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Apple verklagt Psystar

Eine von Apple vollständig unabhängig agierende Firma hat in den USA nun die Einführung eines Headless Mac für 399 $ versprochen. Sie will so die Lücke zwischen Mac mini und Mac Pro besetzen. Das Gerät baut auf Standard-PC-Komponenten (2.2GHz Intel Core 2 Duo, 2GB DDR2 RAM, integrierte Intel GMA 950, 20x DVD+/-R-Laufwerk, 4 USB Ports, 250GB 7200RPM HD) auf, ist somit besser ausgerüstet als ein vergleichbarer Mac mini und soll mit vorinstalliertem Mac OS X 10.5 in den Handel kommen.

Mitte April sorgte diese Meldung für große Aufregung und intensive Diskussionen. Psystar konnte sich mit dem Open Computer die Schlagzeilen-Hoheit sichern und manch einer fragte sich, warum Apple nicht sofort gegen diese "inoffiziellen Clones" vorging. Psystar schob kurze Zeit später mit einem ebenfalls offenem Server noch ein weiteres Produkt nach, auf dem sich OS X ohne Apples Willen betreiben ließ. Einen Tag nach der Veröffentlichung einer modifizierten Version von Mac OS X 10.5.4 schlägt Apple aber nun zurück.
Wie jetzt bekannt wurde, hat Apple Psystar knapp drei Monate nach Vorstellung des Open Computers verklagt. Psystar hatte sogar öffentlich um eine Klage gebeten, um Apple auf diesem Wege Paroli bieten zu können und Rechtssicherheit zu haben. Microsoft verbiete Dell ja auch nicht, andere Systeme als Windows auf Dell-PCs zu betreiben, daher sehe man nicht ein, warum OS X nur auf einem Mac laufen dürfe. Die Gerichte müssen nun entscheiden, ob es sich tatsächlich um einen Verstoß gegen die Urheberrechte handelt, wie Apple in der Klage argumentiert.

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Kommentare

Semmel
Semmel15.07.08 18:08
Jipeeeeeeeeee, jetzt gibts Beef
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munichmacy
munichmacy15.07.08 18:13
The Empire Strikes Back !
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JMA
JMA15.07.08 18:15
hehe das wird widerlich..

aber rein rechtlich müsste das doch klar sein. ist doch ausdrücklich in der lizenz untersagt?!
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Dr. Seltsam
Dr. Seltsam15.07.08 18:16
Nun wird es richtig interessant...
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marco m.
marco m.15.07.08 18:18
Ist es, aber ist so eine Lizenz zulässig? Ich bin wirklich gespannt, wie das ausgeht. Das wäre eine echte Pleite für Apple, wenn sie verlieren. Und irgendwas ist da, sonst würde Psystar nicht darauf eingehen.
Chevy Chase: Twenty years ago, we had Steve Jobs, Johnny Cash and Bob Hope. Now we have no jobs, no cash, and no hope. Please, don't let Kevin Bacon die!
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Knoschler15.07.08 18:18
Psystar soll so bluten für den Sch.... Den ging doch nur und nur um die Presse. Die Spinner kennt jetzt jeder und alleine die Verkäufe an die Tester hat denen bestimmt genug Kohle eingespült.
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ChammX
ChammX15.07.08 18:19
In der Tat eine Interessante Frage. Darf Apple mit Microsoft verglichen werden.
Wären Apple Computer total geschlossene Systeme, wäre für mich der Fall klar. Apple kann sein eigenes Betriebssystem installieren und zwar ausschliesslich auf Apple. Das ist das gleiche, als wenn man eine billig kamiwaschi Digicam herstellen würde, um dann Canon Software draufzupacken.

Allerdings kann man auf Apple Computer auch Windows installieren. Also ist ein Apple Computer also doch nur ein schnöder PC?

