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Apple Music vs. Qobuz vs. Tidal

mk170109.02.2600:05
Ich nutze zurzeit Apple Music und bin mit dem Dienst eigentlich einigermaßen zufrieden.

Was mir sehr gut gefällt ist die mögliche Verschmelzung der eigenen gescannten CD-Sammlung via iTunes Match.

Was mir überhaupt nicht gefällt ist die Ausgabe der Musik auf die heimische Musikanlage. Airplay 2 patzt in meinen Augen durch die Reduzierung der Qualität (egal, ob man es hört oder nicht) und bei manchen Endgeräten gibt es auch Probleme mit der Airplay Wiedergabe wie z.B. Aussetzer. Das liegt nicht unbedingt bei Apple, sondern teilweise an der mangelhaften Implementierung in die Endgeräte. Ein möglicher Ausweg wäre die Ausgabe auf ein Apple TV mit besserer, wenngleich nicht optimaler Wiedergabequalität. Das wäre so eine Art Apple Music Connect. Dort stört mich aber, dass bei aktivierter Gerätesteuerung (CEC) bei der Musikwiedergabe zwingend das TV angeht. Ich möchte beim Musikhören kein TV gucken, selbst wenn es lustige Snoopy Clips oder tolle Landschaften sind. Bei ausgeschalteten CES stört mich, dass ich alle beteiligten Geräte mit mehreren Fernbedienungen ein- und ausschalten muss. 2 Stunden Programmierarbeit durch einen Praktikanten bei Apple könnten das Problem lösen …

Ich überlege daher ernsthaft, Apple Music durch einen anderen Musikdienst mit echtem Connect zu ersetzen, z.B. Qobuz oder eventuell auch Tidal. Einige von euch machen das ja schon. Wie sind eure Erfahrungen? Wo seht ihr Vorteile? Wo Nachteile? Und würde handhabt ihr es mit der eigenen Musiksammlung?
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Kommentare

haudejen
haudejen20.02.2617:55
sonorman
vta
haudejen
Qobuz connect gibt es (noch) nicht…

"Music Assistant has full support for Qobuz, including Qobuz’s excellent HiRes catalogue!"
https://www.music-assistant.io/music-providers/qobuz/
Aber nicht Qobuz CONNECT. Das hat nichts mit den HiRes-Angeboten von Qobuz zu tun.

Liste der Marken, die Qobuz Connect unterstützen

Allerdings wird Music Assistant auch kein Connect benötigen, weil es ja kein Endgerät ist.

So wie ich es verstanden habe kann es Qobuz Connect fähige Geräte nicht in den Qobuz Connect Modus bringen (oder wie man das ausdrücken soll). Es ist aber wohl in Planung…
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Klaus9920.02.2619:44
Nachdem hier von Music Assistant so geschwärmt wird, habe ich es selber noch einmal angeworfen. Ich kann mich dunkel erinnern, dass ich dies vor einem Jahr schon einmal machte, laut gelacht und es wieder still gelegt habe. Aber es kann sich ja viel ändern in einem Jahr. Hat es aber leider nicht. Auf meinem Node Icon werden immer noch keine Albumcover angezeigt, in der Albumansicht fehlen immer noch jede Menge Abumcover. Die werden einfach nicht erkannt. Und der größte Lacher ist ja die Integration der Musikdienste. Sorry, aber so wird das nix.
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Klaus9920.02.2619:48
Noch etwas: Weshalb ist es nicht möglich, dass die Musikausgabe Bitgenau erfolgt? Alles wird hochgerechnet auf 192 kHz. Vielleicht habe ich auch nur etwas übersehen.
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haudejen
haudejen20.02.2620:28
Hier auf einem Cambridge 150 werden die Albencover übertragen...
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mat6320.02.2623:07
Klaus99
Noch etwas: Weshalb ist es nicht möglich, dass die Musikausgabe Bitgenau erfolgt? Alles wird hochgerechnet auf 192 kHz. Vielleicht habe ich auch nur etwas übersehen.

Warum sollte das nicht gehen?
Mein DNA rechnet nicht hoch, sondern zeigt an, was er von Audirvana erhält - eben 192kHz – oder verstehe ich da was falsch bei Deiner Anfrage? Audirvana (als auch Roon) umgehen die Mac Audioausgabe – in den Einstellungen kann man das sehen ... mach gerne einen screenshot.
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sonorman
sonorman20.02.2623:46
mat63
Klaus99
Noch etwas: Weshalb ist es nicht möglich, dass die Musikausgabe Bitgenau erfolgt? Alles wird hochgerechnet auf 192 kHz. Vielleicht habe ich auch nur etwas übersehen.

Warum sollte das nicht gehen?
Mein DNA rechnet nicht hoch, sondern zeigt an, was er von Audirvana erhält - eben 192kHz – oder verstehe ich da was falsch bei Deiner Anfrage? Audirvana (als auch Roon) umgehen die Mac Audioausgabe – in den Einstellungen kann man das sehen ... mach gerne einen screenshot.
Bitperfect bedeutet, dass der DAC die Daten genau so verarbeitet, wie sie in der Datei vorliegen. Wenn also die Quelldatei beispielsweise 44,1 kHz ist, am DAC aber 192 kHz angezeigt werden, dann wird irgendwo zwischendurch upgesampelt. Und dann ist das NICHT bitperfekt (bitgenau).

Dass einige Programme den Audio Core des Mac umgehen, hat damit also nicht unbedingt etwas zu tun.
+1
mat6321.02.2610:47
sonorman
mat63
Klaus99
Noch etwas: Weshalb ist es nicht möglich, dass die Musikausgabe Bitgenau erfolgt? Alles wird hochgerechnet auf 192 kHz. Vielleicht habe ich auch nur etwas übersehen.

Warum sollte das nicht gehen?
Mein DNA rechnet nicht hoch, sondern zeigt an, was er von Audirvana erhält - eben 192kHz – oder verstehe ich da was falsch bei Deiner Anfrage? Audirvana (als auch Roon) umgehen die Mac Audioausgabe – in den Einstellungen kann man das sehen ... mach gerne einen screenshot.
Bitperfect bedeutet, dass der DAC die Daten genau so verarbeitet, wie sie in der Datei vorliegen. Wenn also die Quelldatei beispielsweise 44,1 kHz ist, am DAC aber 192 kHz angezeigt werden, dann wird irgendwo zwischendurch upgesampelt. Und dann ist das NICHT bitperfekt (bitgenau).

