Apple eröffnet Entwicklungszentrum für Karten-App

Nur drei Monate nach der offiziellen Ankündigung Apples, im Herzen Indiens ein neues Technologiezentrum zu errichten, öffnen sich in Hyderabad nun die Pforten der neuesten Apple-Niederlassung. Verortet in einem IT-Knotenpunkt des Subkontinents sollen sich die Mitarbeiter hier um die Weiterentwicklung von Apple Maps kümmern.

Apple Maps im ständigen Wachstum
Apples Kartenlösung erlebte nach einem sehr unrühmlichen und fehlerbehafteten Start 2012 eine Reihe von Verbesserungen und Funktionserweiterungen. Mit iOS 9 führte Cupertino Routenplanung mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowie 3D-Modelle wichtiger Städte ein. Allerdings werden die Daten dazu nur nach und nach eingepflegt, weswegen beispielsweise heute im deutschsprachigen Gebiet nur der Raum um Berlin mit Transit-Daten gefüttert wurde. Die sogenannten Flyover-Modelle umfassen gegenwärtig 18 deutsche Orte, 3 österreichische und 2 schweizerische.



Element der Indien-Offensive
In das Entwicklungszentrum in Hyderabad hatte Apple ersten Informationen zufolge 25 Millionen US-Dollar (ca. 22,3 Millionen Euro) investiert. 4.000 Menschen sollen hier in nächster Zeit einen Job finden, verkündete der Konzern per Pressemitteilung. „Die Talente hier in der Gegend sind unglaublich und wir freuen uns darauf, die Beziehungen auszubauen“, lobte Cook die indischen Fachkräfte. Der Apple-CEO befindet sich gerade auf dem Subkontinent und kam hier auch bereits mit Premierminister Narendra Modi zusammen. Der zunehmende Fokus auf Indien äußerte sich zuletzt in einem neuen Apple-Center zur Unterstützung von indischen App-Entwicklern und der Hoffnung auf die baldige Erlaubnis für eigene Apple Stores.

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Kommentare

Black Mac
Black Mac19.05.16 14:16
Apples Karten-App hinkt unglaublich weit hinter Google Maps her. Öffentlicher Verkehr in “einigen grösseren Städten”? Ich wohne in einem ziemlichen Provinznest. Apple Maps kennt fast nix, ignoriert den öffentlichen Verkehr und die wenigen vorhandenen Informationen sind erst noch fehlerhaft.

Google Maps kennt hingegen den hinterletzten Provinzbus, die Bahn, bietet Fussgänger-Navigation durch Unterführungen, weist jeden Tante-Emma-Laden korrekt aus … es stimmt einfach alles. Ich kann mir nicht einmal vorstellen, wie das Apple in nützlicher Frist aufholen will.

Aber solange Google auch iOS mit der Maps-App beliefert, ist das alles kein Problem.
P.S.: Apple kann keine Dienste.
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macfandi
macfandi19.05.16 15:01
Black Mac
Apples Karten-App hinkt unglaublich weit hinter Google Maps her. Öffentlicher Verkehr in “einigen grösseren Städten”? Ich wohne in einem ziemlichen Provinznest. Apple Maps kennt fast nix, ignoriert den öffentlichen Verkehr und die wenigen vorhandenen Informationen sind erst noch fehlerhaft.

Google Maps kennt hingegen den hinterletzten Provinzbus, die Bahn, bietet Fussgänger-Navigation durch Unterführungen, weist jeden Tante-Emma-Laden korrekt aus … es stimmt einfach alles. Ich kann mir nicht einmal vorstellen, wie das Apple in nützlicher Frist aufholen will.

Aber solange Google auch iOS mit der Maps-App beliefert, ist das alles kein Problem.
Ich kann Black Mac nur zustimmen. Noch drastischer wird das ganze wenn man eine Wander oder Radroute planen möchte. Ab und zu vergleiche ich auch die Aktualität, auch da ist Google meist aktueller. Vielleicht will man ja tausende von Indern darauf ansetzen den Abstand zu verringern. Für den Endkunden immer besser als ein Monopolist.
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Perlensucher
Perlensucher19.05.16 16:13
Tja, um so wichtiger wird eine Offensive... denn niemand möchte ein Monopol seitens Google Maps. Die Map Diensten sind sehr wichtig und werden in Zukunft elementar.
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pult19.05.16 16:25
Aus meiner Sicht haben sich die Karten von Apple stark verbessert. Ich nutze das iPhone regelmäßig als Navi und bin sehr zufrieden damit.

