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Tesla Silicon

Stefan S.
Stefan S.24.09.2000:18
Jedem sein Silikon...
https://www.golem.de/news/battery-day-wie-tesla-die-akkukosten-halbieren-will-2009-151043.html
(siehe Artikel-Foto rechts)
+1

Kommentare

Nasso05.10.2018:55
gfhfkgfhfk
Weia
Wir wissen nicht sicher, dass CO2 das Problem ist, aber ganz sicher können wir nicht ausschließen, dass es das Problem ist. Dass es möglich ist, dass es sich so verhält, reicht aber für obige entscheidungstheoretische Überlegung vollkommen aus.
gfhfkgfhfk
Du willst also massive Auswirkungen auf die Volkswirtschaft in Kauf nehmen wegen einer hypothetischen Gefahr, ...
Aber das widerspricht sich doch nicht.
Mal vorsichtshalber über die Reduktion möglicher Belastungen nachzudenken, bringt doch einen gewaltigen Anschub für die Volkswirtschaften.
Der Verbrenner hat 100 Jahre lang wirtschaftliches Wachstum gebracht. Jetzt wird er durch etwas Neues abgelöst, das eben stärkeres bringen kann. Wenn das auch noch die Möglichkeit der CO2 Reduzierung mitbringt: Top !

Das hat übrigens schon lange angefangen. Muß man gar nicht mehr diskutieren. Nur nicht für die Deutsche Autoindustrie. Die macht das nur da, wo sie gezwungen wird.
China hat mit seiner gesetzlichen Vorgabe der 30%igen Elektrifizierung einer Flotte klare Regeln gesetzt.
Der BMW iX3 wird nur in China gebaut. Nicht in Deutschland.
So wird Wachstum generiert.
Die Frage ist jetzt, wers am Schlausten macht.
gfhfkgfhfk
Wenn CO2 die Ursache für die Erwärmung ist, dann haben wir ein viel größeres Problem als das Verbrennen fossiler Brennstoffe, da die zusätzliche Emission von CO2 und Methan aus der Biospähre bereits deutlich größer ist als die Emission aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe. D.h. das oberste Ziel muss die Absenkung der Temperatur sein, und das erreicht man nicht mit der Einsparung von CO2

Das geht eben zufällig nebenher.
Lokale Energiegewinnung und deren Speicherung u.A. in der Autobatterie können, wenn wirs nicht allzudumm anstellen, Temperaturanstieg senken und CO2 reduzieren.
Vorausgesetzt, wir lassen irgendwann von der Vorzeitkeule "mein Auto" los und akzeptieren das bedeutend gemütlichere Chauffieren.

@gfhfkgfhfk
Fettschrift ist in Sprache übrigens vergleichbar mit Schreien. Willst Du das wirklich ?
+5
X-Jo05.10.2019:02
gfhfkgfhfk
X-Jo
Die Masse fährt aber keine 100 km am Tag, sondern lt. diversen Statistiken < 50 km.
Ich hatte ein konkretes Beispiel angeführt und mich explizit darauf bezogen. Kannst Du im Thread nachlesen.
[…]
gfhfkgfhfk
[…] hat man das Problem, dass die Masse nach Hause kommt und den PKW anschließen wird. […]
+4
marm05.10.2019:49
Ich fahre auch im Schnitt rund 50 km am Tag. Alle 14 Tage 1000 km, ansonsten Kurzstrecke (quasi zum Supermarkt).

Wenngleich ich sogar beruflich an der Reduzierung des CO2-Ausstosses arbeite, muss wohl erlaubt sein, darüber zu diskutieren, welche Maßnahmen zur CO2-Vermindung effektiv sind (z.B. die These "E-Autos zur Zeit noch nicht, da kein Energieüberschuss aus Erneuerbarer Energie übers Jahr"), ob Anpassungsmaßnahmen an die Klimaerwärmung sinnvoller sind, ob andere Herausforderungen (Hunger, Verödung der Böden etc.) höhere Priorität haben sollten.
Nebenbei setzt China meines Erachtens vor allem aus geopolitischen Gründen auf Elektroautos. Wenn denen Klimaschutz so wichtig wäre, müssten sie vor allem ihre Kohlekraftwerke so schnell wie möglich durch Gaskraftwerke und Erneuerbare ersetzen. So fahren die Elektroautos auf Kohlestrom.
+2
pünktchen
pünktchen05.10.2020:55
gfhfkgfhfk
Ich habe es schon einmal geschrieben: Maße dir über Dinge kein Urteil an, von denen du rein gar nichts verstehst.