Dass einige Programme den Audio Core des Mac umgehen, hat damit also nicht unbedingt etwas zu tun.

Macht er! Audionet DNA zeigt genau an, was ankommt, nicht, was hochgerechnet ist!
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mat6321.02.2610:50
Die angezeigten 192kHz waren nur ein Beispiel von highresaudio.com. In diesem Fall Sting "Dream of the Blue Turtle"
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sonorman
sonorman21.02.2612:00
mat63
sonorman
mat63
Klaus99
Noch etwas: Weshalb ist es nicht möglich, dass die Musikausgabe Bitgenau erfolgt? Alles wird hochgerechnet auf 192 kHz. Vielleicht habe ich auch nur etwas übersehen.

Warum sollte das nicht gehen?
Mein DNA rechnet nicht hoch, sondern zeigt an, was er von Audirvana erhält - eben 192kHz – oder verstehe ich da was falsch bei Deiner Anfrage? Audirvana (als auch Roon) umgehen die Mac Audioausgabe – in den Einstellungen kann man das sehen ... mach gerne einen screenshot.
Bitperfect bedeutet, dass der DAC die Daten genau so verarbeitet, wie sie in der Datei vorliegen. Wenn also die Quelldatei beispielsweise 44,1 kHz ist, am DAC aber 192 kHz angezeigt werden, dann wird irgendwo zwischendurch upgesampelt. Und dann ist das NICHT bitperfekt (bitgenau).

Dass einige Programme den Audio Core des Mac umgehen, hat damit also nicht unbedingt etwas zu tun.

Macht er! Audionet DNA zeigt genau an, was ankommt, nicht, was hochgerechnet ist!
Natürlich zeigt der DAC, was am Eingang anliegt. Aber Klaus schrieb doch explizit:
Alles wird hochgerechnet auf 192 kHz…

Dann ist da upsampling im Spiel und dann ist es nicht bitperfekt.
Vielleicht kann Klaus das ja noch mal genauer ausführen.
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Klaus9921.02.2613:34
Kann ich tun: Für jede Quelle (MP3, Flac, Spotify, Tidal) erfolgt automatisch ein Upsampling auf die höchste Qualitätsstufe die der Player kann. In meinem Fall auf Flac 192kHz 24Bit. Eine Beschreibung zur Audio Pipeline gibt es auch in der Dokumentation:
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sonorman
sonorman21.02.2613:38
Klaus99
Kann ich tun: Für jede Quelle (MP3, Flac, Spotify, Tidal) erfolgt automatisch ein Upsampling auf die höchste Qualitätsstufe die der Player kann. In meinem Fall auf Flac 192kHz 24Bit. Eine Beschreibung zur Audio Pipeline gibt es auch in der Dokumentation:
Okay, aber dann erübrigt sich ja Deine ursprüngliche Frage:
Klaus99
Noch etwas: Weshalb ist es nicht möglich, dass die Musikausgabe Bitgenau erfolgt? Alles wird hochgerechnet auf 192 kHz. Vielleicht habe ich auch nur etwas übersehen.

Wenn Du bewusst upsampling dazu schaltest, ist es nicht mehr Bitperfekt.
+1
Klaus9921.02.2613:43
sonorman
Wenn Du bewusst upsampling dazu schaltest, ist es nicht mehr Bitperfekt.
Das ist ja gerade der Knackpunkt: Es lässt sich nicht konfigurieren. Ein Upsampling erfolgt immer und automatisch in Music Assistant.
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sonorman
sonorman21.02.2615:21
Klaus99
sonorman
Wenn Du bewusst upsampling dazu schaltest, ist es nicht mehr Bitperfekt.
Das ist ja gerade der Knackpunkt: Es lässt sich nicht konfigurieren. Ein Upsampling erfolgt immer und automatisch in Music Assistant.
Ich kenne die App nicht, aber das wäre seltsam, wenn sich das nicht abschalten ließe.

In der Regel würde ich empfehlen, immer bitperfekt zu hören und kein Upsampling (erst recht kein Downsampling) zu verwenden. Der Grund ist, dass die meisten heutigen DAC-Chips intern sowieso immer mit upsampling arbeiten. Und die machen das auf Hardware-Ebene viel besser. Externes Upsampling ist auch nicht ganz trivial und macht eigentlich nur bei einigen proprietären DAC-Architekturen Sinn, wie sie in einigen recht exotischen High-End-Maschinen vorkommen. Aber die Masse aller Geräte arbeitet mit DAC-Chips von der Stange (oder mit modifizierten Variationen davon).

Eine kurze Anfrage bei einer KI, ob und wo man das Resampling in Music Assistant abschalten kann, ergab dies (ungeprüft):

"## Deaktivierung des Resamplings in der Music Assistant App

Um das Resampling in der Music Assistant App zu deaktivieren, müssen Sie einige spezifische Einstellungen anpassen. Hier sind die Schritte, die Sie befolgen können:

### 1. Flow Mode deaktivieren
- **Gehen Sie zu den Einstellungen für den Spieler.** Dort finden Sie eine Option für den **"Flow Mode"**.
- **Deaktivieren Sie diese Option.** Dies sollte sicherstellen, dass die Wiedergabe der Musik mit der ursprünglichen Abtastrate und Bittiefe erfolgt, ohne Resampling.

### 2. Individuelle Player-Einstellungen
- **Öffnen Sie die individuellen Einstellungen für den betreffenden Player.**
- **Überprüfen Sie die unterstützten Sample-Rate in den erweiterten Einstellungen.** Stellen Sie sicher, dass die Player-Parameter so konfiguriert sind, dass sie die erforderlichen Abtastraten und Bit-Tiefen unterstützen, ohne dass Resampling erforderlich ist.

### 3. Audioverarbeitungseinstellungen
- **Die Lautstärkeregulierung abschalten.** In den Audioeinstellungen können Sie die **Lautstärkeregulierung** (Volume Normalization) deaktivieren, was weitere Verarbeitung der Audiodaten minimieren kann.

