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App-Store-Umsätze sinken deutlich – dank alternativer Bezahlfunktionen

Apple verlangt 30 Prozent Umsatzbeteiligung bei allem, was über den iOS App Store bezahlt wird. Zugleich räumte Apple der App-Store-Bezahlung ein Monopol für digitale Inhalte ein: Abos und In-App-Käufe müssen über die von Apple angebotene Bezahlfunktion abgerechnet werden. Dabei gehen jeweils 3 von 10 Euro an den iPhone-Hersteller. Mehrere Länder stellten das Bezahlmonopol infrage und zwangen Apple, Konkurrenz zuzulassen. In den USA muss Apple seit Mai 2025 App-Anbietern alternative Zahlungsweisen erlauben – und darf seitdem keine Kommission verlangen. Eine Hochrechnung schlüsselt nun auf, dass dadurch Apples US-Umsätze in diesem Segment um 18 Prozent gefallen sind.


Die Financial Times berichtet von gesunkenen Umsätzen im US-amerikanischen App Store während des zweiten Jahresquartals: Während 2025 in diesem Zeitraum der Umsatz noch um neun Prozent stieg, sank er 2026 um sechs Prozent. Der Umsatz im App Store (iOS) in diesem Jahr soll demnach bisher 18 Prozent unter dem von 2025 liegen.

Neuer Plan für Kommissionen
Das Komplettverbot von Umsatzbeteiligungen ist höchstwahrscheinlich nur temporär; die richterliche Entscheidung beruhte darauf, dass Apples Kommission von 27 Prozent bei externen Umsätzen als Missachtung des ursprünglichen Gerichtsurteils gewertet wurde. Mittlerweile hat Apple bei Gericht einen moderateren Vorschlag eingereicht – mit deutlich niedrigerer Beteiligung an Apple.

Apples neuer Vorschlag für Umsatzbeteiligung bei Digitalinhalten
Bereich App Store ext. Zahlung
Standard-Apps 30 Prozent 15 Prozent
News-, Video-, Mini-App-Partner 15 Prozent 10 Prozent
Small Business Program 15 Prozent 5 Prozent

Möglich: gar keine Kommission?
Die EU war im Jahr 2024 die erste, welche Apple zu Zugeständnissen in Bezug auf alternative Bezahlmöglichkeiten für digitale Inhalte zwang. Japan und Brasilien folgten mittlerweile dem Beispiel. Apple bereitet sich und Investoren auf ein komplettes Scheitern vor: In einem Schreiben warnt der Konzern davor, dass es möglich sei, dass gar keine Umsatzbeteiligung bei alternativen Bezahlmethoden durchzusetzen ist. In seinem letzten Quartalsbericht wies Apple in der Sparte „Dienste“ einen weltweiten Umsatz von 30,7 Milliarden US-Dollar aus – Analysten hatten 700 Millionen mehr prognostiziert.

Kommentare

mrneubauer19.08.26 10:37
Vernünftig, Apple hat schon viel zu lange zu hohe Gebühren verlangt und damit auch die Innovationen von Entwicklern blockiert. In der aktuellen Entwicklung wird Apple in vielen Bereichen, mit hochpreisigen Themen, Rückschritte machen müssen, um überhaupt noch als Innovator identifiziert zu werden.

Man kann sich natürlich auch damit zurücklehnen und "schöne Dinge" verkaufen (die funktionell Top sind und überteuert), aber das würde auch den "Technologieführeranspruch" entfernen. Da ist man heute ja schon weit hinterher.
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eastmac
eastmac19.08.26 10:42
Ich frage mich immer, welche super Innovation kommt denn überhaupt noch im App-Store und auch ausserhalb gibt es wohl nix super tolles neues.
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