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Amazon: CEO Jeff Bezos tritt zurück – AWS-Chef übernimmt

Amazon-Gründer Jeff Bezos hat seinen Rückzug vom CEO-Posten des Versandriesen angekündigt. Der 57-jährige wird das 1994 gestartete Unternehmen jedoch nicht verlassen, sondern von anderer Position aus weiterhin tätig sein – und Einfluss nehmen. Sein Nachfolger als CEO wird Andy Jassy, der bisher Amazons florierende Cloud-Sparte AWS (Amazon Web Services) leitete.


Bezos wechselt in Verwaltungsrat
Jeff Bezos nannte das hervorragende abgelaufene Quartalsergebnis einen perfekten Zeitpunkt, um die Änderungen an der Spitze des Unternehmens einzuleiten: „Wer unsere Wirtschaftszahlen betrachtet, sieht das Ergebnis unserer jahrelangen Innovationen“, so Bezos in einem offenen Brief an die Mitarbeiter. Aktuell sei Amazon in der innovativsten Phase seit der Gründung. Stetige Erneuerungen und Innovationen sind Bezos zufolge der Schlüssel für Amazons Erfolg. Amazon habe sich beispielsweise als Pionier hervorgetan bei Kundenbewertungen, 1-Klick-Einkäufen, personalisierter Produktempfehlungen, schnellem Versand, Integration von Drittanbieter-Händlern, E-Books, Alexa-Sprachassistenz, Cloud Computing und vielem mehr.

Bezos bleibt Amazon zwar als geschäftsführender Vorsitzender des Verwaltungsrates erhalten, wird sich aber aus dem Tagesgeschäft zurückziehen. Einfluss auf die Strategie und Schwerpunkte des Unternehmens nimmt er auch in seiner neuen Rolle. Zugleich widmet er sich verstärkt anderen Dingen. Dazu zählen sein privates Raumfahrtunternehmen Blue Origin, die ihm gehörende US-Tageszeitung „Washington Post“ und philanthropische Projekte wie den Bezos Earth Fund.

„Amazon Web Services“-Chef steigt zum CEO auf
Bezos sprach seinem Nachfolger Andy Jassy das volle Vertrauen aus: „Andy ist schon fast so lange bei Amazon wie ich. Er wird eine herausragende Führungspersönlichkeit.“ Jassy studierte Wirtschaftswissenschaften an der Harvard University. 1997 wurde er Mitarbeiter bei Amazon. Seinerzeit war Amazon noch in erster Linie als Online-Buchhändler tätig und erwirtschaftete rund 15 Millionen US-Dollar – pro Jahr. Jassy forcierte die Ausweitung des Unternehmens auf andere Felder, darunter der Verkauf von Tonträgern. Zu Beginn der 2000er Jahre stieg Jassy zum technischen Assistenten von Bezos auf, wodurch Jassy zunehmend Einfluss gewann. Der Aufbau des extrem lukrativen Cloud-Geschäfts Amazon Web Services gilt als sein Hauptverdienst. Amazon ist heute der weltweit größte Anbieter für Cloud-Dienste.

Amazon meldet Rekordquartal
Das Unternehmen gab die Änderungen in der Führungsriege im Rahmen der jüngsten Quartalszahlen bekannt. Die Rede ist von einer „CEO Transition“, die im dritten Quartal 2021 stattfindet. Der Wechsel auf dem CEO-Posten geht demzufolge zwischen Juli und September über die Bühne.

Die überraschende Nachricht folgte auf die Bekanntgabe der Rekordzahlen für das abgelaufene Quartal. Zwischen Oktober und Dezember 2020 erwirtschaftete Amazon einen Umsatz von 125,56 Milliarden US-Dollar (+ 44 Prozent). Zuvor konnte das Unternehmen noch bei keinem Quartal die 100-Milliarden-Marke knacken. Der Nettogewinn von 7,2 Milliarden US-Dollar bedeutet zudem eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Die Corona-Pandemie und deren Folgen für die Gesellschaft gelten als wichtige Faktoren für Amazons Rekordquartal, da der Online-Handel und das Cloud-Geschäft abermals zulegten.

Kommentare

massi
massi03.02.21 16:57
Das ist wohl auch ein Produkt der Covid Pandemie, die Kleinen gehen kaputt und die Großen werden noch größer.
+3
DTP
DTP03.02.21 19:16
massi
Das ist wohl auch ein Produkt der Covid Pandemie, die Kleinen gehen kaputt und die Großen werden noch größer.
Siehe https://www.visualcapitalist.com/the-rich-got-richer-during-covid-19-heres-how-american-billionaires-performed/
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pentaxian
pentaxian03.02.21 20:43
massi
Das ist wohl auch ein Produkt der Covid Pandemie, die Kleinen gehen kaputt und die Großen werden noch größer.