Diese Schritte sollten es Ihnen ermöglichen, eine bitperfekte Ausgabe zu erzielen und das Resampling in der App zu vermeiden."
+1
vta21.02.2616:14
Inwieweit kann man Music Assistant über die Home Assistant App steuern?
https://apps.apple.com/de/app/home-assistant/id1099568401
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mat6321.02.2618:03
Ok, wir haben da von verschiedenen Dingen geredet: Audirvana Studio liefert am USB-Ausgang des Macbooks bei mir genau das ab, was auf der Festplatte ist oder was gerade (Qobuz, Tidal etc) gestreamt wird. Der DNA zeigt im Display an, was ankommt; das kann dann von 256Hz (alte Apple-Kaufdateien), CD-Qualität 44 kHz oder eben highres 96 oder 192kHz sein. Upgesampled wird da nix.
Das scheint bei Music Assistand wohl zunächst anders zu sein.
Hatte übrigens auch schon immer wieder mal Roon für nen Monat und muss sagen: Mir behagt Audirvana Studio mehr, aber das ist sicher Geschmacksache. Irgendwas findet man bei solcherlei Programmen immer komisch und würde es anders machen.
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sonorman
sonorman21.02.2619:15
mat63
Audirvana ist bei mir schnell in Vergessenheit geraten, nachdem ich Roon getestet und daraufhin eine Lifetime-Lizenz erworben habe. Erst viel Später hat Audirvana angefangen, sein schon etwas überholtes Konzept aufzubohren, um nicht noch mehr Nutzer an Roon zu verlieren. Aber das Abo-Modell, welches sie geschaffen haben, ist kein Ersatz und keine Konkurrenz für Roon. Es gibt zwar eine Kauflizenz, aber die ist funktional eingeschränkt (keine Integration von Streamingdiensten). Also kommt man defakto meistens nicht am Abo vorbei.

Roon habe ich jetzt rund zehn Jahre. Bei damals rund 500 € für die Lifetime-Lizenz (heute sind es um 800€) hat es sich für mich längst amortisiert. 10 Jahre Audirvana Studio sind auch ungefähr 800 €, aber die Kosten laufen danach weiter.

Auch funktional ist Roon für mich der bessere Weg. Allein schon wegen der vielen Roon Ready Geräte, die ich hier in der Zwischenzeit getestet habe. Das waren bestimmt an die 100 Geräte. Und jedes einzelne davon ist über Roon gleichermaßen einfach und geschmeidig zu bedienen, wobei ich IMMER meine eigenen Playlists nutzen kann. Mit seiner 'Plāys with Audirvāna'- Zertifizierung ist Audirvana davon noch weit entfernt. Ok, es gehen nicht bei jedem so viele Geräte über den Tisch, also kommt es letztlich nur darauf an, dass es mit der eigenen Hardware gut funktioniert und mit welcher App man persönlich besser klarkommt. Hautsache zufrieden! 😊

Womit ich auch mal wieder den Bogen zurück zum ursprünglichen Thema schlagen möchte. Es wird vermutlich niemals eine Integration von Apple Music in solche Plattformen wie Roon oder Audirvana geben. Das ist eigentlich einer der stärksten Gründe, um zu Qobuz zu wechseln (das ich auch für besser als Tidal halte.)
+1
Klaus9921.02.2619:48
Um Audirvana Studio ging es die ganze Zeit nicht.

Ich habe noch etwas getestet und muss einige meiner Aussagen revidieren. Zuerst einmal: Ein Bluesound NODE Player ist eine schlechte Wahl, wenn man bitgenau hören will. Bei diesem gibt es die Einstellung zum Flow Mode gar nicht und somit auch keine Möglichkeit diesen Mode zu deaktivieren, was auch erklärt, weshalb ich das nicht gefunden habe. Erst nachdem ich meinen WiiM Ultra noch hinzugefügt hatte, konnte ich auch den Flow Mode deaktivieren und hatte damit wirklich eine bitgenaue Ausgabe und auch das Albumcover auf dem kleinen Screen. Der WiiM wird dabei im DLNA-Modus betrieben. Chromecast würde zwar auch gehen, aber es gibt noch einen Bug in MA welcher dafür sorgt, dass die Titel vorzeitig beendet werden. Ansonsten funktioniert alles reibungslos und ohne Probleme, Lautstärkenormalisierung und Crossfade sind auch möglich und funktionieren. DSP habe ich noch nicht getestet.
Was ich noch nicht gefunden habe und was mir am meisten fehlt, ist die Möglichkeit die Alben von Tidal auf der kompletten Seite anzeigen zu lassen. Auf der Startseite gibt es ja nur die Listen (z.N. New Albums), welche man aber nur seitlich scrollen kann.
+1
Deppomat21.02.2623:40
Bei der Anforderung "hochqualitatives Audio" muß man nochmal unterscheiden zwischen "ich hätte gerne wieder CD-Qualität" und den Hi-Res-Audiophilen. Ich gehöre zu ersterer Gruppe, schon aus praktischen Gründen: Ich arbeite den ganzen Tag mit Musik, und zwar in 44.1, da ist es unpraktikabel, fürs Streaming den Wandler auf eine höhere Rate umzustellen. Spotify war ja komischerweise das letzte schwarze Schaf ganz ohne Lossless-Option - bis vor kurzem.

Darum hatte ich immer Apple Music, das hab ich gekündigt wegen US-Boykott, und weil sie an dem kleinen Sprung bei Sekunde 2 jedes Lossless-Streams nie was geändert haben. Weirder Bug.

Hatte dann Qobuz, das ist gut, aber ich muß sagen: Leider kriegt es kein Dienst so gut hin wie Spotify, sich wie ein lebendiger, quervernetzter Katalog anzufühlen. Immer diese Wüste aus Weiß und bißchen kleiner Schrift, das ging mir bei Apple Music so wie bei Qobuz.

