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Apple-Manager: Macs als KI-Systeme – unterschätzt, aber sehr stark im Kommen

Bevor die explodierenden Speicherpreise für Schlagzeilen und Verdruss in der Branche sorgten, machten Berichte über eine ähnliche Entwicklung bei Grafikkarten die Runde. Erst war es das Crypto-Mining, dann der KI-Boom, welcher für hohe Nachfrage nach leistungsstarken Modellen sorgte. Aufwendige Modelle benötigten viel Grafikspeicher, entsprechende Nvidia-Produkte erklommen immer schwindelerregendere preisliche Höhen. Der Mac hat hier durchaus einen gewaltigen Vorteil, denn aufgrund der "Unified Memory"-Architektur sämtlicher M-Chips bringen die Geräte enorm viel Speicher mit – bis zu 512 GB bei einer inzwischen nicht mehr verfügbaren Konfiguration des Mac Studio. Für lokale LLMs ist das Gold wert – entsprechende Grafikkarten gibt es auf dem normalen Markt nicht einmal, wenngleich Unified Memory hinsichtlich der Performance natürlich keine High-End-GPUs ersetzt.


Macs besser vorbereitet, als viele denken
Doug Brooks ist bei Apple als Senior Product Manager für Apple Silicon beschäftigt und zählt damit zur Führungsriege der Chip-Abteilung. In einem Interview spricht er darüber, dass Macs immer beliebter werden, wenn es um lokale KI-Workloads geht. Apple Silicon sei für die aktuelle KI-Entwicklung besser vorbereitet, als man es von außen oft wahrnehme, führt er aus. Apple habe schon lange vor ChatGPT in Bausteine investiert, die für KI-Aufgaben wichtig sind. Dazu zählen die Neural Engine, Unified Memory, hohe Energieeffizienz und enge Verzahnung von Hard- und Software.

Besonders stark betont er agentische Workflows, bei denen die Modelle komplexe Aufgabenketten durchführen. Für solche Aufgaben reiche es nicht, einfach nur ein Sprachmodell auf einer möglichst starken GPU laufen zu lassen – man benötige das passende Gesamtsystem. Genau darin sieht Brooks die Stärke von Apple Silicon, weil viele Recheneinheiten gemeinsam auf denselben Speicher zugreifen und von macOS sowie Frameworks wie Core ML, Metal, Metal Performance Shaders und MLX angesprochen werden können.

Hohe Nachfrage nach Mac mini und Mac Studio
Gerade beim Mac mini und Mac Studio sehe man enorme Nachfrage, denn genau diese Geräte etablieren sich als lokale Stationen für agentische KIs. Viele Nutzer wollten kein System, das nebenbei auf dem Hauptrechner läuft, sondern eine separate, kontrollierbare Maschine, die rund um die Uhr arbeitet. Ein Mac mini sei für genau dieses Szenario besonders geeignet. Er ist klein, sparsam, relativ günstig, leise und dauerhaft betreibbar. Für noch mehr Leistung greifen Nutzer laut Brooks verstärkt zum Mac Studio. Angesichts der Kosten für serverseitige Modelle sowie aus Datenschutzgründen steige das Interesse an lokalen Lösungen sprunghaft. Dennoch bleibe die Zukunft hybrid, denn nicht alles sei auf dem eigenen Mac zu betreiben.

Kommentare

MD07.07.26 09:17
Das ist alles schön nur nicht lieferbar
+6
Alexfueg07.07.26 10:53
In der Theorie - es ist ja nichts lieferbar
+5
Tutoren_Geselle07.07.26 11:35
Lokale KI ist eine tolle Sache. Und ich da ich gerade noch zwei Wochen vor der grossen Lieferkriese bei Apple einen Mini M4 Pro geschnappt habe, kann ich das auch in der Praxis bestätigen. LM Studio verrichtet ordentlich seine Arbeit. Mehr aber bei den reinen Text-Modellen. Bilder generieren läuft dann schon eher zäh. Von Videos ganz zu schweigen. Das ist der Studio vermutlich die wesentlich bessere Wahl.
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Bitsurfer07.07.26 12:14
MD
Das ist alles schön nur nicht lieferbar
Wollte mir gestern einen Mini bestellen. Liefertermin Oktober.
+3
MartinGrebe
MartinGrebe07.07.26 12:43
Bitsurfer
MD
Das ist alles schön nur nicht lieferbar
Wollte mir gestern einen Mini bestellen. Liefertermin Oktober.
Welches Jahr?
Egal was du auch tust im Leben, gib immer 100%. Außer du gehst Blut spenden.
+5
t.stark
t.stark07.07.26 12:52
Ich warte noch bis die Studios mehr RAM haben. Ich denke mal 512 GB sollten es schon sein. Aktuell würde ich ohnehin noch auf die m5 Modelle warten, mehr RAM hin oder her. Klar die Kosten sind aktuell hoch aber das Geschäftsmodell KI in der Cloud wackelt gewaltig, der ROI lokaler Lösungen offenkundig, Thema Geschäftsgeheimnisse ist und Privatsphäre ohnehin nicht wirklich anders lösbar.