Das ist aber in erster Linie nicht die "Schuld" von Amazon, die grätschen halt voll rein in die Lücke, wer kann es ihnen verübeln?
mine is the last voice that you will ever hear (FGTH)
+3
Christoph_M
Christoph_M03.02.21 21:01
Da bin ich gespannt wer für Andy Jassy nachrückt.. Werner Vogels vielleicht?
0
Thorsten Hechtfischer03.02.21 23:13
Bitte nicht nicht so ein Philanthrop... der eine aus der Softwarebranche reicht völlig
-5
iBert04.02.21 00:07
Thorsten Hechtfischer
Bitte nicht nicht so ein Philanthrop... der eine aus der Softwarebranche reicht völlig
Du verwendest das Wort so als sei es eine Beschimpfung!? Davon kann es eigentlich gar nicht genug geben, denn diese Menschen drücken die Schere ein wenig zu. Ich glaube "Gutmensch" verwendest du wohl auch als Beleidigung oder?
Objektiv ist relativ, subjektiv gesehen.
+5
Thorsten Hechtfischer04.02.21 00:18
Keineswegs, aber Menschen die erst Mitarbeiter ausbeuten, schlecht bezahlen etc. mit dem Gewinn dann einen auf spendabel machen ... selbst mal nachdenken !
+5
massi
massi04.02.21 00:51
Das ist aber in erster Linie nicht die "Schuld" von Amazon
Habe ich auch nicht behauptet, aber es ist doch schon auffällig, daß die richtig großen Player eine Rekordgewinnmeldung nach der anderen raushauen.
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milk
milk04.02.21 00:53
Thorsten Hechtfischer
Keineswegs, aber Menschen die erst Mitarbeiter ausbeuten, schlecht bezahlen etc. mit dem Gewinn dann einen auf spendabel machen ...
Und dir wäre es jetzt lieber, wenn sie mit dem so gewonnenen Reichtum nicht spendabel umgehen würden, oder verstehe ich was falsch?
0
becreart04.02.21 08:06
milk
Thorsten Hechtfischer
Keineswegs, aber Menschen die erst Mitarbeiter ausbeuten, schlecht bezahlen etc. mit dem Gewinn dann einen auf spendabel machen ...
Und dir wäre es jetzt lieber, wenn sie mit dem so gewonnenen Reichtum nicht spendabel umgehen würden, oder verstehe ich was falsch?

Das sie nicht Mitarbeiter ausbeuten.
+2
ela04.02.21 08:24
MitarbeiterInnen "ausbeuten" (das muss man auch erstmal definieren) oder sagen wir mal "schlecht behandeln" wie auch "schlecht bezahlen" (auch hier, alles eine Frage von Definitionen) – Ist nicht gut. Ich denke, da sind sich auch alle einig hier.

Es ist auch schön, dass man dabei mit dem Finger gerne auf die großen zeigt… Amazon… Zulieferer von Apple (ach, dieselben, die auch für andere große Unternehmen produzieren? Egal - APPLE)… und so weiter

Bitte vergesst dabei nur nicht, dass eben auch "die kleinen", die jetzt gerade keine Rekordumsätze verzeichnen, nicht zwingend besser mit ihren Mitarbeitenden umgehen!

Ich kenne es aus eigener Erfahrung (habe denn den Arbeitgeber gewechselt); Ich bekomme es direkt aus meinem Umfeld mit - und zwar nicht einmal sondern sehr häufig. Cholerische Chefetagen, unstrukturierte Arbeitsbedingungen und die Schuldigen sind natürlich die Angestellten, Überstunden die nicht bezahlt und nicht abgefeiert werden, mobbing auch von der Leitung, Anwesenheitspflicht in Pandemiezeiten obwohl der Job auch Remote möglich wäre - dafür aber auch von der Leitung kein Einhalten von Hygiene und Abstand … von Anstand ganz zu schweigen.

Das alles gibt es. Hier. Bei uns. in kleinen Städten. Firmen von 2 bis 200 Angestellten.

Und wer jetzt sagt: Dann sollen die MitarbeiterInnen das eben zur Anzeige bringen, war ganz offensichtlich niemals in so einer Position und sollte vorsichtig sein beim Fingerzeig auf "die großen". Da könnte man ja auch sagen: Sollen die doch kündigen?! Richtig?
+4
LoCal
LoCal04.02.21 08:58
Thorsten Hechtfischer
Keineswegs, aber Menschen die erst Mitarbeiter ausbeuten, schlecht bezahlen etc. mit dem Gewinn dann einen auf spendabel machen ... selbst mal nachdenken !

Da hast Du, in Bezug auf Bezos, schon recht. Dein vorheriger Post
Thorsten Hechtfischer
Bitte nicht noch* so ein Philanthrop... der eine aus der Softwarebranche reicht völlig
*von mir korrigiert, ich glaube nicht, dass das zweimal nicht stehen sollte.

Deutet darauf hin, dass Du den "anderen", ich nehme an Du beziehst Dich auf Bill Gates, auch nicht leiden kannst.
Da Bill Gates weder seinen Mitarbeitern das Trinkgeld geklaut hat, noch sie fürs auf Toilette gehen bestraft hat, bin lag bei mir die Vermutung nahe, dass Du ihn auf Grund von Q-Gerüchten abschätzig behandelst.
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
+1
DTP
DTP04.02.21 15:55
Thorsten Hechtfischer
Keineswegs, aber Menschen die erst Mitarbeiter ausbeuten, schlecht bezahlen etc.
Ich hätte ja vermutet, dass „ausbeuten“ meist als Synonym zu „schlecht bezahlen“ genutzt wird; aber da du beide seperat nennst, meinst du wohl etwas anderes damit. Was heißt denn für dich „Mitarbeiter ausbeuten“?

Übrigens zahlt amazon nicht überall schlecht; ich war mal im Auswahlprozess für eine Stelle in den Produktteams. Das Gehalt war weit mehr als überdurchschnittlich.

Der Versandhandelsbereich von amazon zahlt wohl schlecht, aber ist das nicht überall so? Schließlich wollen ja fast alle Kunden überall noch ein paar Euro sparen.
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