Habe also jetzt wieder Spotify, weil sie ja endlich auch Lossless anbieten. Ich muß aber ehrlich zugeben, daß ich mich mit den ethischen Bedenken gegenüber Spotify's CEO noch nicht genug befasst habe.
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sonorman
sonorman22.02.2609:21
Deppomat
Bei der Anforderung "hochqualitatives Audio" muß man nochmal unterscheiden zwischen "ich hätte gerne wieder CD-Qualität" und den Hi-Res-Audiophilen. Ich gehöre zu ersterer Gruppe, schon aus praktischen Gründen: Ich arbeite den ganzen Tag mit Musik, und zwar in 44.1, da ist es unpraktikabel, fürs Streaming den Wandler auf eine höhere Rate umzustellen. Spotify war ja komischerweise das letzte schwarze Schaf ganz ohne Lossless-Option - bis vor kurzem.
Den Absatz verstehe ich nicht. Insbesondere den unterstrichenen Teil. Warum sollte es "unpraktikabel" sein? Man muss dafür im DAC schließlich nicht erst den Deckel abnehmen und einen Hebel umlegen. Bei bitperfekter Wiedergabe folgt der DAC einfach dem, was rein kommt. Ist es 44,1 kHz, dann arbeitet auch der DAC (bis zur eigentlichen Wandlung) mit 44,1 kHz. Und bei 96 kHz eben mit 96 kHz. Ohne Zutun des Nutzers.

Und warum bist Du "aus praktischen Gründen" eher CD-Nutzer? Das ist ja nun nicht wirklich praktischer als Streaming.
+1
Deppomat22.02.2610:26
sonorman
Den Absatz verstehe ich nicht. Insbesondere den unterstrichenen Teil. Warum sollte es "unpraktikabel" sein? Man muss dafür im DAC schließlich nicht erst den Deckel abnehmen und einen Hebel umlegen. Bei bitperfekter Wiedergabe folgt der DAC einfach dem, was rein kommt. Ist es 44,1 kHz, dann arbeitet auch der DAC (bis zur eigentlichen Wandlung) mit 44,1 kHz. Und bei 96 kHz eben mit 96 kHz. Ohne Zutun des Nutzers.

Und warum bist Du "aus praktischen Gründen" eher CD-Nutzer? Das ist ja nun nicht wirklich praktischer als Streaming.
Ich habe keinen derartigen DAC, sondern am Rechner eine Studio-Soundkarte von RME mit mehreren angeschlossenen ADAT-Wandlern, ebenfalls RME. Die Wandler clocke ich mit der Soundkarte. Verschiedene Programme mit verschiedenen Sampleraten parallel zu betreiben funktioniert nicht - Logic ist immer offen, und wenn die Projekte da auf 44.1 laufen, kann ich nicht Qobuz o.ä. eine andere Samplerate über die selbe Soundkarte schicken lassen.

Und ich bin kein CD-Nutzer. Da hast du mich falsch verstanden. Ich habe damit den irren Umstand beschreiben wollen, daß man in Spotify bis vor einigen Monaten noch nicht mal die Qualität von CDs bekommen hat, den Stand von 1982. Ich nutze also keine CDs, sondern bin beim Streaming mit CD-Qualität zufrieden. Lossless ist mir immens wichtig, Hi-Res nicht (weil die meiste Musik eh nicht in höherer Qualität vorliegt, wenn sie aus dem Mix und Mastering kommt).
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sonorman
sonorman22.02.2610:39
Deppomat

Ah, verstanden. So wird ein Schuh draus.
Danke Dir. 👍
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Klaus9922.02.2618:02
Noch ein kurzes Fazit zu meinem Test mit Music Assistant: Es hat sich bei MA wirklich viel getan in letzter Zeit und ich war eigentlich überrascht, was jetzt alles möglich ist. Aber leider gibt es so einige Ecken und Kanten wo es noch mächtig hakt. Ich habe wirklich ausführlich getestet, weil in nächster Zeit meine Testzeit bei Roon abläuft und ich eine Entscheidung treffen will. Nun ist Roon ja nicht ganz billig und MA hätte mir eine Menge Geld sparen können. Wenn man aber erst einmal von Roon verwöhnt ist, haben es andere schwer. Leider konnte MA meine Bibliothek nicht fehlerfrei und lückenlos einlesen. Roon hatte damit keine Probleme. Auch fehlen mir in MA die ganzen schnell abrufbaren Informationen zu den Interpreten. Mit all dem könnte ich ja noch leben, aber dann patzt MA auch noch bei dem für mich Wichtigsten, bei der fehlerlosen Wiedergabe von Tidal. Da wird wild in den Tracks umher gesprungen, die Tracks werden abgebrochen oder gleich ganz ausgelassen. Es gibt bestimmt in irgendwelchen Foren Hinweise dazu, wie man all diese Probleme lösen kann, aber ich habe einfach keine Lust auf noch ein Bastelsystem.
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Huba22.02.2620:47
Klaus99
(…) weil in nächster Zeit meine Testzeit bei Roon abläuft und ich eine Entscheidung treffen will. Nun ist Roon ja nicht ganz billig und MA hätte mir eine Menge Geld sparen können. Wenn man aber erst einmal von Roon verwöhnt ist, haben es andere schwer.

Momentan kostet die Lifetime von Roon ca. 770 €.
Immer noch ein Batzen Geld — aber es rechnet sich, wenn du noch ein paar Jahre vor dir hast…
Ich bereue es jedenfalls nicht — und habe vorher Lehrgeld in Form von Plex/Plexamp, Audirvana Origin und stundenlangem Experimentieren mit LMS gezahlt.
+1
mat6322.02.2622:10
Abgesehen davon: Man muss es ja nicht eine lifetime-Lizenz kaufen. Ich probier es immer wieder mal aus – einen Monat lang. Gleichzeitig bin ich dann bei Audirvana Studio. Das ich dann im Übrigen so schlecht nicht finde ... Vielleicht auch ein Stück Gewöhnung.
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Klaus9923.02.2608:58
Huba
und habe vorher Lehrgeld in Form von Plex/Plexamp, Audirvana Origin und stundenlangem Experimentieren mit LMS gezahlt.
Das hört sich irgendwie auch nach mir an.
+1
sonorman
sonorman23.02.2609:31
Klaus99
Huba
und habe vorher Lehrgeld in Form von Plex/Plexamp, Audirvana Origin und stundenlangem Experimentieren mit LMS gezahlt.
Das hört sich irgendwie auch nach mir an.
Genau aus dem Grund empfehle ich ja auch immer, lieber früher als später etwas Geld in die Hand zu nehmen und dies in eine etablierte und wirklich gute Lösung wie Roon zu investieren. Das schont die Nerven auf viele Jahre – was irgendwie unbezahlbar ist.