Aber du natürlich. Weil du irgendwann mal Physik studierst hast. Mit der gleichen Berechtigung könnte ich mich zum Experten für Thanachexegese ernennen. Ist schliesslich auch nur Dogmatik, wie die Juristerei.

Ach und für Erkenntnistheorie natürlich auch, schliesslich war ich auch mal eingeschriebener Philosophiestudent.

gfhfkgfhfk
Das ist Cancel Culture in Reinstform.

Uuuh, cancel culture! Böse, böse.

Es gibt keinen Anspruch darauf mit seinen Ansichten ernst genommen zu werden. Ich halte das was du hier verzapft für absoluten Quatsch und damit musst du klarkommen.
+4
tranquillity
tranquillity05.10.2021:20
Für mich hört es sich nach „google knowledge“ an ...
+2
Weia
Weia06.10.2007:54
gfhfkgfhfk
Es erkenntnistheoretisch vollkommen irrelevant wie viele der Wissenschaftler eine Hypothese für richtig halten.
Das stimmt.

Aber wir stehen nicht vor einem erkenntnistheoretischen Problem, sondern vor einem entscheidungstheoretischen: Wir sind hier und heute gezwungen, eine Entscheidung unter der Unsicherheit zu treffen, dass vollkommen unstrittige diesbezügliche wissenschaftliche Erkenntnisse als Entscheidungsgrundlage nicht vorliegen. (Auch Nicht-Handeln wäre natürlich eine Entscheidung.)

„wir“ sind dabei im weiteren Sinn alle Gesellschaftsmitglieder und im engeren Sinn in Demokratien die von uns gewählten Politiker. Weder alle Gesellschaftsmitglieder insgesamt noch die Politiker sind Klimatologen. Da die Entscheidungsgrundlagen aber wesentlich naturwissenschaftlicher Natur sind, ist das einzige rational zu rechtfertigende Verhalten der Entscheidungsträger, sich nach den Ergebnissen zu richten, die die Fachwissenschaft ihnen vorlegt.

Dabei kann „die Fachwissenschaft“ in diesem Kontext ausschließlich durch die Mehrheitsposition der Fachwissenschaftler repräsentiert sein. Schließlich haben Politiker als Nicht-Wissenschaftler eben gerade nicht die Kompetenz, hier Richter zu spielen und eine abweichende Minderheitenposition zur korrekten zu erklären. Sie können bestenfalls zur Kenntnis nehmen und berücksichtigen, dass die Mehrheitsposition nicht unumstritten ist. Da magst Du dir als jemand, der offenbar sehr davon überzeugt ist, dass die Mehrheitsposition die falsche ist, noch so sehr die Haare raufen: Das einzig rational zu rechtfertigende Verhalten der Politiker ist, sich nach der wissenschaftlichen Mehrheitsposition zu richten.

Dass im fachwissenschaftlichen Disput sich dereinst die Minderheitenposition als die korrekte herausstellen mag, ist unbestritten, aber eine ganz andere Frage.
Was den Begriff "Vollidiot" betrifft. Was soll diese Unterstellung? Du weißt, dass die Lösung eines Systems gekoppelter Differentialgleichungen mit dem Potential chaotischer Lösungen alles andere als trivial ist. Ich würde niemals jemanden einen Vorwurf machen, weil er daran scheitert dafür ein funktionierendes Modell zu liefern.
„Vollidioten“ bezieht sich sich auch nicht auf das Scheitern an Differentialgleichungen, sondern auf die gegebenenfalls mangelnde Fähigkeit zur Selbstkritik, also einzugestehen, dass die bisherigen Modelle falsch oder jedenfalls nicht gut genug sind.
Es geht nicht um Perfektion, es geht darum, dass sie bisher totale Grütze abgeliefert haben.
Genau das meine ich: Wenn Du als Nichtklimatologe tatsächlich erkennen kannst, dass es sich bei den bisherigen Arbeitsergebnissen um totale Grütze handelt, die damit befassten Fachwissenschaftler selbst das mehrheitlich aber nicht zu erkennen in der Lage sind, dann, finde ich, darf man sie getrost als Vollidioten titulieren – jedenfalls auf dem durch totale Grütze etablierten Sprachniveau.
Die knapp 10 Jahre Stagnation (kann man leicht im Netz suchen und finden) in der Erwärmung wurde von keinem Modell vorhergesagt.
Das überzeugt mich jetzt wenig. Eine Zeitspanne von 10 Jahren ist für Klimaveränderungen statistisches Rauschen.
Bisher liefern die Modelle nur eine Aussage – es wird wärmer.
Das ist ja aber nun die entscheidende Aussage.
Dafür braucht man keine Modelle. Modelle sind dafür da konkrete Aussagen über den Temperaturverlauf zu machen
Ja, aber konkret im Jahrhundertmaßstab, nicht im Jahresmaßstab. Genau das ist ja Teil des entscheidungstheoretischen Problems: Zu der Zeit, zu der die Modelle empirisch als validiert oder invalidiert gelten können, ist es zum Handeln zu spät.
Es besteht ein wesentlicher Unterschied zwischen einer realen Gefahr und der Möglichkeit der Existenz einer Gefahr. Du tust hier so als ob das identisch wäre
Nö, tue ich nicht. Ich bin nur im Gegensatz zu Dir der Auffassung, dass die Mehrheitsposition der Klimatologen rechtfertigt, von einer realen Gefahr auszugehen, nicht lediglich von der Möglichkeit der Existenz einer Gefahr.
Du willst also massive Auswirkungen auf die Volkswirtschaft in Kauf nehmen wegen einer hypothetischen Gefahr
Selbstverständlich, insofern aus soeben genannten Gründen von einer realen Gefahr auszugehen ist (Gefahr beschreibt ein Potential, eine reale Gefahr ist nichts, was sicher stattfinden wird, aber etwas, von dessen Möglichkeit des Eintretens auszugehen rational ist).

