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Auktionen: Jobs-Scheck, Woz-Apple I – und eine Enigma von 1943

Regelmäßig finden interessante Versteigerungen statt, auf denen es auch historische Exponate aus Apples Geschichte zu erwerben gibt. Alle paar Monate wechselt beispielsweise ein Apple I den Besitzer, also Apples erstes kommerzielles Produkt, von dem nur noch wenige Exemplare erhalten sind. Erst kürzlich tauchte eine solche Auktion auf eBay auf, beschrieben wurde das Gerät als "voll funktionsfähig", was es zusätzlich zu einem sehr seltenen Artikel macht. Komplett im Originalzustand befindet sich der Apple I jedoch nicht, denn dem Besitzer zufolge waren Reparaturen am Board erforderlich. Dies erfolgte allerdings mit Komponenten der Jahre 1976 und 1977, zumindest sind also alle Bauteile ungefähr gleich alt.


Quelle: The AAPL Collection

Als Krönung des Apple I galt der Chip bzw. dessen Oberfläche, denn es ist nur ein einziger Apple I bekannt, den Steve Wozniak mit einer Signatur auf der CPU versehen hatte – wenngleich dies erst kürzlich erfolgte und nicht damals in der Garagen-Werkstatt. Die Versteigerung ist nun beendet, der Verkaufspreis liegt nach 112 Geboten bei 340.100 Dollar. Verglichen mit früheren Auktionen stellt das fast schon ein Schnäppchen dar, denn bislang fielen für funktionierende Geräte zwischen 460.000 und 736.000 Dollar an.


Jobs-Scheck, Jobs-Magazin, Apple I
Noch eine andere Apple-Auktion sorgt derzeit für Interesse, diese findet allerdings nicht bei eBay, sondern beim Bostoner Auktionshaus RR Auctions statt. Es geht um einen Scheck, dessen damaliger Wert von 9,18 Dollar wohl um ein Vielfaches übertroffen wird. Rund 25.000 Dollar dürfte der Verkaufspreis wohl erreichen, anschließend hält man das von Steve Jobs im Jahr 1976 persönlich unterschriebene Stück Papier in Händen. Was Jobs damals bei Tektronix einkaufte, ist hingegen unbekannt. Interessant auch die Adresse: "770 Welch Rd., Ste. 154, Palo Alto" nutzt das noch sehr junge Unternehmen als Briefkastenadresse – und zwar zu jener Zeit, als man noch in der väterlichen Garage arbeiten musste.


Time Magazine mit Jobs – und eine Enigma mit drei Walzen
Ebenfalls auf rund 25.000 Dollar schätzen die Betreiber der Auktion eine von Jobs signierte Ausgabe des Time Magazine. Der noch schnurrbärtige Apple-Mitgründer befindet sich auf dem Titelblatt, zur Sprache kommen im Heft "America's Risk Takers". Zur Versteigerung steht zudem ein weiterer Apple I sowie eine Enigma-Maschine von 1943. Diese ist gemäß Beschreibung voll einsetzbar und ließe sich somit zum Verschlüsseln von Nachrichten einsetzen.


Es handelt sich allerdings nur um ein Modell mit drei statt fünf Walzen, weswegen sich die Textnachrichten vergleichsweise leicht entschlüsseln ließen – sofern irgendein Element aus dem Ausgangsdokument bekannt ist. Dies könnte beispielsweise eine Anrede oder auch eine Grußfloskel sein. Als es während des Zweiten Weltkrieges erstmals gelang, die Nachrichten in Klartext zu übersetzen, war "Wetter" das verräterische Wort, welches man als Ansatzpunkt verwendete.

Kommentare

SYS6473814.06.22 14:11
... den Namen des führenden Entschlüsslers Turing kennt jeder, den Namen des hinter der Enigma stehenden Arthur Scherbius vermutlich keiner.
Beide haben meine vollste Hochachtung!

Ergänzung: die Leistung des letztgenannten kann man wohl nur einschätzen, wenn man "mal was mit Programmierung" gemacht hat... ich kann da nur staunen. Aber ich kann auch nur Java....
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