Man muss lediglich wissen, dass Roon mit seiner Server-basierten Architektur für manchen Bedarf einfach überdimensioniert ist. Aber wer mit unterschiedlichsten Geräten im Haus immer zuverlässig und in höchstmöglicher Qualität Musik genießen will, findet einfach nichts besseres und unkomplizierteres.

Wie gesagt: ich habe mit Roon aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit über die letzten ca. 10 Jahre schon um die 100 verschiedene Komponenten genutzt. Und das geht immer ganz einfach: Gerät mit dem Netzwerk verbinden > Audio-Einstellungen in Roon aufrufen > das Gerät wird dort angezeigt und kann nun per Mausklick und Vergabe eines eigenen Namens aktiviert werden. – Fertig!

Aber ich verstehe auch, dass viele erst mal ihre eigenen Erfahrungen machen müssen und nicht gleich auf jeden Tipp aus dem Internet hören. Ist auch gut und richtig.
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vta23.02.2610:23
Huba
stundenlangem Experimentieren mit LMS gezahlt.

Kann ich NULL nachvollziehen: Lokale Flac- Dateien und TIDAL über Plugin. Läuft problemlos und easy, wenn man LMS so nutzt wie LMS gedacht ist. Wenn man Dinge damit machen möchte die LMS nicht kann oder experimentell sind, dann ist das etwas anderes. LMS ist aber auch kein Roon.

Man hat bei einer Lifetimelizenz nicht die Sicherheit, dass das auch wirklich lifetime ist. Es gibt solche Fälle in anderen Bereichen. Dann wurde das Produkt umbenannt oder sonst wie getrickst damit. wieder neu kassiert werden kann. Oder der Anbieter ist pleite. Muss alles nicht passieren.
+1
mk170101.03.2601:03
Heute möchte ich noch einmal ein Update geben.

Habe jetzt noch einmal mein ROON (hatte ich vor ein paar Jahren ja schon mal gehabt) „reaktiviert“, bzw. eine neue Testphase gestartet. Wie schon vor ein paar Jahren verlief die Installation völlig problemlos, die lokale Musiksammlung wurde 100%ig erkannt und eingelesen. Da ich keinen expliziten ROON Endpoint zur Hand hatte, habe ich einen Raspberry Pi Zero W 2 genommen, der hier noch rumlag, habe Ropieee drauf installiert und den Pi per USB an meine Canton Smart A45 Aktivboxen angeschlossen. Auch das hat sofort funktioniert und der Sound ist einfach umwerfend … selbst mit meinen alten Ohren deutlich besser als der per Airplay übertragene Sound. Über die Bedienung von ROON brauche ich nichts mehr zu sagen, es ist in meinen Augen einfach das Top Level. Ich kenne nichts Besseres. Aber leider auch sehr teuer.

Als eventuellen Ersatz für mein Apple Music habe ich noch einen Testmonat Qobuz gebucht … und da bin ich echt enttäuscht. Nicht wegen der Integration in ROON, die läuft wirklich gut. Aber schon bei meinen ersten Suchen kannte Qobuz schon einige aktuelle Alben nicht. Ok, ich höre überwiegend Rock, Metal, Bluesrock und Countryrock … aber da auch eher die Mainstreamsachen … und da ist Qobuz offenbar nicht sonderlich aktuell. Ich werde das Ganze noch einmal ein paar Tage testen und dann ggf. auch noch mal Tidal ausprobieren. Vielleicht sind die aktueller?
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sonorman
sonorman01.03.2609:23
mk1701
Hast Du denn einen so ausgefallenen Musikgeschmack? Ich finde bei qobuz so gut wie alles. Lücken gibt es natürlich bei jedem Dienst.

Du kannst übrigens auch eine Meldung an qobuz schicken, wenn Dir ein Album/Interpret fehlt.
Natürlich ohne Garantie, dass es gleich am nächsten Tag machgereicht wird, aber jeder Dienst ist darum bemüht, seinen Katalog so vollständig wie möglich zu halten.

Noch etwas: Wo hast Du die neuen Alben gesucht? Direkt in Qobuz, oder in Roon? In Roon kann es aus bestimmten technischen Gründen auch mal ein, zwei Tage dauern, bis neue Alben dort erscheinen, obwohl auf qobuz schon verfügbar.
+2
mat6301.03.2618:27
1. Roon kann man ja auch mieten. Man muss es nicht auf Lebenszeit kaufen. Wie weiter oben beschrieben, mache ich das immer wieder um es gegen Audirvana Studio zu testen. Vom Handling finde ich es jedenfalls nicht schlechter. Mit der Audirvana Remote-App hat man auf iPad oder iPhone eine sehr bequeme Fernbedienung. Also ein wenig Gegenpart zu Sonorman – Audirvana ist auch sehr gut. Vielleicht ja einfach ein bisschen Gewöhnung, mit was man angefangen hat.
2. Qobuz hat nicht alles. Je nach Musikgeschmack fehlen da in Nicht-Klassischen Bereichen da und dort Titel, da hilft mir persönlich dann Tidal. Für mich immer noch die Nummer zwei hinter Qobuz.
Manchmal liegt es auch an bescheuerter Verschlagwortung der Titel.
Hab manchmal nach längerer Suche dann doch was gefunden (Qobuz als auch Tidal)
3. Was die Gebühren betrifft bei Qobuz und Tidal oder auch Monatsgebühr bei Roon oder Jahresgebühr bei Audirvana: Was habe ich früher ausgegeben für Schallplatten und später CDs. Und hab dann nur das gehabt, was physisch im Haus war. Und so kann man doch in viele Alben reinhören, wie man es früher direkt im Plattenladen konnte – war auch schön – so macht Musikhören auch Spaß. Und wenn ich etwas ganz toll finde, kaufe ich nach wie vor auch CDs (Platten sind ausgeschieden)
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mat6301.03.2618:29
Nix gegen Dich, sonorman, deine Artikel sind immer toll, lese sie gerne und den Roontick kontre ich eben mit meinem audirvanaTick …
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sonorman
sonorman01.03.2618:37
mat63
Nix gegen Dich, sonorman, deine Artikel sind immer toll, lese sie gerne und den Roontick kontre ich eben mit meinem audirvanaTick …
Kein Problem. Audirvana ist ja auch gut. Habe ich früher benutzt, als es Roon noch nicht gab und bevor es Abo-Zwang wurde (die Kaufversion ist eingeschränkt, deswegen "Zwang"). Roon geht nur in einigen Bereichen entscheidende Schritte weiter, doch nicht jeder braucht das. Also ist Audirvana unter Umständen eine wirklich gute Alternative. Es gibt ja auch noch andere Möglichkeiten, wie etwa JPlay.
+1
Klaus9901.03.2621:31
Update: Da ich nicht jünger werde und auch keine Lust mehr auf Bastelsysteme habe, wurde von mir gerade Roon Livetime geordert. Ich will einfach nichts anderes mehr.
+3
mk170101.03.2623:06
Klaus99
Update: Da ich nicht jünger werde und auch keine Lust mehr auf Bastelsysteme habe, wurde von mir gerade Roon Livetime geordert. Ich will einfach nichts anderes mehr.

