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Apple erklärt, warum M5-Chips drei unterschiedliche Kerntypen verwenden

Apple startete die fünfte Staffel der 2020 gestarteten Apple-Silicon-Serie bereits im Herbst: MacBook Pro, Vision Pro und iPad Pro erhielten den M5-Chip in Basisausgestaltung. Als nun im März Pro- und Max-Varianten erschienen, differenzierte Apple überraschend die Rechenkerne weiter auf – fortan gibt es Effizienz-, Leistungs- und Superkerne. In einem Interview mit der Zeitschrift „Mac & i“ erläuterten drei Apple-Manager die Hintergründe für diese Entscheidung.


Bereits im Voraus offenbarte sich, was es mit den scheinbar neuen Super-Kernen auf sich hatte: Unter diesem Namen führt Apple jetzt das, was vorher als Leistungskern bekannt war. In einem ungewöhnlichen Schritt benannte Apple auch die Kerne des bereits erschienenen M5-Chips um. Im Herbst hieß es noch, dieser verfüge über vier Leistungskerne, nun sind es vier Super-Kerne. Doug Brooks, zuständig für Mac-Produkt-Marketing, erklärte die Umbenennung damit, dass die Namen der Kerne jetzt deutlicher zum Ausdruck bringen, was deren Leistungsmerkmale sind.

Apple Silicon: Kernanzahl (neue Nomenklatur)

Modell M4 M4 Pro M4 Max M5 M5 Pro M5 Max
Effizienzkerne 4 4 4 6
Leistungskerne 12 12
Super-Kerne 3-4 8-10 10-12 3-4 6 6
GPU-Kerne 8-10 16-20 32-40 8-10 16-20 32-40
Quelle: Apple

Neuer Leistungskern flexibler
Warum ein dritter Kern notwendig geworden ist, erläuterte Anand Shimpi. Die neuen Leistungskerne entfalteten ihr volles Potenzial bei allen Apps, welche nicht für Multithreading optimiert sind. Sie unterscheiden sich deutlich von Effizienz- und Super-Kernen – und überträfen die Effizienzkerne sogar bisweilen im Bezug auf Leistung pro eingesetzter Energie. In Pro- und Max-Kernen ersetzt diese Kern-Neuentwicklung die Effizienzkerne.

Fortentwicklung von Ultrafusion
Pro- und Max-Chips bestehen aus zwei übereinanderliegenden „Dies“, welche mittels Fusion-Architektur verbunden sind. Auf die Frage, wie sich dies vom Aufbau der Ultra-Chips unterscheide, gab Shimpi interessante Einblicke: Die nun angewandte Fusion-Architektur sei im Prinzip eine Weiterentwicklung von Ultrafusion – mit einem entscheidenden Unterschied: Die beiden per Fusion gekoppelten Dies sind nicht zu 100 Prozent identisch, sondern eigenständige Designs. Die Nachfrage, ob es denn auch einen M5 Ultra mit dann vier separaten Segmenten geben werde, wollten Apples Manager wenig überraschend nicht beantworten.

SSD-Bandbreite und KI-GPU-Kerne
Im weiteren Verlauf des Interviews gaben die hochrangigen Apple-Angestellten noch Auskunft zu den nahezu verdoppelten Transferraten beim M5 Max und wem die zusätzliche Leistung der neuesten Chip-Generation nütze: Der M5 Pro sei bei Software-Entwicklung sowie der Musikproduktion äußerst performant. Die KI-Einheiten in GPU-Kernen nützten hauptsächlich Anwendungen aus dem Videobereich, namentlich DaVinci Resolve, Topaz sowie Premiere Pro.

Kommentare

t.stark
t.stark23.03.26 16:09
Bisher bin ich beim M5 eher skeptisch. Mein Eindruck ist: Etwas mehr Leistung auf Kosten der Leistungsaufnahme,
-3
Stefanie Ramroth23.03.26 17:38
Nach dem alten "buy if you need it" Prinzip habe ich einige Wochen vor dem Pro-Release ein MacBook Pro mit M5 erworben. Da ich primär auf dem Mac Studio (noch mit M1) entwickle und das MacBook Pro für normale, mobile Aufgaben genügen muss, bin ich dort noch nicht an Grenzen gestoßen.
Allerdings wird der Mac Studio ersetzt, sobald es den mit der M5 Architektur gibt. Auch wenn ich den Eindruck habe, dass die Entwicklung der Apple Silicon CPUs zuletzt mehr Evolution statt Revolution ist, bin ich immer noch begeistert, was diese vergleichsweise junge Architektur zu leisten vermag.
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