazon Alexa wird aber heftig gestritten. Und damit auch über den tatsächlichen Nutzen einer Sprachsteuerung im Alltag. Ansonsten ist der HomePod unzweifelhaft ein – für seine Größe – ziemlich guter Stand-Alone-Speaker mit einer Menge High-Tech. Doch wenn es um Verbindungsmöglichkeiten und somit Flexibilität geht, hat Apple den HomePod doch sehr dürftig ausgestattet. Fehlende Zugänge für drahtlose und kabelgebundene Quellen (kein Aux, kein Bluetooth) und mangelnde Kompatibilität mit Apple-fremder Hardware machen ihn zu einer Insellösung.

Kompakt
Marke Cambridge Audio
Bezeichnung Yoyo L
Art Streaming-Lautsprecher
Empf. Preis (€) 399
Verfügbarkeit sofort
Verzichtet man auf werksseitig eingebaute Sprachassistenz, findet man bei den etablierten Herstellern von Audio-Elektronik viele spannende Alternativen. Ganz neu auf dieser Liste ist der Yoyo L von Cambridge Audio, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Firmenjubiläum feiern.


YOYO, nicht YOLO
Der Yoyo L ist eine größere Variante des bereits seit einiger Zeit erhältlichen Yoyo S (Amazon). Eines der Hauptmerkmale des All-In-One-Speakers ist das integrierte Chromecast-Modul, welches WLAN-Streaming über iOS wie Android-Devices gleichermaßen ermöglicht, was auch direkt aus zahllosen Musikapps heraus funktioniert, unabhängig vom Anbieter. Das Smartphone kann während des Streamings wie gewohnt weiter verwendet werden. Eingehende Anrufe oder Nachrichten können entgegen genommen werden, ohne dass die Musikwiedergabe unterbrochen oder überlagert wird.


Im Gegensatz zum HomePod geizt Cambridge beim Yoyo L nicht mit Verbindungsmöglichkeiten für Quellen aller Art. Neben Kabelanschlüssen wie Toslink (digital) oder 3,5-Millimeter-Miniklinke (analog) verfügt der Yoyo L über ein WLAN-Modul sowie Bluetooth. Außerdem ist für den Anschluss an TV-Geräte ein HDMI-Anschluss (ARC, mit Audio-Rückkanal) verbaut und last but not least wird Spotify Connect unterstützt.

Das Gerät wird mit einer Infrarot-Fernbedienung geliefert, sodass man nicht für jede Kleinigkeit zum iDevice greifen und in die App wechseln muss. Besser noch: Der Yoyo L kann die IR-Kommandos der Fernseher-Fernbedienung lernen. So lässt sich die Lautstärke des Yoyo auchmit der TV-Remote regeln.


Bei der verbauten Wandlertechnik treibt Apple im HomePod dank Rundum-Abstrahlung und automatischer Einmessung deutlich mehr Aufwand. Zu einfach macht es sich Cambridge mit dem Yoyo L deswegen aber keineswegs. Im seinem Inneren verbergen sich insgesamt sechs Treiber. Auf der Frontseite, sowie links und rechts verrichten je ein Breitband-Speaker und ein Subwoofer ihren Dienst. Jedes Chassis wird von einem eigenen Verstärker angetrieben. Die vorderen Lautsprecher sollen für ein klares Klangbild mit hoher Präzision sorgen, die seitlichen hingegen erweitern die Wiedergabe um mehr Räumlichkeit und Fundament. Der Yoyo L misst übrigens 269 x 269 x 125 Millimeter.


Beim Design könnte man wegen der rundum angebrachten Stoff-Verkleidung Anleihen vom HomePod erkennen. Der Yoyo L hat aber eine eckige Grundform und ist flacher gebaut. Die akustisch transparente Treiberverkleidung stammt vom Traditionshersteller Marton Mills und ist beim Yoyo L wahlweise in Dunkelgrau oder Hellgrau verfügbar. Zum Lieferumfang gehören neben dem Lautsprecher selbst und der bereits erwähnten Fernbedienung ein Stromkabel eine optisches Digitalkabel (Toslink), ein HDMI-Kabel sowie ein 3,5-Millimeter Miniklinken-Kabel. Die unverbindliche Preisempfehlung des Yoyo L liegt bei 399 Euro.

