App Store: Weniger Transparenz bei In-App-Käufen

Eine Änderung sowohl im iOS App Store als auch im Mac App Store macht es für Anwender schwieriger, sich über die In-App-Käufe einer Anwendung zu informieren. Während Apple zuvor bei jeder im Store verfügbaren Software die In-App-Optionen inklusive der Preise auflistete, fehlt bei diversen Anwendungen seit kurzem besagte Angabe in der jeweiligen App-Beschreibung. Nur die vom Entwickler selbst eingefügten Hinweise zu In-App-Käufen sind immer zu sehen.


Änderung bei der Beschreibung von In-App-Käufen
Wer nach Apps sucht, bemerkt die Änderung zunächst nicht. Jede Software, die In-App-Angebote bereitstellt, ist von Apple weiterhin mit dem allgemeinen Vermerk „In-App-Käufe“ markiert. Doch in der Einzelansicht der Programme gibt es nur Details zu besagten Käufen, wenn der Anbieter diese bewusst bereitstellt. Sonstige In-App-Angaben mit Preisinformationen sucht der Kunde vergebens. Früher fügte Apple jedem entsprechenden Programm standardmäßig eine Liste mit In-App-Optionen inklusive des dazugehörigen Kaufbetrags hinzu.

Sofern der Entwickler in der In-App-Beschreibung keine Details zur In-App-Praxis teilt, müssen Kunden die jeweilige Anwendung fortan herunterladen, um die einzelnen In-App-Angebote in Erfahrung zu bringen. Das ist für Nutzer nicht nur umständlicher als früher, sondern erfordert unter Umständen zudem die Preisgabe von Nutzerdaten, bevor überhaupt klar ist, ob Apps die passenden Features für einen angemessenen Preis beinhalten.

Die zuvor von Apple bereitgestellten In-App-Informationen waren allerdings auch schon oft ziemlich spärlich, sodass Anwender teilweise keine andere Möglichkeit hatten, als sich via Herstellerseite oder den Download der App über die genauen In-App-Modalitäten zu informieren. Doch zumindest war bekannt, welche Art von In-App-Features verfügbar waren – bei Spielen beispielsweise weitere Level oder bei Produktiv-Apps eine werbefreie Variante.

Kommentare

marco m.
marco m.29.10.18 15:26
Dann ist es also tatsächlich so gewollt. Ich fasse es nicht!
Mal schauen, was der Verbraucherschutz dazu sagt, besonders mit dem Hintergrund, daß erst letztens Apps aus dem Store flogen, die genau wegen diesen Käufen in Missachtung gerieten. Jetzt ist das Ganze für die Katz.
Ich lade erst mal nichts mehr, was mit In-App-Käufen versehen ist, zumindest nichts von unbekannten Entwicklern.
Und wenn Viele so denken, kann das auch für Entwickler nach hinten losgehen.
Ich bin gerne bereit, für gute Software gutes Geld auszugeben, aber nicht so!
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+12
el_duderino
el_duderino29.10.18 15:34
apple macht es also den nutzern schwerer und abzockern leichter.

normalerweise würde ich mich über sowas beschweren. aber ein unternehmen wie apple, das derbe am hungertuch nagt und permanent kurz vor der pleite steht, da ist dann eben doch jedes mittel legitim, um noch irgendwie noch den ein oder anderen euro aus den usern rauszuquetschen. da muss man doch einfach mitleid mit haben. da drückt man dann auch bei ans unseriöse grenzenden geschäftspraktiken gerne mal ein auge zu.
sticks and stones may break my bones, but words will never harm me
+14
JoMac
JoMac29.10.18 15:37
el_duderino
+1

Sehe ich ganz genauso !!
..aus Solidarität mit Äppel im Store gleich nochmal ein paar Abos abschließen..

0
nane
nane29.10.18 15:39
Derb! Der Konsument staunt. Vertrauenspunkte sammeln geht irgendwie anders

PS: Die Preisauszeichnung (in korrekter Währung inkl. Versandkosten und UST) ist auch im Online-Handel Pflicht ...naja also zumindest in der EU
Das Leben ist ein langer Traum an dessen Ende kein Wecker klingelt.
+5
eastmac
eastmac29.10.18 15:48
In-App wird immer mehr zur Seuche, mich nervt es immer mehr.
Gerade bei den kleinen Kinder-Apps ist so viel Werbung und In-App dabei, dass es echt keinen Spass mehr macht Apps auszuprobieren.
+11
Dirk!29.10.18 15:53
marco m.
Dann ist es also tatsächlich so gewollt.