Bei einer existenzbedrohenden Gefahr ist es rational, keine Kosten zu scheuen, denn falls man das Pech hat und sie eintritt, wäre andernfalls Game over.
und dabei läufst Du Gefahr, dass die Ressourcen für das Falsche verbraucht wurden
Das ist das doofe an Entscheidungen: Wenn man falsch liegt, ist es blöd. Dieses Risiko besteht nunmal und zwar ganz gleich, wie du dich in der CO2-Frage nun entscheidest.
und Du Dich dann am Ende wunderst weshalb das nichts gebracht
Hier im Indikativ zu reden ist ein wenig ein fieser rhetorischer Trick: Du bist so überzeugt davon, dass die CO2-Position falsch ist, dass Du das zukünftige Scheitern schon indikativisch formulierst. Könnte ja aber sein, dass sich herausstellen wird, dass die Mehrheit recht hatte und die Anstrengungen etwas brachten. 🤓
und man auch keine Ressourcen mehr hat, dann neue Erkenntnisse umzusetzen?
Deinen Pessimismus bezüglich der Ressourcen teile ich aus zwei Gründen nicht. Ich halte uns erstens nicht für so arm wie offenbar Du und gehe zweitens davon aus, dass Klimaanstrengungen wirtschaftlich einen Gewinn und keinen Verlust darstellen werden. Anders als die Drosselung der Aktivität in der Corona-Pandemie reduziert ein grüner Umbau der Gesellschaft die wirtschaftliche Aktivität schließlich nicht, sondern erhöht sie durch die Umbauanstrengungen. Hier investiertes Geld verschwindet doch nicht, sondern landet bei denjenigen, die den Umbau durchführen. Das einzige, was ich erkennen kann, ist eine Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums, aber warum sollte das ein Problem sein? (Klar, die Verlierer werden das aus egoistischer Perspektive als Problem sehen, aber so ist das nunmal bei Veränderungen.)
Wenn CO2 die Ursache für die Erwärmung ist, dann haben wir ein viel größeres Problem als das Verbrennen fossiler Brennstoffe, da die zusätzliche Emission von CO2 und Methan aus der Biospähre bereits deutlich größer ist als die Emission aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe.
Umso wichtiger, wenigstens die Verbrennung fossiler Brennstoffe einzustellen, da das etwas ist, was wir kurzfristig können. (Abgesehen davon, dass das keine fossilen Brennstoffe sind, sondern Rohstoffe, die uns anderer Stelle noch bitter fehlen werden, wenn wir sie dumpf verbrennen.)
Die natürliche CO2-Emission ist bereits so stark angestiegen, dass sie diese zusätzliche natürliche CO2-Emission größer ist, als die aus der Verbrennung von fossilen Brennstoffen. D.h. die Einsparung der CO2-Emission aus der Verbrennung von fossilen Brennstoffen wird uns relativ wenig bis nichts nützen.
Dem Argument kann ich nicht folgen. Auch wenn es schon brennt, macht es doch trotzdem einen – möglicherweise entscheidenden – Unterscheid, ob man auch noch Öl ins Feuer gießt.
D.h. das oberste Ziel muss die Absenkung der Temperatur sein
So ist es.
und das erreicht man nicht mit der Einsparung von CO2
Womit dann?
Die absolute wichtigste Priorität muss die Eindämmung des Wachstums der Weltbevölkerung haben.
Natürlich wäre vieles einfacher, wenn die Weltbevölkerung geringer wäre. Das ist aber nur schwer und eher mittelfristig zu beeinflussen und selbst wenn wir heute die effiziente Maßnahme fänden, weltweit einen Rückgang der Geburtenrate einzuleiten, wird es einige Generationen dauern, bis das durchschlägt. Die Zeit haben wir schlicht nicht.
Ein EU-Soja-Importstopp würde dem Urwald in Amazonas mehr helfen und dem Weltklima damit auch.
Das wäre sicher eine erwägenswerte Maßnahme, aber für sich genommen ja auch keine umfassende Lösung. Wir müssen halt gleichzeitig an allen Stellschrauben drehen, an denen wir drehen können. Diese Maßnahme gehört dazu, aber die Verbannung von Verbrennungsmotoren genauso.
Weia
Mir wäre nicht bekannt, dass irgendwelche als sinnvoll für den Klimaschutz erkannten Maßnahmen nicht umgesetzt werden, weil man ja alle Ressourcen für die CO2-Reduktion braucht.
Es werden massenweise Maßnahmen nicht ergriffen, weil man ideologische Probleme damit hat.
Ideologische (wenn Du das so nennen willst) ja, aber keine Ressourcenprobleme.
Stichwort Grundlastfähigkeit von EEs. Windkraft und Solarenergie alleine sind nicht grundlastfähig, d.h. momentan wird der ganze EE-Quatsch durch Gaskraftwerke abgesichert. Quatsch deshalb, weil man ohne fossilen Energieträger nicht auskommt, weil man weder die notwendigen Energiespeicher noch das alternativ notwendige Supernetz bauen will. Denn dazu müssten noch sehr viel mehr Stromleitungen gebaut werden.
Das muss im Zuge des Umbaus zu EE und Elektromobilität angegangen werden, da hast Du völlig recht. Wird es meiner Einschätzung nach auch werden, eben, weil dieser Sachzwang besteht. Deswegen sind die EE ja aber kein Quatsch; wir sind mit dem Umbau eben nur noch lange nicht fertig.
Dann das Thema Kernkraftwerke. Man will nun den Atommüll in irgend ein tiefes Loch verscharren, wohl wissend, dass man minore Actinide niemals sicher endlagern kann. Der Dreck hat Halbwertszeiten die so lang sind, dass man hier auf geologisch relevante Zeitspannen kommt. Die Faustregel in der Physik sind 10 Halbwertszeiten (hier dürften es eher 20-30 sein), damit der Mist halbwegs reduziert ist. 239Pu hat 24.000 Jahre, 244Pu hat 80 Millionen Jahre Halbwertszeit. Wie will man das jemals sicher endlagern? Wenn man kein Gesinnungsethiker ist, sondern sich verantwortlich für den Mist sieht, dann ist klar, dass ein Ausstieg aus der Kernenergie eine Phantasterei ist.
Das verstehe ich jetzt nicht: erst (IMHO überzeugende) Argumente contra Kernkraft, und der letzte Satz plötzlich pro?

