Apple bereitet Direktverkauf in Indien vor

Indische Handelsgesetze haben bislang verhindert, dass es offizielle Apple Stores in dem riesigen Land gibt. Unternehmen durften nämlich nur dann eigene Verkaufsläden eröffnen, wenn ein gewisser Anteil der veräußerten Ware in Indien selbst produziert wurde. Diese strikten Regeln hat die indische Regierung kürzlich gelockert. Deswegen hat Apple nun bei einer Unterabteilung des indischen Industrieministeriums beantragt, schließlich eigene Apple Stores im Land betreiben zu dürfen. Auch der Direktverkauf über den indischen Online-Auftritt des Unternehmens soll endlich möglich werden.

Eigene Vertriebskanäle in Indien errichten
Ein Mitarbeiter der Abteilung für Industriepolitik und -förderung (DIPP) hat Apples Antrag gegenüber der India Times bestätigt. Jetzt „untersuche“ man den Wunsch. Apple spezifizierte nicht, in welchem Umfang eigene Stores in Indien entstehen sollen. Im Oktober eröffnete Apple eigene Filialen als »Store-in-a-Store« bei zertifizierten Partnern wie der Elektronikkette Croma. Auch Apples Online Store konnte nicht selbst Bestellungen entgegen nehmen, sondern verlinkte auf indische Partnershops. Doch jetzt sollen richtige Stores in eigenen Gebäuden folgen, sowie das weltweit übliche Verhalten des Apple Online Stores. Tim Cook hatte sich im September mit Premierminister Narendra Modi getroffen und Rahmenbedingungen für die Expansion des Tech-Unternehmens auf dem indischen Subkontinent diskutiert.

Indien stellt nach China den zweiten großen Fokus von Apple auf dem riesigen asiatischen Markt dar. Im Juli wuchsen die Umsätze des Unternehmens in Indien um satte 90 Prozent. Außerdem ist Apple daran interessiert, künftig auch in Indien produzieren zu lassen.

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