Ist es das?
Hat Apple sich dazu geäußert?
Ich hoffe, doch dass da nochmal ein Umdenken stattfindet oder es sich um einen Fehler handelt.
Ich habe aber festgestellt, dass wenn man mit Google nach der App sucht und einen Browser-Link für die Store-Seite bekommt, die Informationen dort noch angezeigt werden, z.B.
0
Mr.Bue
Mr.Bue29.10.18 16:00
Einfach alles wo "In-App Käufe" angegeben ist ignorieren und nicht laden, geschweige denn kaufen.
+1
Megaseppl29.10.18 16:27
MTN
Das ist für Nutzer nicht nur umständlicher als früher, sondern erfordert unter Umständen zudem die Preisgabe von Nutzerdaten, bevor überhaupt klar ist, ob Apps die passenden Features für einen angemessenen Preis beinhalten.

Noch schlimmer: Es erfordert u.U. sogar dass der Kunde die App erst kaufen muss um festzustellen dass weitere Funktionen erst durch einen weiteren In-App-Kauf erworben werden müssen. Beispiele: Bei Home Design 3D Gold (11,99 Euro) kann man nicht mehrere Stockwerke erstellen. Dafür braucht es die "Gold Plus" Version - als In-App-Kauf.
Oder bei MarineTraffic (3,49 Euro) stelle ich so erst nach dem Kauf fest dass ich für viele Funktionen noch ein Monatsabo benötige wenn ich mir den Beschreibungstext nicht durchlese und dort irgendwann auf die Dollarpreise stoße (2,99$ pro Monat).
+2
marco m.
marco m.29.10.18 16:47
Dirk!
marco m.
Dann ist es also tatsächlich so gewollt.

Ist es das?
Hat Apple sich dazu geäußert?
Ich hoffe, doch dass da nochmal ein Umdenken stattfindet oder es sich um einen Fehler handelt.
Ich habe aber festgestellt, dass wenn man mit Google nach der App sucht und einen Browser-Link für die Store-Seite bekommt, die Informationen dort noch angezeigt werden, z.B.
Das nehme ich schon an, denn wäre es ein Fehler, wäre es nur eine Kleinigkeit gewesen, das wieder einzufügen.

Und wenn ich unterwegs bin, bringt mir das mit Google herzlich wenig, bzw. ist es für mich keine Lösung des Problems.
Ich hoffe doch, Apple wird so viele Nachrichten dazu erhalten, daß sie es freiwillig wieder ändern.
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macuser96
macuser9629.10.18 16:51
Was?! Das darf doch nicht wahr sein! Das ganze ist JETZT SCHON intransparent bis zum geht nicht mehr. Da werden teilwiese 10 verschiedene In-App-Käufe aufgelistet und es ist absolut unklar, OB man davon welche unbedingt braucht, um mit der app vernünftig arbeiten zu können und wenn ja, WELCHE genau. Und jetzt soll das ganze noch intransparenter werden?!
+3
Pixelmeister29.10.18 16:52
Danke Apple, du machst es mir immer leichter, mich gedanklich von iOS und dem App Store zu verabschieden. Erst die iTunes-Verkrüppelung (Entfernung der App-Verwaltung), dann der Rauswurf der 32-Bit-Apps, dann das Einschwören der Entwickler auf Abos und In-App-Käufe, jetzt das Verschleiern von möglichen Folgekosten.

Was waren die ersten Jahre doch schön – aber jetzt macht das keinen Spaß mehr.
+5
Oceanbeat
Oceanbeat29.10.18 18:37
Wer ist nochmal der Chief in dieser Abteilung bei Apple...?

Es ist nicht zu begreifen. Wo sind die Argumente für diese schwachsinnige Entscheidung?
Wenn das Universum expandiert, werden wir dann alle dicker...?
+2
RiddleR
RiddleR29.10.18 18:45
Oceanbeat
Wo sind die Argumente für diese schwachsinnige Entscheidung?