Auf Kernkraft statt fossile Brennstoffe zu setzen hieße den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben. Die technischen Alternativen sind doch da; wir müssen sie „nur“ umsetzen.
Weia
Vor dem CO2-Problem zu warnen ist verantwortungslos?
Verdrehe meine Aussagen nicht vorsätzlich! Denn genau das was Du da machst in Rabulistik!
Nö. Ich habe mir nur erlaubt, auch mal so pointiert zu formulieren wie Du.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+5
pünktchen
pünktchen06.10.2009:12
Weia
Natürlich wäre vieles einfacher, wenn die Weltbevölkerung geringer wäre. Das ist aber nur schwer und eher mittelfristig zu beeinflussen und selbst wenn wir heute die effiziente Maßnahme fänden, weltweit einen Rückgang der Geburtenrate einzuleiten, wird es einige Generationen dauern, bis das durchschlägt. Die Zeit haben wir schlicht nicht.

Die Geburtenrate geht schon lange zurück und anders als der CO2-Ausstoss hat der Bevölkerungswachstum den Peak schon lange hinter sich. Aber die Erzählung von den Milliarden armen Menschen die unsere schöne Welt kaputt machen werden dient auch schon ewig zur Ablenkung von der eigenen Verantwortung der Wohlhabenden dieser Welt für den Raubbau an den Ressourcen. Ich hab zuletzt mal ein Fernsehbeitrag von Hoimar von Ditfurth aus den 70er Jahren gesehen wo er einerseits schon den drohenden Klimawandel dargelegt hat und andererseits am Ende ziemlich unvermittelt und m.e. unlogisch zum Bevölkerungswachstum in Afrika springt.

