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Bericht: iOS 27 erlaubt Bildschirm-Streaming via Google Cast und anderen – in der EU

Kabel nerven. Das gilt nicht nur für Netzwerk-, sondern auch für Audio- und Bildschirmverbindungen. Mit WLAN begann der Wechsel zur drahtlosen Kommunikation und setzte sich bei Kopfhörern und Lautsprechern fort. Und auch beim Video hat Apple mit AirPlay seit 16 Jahren eine Übertragungsmöglichkeit im Angebot, die ohne VGA- oder HDMI-Kabel funktioniert. Diese ist allerdings, ebenso wie Google Cast, proprietär. Möglicherweise zwingt der Digital Markets Act (DMA) der EU nun Apple dazu, sich auch für die Konkurrenz zu öffnen. Laut Mark Gurman wird Apple im diesjährigen Systemaktualisierungsreigen Nutzern die Entscheidung einräumen, welchen Übertragungsstandard sie beim Streaming des Bildschirminhalts bevorzugen.


In iOS 27 soll es demnach möglich sein, in den Systemeinstellungen zu entscheiden, dass Google Cast (oder ähnliche Protokolle) anstatt AirPlay als Bildschirmübertragungsstandard zur Anwendung kommt. Eine ähnliche Auswahlmöglichkeit besteht in iOS 26 für verschiedenste Dienste, etwa E-Mail, Navigation und Übersetzung. Bei der Neueinrichtung eines iPhones oder iPads offeriert das System sogar aktiv eine Auswahl verschiedener Browser, welche als Standard anstatt von Safari zum Einsatz kommen können. Hier soll sich wohl die Auswahl des bevorzugten Bildschirm-Streamingdienstes einreihen.

In der EU haben iOS-Nutzer bei einigen Diensten mehr Wahlmöglichkeiten als im Ursprungsland USA.

Kombination mit Framework
Eine Möglichkeit wäre, dass Apple selbst einen Google-Cast-Treiber entwickeln wird. Wahrscheinlicher ist es, dass der Konzern auf der WWDC ein Framework vorstellt, welches Drittanbieter nutzen können. Damit stünde es auch unabhängigen Herstellern wie Miracast oder Pigeoncast frei, eigene Protokolle für die drahtlose Bild- und Tonübertragung zu entwickeln. Ein in der Betaversion von iOS 27 integriertes „ScreenKit“ (oder ähnlich) räumt Entwicklern einige Monate Zeit ein, um entsprechende Dienste zu entwickeln und im App Store bereitzustellen.

Nur in der EU?
Möglicherweise beschränkt sich die zukünftige Auswahlmöglichkeit auf Europa, denn laut Gurman geht diese Neuentwicklung auf externen Zwang zurück: Der Digital Markets Act setzt Anbieter in marktbeherrschender Stellung unter Druck, fairen Wettbewerb auf ihren Plattformen zu ermöglichen. Bisher erlauben nur solche iOS-Apps ein Streaming via Google Cast, welche die entsprechende Funktion in die eigene App integriert haben. Ob zukünftig auch Android eine AirPlay-Integration zur Auswahl stellen wird, ist nicht bekannt – bisher ist es bei der iPhone-Konkurrenz ähnlich herausfordernd, Inhalte auf AirPlay-Geräte zu übertragen.

Kommentare

trueclou26.05.26 16:28
Da schau mal einer an!
Bin mal gespannt, was die EU-Basher hier jetzt dazu sagen...
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