Maximaler Profit.
Der Buchhalter setzt nur um, was er gelernt hat.
-4
JoMac
JoMac29.10.18 18:48
Oceanbeat
Es ist nicht zu begreifen. Wo sind die Argumente für diese schwachsinnige Entscheidung?
Gewinnmaximierung?

Apple nervt echt mal so richtig an!
Traurig!
0
massi
massi29.10.18 19:53
Na wartet mal ab bis die ersten Blagen fette Abomodelle an der Backe haben und Vattern in den Ruin stürzen...
+1
TorstenW29.10.18 20:08
Find ich jetzt nicht so wirklich schlimm.

Muss man halt ganz konsequent sein:
Wenn angegeben ist, dass es In-App-Käufe gibt, und der Anbieter keine detaillierte Beschreibung dieser Angebote hat NICHT LADEN.

Oder wenn man es übersehen hat und nach dem Download feststellt, dass wesentliche Funktionen nicht ohne In-App-Kauf zur Verfügung stehen 1-Sterne-Bewertung

Wenn die Firmen merken, dass man das konsequent ankreidet und die Bewertung der App massiv sinkt, wird da ganz schnell ein Umdenken stattfinden.
Solange sich aber alle Leute abzocken lassen ohne Konsequenzen draus zu ziehen, wird sich diese Schraube immer weiter drehen.
-1
Legoman
Legoman29.10.18 20:51
Das Problem ist doch: Früher hat man eine Software gekauft, fertig.
Heutzutage gibt doch niemand (Privatperson) mehr Geld für den Erwerb von Software aus, insbesondere nicht für Spiele.
Aber von irgendwas wollen die Entwickler ja auch leben.
Insofern kann ich das ganze prinzipiell nachvollziehen und möchte das nachträgliche Einsammeln von Geld nicht verdammen (sofern nicht missbräuchlich).
Aber transparent möchte die Sache doch schon sein.
0
marco m.
marco m.30.10.18 04:29
Legoman
Aber von irgendwas wollen die Entwickler ja auch leben.
Können sie doch. Gibt genug Beispiele, wo das funktioniert. Ich zahle gerne 10, 20, oder 30€ für gute nützliche Software. Diese In-App-Käufe, oder Abos müssen nicht sein. Gerade bei Spielen funktioniert das, siehe The Room, oder Oceanhorn. Auch der erste und zweite Teil von Real Racing kam ohne diese Pest unserer Zeit aus. Es ist einzig die Gier der Entwickler und Apple, die so was hervorruft. Und eine gewisse Dummheit der Nutzer, die das kommentarlos hinnehmen.
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Mr.Bue
Mr.Bue30.10.18 13:29
Ich habe eine Beschwerde Mail an folgenden Link geschrieben:

contactus.de@euro.apple.com

Habe aber leider nur eine nicht wirklich zufriedenstellende Antwort erhalten:

Sie haben mit Ihrer Anfrage den Email Support des Apple Online Stores erreicht.
Wir bearbeiten lediglich Anfragen, die sich auf Bestellungen die im Apple Online Store aufgegeben wurden beziehen.

Wir bedauern sehr, dass Sie diese unangenehmen Erfahrungen mit Apple machen müssen.
Ihre Meinung als Kunde ist Apple sehr wichtig und wir sind dankbar für jede Art von Kritik.
Nur so können wir eine ständige Verbesserung unserer Produkte und unseres Services gewährleisten.
Bitte besuchen Sie unsere Feedbackseite, um uns Anregungen und Kritik zu geben.
http://www.apple.com/feedback/

Leider ist unter diesem Link keine Möglichkeit den App-Store auszuwählen. Danke für die Hilfe, Apple.

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marco m.
marco m.30.10.18 15:20
Kennt man so. Tim hat mir über Twitter auch noch nicht geantwortet.
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Megaseppl31.10.18 22:18
Fürs Archiv: Die Listen mit den In-App-Purchases sind wieder da!
Entweder hatte Apple Einsicht oder das ganze war doch nur ein Bug
+1

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