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Firefox Project Nova: Mozilla arbeitet an umfassendem Redesign des Browsers

Mozilla gibt den Kampf gegen Google Chrome, Microsoft Edge und – im Falle von macOS – auch Safari noch nicht verloren. Mit einem umfassenden Redesign soll Firefox fit werden für die Anforderungen der Zukunft. Die Entwickler des quelloffenen Browsers haben hierzu das Project Nova ins Leben gerufen, welches den größten Umbau der Benutzeroberfläche seit etlichen Jahren zum Ziel hat. Veränderungen wird es aber auch unter der Haube geben, wenig überraschend betreffen diese unter anderem den Bereich der Künstlichen Intelligenz. Die ersten Ergebnisse des Projekts sind bereits sichtbar, denn sie sind in die kürzlich erschienene Firefox-Version 152 eingeflossen.


Lokale KI liefert Übersetzungen und macht Vorschläge
Zu den neuen Features im Zusammenhang mit Project Nova zählt etwa das nun in Firefox enthaltene kostenlose VPN. In diesem Zuge haben die Entwickler einem Blogpost zufolge auch die Privatsphäre- und Sicherheits-Einstellungen überarbeitet. Sie sollen nun leichter verständlich sein und erlauben unter anderem eine detailliertere Anpassung des erweiterten Tracking-Schutzes. Im privaten Modus informiert eine Leiste über die blockierten Tracker. In den Einstellungen lässt sich auch die Nutzung der integrierten Künstlichen Intelligenz konfigurieren, welche rein lokal mit heruntergeladenen kleinen Modellen arbeitet. Die eingebaute KI kann beispielsweise Übersetzungen von Webseiten liefern, Vorschläge für Tabgruppen machen und wichtige Punkte in der Link-Vorschau hervorheben. Über die Seitenleiste lassen sich zudem Chatbot-Anbieter wie etwa Google Gemini, Microsoft Copilot oder ChatGPT einbinden – aber auch blockieren.


Mit Project Nova unterzieht Mozilla das Design von Firefox einem gründlichen Redesign; erste Ergebnisse sind bereits sichtbar.
Quelle: Mozilla

Kompaktmodus kehrt zurück, stärker gerundete Bedienelemente
Die Benutzeroberfläche von Firefox soll sich in den kommenden Versionen ebenfalls erheblich verändern. Zu den angekündigten Verbesserungen gehören unter anderem die Rückkehr des Kompaktmodus und stärker abgerundete Bedienelemente wie beispielsweise Buttons und Eingabefelder. Letzteres gilt auch für die Tabs, welche zudem ein weicheres Aussehen erhalten. Darüber hinaus überarbeiten die Entwickler die Farben und erweitern die Möglichkeiten, das Aussehen des Browsers individuell anzupassen. Einiges davon wurde in Version 152 bereits realisiert. Die kommende Ausgabe soll außerdem JPEG XL und HDR-Videos unterstützen – vorerst allerdings nur auf Windows-Rechnern mit Grafikkarten von Nvidia und AMD.

Entwickler: Performance des Browsers verbessert
Mozilla hat eigenen Angaben zufolge die Performance von Firefox verbessert. Die wichtigsten Teile von Webseiten werden priorisiert und so als erste geladen; erst dann folgen optionale Elemente. Wie diese Unterscheidung vorgenommen wird, erklären die Entwickler allerdings nicht. Sie verweisen jedoch darauf, dass sie die Ladezeiten zentraler Inhalte einer Seite um neun Prozent verbessert haben. Das neue Design mit Tabgruppen, dem Splitview und vertikalen Tabs beschleunige darüber hinaus den Workflow.

Kommentare

euha0109.07.26 11:16
Ich nutze Firefox seit vielen Jahren, da ich beruflich Win und iPhone, privat MacOS und Android verwende. Die Syncfunktion arbeitet perfekt über alle Plattformen. Ich hoffe auf ein Comeback des Browsers seitdem Chrome die Werbeunterdrückung eingeschränkt hat. Die KI-Funktionen habe ich verbannt. Die viel gescholtene Langsamkeit kann ich eigentlich nicht nachvollziehen - ein Browser ist kein Ego-Shooter. Schön, dass die Sicherheitsfunktionen verständlicher werden sollen. Da ich selten was einstelle, benötige ich immer einige Zeit, um wieder alles zu verstehen.
Ich werde demnächst mal das eingebaute VPN testen, da ich mit meiner jetzigen Lösung nicht zufrieden bin.
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