Bald Werbung in Apple Maps – Ankündigung angeblich in Kürze


Auf der Suche nach neuen Umsätzen für die Dienstesparte hat Apple als nächsten Schritt die hauseigene Kartenlösung auserkoren, wie es schon seit mehreren Monaten aus zahlreichen Quellen heißt. Schätzungen zufolge streicht Apple mit den bezahlten Suchergebnissen des App Stores zwischen 5 und 10 Milliarden Dollar pro Jahr ein – Apple Maps als zusätzlichen Kanal stuft man angeblich bei mindestens dieser Größenordnung ein. Wer beispielsweise als Betreiber eines Restaurants mehr Gäste ansprechen will, hat dann die Möglichkeit, Gebote für bestimmte Suchanfragen abzugeben. In der Ergebnisliste für "Restaurants" stünde der eigene Betrieb in diesem Fall ganz oben. Auch permanent hervorgehobene Unternehmen in der Kartenansicht sind denkbar.
Ankündigung in den kommenden Tagen?Bloomberg zufolge steht der Start des neuen Werbeangebots unmittelbar bevor. Bereits in den kommenden Tagen könnte die entsprechende Ankündigung erfolgen, um potenzielle Kunden auf das neue Angebot einzustimmen, meldet Bloomberg. Bis dann tatsächlich bezahlte Schaltungen bei Kunden auftauchen, vergehe aber noch etwas mehr Zeit. Derzeit sei die Freischaltung für den Sommer vorgesehen – also rund drei Jahre, nachdem das Projekt angeblich ins Leben gerufen wurde. Ob es unternehmensintern ähnlich großen Widerstand wie im Falle von Werbung im App Store gab, ist nicht bekannt. Damals soll es zumindest einige Proteste gegeben haben, den Premium-Anspruch der Software so zu beeinträchtigen.
Befürchtung: Ähnlich intensives Tracking in Maps wie im App StoreMan kann davon ausgehen, dass die "Apple Maps Ads" für Apple zu einem kommerziellen Erfolg werden, ganz so wie das Geschäftsmodell für Google sehr gut funktioniert. In bisherigen Forendiskussionen kommt die Idee hingegen nicht sonderlich gut weg. Oft zu hören ist, das bisherige Konzept "wir verdienen Geld mit Hardware, nicht mit Nutzerdaten" werde dadurch abgeschwächt. Im App Store zeichnet Apple bereits jeden einzelnen Schritt der Anwender auf, selbst wenn dieser personalisierter Werbung nicht zustimmt. Um Werbekunden automatische Werbeauslieferung zu bieten, lautet die Befürchtung, eine ähnlich umfassende Speicherung zukünftig auch in Apple Maps zu erleben. Allerdings: Im deutlichen Gegensatz zu den Datenschutzbedingungen des App Stores dokumentiert Apple für Maps derzeit, keine personenbezogenen Daten mit der Maps-Nutzung zu verknüpfen.