Apple mit großer Xcode-Ankündigung: "Agentic Coding" kommt mit 26.3 – Claude Agent, Codex und mehr


Für Entwickler steht die kommende Xcode-Version bereits über den Developer-Bereich zur Verfügung, bald (also zusammen mit macOS 26.3) soll Xcode 26.3 dann als finale Version erscheinen. Apple kündigte jetzt per Pressemitteilung eine wichtige Neuerung an: Agentic Coding. Dazu werden auf Wunsch entsprechende KI-Tools angebunden, namentlich unter anderem der Claude Agent von Anthropic oder Codex von OpenAI. Den offiziellen Aussagen zufolge könne man dadurch schneller denn je Software erstellen, Produktivität und Kreativität steigern sowie den gesamten Workflow optimieren. Entwickler sollen mehr Zeit haben, sich um tatsächliche Innovationen zu kümmern, wie Apples Vice President of Worldwide Developer Relations, Susan Prescott, ausführt.
Projektmanager, nicht nur Code-AusspuckerCoding Agents können mehr, als auf einen Textbefehl hin Codepassagen auszuspucken. Die Tools sollen nicht nur Code vorschlagen, sondern auch Aufgaben in kleinere Schritte zerlegen, Entscheidungen anhand der Projektstruktur treffen, quer durch das Projekt Dateien öffnen, ändern, oder neue Files anlegen, Tests schreiben/ausführen, Fehler beheben sowie Einstellungen anpassen. Auch Suche im Projekt sowie der Doku sind Optionen. Xcode 26.3 erweitert die bisherigen Fähigkeiten des Coding Assistants also um die Möglichkeit, den ganzen Entwicklungszyklus zu begleiten und mehr Zugriff auf Xcode-Funktionen zu erhalten. Xcode 26.3 unterstützt zudem das "Model Context Protocol" (MCP), jenen offenen Standard, über den sich auch andere kompatible Agenten/Tools einbinden lassen.
Optionaler Einsatz – und kein Ersatz für echte EntwicklerNatürlich ist die Verwendung eine freiwillige Entscheidung, standardmäßig greift keine KI in das Projekt ein. Für Coding-Tools wie Claude Agent und Codex ist ein entsprechender Account bei Anthropic bzw. OpenAI notwendig, zudem gelten deren Nutzungsbedingungen – der Quellcode verlässt in diesem Fall also zumindest teilweise den eigenen Mac. Selbst wenn Teile der Arbeit von einer KI stammen, bedeutet der Einsatz für Entwickler aber nicht, komplexe Programme mit wenigen Prompts erstellen zu können. Oft entsteht schlicht eine weitere Ebene, die man neben dem eigentlichen Code im Blick zu behalten hat.