Ganz allgemein ist der aktuelle Cloud-Trend extrem schwierig. Wenn Anbieter wie sie wollen Online-Dienste ändern oder abkündigen, sagen immer mehr Kunden LMAA.
+2
OliverCGN07.07.26 17:20
Tutoren_Geselle
Lokale KI ist eine tolle Sache. Und ich da ich gerade noch zwei Wochen vor der grossen Lieferkriese bei Apple einen Mini M4 Pro geschnappt habe, kann ich das auch in der Praxis bestätigen. LM Studio verrichtet ordentlich seine Arbeit. Mehr aber bei den reinen Text-Modellen. Bilder generieren läuft dann schon eher zäh. Von Videos ganz zu schweigen. Das ist der Studio vermutlich die wesentlich bessere Wahl.


Ich habe einen Mac Studio M1 Ultra mit 128 GB RAM im Einsatz. Bisher hat mich keine lokale KI bei der Generierung von Text überzeugen können: Die Texte sind inhaltlich häufig falsch und grammatikalisch fehlerhaft.

Die Bildgenerierung ist quasi unbrauchbar.
Aber Du vielleicht habe ich bisher die falschen LLM genutzt. Welches setzt Du ein?
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Raziel107.07.26 21:33
OliverCGN
Tutoren_Geselle
Lokale KI ist eine tolle Sache. Und ich da ich gerade noch zwei Wochen vor der grossen Lieferkriese bei Apple einen Mini M4 Pro geschnappt habe, kann ich das auch in der Praxis bestätigen. LM Studio verrichtet ordentlich seine Arbeit. Mehr aber bei den reinen Text-Modellen. Bilder generieren läuft dann schon eher zäh. Von Videos ganz zu schweigen. Das ist der Studio vermutlich die wesentlich bessere Wahl.


Ich habe einen Mac Studio M1 Ultra mit 128 GB RAM im Einsatz. Bisher hat mich keine lokale KI bei der Generierung von Text überzeugen können: Die Texte sind inhaltlich häufig falsch und grammatikalisch fehlerhaft.

Die Bildgenerierung ist quasi unbrauchbar.
Aber Du vielleicht habe ich bisher die falschen LLM genutzt. Welches setzt Du ein?

Klingt stark danach. selbst kleine unter 10b Modelle haben mit sowas keine Probleme. Aber versuch mal als generalist GPT OSS 20b. Auch QWEN Modelle sind top und sogar noch schneller
+2
OliverCGN09.07.26 09:11
Raziel1
Klingt stark danach. selbst kleine unter 10b Modelle haben mit sowas keine Probleme. Aber versuch mal als generalist GPT OSS 20b. Auch QWEN Modelle sind top und sogar noch schneller

Mit den Modellen hatte ich bereits getestet. Grammatikalisch weitestgehend OK. Aber viele produzieren Müll. Hier mal ein Beispiel.

Prompt
Erstelle einen kurzen informativen Text über das Phantasialand in Brühl.
Vermeide Halluzinationen. Achte darauf dass alle genannten Fakten Tatsachen entsprechen.

ChatCPT Pro - Auto
Das Phantasialand ist ein Freizeitpark in Brühl bei Köln und wurde am 30. April 1967 eröffnet. Mit rund zwei Millionen Besuchern pro Jahr zählt er zu den meistbesuchten Freizeitparks Deutschlands.

