Apple Stores weiten "Tap to Pay" aus: Zahlung von iPhone (oder Karte) zu iPhone


Die wenigsten Nutzer kennen das iPhone-Modell „GE296LL/A“, auch genannt Isaac – denn niemand kann es käuflich erwerben. Als Kunde eines Apple Stores hat man möglicherweise einmal indirekt mit diesem Gerät interagiert: Apple-Store-Angestellte nutzen diese Kombination aus iPhone und Kartenlesegerät unter anderem, um Kartenzahlungen abzuwickeln. Zukünftig werden Sichtungen dieses Spezialformats noch seltener werden, wenn der
Bericht von Mark Gurman stimmt und Apple zunehmend die Vertriebsmitarbeiter mit iPhone-16-Modellen ausstatten will.
Typische Bezahltresen waren bei Apple ohnehin verpönt. In den konzerneigenen Filialen waren Bargeldschubladen und Rechnungsdrucker dezent in das Mobiliar integriert. Den Bezahlvorgang gestaltete Apple so unauffällig wie möglich – und sehr gerne bargeldlos über die mobilen Isaac-Bezahl-Terminals. Diese überdimensionierten iPhones integrieren einen Leser für Chip- und Magnetkarten. Diese traten in den vergangenen Jahren zunehmend in den Hintergrund; stattdessen waren Verkäufer oftmals mit einem iPhone 14 ausgestattet. Kunden mussten lediglich ihr iPhone, ihre Apple Watch oder Kreditkarte an das Verkäufer-iPhone halten, um eine Bezahltransaktion zu starten.
Problemkind Metall-KreditkarteTrotzdem fanden sich in allen Filialen weiterhin mehrere der „klassischen“ Isaac-Terminals. Der Grund: Wenngleich alle aktuellen Bezahlkarten über NFC-Chips zur drahtlosen Kaufabwicklung verfügen, gab es doch bestimmte Kreditkarten, welche ein Problem auslösten. Namentlich waren es American Express Platinum und Chase Sapphire Reserve. Der gemeinsame Nenner dieser Karten: Sie bestehen aus Metall – und Apple bietet in den Vereinigten Staaten eine physische Kreditkarte
aus Titan an. Offenbar ist das Problem bei Apple bereits länger bekannt, denn Apples aus Metall gefertigte Kreditkarten verfügen gar nicht erst über NFC-Chips – Anwender sind angehalten, auf die virtuelle Karte in der Wallet-App auszuweichen.
Weniger Probleme mit iPhone 16Offenbar hat Apple durch andere Sensoren oder verändertes Gehäusedesign nachgebessert – beim iPhone 16 gibt es derlei Probleme mit Kreditkarten aus Metall nicht mehr. Somit wird man im Apple Store häufiger Vertriebsmitarbeiter mit dem iPhone-Modell aus dem Jahr 2025 antreffen. Zugleich sinkt die Wahrscheinlichkeit der Interaktion mit dem konzerneigenen Bezahl-Terminal „Isaac“. Für diejenigen, die Zahlungen aus der Apple Wallet heraus vornehmen, bedeutet das händlerseitige Hardware-Upgrade keinerlei Veränderung – zwischen zwei Apple-Geräten gab es offenbar keine Probleme bei der Verbindungsaufnahme via NFC.