PS: Teil 1 & Teil 2 - 1978

PPS: was gfhfkgfhfk so schreibt ist ja ganz überwiegend nicht neues sondern das was aus der Ecke immer kommt. Einzig interessant finde ich diese Kombination aus Bevölkerungswachstum und Landnutzung die seiner Meinung nach wohl am Klimawachstum Schuld ist. Da wüsste ich gerne mehr zu. Wie genau läuft das ab, gfhfkgfhfk? So ganz ohne klimawirksame Emissionen.
+4
Weia
Weia06.10.2012:24
pünktchen
Weia
Natürlich wäre vieles einfacher, wenn die Weltbevölkerung geringer wäre. Das ist aber nur schwer und eher mittelfristig zu beeinflussen und selbst wenn wir heute die effiziente Maßnahme fänden, weltweit einen Rückgang der Geburtenrate einzuleiten, wird es einige Generationen dauern, bis das durchschlägt. Die Zeit haben wir schlicht nicht.
Die Geburtenrate geht schon lange zurück
Sorry, das war mehr als schlampig formuliert. Das Bevölkerungswachstum muss negativ werden, also die Nettoreproduktionsrate unter 1 sinken. Da sind wir global leider eben noch nicht; die UNO geht allerdings davon aus, dass wir 2050 dorthin gelangen.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+2
marm06.10.2013:03
Weia
Sorry, das war mehr als schlampig formuliert. Das Bevölkerungswachstum muss negativ werden, also die Nettoreproduktionsrate unter 1 sinken. Da sind wir global leider eben noch nicht; die UNO geht allerdings davon aus, dass wir 2050 dorthin gelangen.
Aber noch nicht perfekt. Auch bei einer Reproduktionsrate unter 1 sinkt die Bevölkerungszahl nicht. Im Moment steigen die Lebenserwartungen weltweit. Die Bevölkerung schrumpft erst mit Verzögerung. Wenn dem so wäre, würde die Bevölkerung in China ansonsten schon seit Jahren schrumpfen.
0
Weia
Weia06.10.2013:38
marm
Auch bei einer Reproduktionsrate unter 1 sinkt die Bevölkerungszahl nicht.
Nicht sofort. Auf Dauer schon.
Im Moment steigen die Lebenserwartungen weltweit.
Das hängt ja zusammen. Steigender Wohlstand bedingt höhere Lebenserwartung und niedrigere Reproduktionsrate.
Die Bevölkerung schrumpft erst mit Verzögerung.
Ja, klar, das zumindest schrieb ich ja:
Weia
wird es einige Generationen dauern, bis das durchschlägt.
In jedem Fall keine Lösung für unsere dringlichen Probleme.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+3
gfhfkgfhfk07.10.2009:00
Nasso
Mal vorsichtshalber über die Reduktion möglicher Belastungen nachzudenken, bringt doch einen gewaltigen Anschub für die Volkswirtschaften.
BEVs sind deutlich teurer, d.h. sie benötigen mehr Ressourcen, um produziert zu werden. Ein Wachstum für die Volkswirtschaft gibt es nur dann, wenn eines der folgenden Dinge eintritt: das Fahrzeug billiger wird, die indirekten Kosten sinken ab oder es gibt ganz neue Effekte auf die Volkswirtschaft. Die direkten Kosten steigen mit BEVs bisher deutlich an, so dass hier von keinem Wachstum die Rede sein kann. Es bleiben die indirekten Folgen: deutlich weniger Bedarf an Erdöl, weniger Schadstoffe direkt am Fahrzeug und die hypothetische Reduktion der Gefahr durch CO2-Emission.
Nasso
China hat mit seiner gesetzlichen Vorgabe der 30%igen Elektrifizierung einer Flotte klare Regeln gesetzt.
Der BMW iX3 wird nur in China gebaut. Nicht in Deutschland.
So wird Wachstum generiert.
Die Frage ist jetzt, wers am Schlausten macht.
Dir ist aber hoffentlich bekannt, dass China nicht wegen der CO2-Reduktion auf BEVs setzt? China hat ein massives Bauprogramm für Kohlekraftwerke am Laufen durch das in den nächsten Jahren hunderte neue Kohlekraftwerke gebaut werden sollen. China will die Luftverschmutzung absenken, weil z.B. in Peking Feinstaubwerte vor allem im Winter vorhanden sind, die so extrem sind, dass die Problemzonen in deutschen Großstädten in Relation Luftkurorte sind.
Nasso
@gfhfkgfhfk
Fettschrift ist in Sprache übrigens vergleichbar mit Schreien. Willst Du das wirklich ?
Fettschrift ist eine starke Hervorhebung, was an der besagte Stelle notwendig war. Schreien wird im Internet mit GROSSSCHRIFT in Verbindung gebracht.
Weia
Dabei kann „die Fachwissenschaft“ in diesem Kontext ausschließlich durch die Mehrheitsposition der Fachwissenschaftler repräsentiert sein.
Bisher gab es das in der Bundesrepublik nicht. Gerade die Antiatomkraftbewegung hat sich sehr stark auf die Minderheitenmeinung in der Naturwissenschaft berufen. Die Verengung insbesondere der politischen Diskussion auf den Mehrheitsmeinungsaspekt der Naturwissenschaft schadet somit der Demokratie.
-7
pünktchen
pünktchen07.10.2009:08
Der Demokratie schadet es eher wenn man sich statt unangenehmen Tatsachen zu stellen und die notwendige Diskussion über zu treffende Massnahmen zu führen in eine Parallelrealität zurückzieht in der das Problem gar nicht existiert.