Wenn dem so ist, dann ist der Sinn eines PC's Betriebssystemunabhängig sein zu können. Und das heisst auch, dass man ein Betriebssystem auch auf anderen vergleichbaren PC's installieren müsste können, so denn die Lizenzgebühr bezahlt wurde. Wenn es sich jedoch um subventionierte Hardware handeln würde, dann könnte Apple einen Lizenzaufschlag verlangen. Da jedoch Standardkomponenten verbaut worden sind, trifft das auch nicht unbedingt zu.

Ich fände so eine Klage richtig spannend.
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Rainer Puschner
Rainer Puschner15.07.08 18:19
... und wieder überall in den News

Gutes Marketing!
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bono01
bono0115.07.08 18:22
Hmm man kann doch Leopard auch als Retail version kaufen ohne Mac. Und da ist die frage doch folgende. Wenn ich für ein OS bezahle, kann ich dann nicht auch selbst entscheiden auf welche Hardware ich es aufspielen möchte??? Bzw. ist es nicht mein gutes recht???
"Ich glaube nicht an den Teufel oder an sein Buch. Aber die Wahrheit ist nicht dieselbe ohne seine Lügen." (God Part II, Song von U2)
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Macedes15.07.08 18:22
wer kauft das schon? jemand der einen mac will kauft sich auch einen.
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lambda15.07.08 18:23
mhm ich glaub das wird die Zukunft von OS X richtig spannend entscheiden...

Schade nur das meine Glaskugel so trüb is
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Bu
Bu15.07.08 18:29
bono01
Erstmal: Ich bin kein Rechtsexperte.
Aber soweit ich weiß kauft man, wenn man sich Leopard im Handel holt, nicht das System selbst, sondern lediglich eine Lizenz, dieses zu benutzen und zwar in der Art und Weise wie es der Hersteller vorsieht.
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Tayfun
Tayfun15.07.08 18:30
Und wie sieht es bei EFI-X aus die müssten dann auch entsprechend verklagt werden. Aber bei EFI-X ist es ja so das man keine Gehackte OSX Version braucht sondern die Offizielle Leopard DVD verwenden kann. Verstoßt der User auch den Nutzungsbedingungen wenn er sein OSX auf auf einem PC mit EFI-X Installiert. Mann könnte ja auch sein das es eine "Apple-Kompatible Hardware" ist.
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Dr. Seltsam
Dr. Seltsam15.07.08 18:31
Bu

Das ist der springende Punkt: Man erwirbt lediglich Nutzungsrechte, nicht die Software. Die Frage ist, wie der Inhaber seine Nutzungsrechte ausgestalten darf.
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Vanderhellen
Vanderhellen15.07.08 18:33
Ich glaube, die EU-Kommissare lesen mit - das kann ziemlich teuer werden - für Apple.

Stellt Euch z.B. mal vor, wenn Ihr in Zukunft jegliche Software für den Mac nur noch über den AppStore kaufen oder runterladen dürft.

So ist es jedenfalls momentan beim iPhone - was ich unglaublich sch... finde. Weshalb ich mir auch keins kaufen werde. Es ist damit unmöglich, Software zu installieren, die nützlich ist (z.B. Abhörsicherheit, Persönlichkeitsschutz), aber nicht Apples Zustimmung findet. Das ist doch ein Skandal, oder?


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macintoshle
macintoshle15.07.08 18:34
Apple hat doch seine Software gar nicht an dritte lizensiert, somit ist es rechtswiedrig.
Mit dem kauf der Software z.B. bei Gravis hast du noch lange kein Recht diese auf irgendeinem Geraet zu installieren und dieses dann weiterzuverkaufen.

