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Abgeworben: Apple verliert Leiter für Vision Pro und Smart Glasses an OpenAI

Lange hielt er es auf dem Posten offensichtlich nicht aus und verlässt Apple weniger als eineinhalb Jahre nach der Beförderung: Der Entwicklungschef der Vision Pro sowie der Abteilung für Smart Glasses nimmt einem Bloomberg-Bericht zufolge seinen Hut. Seinen neuen Arbeitgeber fand er an einer Adresse, die bereits zahlreiche andere frühere hochrangige Apple-Manager beschäftigt. Nach Jony Ive, Tang Tan (Design-Vize) oder Evans Hankey (Ive-Nachfolger) verrichtet auch Paul Meade künftig seinen Dienst beim ChatGPT-Entwickler. Ein besonders günstiger Zeitpunkt ist das wohl nicht, ruft man sich in Erinnerung, wie kurz die letzte größere Umstrukturierung erst zurückliegt.


Rockwell übernahm Siri von Giannandrea, übergab die Vision Pro an Meade
Kurz zur Vorgeschichte: Im Frühjahr 2025 musste der inzwischen komplett seiner Verantwortung entbundene John Giannandrea bereits das Siri-Team übergeben. Stattdessen wechselte Mike Rockwell als vorheriger Leiter der Vision Products Group an die Spitze der Siri-Abteilung, wohingegen Paul Meade umgehend vor einer Erweiterung seines Zuständigkeitsbereichs stand. Anstatt nur die Hardware-Entwicklung der Vision Pro zu koordinieren, sollte er der ganzen Gruppe vorstehen – und zusätzlich noch das Thema "Smart Glasses" übernehmen.

Meades Stellvertreter wird neuer Abteilungsleiter
Spekulationen zufolge suchte Meade aber nicht unbedingt nach viel mehr Gehalt, sondern wollte mehr Verantwortung. Johny Sroujis Neuordnung der Hardware-Sparte ging mit einer gewissen Herabstufung der bisherigen Hardware-Manager einher, was angeblich nicht jedem schmeckt. Führungslos bleibt die Abteilung natürlich nicht, denn laut Bloomberg ernannte Apple Fletcher Rothkopf zum Chef – bei ihm handelt es sich um Meades langjährigen Stellvertreter. Kontinuität dürfte damit gewahrt bleiben, denn Rothkopf hatte sicherlich dieselben Einblicke ins Geschehen wie sein früherer Vorgesetzter.

OpenAI: Mit Apple-Managern zur KI-Hardware
OpenAI kann indes nun ein ziemlich vollständiges Apple-Team einsetzen, das KI-Experten, Design-Spezialisten und Hardware-Entwickler umfasst. Gleichzeitig bleibt weiterhin offen, worum es sich bei jenem KI-Device handelt, an dem Ive und OpenAI-CEO Sam Altman angeblich persönlich arbeiten.

Kommentare

FlyingSloth
FlyingSloth29.06.26 10:14
Das wird Apple nicht schmecken.
Fly it like you stole it...
+1
OliBerlin29.06.26 12:54
Apple wird es in 5-10 Jahren sicherlich noch geben. Ob OpenAI dann noch existiert, da wäre ich nicht sicher.

Die chinesische Sichtweise ist, dass KI eine Infrastruktur ist wie Wasser oder Strom, aber kein besonderes Geschäftsmodell für sich, weil alle Informationen verallgemeinert werden. Davon haben Apple und Tesla gelernt. Wenn sich das bestätigen sollte, könnte Apple aus dem Platzen einer AI-Blase unvermutet als Sieger hervorgehen.
+3
Frank Drebin
Frank Drebin29.06.26 13:04
Ich denke auch, der wird es bereuen, bzw. wird demnächst wieder bei Apple anklopfen. Aktuell hat er sich von dem vielen Geld abwerben lassen…
+1
Hugo Bond29.06.26 13:54
Frank Drebin
Ich denke auch, der wird es bereuen, bzw. wird demnächst wieder bei Apple anklopfen.
Ganz sicher nicht. Erstens, wie du schon schreibst, dürfte er ausgesorgt haben und 2. ist Apple schon lange kein 'Traum-Arbeitgeber' mehr. Eventuell war es ja auch gar nicht das Geld.
+4
Deppomat29.06.26 18:37
Fun fact, von Rockwell ist ja auch die berühmte Single "Somebody's Watching Me" mit Gastvocals von niemand geringerem als Michael Jackson! Und DJ Bobo hatte später mit der Coverversion "Somebody Dance With Me" seinen Durchbruch.
0
MacBelwinds
MacBelwinds29.06.26 20:14
Wer redet denn hier immer vom „Platzen der KI-Blase“? Das klingt für mich wie jener legendäre Satz eines frühen IBM-Chefs, der einst orakelte, es gebe auf der Welt einen Bedarf von rund 5 Computern.
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