Kann ich voll nachvollziehen, ich habe auch einfach keinen Bock mehr auf Basteleien und Kompromisse.

Mich interessieren zwar die ganzen Entwicklungen, speziell im Linux-Bereich. Aber einen Installationsmarathon wie bei MusicLounge will ich ich mir einfach nicht antun und auch ein Projekt wie Music Assistant finde ich sehr interessant, aber ich stoße dabei immer auf Punkte, die ich für mich nicht akzeptieren möchte.

Von daher denke ich, dass ich nach der Testphase auch bei ROON bleiben werde … ob ich mich zu einer Lifetime durchringen kann, weiß ich noch nicht. Ich weiß aber, wenn nicht, dass ich mich jedes Jahr bei der Verlängerung ärgern werde.
+3
Klaus9902.03.2609:35
mk1701
Von daher denke ich, dass ich nach der Testphase auch bei ROON bleiben werde … ob ich mich zu einer Lifetime durchringen kann, weiß ich noch nicht. Ich weiß aber, wenn nicht, dass ich mich jedes Jahr bei der Verlängerung ärgern werde.
Ich habe ganze 3 Anläufe für Roon gebraucht (der hohe Preis ist doch ganz schön abschreckend) und erst der letzte dreimonatige Test für 3 Dollar hat mich vollständig überzeugt und "abhängig" gemacht. Auf meiner "Roonuhr" habe ich durchschnittlich 32 Hörstunden pro Woche. Und da dies nicht nur nebenbei passiert, ist es mir den Preis für Roon auch wert. Auch ich würde mich bei jeder neuen Verlängerung ärgern und ganz besonders nach 6 Jahren, wenn die Summe der Abozahlungen den Preis für Livetime übersteigt.
+1
andomar05.03.2615:36
Klaus99
Auch ich würde mich bei jeder neuen Verlängerung ärgern und ganz besonders nach 6 Jahren, wenn die Summe der Abozahlungen den Preis für Livetime übersteigt.
6 Jahre entsprechen bei der heutigen Schnelllebigkeit aber einer Ewigkeit...
Ob es dann noch Roon in der jetzigen Form gibt, weiß kein Mensch.
Böse gesagt wird eine "lebenslange Lizenz" nicht durch Dein Ableben bestimmt sondern durch das Abschalten veralteteter/unlukrativer Cloud-Server.
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sonorman
sonorman05.03.2615:54
andomar
Klaus99
Auch ich würde mich bei jeder neuen Verlängerung ärgern und ganz besonders nach 6 Jahren, wenn die Summe der Abozahlungen den Preis für Livetime übersteigt.
6 Jahre entsprechen bei der heutigen Schnelllebigkeit aber einer Ewigkeit...
Ob es dann noch Roon in der jetzigen Form gibt, weiß kein Mensch.
Böse gesagt wird eine "lebenslange Lizenz" nicht durch Dein Ableben bestimmt sondern durch das Abschalten veralteteter/unlukrativer Cloud-Server.
Genau die selben Argumente hat man mir gegenüber auch damals schon vorgebracht, als ich die Lifetime Lizenz erworben habe. Heute, gut 8 Jahre 6 Jahre später, ist Roon lebendiger denn je und immer noch konkurrenzlos. Hätte ich auf Argumente wie Deines gehört, würde ich mich heute schwarz ärgern, warum ich nicht früher zugeschlagen habe. Und ich hätte besser noch früher zuschlagen sollen.

Die Kosten für die Lizenz habe ich jedenfalls schon locker raus. Damals habe ich auch noch weniger dafür gezahlt, als es heute kostet. Billiger wird es vermutlich nicht mehr.
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sonorman
sonorman05.03.2616:20
Hab eben mal nachgerechnet. Die Roon Lifetime Lizenz kostete mich damals im März 2020 umgerechnet nach damaligem Kurs 629,10 Euro. Macht bei bis jetzt 72 Monaten monatliche Kosten in Höhe von 8,74 Euro.

Heute kostet das Abo im günstigeren Jahrestarif (und nach aktuellem Euro-Kurs) 10,76 Euro (12,49 Dollar) im Monat. Das macht nach 72 Monaten 774,72 Euro. Beim einem monatlich zahlbaren und kündbaren Abo kostet es 12,92 Euro respektive 930,24 Euro.

Immer vorausgesetzt, dass der Preis in den nächsten 6 Jahren nicht steigt. Und diese Kosten laufen auch nach 72 Monaten ungemindert oder höher weiter. Mein nur rein rechnerischer Monatspreis sinkt hingegen kontinuierlich, je länger ich Roon nutze.
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mk170105.03.2618:14
sonorman
Hab eben mal nachgerechnet. Die Roon Lifetime Lizenz kostete mich damals im März 2020 umgerechnet nach damaligem Kurs 629,10 Euro. Macht bei bis jetzt 72 Monaten monatliche Kosten in Höhe von 8,74 Euro.

Heute kostet das Abo im günstigeren Jahrestarif (und nach aktuellem Euro-Kurs) 10,76 Euro (12,49 Dollar) im Monat. Das macht nach 72 Monaten 774,72 Euro. Beim einem monatlich zahlbaren und kündbaren Abo kostet es 12,92 Euro respektive 930,24 Euro.