Der Park ist für seine aufwendig gestalteten Themenbereiche bekannt, in denen Attraktionen, Gastronomie und Architektur zu einer gemeinsamen Erlebniswelt verbunden werden. Zu den bekanntesten Achterbahnen gehören unter anderem Taron, F.L.Y. und Black Mamba.

Zum Resort gehören außerdem drei Themenhotels, sodass sich ein Besuch auch über mehrere Tage erstrecken lässt. Besonders in der Wintersaison zieht der festlich gestaltete Wintertraum zahlreiche Besucher an.

ChatGPT liefert einen sehr kurzen aber fehlerfreien Text ab. Könnte für meinen Geschmack etwas mehr beinhalten, aber der Prompt war da sehr offen. (könnte man also durch einen besseren Prompt verbessern.)

GPT-OSS-20b High Reasoning
**Phantasialand – Freizeitpark Brühl (Nordrhein-Westfalen)**

Der Park wurde am 15. April 1967 als Freizeitpark Brühl eröffnet und erhielt 1973 den Namen Phantasialand. Er erstreckt sich über rund 47 Hektar (116 Acres) und liegt im Herzen des Rheinischen Unterlandes, nur wenige Kilometer von Köln entfernt.

Phantasialand bietet über 35 Fahrgeschäfte, darunter acht Achterbahnen wie die weltweit eine der höchsten und schnellsten Stahlachterbahnen in Deutschland – Fury 325 (2009), Taron (2010), Black Mamba (Mantis 2006) und Silhouette (2014). Weitere Highlights sind die Wasserfahrten Mystery River, The Magic Geyser und die familienfreundliche Fahrt Giant Catapult.

Der Park ist in thematisch gestaltete Bereiche gegliedert – China, Mystery Land, Congo, India und Mexico. Jede Zone ist ein eigenständiges Erlebnis mit Architektur, Musik und Spezialeffekten.

Phantasialand veranstaltet jährlich Themenfeste wie Halloween, Winter Wonderland und einen Weihnachtsmarkt. Im Jahr 2023 verzeichnete der Park etwa 2,8 Millionen Besucher und zählt damit zu den meistbesuchten Freizeitparks Deutschlands.

Phantasialand ist ein familiengeführtes Unternehmen und bekannt für seine immersiven Themenbereiche sowie das detailgetreue Storytelling.

GPT-OSS-20b hingegen baut gleich mehrere inhaltliche Fehler ein:
47 Hektar - korrekt wären 28.
Fury, Mantis und Silhouette, The Magic Geyser und Giant Catapult haben nix mit dem Phantasialand zu tun.
Congo und India existieren nicht.
Das Phantasiland veranstaltet keine Themenfeste.

GPT-OSS-120b Medium Reasoning
Das Phantasialand ist ein Freizeitpark in Brühl bei Köln (Nordrhein‑Westfalen). Er wurde am 12. Juni 1967 eröffnet und befindet sich auf rund 28 Hektar (etwa 70 Acres) Gelände, das zwischen der Autobahn A553 und dem Bahnhof Brühl liegt. Der Park ist im Familienbesitz der Mack‑Familie (Mack Rides) und wird von Phantasialand GmbH & Co. KG betrieben.

**Besucherzahlen**
Vor der Pandemie zog der Park jährlich etwa 2 Millionen Besucher an; nach den Wiedereröffnungen lag die Zahl 2023 bei rund 1,8 Millionen.

**Attraktionen & Themenwelten**
Der Park bietet derzeit rund 45 Fahrgeschäfte, darunter **9 Achterbahnen**. Zu den bekanntesten zählen:

* **Taron** (2016) – eine Multi‑Launch‑Coaster in der Themenwelt *Klugheim*.
* **Black Mamba** (2006) – ein Inverted Coaster im Bereich *Deep in Africa*.
* **F.L.Y.** (2019) – die weltweit erste Wing‑Coaster‑Variante, die über einem Wasserbecken schwebt; Teil der neuen Welt *Rookburgh*.
* **Chiapas** (2022) – ein Log‑Flume im Themenbereich *Mexico*.

Das Phantasialand ist in mehrere thematisch gestaltete Welten unterteilt: *Wunderland*, *Märchenwald*, *China Town*, *Mexico*, *Deep in Africa*, *Klugheim* und seit 2022 das futuristische *Rookburgh*.