Kommentare

Hot Mac
Hot Mac01.07.18 09:47
Üppig ausgestattet.
Welcher Hersteller legt heutzutage noch sämtliche Kabel mit dazu?
Das hat Seltenheitswert.
0
nane
nane01.07.18 10:41
Menno... mit den Anschlüssen, der Bedienung und der Optik habe ich mir den HomePod erwartet. Ich kann mit dem Apple "Tonnen" Design einfach nichts anfangen. Ich habe Blumenkübel mit mehr Design-Anspruch. Aber OK, da bin ich wohl komplett in der Unterzahl

Hot Mac Stimmt! Die Vollausstattungs-Anbieter muss man inzwischen wirklich hervorheben

sonorman Schöner Artikel, Danke!
Das Leben ist ein langer Traum an dessen Ende kein Wecker klingelt.
-1
orion
orion01.07.18 10:53
Man sollte noch erwähnen das der Stoff von Marton Mills kommt...
https://martonmills.com
Um ihn schmutz- und wasserabweisend zu machen wird er einer sogenannten NanoSphere Behandlung unterzogen.
Für uns Apple User ist das sicher eine wichtige Information (nicht das wir so Schmutzfinken wären, lol), aber es kommt halt auf das Detail an
0
Hot Mac
Hot Mac01.07.18 10:55
Das wurde erwähnt!
0
orion
orion01.07.18 10:57
Hot Mac
Das wurde erwähnt!
ups habs übersehen... Danke für den Hinweis.
0
MLOS01.07.18 11:17
Auch von mir danke für den Artikel. Was mich noch interessieren würde: Funktioniert das Gerät über einen Touchscreen bzw. eine derartige Oberfläche für Quellenauswahl & co? Ich sehe die Bilder leider nicht
0
ilig
ilig01.07.18 12:33
Auf der Cambridge-Seite habe ich mir das Foto angesehen, welches den Innenaufbau zeigt. Wirkt sehr wertig.
Breitband-Speaker und ein Subwoofer
Bei der Baugröße kann man wohl kaum von einem Subwoofer sprechen. Wohl eher von einem Tief-Mitteltöner. Leider konnte ich auf der Cambridge-Seite keine technischen Daten finden. Die würden mich sehr interessieren.
0
nova.b01.07.18 13:04
Sehr schön ist das auch mit den Kabelanschlüssen gemacht,
auch wenn die Ladebuchse fürs Phone dann auch auf der Unterseite liegt.
0
Keramikkachel01.07.18 20:45
Danke für diesen alternativ Tipp. Was ich bei diesen ganzen Lautsprecher Systemen immer vermisst habe, ist Radio/DAB. Daher habe ich zu Como Audio gegriffen. Ausgesprochene Konnektivität (kann man das so schreiben?) und neben Spotify connect einige andere Dienste (deezer, tidal, Amazon...) - auch kann man von einem device eine CD auf die anderen streamen. Und nicht zuletzt die presets sind Mediumunabhängig. „1“ ist zb Spotify connect, „2“ kann dann meinetwegen wdr 5 fm sein und 3 dann ein Internet Radio.
0
Bitsurfer01.07.18 23:55
Interessant, aber leider.
Ich hab das Manual gelesen wie man das netzwerk einrichtet. Nach „Laden sie die Google Home App....“ hab ich aufgehört zu lesen.
Ich leg mir bestimmt kein Google Konto an.
Schade.
+2
der_seppel
der_seppel02.07.18 07:50
Bitsurfer
Interessant, aber leider.
Ich hab das Manual gelesen wie man das netzwerk einrichtet. Nach „Laden sie die Google Home App....“ hab ich aufgehört zu lesen.
Ich leg mir bestimmt kein Google Konto an.
Schade.

Kannst Dir ein fake account zulegen und die Datensammelei kannst du explizit ausschalten. Einmal eingerichtet brauchst Du kein Konto mehr.
Kein Slogan angegeben.
0
Alex.S
Alex.S02.07.18 08:42
Das gleiche Naehkasten hat meine Oma auch gehabt!
Not so good in German but I do know English and Spanish fluently. Warum ich es mit dem Deutsch überhaupt versuche? Weil ich in Deutschland arbeite! Lechón >:-]
0
gritsch02.07.18 09:02
Hot Mac
Üppig ausgestattet.
Welcher Hersteller legt heutzutage noch sämtliche Kabel mit dazu?
Das hat Seltenheitswert.

Andere nennen das auch Elektroschrottauslieferung.
Aus dem Grund will die EU ja verhindern dass bei jedem Handy ein Ladegerät beiliegt (und das kann man sicher öfter gebrauchen als zwei von drei alternativen Anschlusskabeln).
+3
ibasst
ibasst02.07.18 10:16
Chromecast ist keine Alternative.
0
applejuice
applejuice02.07.18 10:50
Alle Infos sind ja ganz interessant, aber zum Wesentlichen hat niemand was gesagt: Wie klingt das Teil?
+1

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.

OK MacTechNews.de verwendet Cookies unter anderem für personalisierte Inhalte, Seitenanalyse und bei der Auslieferung von Google-Anzeigen. Dies war zwar schon immer so, auf Wunsch der EU muss nun jedoch explizit darauf hingewiesen werden. Durch Nutzung der Website erklären Sie sich damit einverstanden. Weitere Informationen