Bericht: MacBook Pro mit neuem Design bereits 2021

Vor zwei Wochen läutete Apple eine Zäsur ein: In einem vorproduzierten Video des Events „One more thing“ präsentierte der Konzern gleich drei neue Macs – ihnen ist gemein, dass sie auf Apples hauseigenen M1-Chip setzen. Das Unternehmen verspricht deutlich gestiegene Akkulaufzeiten in seinen Notebooks und enorme Leistungssprünge im Vergleich zu den Intel-Vorgängern – was wir im Rahmen unterschiedlicher Benchmarks (zum Beispiel hier und hier) durchaus bestätigen können. Insofern gab das Event berechtigten Anlass für viele Anwender, den Kauf eines der neuen Geräte zu erwägen, sofern sie nicht auf ein neues Design hofften: Tatsächlich geht mit der technologischen Entwicklung vorerst keine Änderung am Erscheinungsbild der Macs einher. Manche Nutzer werten das als verpasste Chance – Apple könnte aber recht bald nachlegen.


Neue MacBooks, neues Design
2020 war für Anhänger des Macs ein großes Jahr: Apple stellte auf ARM-Prozessoren um. Änderungen am Design nahm das Unternehmen hingegen nicht vor – was eine bewusste Entscheidung gewesen sei, um den Fokus auf die Performance und die Akkulaufzeit zu lenken. MacRumors verweist nun auf einen Bericht des Analysten Ming-Chi Kuo: Dieser erklärte, dass Apple nun im Jahresturnus neue Prozessoren im Mac verbauen könnte – eine Entwicklung, wie wir sie bereits von anderen Geräten wie dem iPhone kennen. Kuo bezieht sich aber auch auf ein neues Erscheinungsbild der Produkte: Bereits im nächsten Jahr sollen die MacBooks mit einem neuen Design versehen werden. Im Bericht findet jedoch keine Erwähnung, welche Modelle konkret betroffen sind.

Ebenfalls denkbar: Überarbeiteter iMac und Mac Pro
Allerdings erklärte der Analyst bereits im Juli dieses Jahres, dass neue MacBook-Pro-Modelle mit Apples ARM-Prozessoren im späten zweiten oder dritten Quartal 2021 auf den Markt kommen. Dabei handele es sich um eine 14 sowie 16 Zoll große Variante des MacBook Pro. Kuos Voraussagen weisen eine durchaus ansehnliche Erfolgsbilanz auf, wenngleich manche Gerüchte von einem iMac mit 24 Zoll und Mac Pro für 2021 ausgehen. Diese sollen ebenfalls einer optischen Generalüberholung unterzogen werden. Wer sich also am Design der aktuell verfügbaren MacBooks sattgesehen hat, sollte vielleicht noch ein Jahr mit dem Kauf eines neuen Geräts warten.

Kommentare

PeKaEm
PeKaEm25.11.20 14:18
Ich glaube nicht, dass die Macs auch jedes Jahr neue Prozessoren bekommen.
+1
Tirabo25.11.20 14:22
Ich frage mich, wie Apple das 27"-iMac Dilemma mit der Monitorgröße lösen wird.

Derzeit gibt es nur die 27"-Monitore, die vom Platz am Bildschirm doch recht beengt sind, wenn man nicht in nativer Auflösung arbeitet. Diese funktioniert aber kaum vernünftig, weil Schriften und co bei dieser Auflösung und Panelgröße viel zu klein sind. Zudem gibt es derzeit am iMac ja noch einen ziemlich dicken Rand, der auch viel unnötigen Platz verbraucht, dem ergonomisch gesehen mehr Bildfläche zugute käme. Einen 32"-Monitor mit 16:9 kann man dann aber nur mit 6K oder 8K betreiben, wenn die Retina-Fähigkeit (oder besser gesagt die Pixeldichte) sich verbessern soll, oder wenigstens sich nicht wieder verschlechtern soll.