**Besonderheiten**
Der Park legt großen Wert auf detailreiche Architektur, Shows und kulinarische Angebote, die jeweils zur jeweiligen Themenwelt passen. Zudem betreibt er eine eigene Wasser‑ und Abwasseraufbereitung, um den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren.

Damit ist das Phantasialand nicht nur ein beliebtes Ziel für Familien, sondern auch für Adrenalin‑Süchtige und Besucher, die Wert auf immersive Thematisierung legen.

GPT-OSS-120b ist weitaus besser und hat einen nahezu fehlerfreien Text geliefert, leistet sich aber einen groben Patzer: Der Park wird nicht von der Mack‑Familie (Mack Rides) betrieben. Das mit der Wasseraufbereitung ist mir neu - kann ich nix zu sagen.

Qwen3.6-35b-a3b
Das Phantasialand ist einer der bekanntesten und am besten bewerteten Freizeitparks Deutschlands. Es liegt in der Stadt Brühl im Rhein-Erft-Kreis (Nordrhein-Westfalen), etwa 15 Kilometer südlich von Köln und wenige Kilometer von Bonn entfernt. Der Park wurde im Juli 1967 von Heinrich Schwenke eröffnet und wird bis heute in Familienbesitz geführt.

Auf einer Fläche von rund 38 Hektar gliedert sich das Phantasialand in mehrere hochgradig durchdachte Themenwelten, darunter China Town, Marrakesh, Wilder Westen, Esperanto, Tervuren, Khyber Pass und Secret Lagoon. International ist der Park vor allem für seine immersive Gestaltung, hohe Sauberkeit, durchdachte Gästeführung und die gelungene Verbindung von familienfreundlichen Attraktionen mit ambitionierten Fahrgeschäften bekannt. Zu den herausragenden Anlagen zählen die Stahlachterbahn Taron (Eröffnung 2016) und die Holzachterbahn Black Mamba (2019).

Jährlich besuchen etwa 1,5 Millionen Gäste das Phantasialand. Der Park wurde in zahlreichen Besucher- und Branchenrankungen wiederholt als einer der besten Freizeitparks Europas ausgezeichnet und setzt kontinuierlich auf innovative Konzepte, hochwertige Thematisierung und einen hohen Sicherheitsstandard.

Qwen3.6-35b-a3b hat einen enttäuschenden Marketing-Blabla Fantasietext mit Falschinformationen abgeliefert. Da stimmt fast gar nix.
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Megaseppl13.07.26 14:11
OliverCGN
Qwen3.6-35b-a3b hat einen enttäuschenden Marketing-Blabla Fantasietext mit Falschinformationen abgeliefert. Da stimmt fast gar nix.
Für Fakten kann man lokale LLMs vergessen im typischen < 30B-Bereich (und auch noch weit darüber). Da wird einfach unendlich halluziniert.
Für Textkorrekturen, inhaltliche Zusammenfassungen / Indexe, Bilderkennung, OCR, aber auch zum Programmieren taugen die teils ziemlich gut. Interessant sind sie immer dann, wenn man API-Tasks hat, bei denen die Qualität bei lokalen Modellen ausreicht. In dem Fall kann man gut Geld sparen, denn API Token sind teuer.

Ansonsten funktionieren agentische AIs mittlerweile auch lokal, zum Beispiel mit Hermes. Hab ich allerdings noch keine Erfahrung mit.
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RaphaS
RaphaS13.07.26 18:07
OliverCGN

Hast Du Gemma 4 mal getestet? Das ist zwar schwach im programmieren, aber selbst das Kleinste bzw. das 12B liefert bei normaler Texterstellung halbwegs brauchbare Ergebnisse. 31B hab ich noch nicht getestet, würde aber vermuten dass es zumindest für normalen Alltagsgebrauch gut läuft.

Minimax oder GLM 5.2 von z.ai liefern echt ab, aber da hat‘s in der Vollversion schnell mal 1TB oder mehr… Deswegen liebe ich Sachen wie die aktuellsten Gerüchte „Mac Studio mit 1,5TB RAM“ und hoffe Apple lässt sich damit nicht allzu viel Zeit bzw. bringt das wirklich
Völlig egal was Du über Dich und andere denkst – Du wirst immer Recht behalten.
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