Apple Music: "Was wir tun, um Musik (im KI-Zeitalter) fair zu halten"


Es gibt eine Vielzahl an Tools, mit denen sich ganze Lieder inklusive Texten (und auf Wunsch sogar passende Musikvideos) per KI erzeugen lassen. In der professionellen Musikwelt hat das Auswirkungen, die von KI-Unterstützung für einzelne Tonspuren bis hin zu einer Schwemme automatisch erstellter Musiktitel reichen. Apple hat sich in einem Brief an Labels und Branchenpartner nun dazu geäußert, wie man dazu beitrage, "Musik fair zu halten". Nachdem das Unternehmen schon im März interne "Transparenz-Tags" eingeführt hatte, blickt Apple im genannten Schreiben jetzt in die Zukunft.
Apple verbietet KI-Inhalte nicht, setzt aber früh RegelnDie zentrale Linie bei Apple Music lautet demnach, Technologie solle Künstler unterstützen, nicht ersetzen. KI-generierte oder KI-gestützte Musik bleibe grundsätzlich erlaubt, müsse aber korrekt gekennzeichnet sein, dürfe Hörer nicht täuschen oder menschliche Künstler imitieren. Derzeit mache KI-Musik weniger als ein Prozent auf dem Streamingdienst aus, so die Erläuterungen. Apple betont zugleich, man wolle früh Regeln setzen, obwohl der aktuelle Höranteil von KI-Musik derzeit noch gering sei. Mehrere große Distributoren liefern die erwähnten Transparenz-Angaben inzwischen, künftig sollen sie für alle Anbieter verpflichtend werden. Nutzer sehen davon derzeit übrigens nichts, eine solche Anzeige folgt erst zu einem späteren Zeitpunkt.
Großes Problem: Stream-ManipulationApple gibt an, man habe interne Werkzeuge entwickelt, um KI-generierte Inhalte besser zu erkennen und gegen Betrug, Spam sowie Impersonation vorzugehen. Wenn bei einem KI-Song der Großteil der Plays aus Stream-Manipulation stamme, entferne Apple Music den Titel automatisch aus dem Dienst – 2025 habe dies zwei Milliarden Streams betroffen. Das Problem dahinter: Abogebühren der Nutzer zur Ausschüttung an Künstler werden auf Portalen wie Apple Music und Co. gemäß der Abrufzahlen verteilt. Wenn nun jemand tausende billige KI-Songs erzeugt und diese über Bots, gekaufte Plays oder Klickfarmen dauernd abspielen lässt, zieht er Geld aus diesem Pool ab, das natürlich zulasten echter Musiker.