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Bloomberg: Wie ein großes Krisentreffen zu Siri und Apple Intelligence den Kurs neu bestimmte

Auf der WWDC-Keynote des Jahres 2024 war die kommende Siri-Generation ein wichtiges Thema, auf der heutigen Veranstaltung soll die grundlegende Neuaufstellung des Sprachassistenten ebenfalls wieder im Mittelpunkt stehen. Die damalige Präsentation führte aus mehreren Gründen zu einer internen Krise, wie Bloomberg in einem neuen Artikel ausführt. Dazu zählte nicht nur die Vorstellung eines Produkts, das sich erst im frühen Konzeptstadium befand, sondern auch die Qualität der Entwicklungsarbeiten. Als Reaktion darauf habe es 2025 ein Krisentreffen gegeben, welches weitreichende Folgen hatte und das Projekt in neue Bahnen lenkte.


COO Williams lud zum Krisentreffen
Laut Mark Gurman begann die Neuordnung der KI-Aktivitäten mit einer hochrangigen internen Besprechung Anfang 2025. Dem Bericht zufolge wurde die Runde vom inzwischen ausgeschiedenen COO Jeff Williams eröffnet, Tim Cook war hingegen nicht anwesend. Dafür hatten aber Softwarechef Craig Federighi, der damalige KI-Chef John Giannandrea, der frühere Interface-Chef Alan Dye sowie Vision-Pro-Verantwortliche Mike Rockwell zu erscheinen. Das Thema war die zunehmend problematische Lage von Apple Intelligence und die drohende weitere Verzögerung von Siri.

Fazit: Personal und Organisation passt nicht
Gurman zufolge kamen die Teilnehmer rasch zu dem Schluss, dass Apple dringend personelle und organisatorische Änderungen benötige. Das Vertrauen in Giannandreas Führung der KI- und Siri-Entwicklung sei zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich gesunken. Federighi habe große Teile der Diskussion geführt, Rockwell wiederum habe angeboten, die Aufgabe zu übernehmen, Siri wieder auf Kurs zu bringen. Seine Glaubwürdigkeit war nach dem Start der Vision Pro intern offenbar hoch genug, um ihn für diese Rolle ins Spiel zu bringen.

Neuer KI-Chef – aber nicht Rockwell
Rockwell soll zunächst davon ausgegangen sein, er könne Giannandrea gar als übergreifenden KI-Chef ersetzen. Federighi habe dies jedoch anders gesehen und ihm die Verantwortung für Siri übertragen, allerdings der Software-Abteilung unterstellt und nicht als Senior Vice President für KI-Angelegenheiten. Rockwell sah diese Lösung zunächst kritisch, auch deswegen, weil er Federighi vorwarf, KI lange nicht ernst genug genommen zu haben. Angeblich habe er sogar über seinen Weggang von Apple nachgedacht, wie es bereits vor einigen Monaten hieß.


Google-Manager – und Google-Technologie
Für die Entwicklung großer KI-Modelle brauchte Apple damit weiterhin eine eigene Führungsfigur. Nach längerer Suche fiel die Wahl später auf Amar Subramanya, der zuvor bei Google und Microsoft gearbeitet hatte und unter anderem Erfahrung mit Gemini mitbrachte. Die neue Struktur führte offenbar auch zu einer pragmatischeren Haltung gegenüber externer Hilfe. Rockwell, Federighi und Dienstechef Eddy Cue arbeiteten an einer Vereinbarung mit Google, um Gemini und Google Cloud für die neue Siri-Generation beziehungsweise für neue Apple-Modelle zu nutzen.

Cook war stärker involviert als sonst
Ein weiterer spannender Punkt ist Gurmans Darstellung von Tim Cooks Rolle. Cook sei nach dem KI-Fehlstart deutlich stärker in die KI-Roadmap eingestiegen, als er dies bei Produktdetails üblicherweise tue. Normalerweise delegiert Cook viele konkrete Entscheidungen an seine Bereichsleiter. Bei KI habe er sich aber stärker eingemischt, Entscheidungen enger begleitet und Apple-intern signalisiert, dass das Thema höchste Priorität habe.

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