Immer vorausgesetzt, dass der Preis in den nächsten 6 Jahren nicht steigt. Und diese Kosten laufen auch nach 72 Monaten ungemindert oder höher weiter. Mein nur rein rechnerischer Monatspreis sinkt hingegen kontinuierlich, je länger ich Roon nutze.

... und die Kauflizenz würde nach heutigem Wechselkurs 717€ kosten. Das ist sicherlich viel Geld, aber für Streamer, die oft nichts anderes als ein ROON machen, werden oft weitaus höhere Beträge ausgegeben.
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sonorman
sonorman05.03.2622:18
mk1701
... und die Kauflizenz würde nach heutigem Wechselkurs 717€ kosten. Das ist sicherlich viel Geld, aber für Streamer, die oft nichts anderes als ein ROON machen, werden oft weitaus höhere Beträge ausgegeben.

So ist es. Rund 700 Euro plus ein passender Server sind sicher viel Geld für eine Audio-Lösung wie Roon. Und es ist auch nicht für jeden sinnvoll. Aber wer viel Geld für HiFi-Komponenten und Lautsprecher ausgibt und wirklich viel Musik hört, der wird die Investition nicht bereuen und es am Ende eher als Schnäppchen ansehen, weil es das musikalische Leben so viel einfacher macht.
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Klaus9906.03.2611:21
Natürlich ist das viel Geld. Aber wie heißt es doch: Das letzte Hemd hat keine Taschen.
Ein Server (Mac Mini M2 pro) läuft bei mir sowieso schon 24/7. Und da ich jeden Tag viele Stunden Musik mit Roon höre, ist es mir das Geld schon wert. Dafür kann ich bei den Endpunkten sparen. Und Roon funktioniert einfach. Aber ein wenig Lust zum Basteln habe jetzt doch wieder bekommen. Ich werde mir ein paar Sachen nachbauen die rooExtend kann. DAS Geld will ich mir nun wirklich sparen. Zeit habe ich ja.
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mk170111.03.2617:19
Ich wollte euch nochmal ein Update über den aktuellen Stand meiner Suche nach dem optimalen Musiksystem geben.

Ich habe im Moment Testlizenzen von ROON, Tidal und Qobuz.

ROON ist in meinen Augen nach wie vor die Referenz, speziell was die eigene Musiksammlung betrifft. Gut finde ich auch, dass Streaminginhalte und eigene Musik quasi in einem Topf landen und gleich behandelt werden. So kann es z.B. passieren, dass ROON nach der Auswahl und dem Abspielen eines eigenen Albums ähnliche Titel von Tidal oder Qobuz holt. Das finde ich super!

Was mir nicht gefällt, ist die Tatsache, dass innerhalb von ROON nicht das komplette UI von Tidal oder Qobuz zur Verfügung steht, sondern eine ROON eigene Oberfläche zum Suchen und Stöbern in den Streaminginhalten. Es ist gegenüber den Originalen ein reduziertes UI, ähnlich wie das abgespeckte Apple Music UI bei Sonos. Mir fällt es schwer, in diesem UI zu „stöbern“.

Aber auch die Original UI’s von Tidal oder Qobuz kommen meiner Meinung nach nicht an das Apple Music UI heran. Ok, wenn ich einen Titel oder ein Album suche, dann findet man das auf allen Plattformen. Ich suche aber auch gerne in Neuerscheinungen, Genres und das macht mir bei Tidal und Qobuz einfach keinen Spaß … und innerhalb von ROON finde ich es noch schlimmer.

Was wiederum unglaublich Spaß macht, ist die Klangqualität von ROON. In meinem Fall kann ich entweder mit einem Raspberry Pi und Ropieee per USB direkt an meine Aktivboxen Canton Smart A45 oder mit einem AppleTV über HDMI an einen Vorverstärker Canton Smart Connect 5.1 gehen oder den Smart Connect mit Airplay ansteuern. Ich glaube, zwischen diesen 3 Varianten deutliche Klangunterschiede wahrzunehmen. In Schulnoten ausgedrückt, würde ich dem Raspberry eine 1, dem AppleTV eine 2 und Airplay eine 3 geben … also wirklich deutliche Unterschiede. Das hätte ich in dieser Intensität nicht erwartet.

Ihr seht, ich habe immer noch keine Entscheidung gefunden. Apple Music hat für mich eher noch an Boden gewonnen, von Tidal und Qobuz bin ich ein bisschen enttäuscht. ROON selbst ist einerseits klasse, aber die Tidal und Qobuz Integration finde ich eher so lala. Auf der anderen Seite punktet ROON ganz eindeutig mit der Klangqualität. Da es ROON zusammen mit Apple Music nicht gibt, muss ich irgendeinen Kompromiss eingehen. Ich weiß selbst noch nicht, wo ich mich am Ende wiederfinden werde.
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Klaus9911.03.2618:56
Die nicht ganz vollständige Tidal oder Qobuz Integration liegt nicht an ROON, sondern an den APIs die Tidal oder Qobuz bereit stellen. In den Umsetzungen z.B. beim WiiM fehlt auch vieles. Eine ganz gruselige Umsetzung ist in Bluos zu finden. Dagegen ist ROON purer Luxus. Wenn ich etwas in ROON nicht finde, suche ich das direkt in der Tidal App und speichere als Playliste oder Album. Ist dann gleich in ROON zu sehen.
Genial in ROON ist auch die Funktion "Listen Later". Nutze ich extensiv und bietet kein anderer Dienst in dieser Form. Leider hat der Tag nur 24 Stunden, aber genug Musik findet man immer, auch mit ROON.
Ich habe mir jetzt noch einen KI Playlistgenerator für ROON zusammen programmiert. Wenn mir mal gar nichts einfällt was ich hören will oder nicht gleich was finde, lasse ich mir einfach von der KI eine Playliste zusammensuchen und an die Queue von ROON schicken.
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sonorman
sonorman11.03.2619:08
Klaus99

Ich habe mir jetzt noch einen KI Playlistgenerator für ROON zusammen programmiert. Wenn mir mal gar nichts einfällt was ich hören will oder nicht gleich was finde, lasse ich mir einfach von der KI eine Playliste zusammensuchen und an die Queue von ROON schicken.