Ich wüsste übrigens nicht wo sich die Atomkraftgegner auf komische Cranks berufen haben. Die Gefährlichkeit von radioaktiver Strahlung ist ja nicht umstritten, ebenso wenig die Möglichkeit unkontrollierter Kettenreaktionen oder die Notwendigkeit Atommüll ewig lange sicher zu lagern. Der Streit drehte sich immer nur um Risikoabwägungen. Der entziehst du dich hier aber komplett.
+7
gfhfkgfhfk07.10.2015:12
pünktchen
Einzig interessant finde ich diese Kombination aus Bevölkerungswachstum und Landnutzung die seiner Meinung nach wohl am Klimawachstum Schuld ist. Da wüsste ich gerne mehr zu. Wie genau läuft das ab, gfhfkgfhfk? So ganz ohne klimawirksame Emissionen.
In Kurzform skizziert.
Man rodet einen Wald und man daraus Ackerflächen. Dann passiert folgendes.
1. Der Wald ist nicht mehr in der Lage CO2 aus der Luft aufzunehmen und in Holz zu binden. Wenn es Brandrodung war, wurde viel Holz in CO2 umgewandelt. D.h. allein durch die Rodung verschiebt sich das Gleichgewichtung von gebunden Kohlenstoff hin zu CO2.
2. Der Ackerboden heizt sich insbesondere im Sommer viel stärker auf, als der vorher vorhandene Wald. Es entsteht dadurch ein viel wärmeres Mikroklima. Das können bei uns im Mitteleuropa problemlos >30°C Unterschied in der Bodentemperatur sein. Das ist wichtig für den Wasserhaushalt.
3. Regen kann auf sehr trockenen Böden nur schlecht versickern, und läuft oberflächlich ab, da die Ackerpflanzen den Regen nicht aufhalten können. Die Gefahr von Überschwemmungen nimmt zu, und das Grundwasser sinkt ab, weil das Regenwasser schnell richtig Meer davon fließt.
4. Es entsteht nun ein deutlich wärmeres und trockenere Mikroklima.
- Bis hierher ist das Mehrheitsmeinung in der Klimatologie. Arte hat eine schöne Dokumentation[/quote] darüber gemacht, was in der kleinen Walachei gerade passiert. Unbedingt darauf achten, dass in dieser Doku erwähnt wird, dass man das Problem bereits vor mehr als 200 Jahren kommen sah, und deshalb aufforstete. Leider haben die Sozialisten den Wald gerodet.
5. Passiert das nun nicht nur in kleinem Maßstab, sondern global über tausende km², dann erwärmt sich die Erde global, und das hat dann auf das Weltklima eine Auswirkung.
6. Wird es global wärmer verschiebt sich das Gleichgewicht zwischen gebundenen Kohlenstoff in der Biosphäre und CO2 hin zu mehr CO2.
7. Der höhere CO2-Anteil verstärkt die Erwärmung zusätzlich um einige 1/10 Kelvin.
8. CO2 wird recht schnell aus der Atmosphäre ausgewaschen. Jedenfalls deutlich schneller als die Klimatologen das behaupten. Man sieht das an den Messungen, die man zur Überwachung der oberirdischen Kernwaffentests gemacht hat. Dazu wurde das Verhältnis zwischen 14C und 12C im CO2 der Atmosphäre jahrzehntelang überwacht Vermunt und Wellington. Der Abfall erfolgt so schnell, dass die von den Klimatologen postulierten 50-200 Jahre Klimaaktivität von CO2 (Quelle IPCC Bericht von 1990) von CO2 niemals erreicht werden können. Ja, die Verdünnung durch den CO2 Anstieg erklärt potentiell einen Teil des Abfalls, aber der CO2 Anteil hat sich nicht so stark erhöht, dass das diesen rabiaten Abfall erklären könnte. D.h. CO2 ist eher <50 Jahre klimaaktiv, dann ist es ausgewaschen.
+2
gfhfkgfhfk07.10.2015:35
pünktchen
… in der das Problem gar nicht existiert.
Wo schreibe ich, dass es die Klimaerwärmung nicht gibt?
pünktchen
… oder die Notwendigkeit Atommüll ewig lange sicher zu lagern.
Man kann Actinoide niemals sicher lagern! Das ist reine Fiktion. Weil die Lagerzeiträume so groß sein müssen, dass danach die Actinoide zerfallen sind, und da reden wir dann über Zeiträume die so lang sind, dass durch geologische Vorgänge die Lagerstätten an die Oberfläche gelangen können.

