Apple als Masken-Entwickler - "einzigartiges Design"

Apples Entwicklungsabteilung wartet schon seit vielen Jahren immer wieder einmal mit Überraschungen auf. Das gilt nicht nur für Features, die das Unternehmen bei der Vorstellung neuer Geräte enthüllt und welche kein Leaker prognostizierte. Auch bei so manchem Patentantrag legen die in Cupertino beheimateten Ingenieure zuweilen große Kreativität an den Tag. Jetzt betätigten sie sich – übrigens nicht zum ersten Mal – auf einem Feld, das so gar nicht zur Produktpalette des iPhone-Konzern passt.


Spezieller Mund-Nasen-Schutz für Mitarbeiter
Apples hauseigenes "Engineering and Industrial Design Team" hat nämlich einen speziellen Mund-Nasen-Schutz entwickelt, der jetzt in großen Stückzahlen produziert und den Angestellten des Unternehmens zur Verfügung gestellt wird. Das berichtet Bloomberg. Normalerweise beschäftigt sich die Abteilung mit der Entwicklung von iPhones, iPads und anderen Geräten, offenbar sind die Mitarbeiter jedoch auch auf gänzlich anderen Betätigungsfeldern sattelfest. Bereits vor einigen Monaten hatte Apple einen Gesichtsschutz für Mitarbeiter im Gesundheitswesen entworfen und entsprechenden Einrichtungen zur Verfügung gestellt.


So soll der von Apple entwickelte Mund-Nasen-Schutz aussehen.
Quelle: MacRumors

Dreilagig mit Zwei-Wege-Partikelfilter
Der Mund-Nasen-Schutz, welchen Apple jetzt allen Mitarbeitern zur Verfügung stellt, unterscheidet sich hinsichtlich der Filterwirkung deutlich von den üblichen chirurgischen Masken. Er besteht aus drei Lagen, die Partikel sowohl aus der eingeatmeten als auch der ausgeatmeten Luft filtern. Im Unterschied zu den handelsüblichen Vlies-Masken oder Modellen aus Stoff schützen sie also zu einem gewissen Grad auch zu den Träger selbst. Der von Apple entwickelte Mund-Nasen-Schutz kann zudem bis zu fünfmal gewaschen werden, ohne seine Wirkung einzubüßen. Darüber hinaus hat das Unternehmen nach eigenen Angaben Wert auf ein "einzigartiges Design" und besonders hohen Tragekomfort gelegt, so lässt sich etwa die Länge der Haltebänder auf die individuellen Anforderungen des Trägers anpassen. Der eigentlichen Entwicklung gingen intensive Recherchen voraus, insbesondere im Hinblick auf die am besten geeigneten Materialien. Dabei legte Apple auch Wert darauf, die Lieferketten für medizinische Masken nicht zu beeinträchtigen.


Das transparente Maskenmodell für Apple-Store-Mitarbeiter
Foto: ClearMask

Transparente Masken für Store-Mitarbeiter
Mitarbeiter in den Apple Stores erhalten zusätzlich transparente Masken. Diese hat der iPhone-Konzern allerdings nicht selbst entwickelt, sondern bezieht sie vom US-amerikanischen Unternehmen ClearMask. Der spezielle Mund-Nasen-Schutz bietet eine ähnliche Filterwirkung wie die Modelle aus Vlies, verdeckt jedoch nicht das Gesicht. Das erleichtert nicht nur die Gespräche mit den Kunden, sondern ermöglicht insbesondere die Kommunikation mit Gehörlosen, welche das Lippenlesen beherrschen. Beide Maskentypen sollen den Mitarbeitern im Verlauf der kommenden zwei Wochen zur Verfügung gestellt werden. Für die Kunden halten Apples Ladengeschäfte nach wie vor klassische chirurgische Masken bereit.

