Apple Karten: Werbung startet bald – Apple schließt Kategorien aus


Apple Maps löste mit der Veröffentlichung von iOS 6 im Jahr 2012 Google Maps als vorinstallierte Kartenlösung auf iPhones und iPads ab; die hauseigene Entwicklung sollte besonders wenig Nutzerdaten erfassen. Nach dem holprigen Start hat der Konzern den Dienst konstant weiterentwickelt und mit Funktionen wie Straßenperspektive (Look Around), 3D-Ansichten und „Detailed City Experience“ für 35 Städte ergänzt. Bisher blieb das Angebot frei von bezahlter Werbung. Das ändert sich bald, denn Apple hat das
Regelwerk für Werbetreibende für die Apps Aktien, Sport sowie News überarbeitet – und erwähnt hier erstmals die Karten-App.
Die „Apple Advertising Services News and Stocks, Maps, and Sports Programming Policies“ gelten ab sofort. Darin definiert der Konzern Kategorien, welche verboten sind. Die Liste ist umfangreich: In Apple-Apps darf keine Werbung für Drogen, Waffen, politische Werbung, beleidigende oder unangemessene Inhalte, Gesundheitsprodukte ohne erwiesene Wirkung, betrügerische, diskriminierende, kriminelle oder illegale Inhalte geschaltet werden. Für die Karten-App hat Apple zusätzliche Kategorien ausgeschlossen.
Untersagte Kategorien für Werbung in Apple MapsDienstleistungen
rund ums Haus, unter anderem
- Sanitärinstallation
- Elektroinstallation
- Schlüsseldienste
- Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik
- Schädlingsbekämpfung
- Dachdecker
- Bauleistungen allgemein
Kautionen: Werbung für Kautionsfinanzierung im Kontext der Freilassung von Straftätern
Kryptowährungs-Geldautomaten: Werbung in Bezug auf Geldautomaten für Kryptowährungen
Medizinische Dienstleistungen: Werbung für Dienstleistungen rund um Gesundheit (Einzelfallentscheidung)
Fokus auf GeschäfteDamit reduziert Apple die Einnahmequellen drastisch, argumentiert Sarah Perez auf
Techcrunch: In Googles Kartenangebot stammt ein beträchtlicher Anteil der Werbung aus dem Bereich „rund ums Haus“ – vom Schlüsseldienst über Elektro, Gas, Wasser, Klima bis zum Dachdecker. Offenbar, so Perez, wolle sich Apple auf Werbetreibende mit Ladengeschäften konzentrieren. Zudem beschränke sich Apple auf eine einzige (deutlich gekennzeichnete) Werbeanzeige pro Nutzersuche.
Apple betont DatenschutzNoch finden sich keine Werbeanzeigen in der Karten-App; ein Start wird jedoch in Kürze erwartet. Zu Beginn erscheint Werbung lediglich in den USA und in Kanada. In der Ankündigung des geplanten Werbeangebots in Apple Maps
betont der Konzern, dass man die Privatsphäre achte. Ein Nutzer-Tracking finde nicht statt, und Anwender seien nicht verpflichtet, sich mit einem Nutzerkonto zu identifizieren. Weder Alter noch Geschlecht von Nutzern finden bei der Auswahl der Werbeanzeigen Berücksichtigung. Persönliche Wegmarker bleiben auf dem Gerät und werden weder an Werbepartner noch an Apple weitergegeben. Menschen unter 13 Jahren zeigt Apple Maps generell keine Werbung.
Apple Ads präsentiert sich als datenschutzfreundliche Werbeplattform. (Quelle:
ads.apple.com)