Da reicht mir Roon Radio. Will ich eine bestimmte Musikrichtung hören, starte ich einen passenden Titel aus einer meiner Playlists, entferne dann in der Wiedergabeliste alle nachfolgenden Titel (Ausstehende entfernen) und nach dem ersten Track erledigt dann Roon Radio die Auswahl für mich. Passt zwar nicht immer perfekt, aber es ist ja auch wie Radio, wo nicht immer alles meinen Geschmack trifft. Dafür kann man ja skippen.

Gut ist auch in Roon, dass man Titel oder Künstler "verbannen" kann. Geht einem mal was tierisch auf den Senkel, wird man das auf diese Weise einfach los.
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DasFaultier11.03.2619:32
Music Assistant ist super. Nicht für jeden, aber für viele die wesentlich bessere Roon Alternative.

Außerdem wird demnächst sowas wie Roon ARC auch möglich sein.
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mk170111.03.2622:55
DasFaultier
Music Assistant ist super. Nicht für jeden, aber für viele die wesentlich bessere Roon Alternative.

Außerdem wird demnächst sowas wie Roon ARC auch möglich sein.

Hier mal ein Punkt aus der MA Feature Liste für Apple Music:

- Maximum Stream Quality Lossy AAC (256kbps)

Damit ist der Music Assistant bei mir raus.
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DasFaultier12.03.2608:41
mk1701
DasFaultier
Music Assistant ist super. Nicht für jeden, aber für viele die wesentlich bessere Roon Alternative.

Außerdem wird demnächst sowas wie Roon ARC auch möglich sein.

Hier mal ein Punkt aus der MA Feature Liste für Apple Music:

- Maximum Stream Quality Lossy AAC (256kbps)

Damit ist der Music Assistant bei mir raus.
Beschwer dir halt bei Apple, die wollen keine 3rd Party Integrationen. Spotify verschärft aktuell auch massiv die API-Zugriffe. Aus den genannten Gründen bin ich fast am überlegen zu Tidal oder Qobuz zu wechseln...
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Klaus9914.03.2622:43
Ich habe MA wirklich lange getestet, von vorne bis hinten, da ich mir den Obolus für ROON sparen wollte. Aber eindeutig: Nein! Probleme mit WiiM, Probleme mit Bluesound. Will ich nicht haben.
Hätten die Entwickler von Plexamp nicht beschlossen Musikdienste raus zu werfen, wäre es das gewesen.
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mk170116.03.2612:49
Klaus99 hatte weiter oben schon mal Lysoniq als Alternative in den Ring geworfen.

Lysoniq ist eine App, die man auf mehreren Geräten installieren kann. Lysoniq holt sich alle Daten von Apple Music und stellt diese in einer eigenen Musikoberfläche zur Verfügung. Gleichzeitig steht Lysoniq mit anderen Lysoniq Apps im gleichen Netz in Verbindung und kann die Musikwiedergabe auch auf den anderen Lysoniq Apps starten, diese also fernsteuern.

Apple kann mit der Funktion andere Lautsprecher & TV steuern eigentlich etwas Ähnliches, aber mit viel mehr Hürden und nicht auf iOS Geräten.

Mit der Lysoniq App hingegen funktioniert die Fernsteuerung richtig gut und man kann z.B. mit seinem iPhone ein anderes, vielleicht älteres iPhone oder iPad an der Musikanlage steuern. Die Ausgabe über ein iOS Gerät hat den Vorteil, dass auch echtes Hi_res möglich ist. Da ich kein iOS Gerät übrig habe und keine +-500€ für ein iPhone oder iPad mini ausgeben wollte (ein großes iPad sollte es bei mir nicht sein), hatte ich Lysoniq als Alternative zunächst nicht weiterverfolgt.

Mittlerweile gibt es Lysoniq auch in einer Mac Variante und die habe ich jetzt mit meinem Mac mini M1 ausprobiert … und was soll ich sagen? Ich habe jetzt meinen Streamer für Apple Music gefunden. Leider ist kein echtes Hi_Res wie bei den iOS Geräten möglich, aber maximal 24bit / 96KHz auf dem Mac mini reichen mir. Und im Gegensatz zu ROON bin ich mit 10€ für eine Lifetime-Lizenz dabei. Selbst mit zusätzlichen Lizenzen für andere Familienmitgliedern mit eigener Apple ID liegt man in der Summe vielleicht bei 20, 30 oder 50€.

Lysoniq ist eine ganz junge App, und das merkt man teilweise. So gibt es durchaus noch einige Bugs und unrunde Punkte. Aber man den Entwickler Tim Fagan ansprechen, Fehler melden, Fragen stellen, Ideen einbringen und bekommt auch umgehend Antwort, wirklich toll!

Ich habe meine Überlegung Richtung ROON erst einmal nach hinten geschoben und werde es zunächst mal ein paar Wochen mit Lysoniq probieren. Eigentlich ist eine App wie Lysoniq ein Armutszeugnis für Apple. Für Apple wäre es eine Kleinigkeit, in Apple Music eine Funktion einzubauen, um die Musik-Ausgabe auf andere Apple Music Geräte im Umfeld umzuleiten.
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Klaus9916.03.2613:56
mk1701
Für Apple wäre es eine Kleinigkeit, in Apple Music eine Funktion einzubauen, um die Musik-Ausgabe auf andere Apple Music Geräte im Umfeld umzuleiten.
Für Apple scheint da wohl Airplay ausreichend zu sein.

Noch etwas zu den maximal 24bit / 96KHz auf dem MacMini. Leider gibt der Mac nur das aus, was im Audio-MIDI Setup für den jeweiligen Ausgang eingestellt ist. Da ich auch eine Weile mit Apple Music experimentiert habe, steckt an meinem MacMini noch ein USB zu SPDIF Wandler. Den kann ich im Audio-MIDI Setup fest auf 24bit/192kHz einstellen. Ich glaube in Lysoniq gibt es eine Option, mit der die Samplerate automatisch an die Quelle angepasst werden kann. Ich kann es nicht mehr testen, da Lysoniq nur mit aktiven Apple Music Abo funktioniert. Mir war die Kombination Lysonq/Apple Music nicht flexibel genug, da noch einiges fehlt. Außerdem wollte ich mich nicht zu sehr an Apple Geräte binden.
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