Beispiel hat man eine Tonne 239Pu braucht es ca. 241.000 Jahre bis daraus ca. ein Kilogramm 239Pu geworden ist. Das Problem aus 239Pu wird beim Zerfall 235U und das hat die Halbwertszeit von 704 Millionen Jahre. D.h. nach 241.000 Jahre hat man zwar nur noch ca. 1kg 239Pu aber dafür etwa 999kg 235U. Und weder Uran noch Plutonium will man etwa im Trinkwasser haben. Die Asse war über sehr lange Zeiträume geologisch stabil, aber durch den Eingriff des Menschen dringt nun Wasser in die Asse ein. D.h. egal welche stabile geologische Formation man wählt, durch den Eingriff des Menschen gibt es einen potentiellen Schwachpunkt, der einen Austritt von Isotopen ermöglicht.

P.S. Das 235Uran aus dem Beispiel ist noch nicht vollständig zerfallen, wenn die Sonne zum roten Riesen wird.
+4
Nasso07.10.2015:55
gfhfkgfhfk

Ein Wachstum für die Volkswirtschaft gibt es nur dann, wenn eines der folgenden Dinge eintritt: das Fahrzeug billiger wird,...

Hier habe ich ein Verständnisproblem als nicht VWLer:
Ich habe in meinem Leben, das ja von fast ständigem Wirtschaftswachstum begleitet war, noch nicht erlebt, daß es in Zusammenhang damit Kostensenkungen gab. Das Verbrennerauto zum Beispiel ist in der ganzen Zeit nur teurer geworden.
Wie hängt das zusammen ?
gfhfkgfhfk
... oder es gibt ganz neue Effekte auf die Volkswirtschaft.

Ja ? Sehe ich.
gfhfkgfhfk
China hat ein massives Bauprogramm für Kohlekraftwerke am Laufen durch das in den nächsten Jahren hunderte neue Kohlekraftwerke gebaut werden sollen.
Ja, zusätzlich zu dem massiven Ausbau regenerativer Energien, bei denen sie technische Einspeiseprobleme haben. Schwellenland.

Trotzdem will...
gfhfkgfhfk
China die Luftverschmutzung absenken, ...

Mmm. Warum baut China jetzt hunderte von Kohlekraftwerken, obwohl es die Luftverschmutzung in den Städten absenken will ?
Hier stehen sich Möglichkeiten und Zukunftsideen gegenüber.
Für die Chinesische Regierung ist es natürlich Ziel, Energieproduktion und -verbrauch zu verbessern. Kaum sonst sieht man die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt so deutlich wie hier.
Und das mit den neuen Kohlekraftwerken geht so:
Die meisten davon werden im Ausland gebaut. Das sind Geschenke für gute Handelsbeziehungen. Wenn das beschenkte Land nicht auf Windkraftanlagen o.ä. besteht, selbst schuld.
Im Inland hatte man ja eigentlich die Kernkraft im Auge. Wird auch gemacht aber nach Fuku eigentlich nicht mehr so gerne.
Also dreht man heftig am Windrädchen, hält die Kollektoren in die Sonne und versucht das irgendwie nach vorne zu bringen.
Hier kommt die Unvergleichbarkeit mit Deutschland.
China hat noch nicht das so gut ausgebaute Stromnetz der BRD und muß hier erstmal das Riesen-Land dahin bringen.
Vielleicht sehen wir hier noch viel schneller ein dezantralisiertes Energienetz.

Ach ja,
gfhfkgfhfk
Dir ist aber hoffentlich bekannt, dass China nicht wegen der CO2-Reduktion auf BEVs setzt?