Also so sehe ich das.
Aber mal abwarten was da rauskommt.
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szutschi
szutschi15.07.08 18:35
Na endlich, wird ja mal Zeit!!!!
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Mac M.
Mac M.15.07.08 18:37
Spannend wird es auf alle Fälle.
Wobei es viele Artikel gibt, bei denen die Nutzung entsprechend der Bedingungen eingeschränkt wird.
Da sind wir wieder beim alten Beispiel eines Autos und entsprechender Reifen... oder T-Mobile mit iPhone Tarifen...
oder bei PC Herstellern, die direkt Produkte mit vorinstallierten Programmen liefern.
In allen Fällen hat man aus verschiedenen Gründen nicht die freie und uneingeschränkte Wahl als Kunde.
Und weil es noch 1000 andere Beispiele gibt, bin ich zuversichtlich, dass Apple das gewinnt.
Beim US Recht kenne ich mich natürlich nicht aus, bin von daher eher vorsichtig optimistisch.
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Richard
Richard15.07.08 18:38
Das gewinnt Apple locker. Wenn Software-Hersteller schon den Weiterverkauf von gebrauchter Software verbieten darf, dann darf Apple auch bestimmen wo es installiert wird. Ich glaube das Psystar das auch weiß und einfach nur bekannt werden wollte. Jeder braucht halt seine 15 Minuten Ruhm.
iMac 27 :: MacBookPro Retina :: OS X 10.13
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Hallie15.07.08 18:45
@Dr. Seltsam

Das Problem ist aber, dass man die genauen Bedingungen der Lizenzvereinbarung erst nach dem Kauf zu sehen bekommt, beim installieren. Deswegen sind sie zumindest in Deutschland nicht wirksam, weil zum Zeitpunkt des Kaufvertrages nicht bekannt.
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shetty15.07.08 18:50
Schau mer mal. Wär gut wenn Apple da mal so richtig verliert.
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Dr. Seltsam
Dr. Seltsam15.07.08 18:57
Hallie

Ja, wenn das tatsächlich vor Gericht standhält, was ich bezweifle und Präzedenzfälle gibt es leider nicht, dann bin ich dafür dass in Zukunft Softwarenutzungsrechte nur noch gegen Unterschrift auf einem papiernen Nutzungsvertrag erworben werden können. Das gilt dann selbstverständlich auch, für den Kauf von Software mit Computern, Druckern usw.

Das ist eine faire, gerechte und völlig unpraktikable Lösung. Ich ziehe das Recht vor eine Software wie bei OS X gegen Erstattung des Verkaufspreises zurückgeben zu dürfen, wenn mir die Nutzungsbedingungen nicht zusagen - aber wenn es nicht anders geht...
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CooperCologne15.07.08 19:00
Hallie

Da bin ich mir nicht sicher, da auf der Verpackung der Retail Version steht, dass man sich mit den Lizenzbedingungen einverstanden erklärt. Man hat also im Laden theoretisch die Möglichkeit vorher vom Händler zu verlangen, diese einsehen zu dürfen. Online habe ich jetzt nicht nachgeschaut, aber ich denke das sich auf den jeweiligen Produktseiten bzw. spätestens bei der Zustimmung zu den AGB so etwas vorfindet!
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Mac M.
Mac M.15.07.08 19:01
Dr. Seltsamm und Hallie:
Die Nutzungsbedingungen liegen dem Mac OS X meines Wissens nach bei, oder es gibt einen Hinweis auf die Apple Homepage.
Allerdings hat man dann die Software schon geöffnet und bekommt Probleme beim Umtausch (Richtig oder falsch sei nicht gesagt.)

shetty:
Und aus welchem Grund? Etwas mehr Infos wären hilfreich, wenn du eine Behauptung aufstellst.
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hope13
hope1315.07.08 19:05
Es wird mit Sicherheit sehr interessant sein wie es ausgehen wird. Auch ich kenne mich nicht unbedingt in der Rechtsprechung aus, aber ehrlich gesagt glaube ich das Apple verlieren wird. Ich habe mal einen Artikel vor kurzen gelesen das man in Deutschland das Mac OS auf jeden Rechner drauf machen darf, weil die Lizenz so in Deutschland nicht Rechtens ist, da wurde z.b. angemahnt das man erst in Betriebsnahme der Installation die Lizenz lesen kann und somit Verstoße dies mit den Absatz das man das System nur auf einen Mac laufen lassen darf.