Allerdings scheinen solche Panels aber noch recht teuer zu sein.

Ich bin echt gespannt, was Apple beim großen iMac entwickelt und wie sich das auf den Preis auswirkt. Möglicherweise wird das teurere Panel preislich durch die günstigeren Prozessoren ausgeglichen, sodass der Preis ungefähr so wie derzeit bei den höheren Ausstattungen wird?
+2
Flolle
Flolle25.11.20 14:29
Ein schwarzes Bild...

und plötzlich ein leuchtender Apfel.
Die Menge tobt... (ja, Pandemie ist dann schon vorbei)...

In der späteren Keynote zeigt man uns, dass der leuchtende Apfel auf der Rückseite besser sei als je zuvor und man sogar verschiedene Farben (inkl. Regenbogen) einstellen kann.

Ohh das wird super. Ich freu mich.
+9
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex25.11.20 15:02
Ich hab den Hype um den leuchtenden Apfel nie verstanden... aber durchs Display hat man ihn oft schön gesehen beim Arbeiten.
0
macfreakz25.11.20 15:08
Wenn ich Apple Hardware Designer wäre, würde ich Pro Display XDR / Mac Pro als Designvorlage / Designsprache nehmen und iMac so designen.
+2
Cyman25.11.20 15:11
PeKaEm
Ich glaube nicht, dass die Macs auch jedes Jahr neue Prozessoren bekommen.

Ich kann mir schon vorstellen, dass Apple jedes Jahr eine neue Prozessorgeneration oder zumindest eine modifizierte Version des Vorjahres verbauen wird. Schon aus marketingtechnischen Gründen wäre dies für Apple sicherlich absatzfördernd.
+3
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex25.11.20 15:16
macfreakz
Wenn ich Apple Hardware Designer wäre, würde ich Pro Display XDR / Mac Pro als Designvorlage / Designsprache nehmen und iMac so designen.

Für einen iMac Pro durchaus vorstellbar, wenn dieser das XDR Display bekommt.
Das Design hat ja einen thermischen Sinn – andernfalls wäre es vermutlich glatt geblieben.
0
Freaky300
Freaky30025.11.20 15:43
Na dann heißts noch warten bis zum MBP 16" Apple Chip bis er mein MBP 15" Mid 2015 ablöst
+1
CJuser25.11.20 15:48
Tirabo
Ich frage mich, wie Apple das 27"-iMac Dilemma mit der Monitorgröße lösen wird.
[...]
Also ich hatte mit der nativen Auflösung keine wirklichen Probleme - hatte nen non-Retina 27 Zoll iMac, die interne Pixeldichte ist aber ja identisch geblieben. Ich frage mich nur gerade, ob der iMac (wie auch die MacBooks) mit skalierter Auflösung ausgeliefert wird. 5.760 x 3.240? Dann wird es wirklich etwas klein. Auch wenn sich die Größe der Inhalte noch etwas anpassen lässt. Die Darstellung ist dann zwar ziemlich identisch zu den MacBooks, aber an einem iMac sitzt man ja idR auch weiter vom Display entfernt.

Was diese Geschichte angeht, bin ich mal gespannt, ob mehr an dem Gerücht dran ist, dass die Pixeldichte sich erhöhen soll. Dann wäre die skalierte Auflösung nämlich ungefähr die native Auflösung. Aber mal die ersten reinen Apple Silicon Macs abwarten (MacBook Pro Late 2021 und 24 Zoll iMac Mid 2021).
0
subjore25.11.20 16:19
Cyman
PeKaEm
Ich glaube nicht, dass die Macs auch jedes Jahr neue Prozessoren bekommen.

Ich kann mir schon vorstellen, dass Apple jedes Jahr eine neue Prozessorgeneration oder zumindest eine modifizierte Version des Vorjahres verbauen wird. Schon aus marketingtechnischen Gründen wäre dies für Apple sicherlich absatzfördernd.

