Mittwoch, 13. März 2013

In den letzten Wochen wurde viel darüber berichtet, dass das nächste Smartphone von Samsung ein Feature haben wird, wonach Blättern und Scrollen durch bloße Augenbewegung realisiert werden könnte. Die israelische Startup-Firma uMoove hat eine solche Technologie in den letzten drei Jahren entwickelt und gibt an, ein Toolkit an Hersteller sowie App-Entwickler weiterzugeben. Explizit wird auch Apple genannt; das Toolkit arbeitet neben dem Android-Betriebssystem auch mit iOS zusammen.
Moti Krispil, einer der Gründer von uMoove, konstatierte, dass sich die Steuerung eines Smartphones durch Augen- oder Kopfbewegungen nur durchsetzen werde, wenn sie in allen verbreiteten Smartphones angeboten wird und kein isoliertes Samsung-Feature bleibt.
Die Technik basiert auf Bildern der Frontkamera eines mobilen Gerätes, das Augen- oder Kopfbewegungen getrennt oder in Kombination auswertet. Mit dem Kopf könnte dann geblättert, mit den Augen feinere Bewegungen ausgeführt und vielleicht auch mit einem Kopfnicken eine Aktion bestätigt werden. Körperlich Behinderte könnten von dieser Art der Steuerung profitieren. Inwieweit sich Gestenkontrolle durchsetzen wird, hängt indes nicht nur von der Verbreitung der Technik, sondern auch davon ab, als wie praktibal sie sich herausstellt, z.B. ob sich unbeabsichtigte von beabsichtigten Kopf- und Augenbewegungen unterscheiden lassen und wie zuverlässig diese Bewegungen interpretiert werden.
uMoove hat auf seiner Webseite ein Formular eingerichtet, mit dem sich Entwickler für die Nutzung des Toolkits registrieren können, um es in eigene Apps zu integrieren.
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Kommentare

Das schreit nach besseren Akkus...
*augenroll* und *kopfschüttel*
o.wunder
Schön das es allen offen steht.
Ob das praktikabel ist?
Ich vermute mal das es mehr nervt als es nützt. Bin gespannt.
nane
Das ist sicher toll um Egoshooter zu spielen (und wehe da kommt jetzt einer und blökt wegen Moral und so herum)
Aber mal Spass beiseite, es gibt z.B. Behinderte Menschen für die könnte das sicher eine grosse Hilfe sein.
„Das Leben ist ein langer Traum an dessen Ende kein Wecker klingelt.“
maclex
da bekommt "abgenickt" eine ganz neue Bedeutung.
„Ironie ist die Grobheit der Gebildeten.“
Wenn ich im Bett lese, bekomme ich immer eiskalte Hände vom Halten und Blättern, denn mit Händen unter der Decke kann man irgendwie nicht blättern. Aber das iPad könnte man in eine Halterung stecken.

Da unser Schlafzimmer nicht geheizt ist, wäre das dort ziemlich nützlich um im Bett zu lesen.
Das wird genauso wenig funktionieren, wie die "Stay On" Funktion vom Galaxy S3...
Gerhard Uhlhorn
Wenn ich im Bett lese, bekomme ich immer eiskalte Hände vom Halten und Blättern, denn mit Händen unter der Decke kann man irgendwie nicht blättern. Aber das iPad könnte man in eine Halterung stecken.

Da unser Schlafzimmer nicht geheizt ist, wäre das dort ziemlich nützlich um im Bett zu lesen.

Aber nur wenn das Zimmer hell erleuchtet ist, sonst funktioniert das mit der Steuerung per Auge nämlich nicht...
Genau wie dieses sinnlose smartstay. Sowas brauche ich höchstens wenn ich im Bett liege aber dann ist es idR dunkel und sowas wie smartstay funktioniert nicht.
JackBauer
Ich kann mir absolut nicht vorstellen das es so zuverlässig und sinnvoll arbeitet, dass es die typische Gestensteuerung ersetzt. Aber Samsung ist ja bekannt dafür jedes halbwegs ausgereifte Feature zu implementieren - ich freue mich schon auf die Diskussion, wie praktisch das doch ist

Für Behinderte ist es selbstverständlich sinnvoll.
Benutzername123: Ist es so? Reicht nicht vielleicht auch das Licht des Bildschirms? Oder kann man nicht eine IR-Diode verwenden um das Auge auszuleuchten?
Gerhard Uhlhorn
Benutzername123: Ist es so? Reicht nicht vielleicht auch das Licht des Bildschirms? Oder kann man nicht eine IR-Diode verwenden um das Auge auszuleuchten?

Also smartstay funktioniert im Dunkeln nicht. Wenn man ganz nah am Bildschirm ist und der Bildschirm sehr hell ist hat man vielleicht ne kleine Chance aber wie unergonomisch ist das bitte, da kann man besser kurz auf das Display tippen.
Benutzername123: Ja, das ist der Status Quo, aber bedeutet das, das es für immer so bleiben muss? Vielleicht kann eine nächste Version das auch mit weniger Licht?
Wenn alles für immer in der Schublade verschwinden würde, nur weil es nicht auf Anhieb 100%ig funktioniert oder sich der "Sinn" einer Funktion momentan noch nicht erschließt, wären wir sicher um so manche Innovation ärmer.

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