Kommentare

cpack10.09.20 15:23
🤷🏼‍♂️
+1
Lailaps
Lailaps10.09.20 15:28
Etwas farblos diese dreilagige SuperDuper Maske mit dem einzigartigen Design, oder?
„Wat mutt, dat mutt - oder die spinnen die Römer“
-4
iWilson10.09.20 15:36
Man sieht sofort, Jony Ive fehlt.
0
Niederbayern
Niederbayern10.09.20 15:39
Eine absolute Stilikone🥳
0
iPat10.09.20 15:42
Bei aller Liebe zu Apple...aber muss das denn sein?
Die Entwickler-/Designer-/Ingenieurskapazitäten wären anderweitig im Konzern sicher notwendiger im Moment...

Dass man Anfang der Corona-Pandemie seine Supply-Chain abklopft und versucht in aller Welt seine Kontakte zu Lieferanten zu aktivieren um so schnell wie möglich Masken zu beschaffen und zu verteilen, fand ich ja nobel und sinnvoll von Apple.
Aber muss man denn jetzt auch noch solche Dinger selber "neuerfinden"?
-10
NONrelevant
NONrelevant10.09.20 15:44
Ich kann mich mit diesen transparenten Masken nicht anfreunden und nicht nur, weil man bei feuchter Aussprache oder laufender Nase den Schnodder sieht.
NONrelevant - Wer nicht selber denkt, für den wird gedacht.
-1
Eventus
Eventus10.09.20 15:46
Ich wünschte mir eher, dass Face ID mit Maske funktioniert.
Live long and prosper! 🖖
+3
Uschaurischuum!
Uschaurischuum!10.09.20 15:50
Eventus
Ich wünschte mir eher, dass Face ID mit Maske funktioniert.

Geht sicher. Nur würde dann dein Telefon auch von anderen Personen benutzt werden können
Brauchen wir alles was wir können?
+1
Eventus
Eventus10.09.20 15:58
Uschaurischuum!
Geht sicher. Nur würde dann dein Telefon auch von anderen Personen benutzt werden können
Selbstverständlich meinte ich mit Gewährleistung der gewohnten Sicherheit. Und ja, ich weiss, dass dies nicht so einfach zu machen ist. Aber hey, wir reden von Apple!
Live long and prosper! 🖖
+1
sierkb10.09.20 16:07
Eventus
Ich wünschte mir eher, dass Face ID mit Maske funktioniert.

So geht's offenbar (siehe auch z3r0s nachfolgender Link, der dasselbe Verfahren, denselben Trick beschreibt):

Macwelt (10.06.2020): Face ID mit Maske: So entsperren Sie Ihr iPhone trotz Mundschutz
Will man einen Gesichtsscan mit der Maske einrichtet, meckert das iPhone, dass das Gesicht verdeckt ist. So entsperren Sie Ihr Apple-Handy trotzdem.

Abgesehen davon:

heise (10.08.2020): iPhone-Entsperrung ohne Gesichtsmaske: New York drängt Apple zu Anpassungen
Apple müsse Funktionen entwickeln, damit Fahrgäste ihre Schutzmasken nicht länger zum iPhone-Entsperren abnehmen, fordern die New Yorker Verkehrsbetriebe.
heise
[…]
Man wisse, dass Apple bereits an der Lösung des Problems arbeite und dem Konzern dafür "eine Reihe an Technologien dafür zur Verfügung stehen", so die MTA. Welche Schritte und Funktionsneuerungen damit genau gemeint sind, bleibt allerdings unklar.
[…]
0
z3r0
z3r010.09.20 16:09
Eventus
Ich wünschte mir eher, dass Face ID mit Maske funktioniert.

Damit klappt’s bei uns problemlos:
+4
Dupondt10.09.20 16:15
sierkb & z3r0

Das hatten wir auch schon im April:
MTN
Praxistipp: Face ID mit Gesichtsmaske trainieren
Damit Face ID einwandfrei arbeiten kann, muss man eigentlich mit völlig unverhülltem Gesicht in die Kamera blicken. In unserem Praxistipp für iOS zeigen wir, wie sich in Zeiten der Corona-Pandemie das iPhone auch mit einer Gesichtsmaske entsperren lässt.
+3
sierkb10.09.20 16:16
Dupondt:

Prima.
Dann sind's schon 3 Quellen, von dem Verfahren zu wissen. Danke für den Hinweis.
+2
ultraviolent
ultraviolent10.09.20 16:32
Ich war letzen Samstag nach langer Zeit mal wieder in der Stadt und bei Apple im Store in FFM und habe superfancy Apple Masken erwartet und war dann doch etwas enttäuscht vom Modell "Kaffeefilter mit Gummiband"...
Suicide by way of information
+2
macintoshle
macintoshle10.09.20 16:48
🤦‍♂️🤦‍♂️🤦‍♂️
+2
flyingangel10.09.20 17:05
Sorry, aber ich finde es toll! Vorallem weil Apple versucht hat, keine Materialien zu verwenden, die bestehende Lieferketten beeinträchtigen hätten können. Wie man hier negative (beinahe ausschließlich) Kommentare abgeben kann ist mir win Rätsel...
+4
iPat10.09.20 17:30
flyingangel
Wie man hier negative (beinahe ausschließlich) Kommentare abgeben kann ist mir win Rätsel...

Weils die Zweihunderttausendste Variante eines MNS mittlerweile nicht mehr braucht...

Und auch DIESE Maske "verstopft" die erwähnten Lieferketten unnötig. Oder dachtest du, die werden von China gen Westen gebeamt? Spätestens im Flugzeug z.B. nehmen die unnötig Platz für vielleicht dringender gebrauchte Medizinische Masken weg.

Neben den vor Jahren von Apple-Design-Team gebastelten runden Pizzaschachteln ist das der nächste Mist...

Kann man machen, wenn man grad lange Weile hat und sonst in den Kernbereichen nichts mehr zu tun ist.
Das würde ich aber im Moment im Zuge der Apple-Silicon-Transition der Macs, iOS14- und macOS-Entwicklung und sonstigen Baustellen grad arg bezweifeln...

Wie gesagt, bestehende Lieferketten und Kontakte zu Lieferanten in aller Welt anbieten und freie Transportkapazitäten nutzen, wie am Anfang der Pandemie geschehen ist ja alles begrüßenswert. Auch gern, wenns vielleicht (wie nicht zu hoffen) künftig wieder notwendig würde...
Aber auf einen Apple-MNS hat die Welt definitiv nicht gewartet *augenroll*
-7
MacThomas57
MacThomas5710.09.20 18:30
NONrelevant
Ich kann mich mit diesen transparenten Masken nicht anfreunden und nicht nur, weil man bei feuchter Aussprache oder laufender Nase den Schnodder sieht.

Ob Gehörlose das auch so sehen? OK ist eine Minderheit, aber eben auch mögliche Kunden!
+1
flyingangel10.09.20 20:48
iPat
Kann man machen, wenn man grad lange Weile hat und sonst in den Kernbereichen nichts mehr zu tun ist.
Das würde ich aber im Moment im Zuge der Apple-Silicon-Transition der Macs, iOS14- und macOS-Entwicklung und sonstigen Baustellen grad arg bezweifeln...

Genau, an der Maske waren rund 19.000 Apple-Mitarbeiter 6 Monate beschäftigt. Daher verzögert sich jetzt die Auslieferung der neuen Generation. 😎
+5
miro2810.09.20 21:02
Apple entwickelt Masken für ihre Mitarbeiter. Sind die wahnsinnig? Sie hätten zuerst bei unbekannten Kommentatoren in Mac-Foren um Erlaubnis bitten müssen.
+5
Eventus
Eventus10.09.20 21:20
iPat
Und auch DIESE Maske "verstopft" die erwähnten Lieferketten unnötig. Oder dachtest du, die werden von China gen Westen gebeamt? Spätestens im Flugzeug z.B. nehmen die unnötig Platz für vielleicht dringender gebrauchte Medizinische Masken weg.
Geeenau, gerade wegen dieser Maske werden Lieferketten … was sag ich Lieferketten, nein! – ganze Flugzeuge werden verstopft, und andere Masken, die ach so dringend benötigt werden, können nicht mehr produziert und transportiert werden. 🤦
Live long and prosper! 🖖
+3

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