Wie auch immer das ganze ausgehen wird, es wird sich was tun in dieser frage und bei einer Niederlage von Apple wird der Clonemarkt wieder neu entfacht werde, was Apple nur zu gute kommen wird.
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Schildie
Schildie15.07.08 19:08
Na endlich! Jetzt wirds lustig.

Und Apple gewinnt sowieso. Deren Anwälte hatten lange nix zu tun und legen jetzt richtig los
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martinmacco15.07.08 19:16
So soll's ja auch sein, dass der gewinnt, der die besten Anwälte hat!
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Dr. Seltsam
Dr. Seltsam15.07.08 19:17
Mac M.

Auszug aus den im Internet veröffentlichten und so auch in der Packung liegenden Nutzungsbedingungen:
BITTE LESEN SIE DIESEN SOFTWARELIZENZVERTRAG („LIZENZ“) SORGFÄLTIG DURCH, BEVOR SIE DIE APPLE SOFTWARE IN BETRIEB NEHMEN. INDEM SIE DIE APPLE
SOFTWARE VERWENDEN, ERKLÄREN SIE IHR EINVERSTÄNDNIS MIT DEN BESTIMMUNGEN DES NACHSTEHENDEN LIZENZVERTRAGS. VERWENDEN SIE DIE SOFTWARE
NICHT, WENN SIE MIT DEN BESTIMMUNGEN DIESES LIZENZVERTRAGS NICHT EINVERSTANDEN SIND. WENN SIE MIT DEN BESTIMMUNGEN DIESES LIZENZVERTRAGS NICHT
EINVERSTANDEN SIND, KÖNNEN SIE DIE APPLE SOFTWARE GEGEN RÜCKERSTATTUNG DES KAUFPREISES DORT ZURÜCKGEBEN, WO SIE SIE ERWORBEN HABEN. WENN DER
ZUGRIFF AUF DIE APPLE SOFTWARE AUF ELEKTRONISCHEM WEGE ERFOLGT IST, KLICKEN SIE AUF „ABLEHNEN“. WENN SIE DIE APPLE SOFTWARE BEIM KAUF VON
HARDWARE ERHALTEN HABEN, MÜSSEN SIE DAS VOLLSTÄNDIGE HARDWARE/SOFTWARE-PAKET ZURÜCKGEBEN, DAMIT DER KAUFPREIS ERSTATTET WERDEN KANN.

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WALL*E
WALL*E15.07.08 19:17
Ich bete darum das Apple gewinnt. Wenn der (hoffentlich) sehr unwahrscheinliche Fall eintritt, dass Apple verliert würde Mac OS X einen Kernvorteil gegenüber Windows verlieren. Kleine Hardwaresparte keine andauernd auftretenden Treiber-Inkompatibilitäts-Probleme. Allein bei dem Wort "Treiber" läuft es mir kalt den rücken runter. Ich weiß nicht wie oft ich in meiner Windows-Zeit bei Google nach "XXXX Treiber Problem" gesucht habe.
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riessi15.07.08 19:21
Mac M.
Als weiteres Beispiel fällt mir die Klausel von T-Mobile ein - das die Nutzung von VoIP am iPhone untersagt.

Im Sinne der Systemstabilität finde ich es gut, dass OS X nur für Macs gibt... wenn man sich die Foren und Kommentare hier durchliest, ist dies für Apple schon Herausforderung genug
Ansonsten gibts vermutlich nur Troubles, wie man in Redmond sieht.
Liest man in div. Linux-Foren gibt es auch viele, die schimpfen, dass irgend eine Hardware nicht unter Linux läuft und Linux deshalb Schrott ist. Bei Apple ist das schon übersichtlicher. Ich find Linux im Allgemeinen auch eine tolle Sache... anyway..

Zu Groß soll ja der OS X Marktanteil auch nicht werden, nicht dass sich dann zuviel aus Redmond abschaut


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