Lustiger Satz. Welche Regierung macht das schon gerne und freiwillig ? Ich sag nur Scheuer.
Das ist großer Umbau und endloses Klagen der bestehenden Industrie. Da möcht ich nicht Kanzler oder Präsident sein.
In Deutschland macht die Regierung das - wahrnehmbar ungern - weil die zunehmend klimabesorgte Bevölkerung sie vor sich hertreibt.
In China müssten sie´s nicht machen, weils keinen anderen Parteien (wie die Grünen) gibt. Sie machen das, weil sie da die Marktführerschaft schon leuchten sehen, weil sie einfach die schlechte Luft nicht mehr wollen (siehe oben) und weil sie auch gute Menschen sein wollen.
+6
pünktchen
pünktchen07.10.2016:58
gfhfkgfhfk
Wo schreibe ich, dass es die Klimaerwärmung nicht gibt?

Das nicht, aber für dich ist dabei aber die Emission von CO2 durch das Verbrennen von fossilen Energieträgern dabei allenfalls ein Randproblem. Was halt eine extreme Mindermeinung ist. Und der Diskussion über die Dekarbonisierung die Grundlage entzieht.


Zu deiner Skizze der für dich wahrscheinlichen Zusammenhänge:


1. aber CO2 ist deines Erachtens doch gar nicht so relevant?

2. Sicher ein Problem aber Mikroklima ≠ Makroklima. Und wenn ich mich recht entsinne reflektieren Wälder eher weniger Sonnenstrahlung. Weist ja auch schon die dunkle Farbe drauf hin.

4. Vielleicht ja noch im Sommer - aber im Winter? Da passiert doch genau das Gegenteil.

6. Warum soll mehr Wärme denn zu mehr CO2 in der Atmosphäre führen?

8. Das mit der Isotopenverteilung liesse sich doch auch zwanglos mit dem natürlichen Umsatz erklären durch den der Fallout in Pflanzen und Erde und Sedimente eingebaut wird. Aber es reicht ja nicht dass die zusätzlichen CO2-Moleküle die wir der Atmosphäre zuführen Teil des natürlichen Kreislaufes werden, die Gesamtmenge in der Atmosphäre muss wieder sinken.


Das Atommüllproblem musst du mir nicht erklären. Ich hab vor 30 Jahren den Verein hier mit gegründet:



PS: ich sehe übrigens den Zielkonflikt auch nicht. Die Wälder müssen wir so oder so retten, schon wegen der Biodiversität. CO2 ist aber unabhängig davon auch für dich ein wenn auch weniger starkes Klimagas. Also solange wir nicht den Regenwald abholzen um Bioethanol herzustellen der ja gerade keine Teslas antreibt, wo ist das Problem?


PPS: ich hab was zu radikal sinkenden Kosten für die Produktion grünen Wasserstoffes gelesen aber der Artikel ist etwas unspezifisch - Wenn die Kosten schneller sinken als die von Batterien könnte Wasserstoff wieder im Rennen sein.
+1
teorema67
teorema6708.10.2006:47
Der Energiebedarf für die Wasserstoffproduktion wird allerdings nur marginal sinken.
„„Das ist das letzte Mal, dass wir uns bei Apple einschleimen. Wir werden nicht einmal dafür bezahlt“ (Kent Brockman, Channel 6)“
0
pünktchen
pünktchen08.10.2009:24
Wenn es sich um Energie handelt die sonst niemand haben will und daher fast umsonst zu haben ist könnte das trotzdem sinnvoll sein. Also eben zB Leistungsspitzen von Wind- und Sonnenkraftwerken.
+2
marm08.10.2009:37
pünktchen
Wenn es sich um Energie handelt die sonst niemand haben will und daher fast umsonst zu haben ist könnte das trotzdem sinnvoll sein. Also eben zB Leistungsspitzen von Wind- und Sonnenkraftwerken.
... oder auch Energieüberschüsse an Standorten, wo keine geeignete Wärmesenke in der Nähe ist. Manche Energieerzeugung (z.B. Biomasse) erzeugt den größten Teil der Energie nur als Wärme. Wenn diese nicht genutzt werden kann, lohnt der Standort nicht.
So etwas wie Solar Millenium damals ist auch denkbar. Produktion in Afrika und Transport des Wasserstoffs. Da spart man sich die HGÜ-Leitung.
0
pünktchen
pünktchen08.10.2010:59
Update - Anteil der BEV's an den Zulassungen im September:

Deutschland 8% +260% zu 2019!
Schweiz 13,4%
Norwegen 61%

Wobei in der Schweiz der Tesla 3 am populärsten ist und in Norwegen der VW ID.3.
+2
pünktchen
pünktchen08.10.2011:14
PS: Wasserstoffautos wurden in CH im September ganze 3 verkauft.
0

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