Den Vorsprung von Google wird Apple nicht mal schnell in drei Jahren aufholen.
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pfeffertoast19.05.16 16:34
In meiner Umgebung bin ich mit Apple Maps auch vollends zufrieden, es funktioniert schnell und zuverlässig.
Allerdings ist das auch nicht überall so. In den Urlaub würde ich mich nicht von Siri navigieren lassen

Was auch ärgerlich ist, wenn man nur "strassse" statt "strasse" schreibt, findet Apple Maps nichts. Schade.
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Hühnchen
Hühnchen19.05.16 17:32
Apple Maps ist schon mal wirklich viel besser geworden. das liegt aber wohl daran, dass die einfach ganz viel Müll von den POI einfach rausgeworfen haben. Da war anfangs so viel Quatsch drin. Die verschwenden für mich einfach zu viel Ressourcen für diese nette aber eigentlich eher zweitrangige und vielleicht sogar überflüssige 3D-Zeug. Und die Auswahl der Städte dafür werde ich wohl eh nie verstehen . Da ist Fuß- Rad- und ÖVNP-Navi sowie Verkehrslage viel wichtiger, wenn ich irgendwie irgendwo hin will und weiß, dass die App mir da zuverlässig helfen kann.

Immerhin haben die jetzt mal nach 4 Jahren gemerkt, dass es wohl so einfach von alle auch nix wird. Von wegen Community. Ich habe auch schon Fehler an Google und Apple gemeldet. Bei Apple keine Reaktion und auch ewig keine Änderung. Bei Google kam sofort eine Mail und nach 3 Wochen haben sie das geprüft, sich bedankt und wenig später auch geändert.
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X-Jo19.05.16 18:09
macfandi
[…] Noch drastischer wird das ganze wenn man eine Wander oder Radroute planen möchte. […]
Da sind aber z. B. Open Cycle Map, Komoot, Waymarked Trails, etc. nach meiner Erfahrung viel besser als Google Maps (und Apple Karten)!
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Igor Detlev19.05.16 18:31
Mit fehlt bei Apple immer noch viel zu oft das Kernfeature einer Kartenapp, nämlich eine vernünftige Karte anzuzeigen. Oft erkenne ich auf der Karte die Gegend, in der mich befinde, gar nicht wieder. Ein krasses Beispiel: das Kaiser-Friedrich-Ufer in Hamburg. Das ist eine Straße, die nur auf einer Seite bebaut ist. Auf der anderen Seite ist ein breiter, parkartiger Grünstreifen, und dahinter ist ein Kanal. In Apple Maps sieht man weder den Grünstreifen noch den Kanal.
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Stefan S.
Stefan S.19.05.16 21:20
Ich habe vor einigen Tagen meinen Sportverein bei AppleMaps eingegeben.
Wenige Tage später bekam ich eine Dankesmeldung, es sei eingetragen. Eben nachgeschaut: nix
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Stefan S.
Stefan S.19.05.16 21:20
OpenStreetMaps rulez, hoffentlich
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dapo7719.05.16 22:19
X-Jo
macfandi
[…] Noch drastischer wird das ganze wenn man eine Wander oder Radroute planen möchte. […]
Da sind aber z. B. Open Cycle Map, Komoot, Waymarked Trails, etc. nach meiner Erfahrung viel besser als Google Maps (und Apple Karten)!


Allerdings. Besonders die Komoot Karten sind sehr detailliert was Pfade etc. angeht.
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LoCal
LoCal20.05.16 09:44
Black Mac
Apples Karten-App hinkt unglaublich weit hinter Google Maps her. Öffentlicher Verkehr in “einigen grösseren Städten”? Ich wohne in einem ziemlichen Provinznest. Apple Maps kennt fast nix, ignoriert den öffentlichen Verkehr und die wenigen vorhandenen Informationen sind erst noch fehlerhaft.

Google Maps kennt hingegen den hinterletzten Provinzbus, die Bahn, bietet Fussgänger-Navigation durch Unterführungen, weist jeden Tante-Emma-Laden korrekt aus … es stimmt einfach alles. Ich kann mir nicht einmal vorstellen, wie das Apple in nützlicher Frist aufholen will.

Aber solange Google auch iOS mit der Maps-App beliefert, ist das alles kein Problem.

Hier steht sich Apple mit seinem Hang zu perfektem selbst im weg.
Wenn man die Karten für den öffentlichen Verkehr in Apple Maps angeschaut hat, dann will man eigentlich nichts anderes mehr nutzen, nur wird auch offensichtlich, dass diese nicht automatisch erstellt werden können.
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
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Thyl20.05.16 11:39
Schlaue Strategie. Kartendaten sind weiterhin viel Handarbeit. 4000 Leute in Indien kosten weniger als 4000 in den USA.

vielleicht wird es endlich mal besser mit den Daten.
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