Ja ist ja kein großes Ding. Nächstes Jahr kommt der M2, dann der M3 usw. Warum sollten sie ein Jahr lang keine neuen Prozessoren bringen. Und einfach nur den Prozessor austauschen ist ja kein Aufwand. Bei den Baureihen die jetzt vorgestellt wurden werden sie vermutlich auch das Erscheinungsdatum gleich lassen. Der M Prozessor kommt dann jedes Jahr 2 Monate nach dem A Prozessor und werden gleich in alle Geräte eingebaut die ihn bekommen sollen. Die größeren Prozessoren kommen dann etwas später und deren Geräte werden dann zukünftig auch zeitgleich vorgestellt (es sei denn ein anderes Bauteil für eine Modellgeneration benötigt etwas Zeit). Dann hätte man zwei oder drei Launchzeitpunkte im Jahr für Macs, die immer gleich bleiben.
0
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex25.11.20 16:24
Kann mir tatsächlich vorstellen:

  • M >> Einsteiger Macs
  • Mx >> Mittelklasse Macs
  • Mx mehrfach >> Oberklasse Macs

Das kann man dann über die Jahre auch immer sinnvoll mit Zahlen erweitern:

  • M1, M1x, M1x mal 2
  • M2, M2x, M2x mal 2
  • etc
+1
Tirabo25.11.20 16:29
CJuser
Tirabo
Ich frage mich, wie Apple das 27"-iMac Dilemma mit der Monitorgröße lösen wird.
[...]
Also ich hatte mit der nativen Auflösung keine wirklichen Probleme - hatte nen non-Retina 27 Zoll iMac, die interne Pixeldichte ist aber ja identisch geblieben.

Äh nein?

Der iMac 27" (2013), der letzte vor dem 5K-Modell in 2014 hatte 2550x 1440 Pixel, das entspricht einer Dichte von 109ppi. Der 5K iMac hat eine Dichte von 218ppi.

Die Pixeldichte hat sich also gravierend verändert, was in nativer Auflösung bei gleichbleibender Größe des Displays (27") zu extrem kleiner Anzeige führt. Durch die hohe Auflösung sind größer skalierte Bilder aber dennoch scharf, allerdings wird das Bild wieder größer, also der Platz auf dem Finder/Schreibtisch wieder kleiner. Da hilft aber dann nur ein größeres Display (Daher mein Ausdruck "Dilemma").

Trotz nur der 218ppi nennt es Apple dennoch Retina-Display, weil für Apple der Sitzabstand zu einem iMac ein anderer als zu einem iPad oder iPhone ist.
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CJuser25.11.20 17:34
Tirabo:
Du hast meine Aussage nicht richtig verstanden. Ob nun 27 Zoll iMac oder 27 Zoll iMac 5K Retina, macOS steuert beide intern mit der selben Auflösung an (2.560 x 1.440). Die Inhalte sind "nur" ggf. schärfer. Zu Zeiten wo noch nicht jede App für Retina angepasst war, wurden unangepasste Apps dadurch nämlich eben nicht viel zu klein dargestellt, sondern waren einfach nur nicht so scharf.
Soll einfach heißen: Ob heute oder vor 10 Jahren, die Inhalte sind immer identisch groß geblieben... die Darstellungsqualität hat sich eben verbessert. Alles andere ist Einbildung oder eine zu klein designte App durch die Entwickler.
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Tirabo25.11.20 17:49
CJuser
Tirabo:
Du hast meine Aussage nicht richtig verstanden. Ob nun 27 Zoll iMac oder 27 Zoll iMac 5K Retina, macOS steuert beide intern mit der selben Auflösung an (2.560 x 1.440). Die Inhalte sind "nur" ggf. schärfer. Zu Zeiten wo noch nicht jede App für Retina angepasst war, wurden unangepasste Apps dadurch nämlich eben nicht viel zu klein dargestellt, sondern waren einfach nur nicht so scharf.
Soll einfach heißen: Ob heute oder vor 10 Jahren, die Inhalte sind immer identisch groß geblieben... die Darstellungsqualität hat sich eben verbessert. Alles andere ist Einbildung oder eine zu klein designte App durch die Entwickler.

