Apple greift weiter durch: Besserer Schutz vor Abo-Abzocke

Als Apple damit begann, Entwicklern die Vorteile von Software-Abos innerhalb ihrer Apps nahezulegen, zog dies neben seriösen Anbietern auch viele Betrüger an. Apples Vorgaben waren nämlich ziemlich lasch und erlaubten es, auf vielfältige Weise Nutzer hinters Licht zu führen. Irreführende Texte, falsche Beschriftung von Buttons bis hin zur Einblendung kurz vor einem wichtigen Bedienschritt, kuriose aber unklar dokumentierte Zeiträume der Abbuchung ("alle 3 Tage 3,99 Euro") und vieles mehr zählte zum Portfolio der App-Betrüger. Als die Problematik offenkundig wurde, reagierte Apple mit zahlreichen Maßnahmen und verschärfte das Regelwerk ganz erheblich, beispielsweise gibt es seit Anfang des Jahres strikte Richtlinien, wie Abos angepriesen werden dürfen und müssen. Gleichzeitig erleichterte Apple auch die Kündigung von Abos und versteckte diese essenzielle Funktion nicht mehr in den Tiefen der Systemeinstellung.
(Wie sich Abos unter iOS kündigen lassen: )


Eine weitere Warnung erscheint
Nun schaltet Apple noch eine weitere Maßnahme scharf – denn trotz aller Bestimmungen gibt es noch immer Apps, die sich nicht daran halten und weiterhin den Nutzer hinters Licht führen wollen. Apple implementierte einen weiteren Bestätigungs-Schritt in Form einer Systemwarnung. Vor dem Abschluss des Abos muss der Nutzer das Pop-Up bestätigen und seinen Willen bekräftigen. Darin heißt es, das Abo werde so lange weiterlaufen, bis es der Nutzer kündige – dies müsse spätestens am Tag vor dem Beginn eines neuen Abozyklus' erfolgen. Erst nach diesem weiteren "OK" beginnt die Store-Mechanik dann, regelmäßig Beträge einzuziehen.


Man kann Apple dafür kritisieren, warum die sinnvollen Maßnahmen gegen Abo-Abzocke nicht schon früher ersonnen wurden – immerhin waren die Probleme durchaus absehbar. Allerdings reagierte Apple auch recht zeitnah und entfernte nicht nur unzählige, zwielichtige Angebote aus dem Store, sondern erschuf auch sinnvolle Richtlinien, um den Nutzer zu schützen. Wie die Abo-Handhabung fortan geregelt wird, ist ein durchaus transparenter Weg, der auch nicht mehr den Verdacht aufkommen lässt, Apple sei sehr an ungewollt abgeschlossenen Abos gelegen – denn auch diese bringen Apple 30% Beteiligung ein.

Kommentare

Keine Kommentare vorhanden.

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.

OK MacTechNews.de verwendet Cookies unter anderem für personalisierte Inhalte, Seitenanalyse und bei der Auslieferung von Google-Anzeigen. Dies war zwar schon immer so, auf Wunsch der EU muss nun jedoch explizit darauf hingewiesen werden. Durch Nutzung der Website erklären Sie sich damit einverstanden. Weitere Informationen