Das war etwas missverständlich ausgedrückt.

Dennoch ist mir nach fast 10 Jahren Arbeit an 27" WQHD iMacs der Platz auf dem Schirm mittlerweile zu klein.

Ich habe daher noch einen zweiten Monitor, allerdings nicht direkt neben dem iMac stehen. Somit ist die Ergonomie nicht ausreichend, gerade wenn ich Plug-Ins dort auslagere.
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CJuser25.11.20 17:49
Mal abwarten, wie sich das Design der MacBook Pros ändern wird. Als Stichpunkte wurden ja bereits Mini LED Backlight, abgerundete (ich hoffe nur obere) Displayecken, Face ID und eine größere Touch Bar genannt. Hoffentlich gesellen sich noch 10 Bit Farbtiefe und ProMotion beim Display dazu. Außerdem hoffe ich, dass beide Displaygrößen mit ziemlicher identischer Basisausstattung kommen, das Große aber eben optional stärker ausgestattet werden kann. Dann würden auch mehr zum 16 Zoll greifen. Sonst wird es bei mir beim nächsten Mal vielleicht eher das 14 Zoll Modell.
0
Tai25.11.20 17:49
MTN
Wer sich also am Design der aktuell verfügbaren MacBooks sattgesehen hat, sollte vielleicht noch ein Jahr mit dem Kauf eines neuen Geräts warten.

Wer sich am Design des aktuellen Hammers sattgesehen hat, sollte bis nächstes Jahr warten. Dann kommt einer mit 2 Stielen.
+2
jmh
jmh25.11.20 19:01
das muss einfach noch duenner und fragiler werden! und schnittstellen werden ja auch ueberbewertet, also weg damit!
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mcbep25.11.20 19:08
Und wieder fällt ein Reissack um in Kuo-Chi-Ming-Stadt.

Es ist nicht nur denkbar, sondern völlig normal, dass es in 2021 Neues geben wird. Vom Design her und von der Technik her. So wie jedes Jahr.

Da scheint wiedermal ein Analyst schnell noch seine Allerweltsprognose loswerden zu wollen, um dann mit einem großen "Da seht Ihr's" seine Anlageprodukte überzeugend verhökern zu können...
+1
MetallSnake
MetallSnake25.11.20 19:30
mcbep
Es ist nicht nur denkbar, sondern völlig normal, dass es in 2021 Neues geben wird. Vom Design her und von der Technik her. So wie jedes Jahr.

Du lebst wohl in einem sehr coolen Paralleluniversum, in diesem hier wurden die Designs jedoch schon länger nicht geändert.
Die Menschheit ist eine völlig außer Kontrolle geratene Primatenspezies.
+1
uni.solo25.11.20 20:31
PeKaEm
Ich glaube nicht, dass die Macs auch jedes Jahr neue Prozessoren bekommen.

Ich könnte mir vorstellen, dass es einen 2-Jahres-Zyklus gibt, die geraden Jahre bekommt der M1 ein Update, in den ungeraden Jahren der _1 für die großen Pro Laptops...
+1
Termi
Termi26.11.20 23:05
Die Leistung des neuen MacBook Pro überzeugt mich wirklich. Mein 2016er MacBook Pro behalte ich dennoch, bis nicht nur der Prozessor geändert wurde. Was mir wirklich fehlt, sind dünnere Bildschirmränder. Was mittlerweile alle großen Hersteller hinbekommen, sollte auch Apple schaffen.

Ich freue mich auf 2021. Und mein Sohn aufs 2016er MacBook Pro
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