iPhone: Alu, Titan, Alu – und demnächst wieder Titan? +++ Liquid Metal sorgt für Verzögerungen


Apple hatte mit dem iPhone 15 Pro Titangehäuse eingeführt und stark als Premiummerkmal beworben. Titan ist fest, hochwertig und kann bei richtiger Konstruktion Gewicht sparen. Die Nachteile sind aber ebenso bedeutend, denn es ist vergleichsweise teuer, aufwendiger zu bearbeiten und leitet Wärme schlechter als Aluminium. Gerade bei Pro-iPhones, die durch Spiele, Kamera, Videoverarbeitung und KI-Funktionen immer stärker thermisch belastet werden, ist dieser Punkt entscheidend – und vor allem das iPhone 15 Pro konnte sich zu einer
Heizplatte entwickeln. Ganz anders sieht es nach dem Rückumstieg auf Aluminium im iPhone 17 Pro aus, das für seine vorteilhaften Wärmeeigenschaften bekannt ist.
An Titan wird weiterhin geforschtDer bekannte Leaker "Instant Digital" behauptet jetzt, Apple erwäge den erneuten Umstieg auf Titan – womit er nicht die einzige Quelle ist, die davon spricht. Ein Wechsel zu Titan wäre aber wohl nur dann sinnvoll, wenn Apple die Nachteile abmildert, also beispielsweise durch eine bessere Legierung, andere innere Struktur, anderen Materialverbund, stärkere Kühlkörper oder ein Design, bei dem der Rahmen weniger stark als Wärmepfad dienen muss. Es hatte nun einmal einen klaren Grund, warum sich Apple nach zwei iPhone-Generationen wieder für Aluminium entschied – und das sicherlich nicht aus designtechnischen Erwägungen. Für das iPhone 18 stehen derlei Anpassungen jedoch nicht zur Debatte.
Liquid Metal: Auch nach 15 Jahren nicht aufgegebenDer Bericht erwähnt außerdem Apples anhaltendes Interesse an Liquid Metal. Dieses galt vor eineinhalb Jahrzehnten bereits als heiliger Gral, Apple erwarb damals eine exklusive Lizenz zur Nutzung. "Liquid Metal" bezeichnet amorphe Metalllegierungen mit glasähnlicher innerer Struktur, die sehr fest, elastisch und formstabil sind. Anstatt ganze Gehäuse daraus zu fertigen, fand es jedoch bislang nur bei einem einzigen Bauteil Verwendung: dem Werkzeug zum Entfernen des SIM-Karten-Trägers. Für ein vollständiges Außengehäuse waren die Hürden bis dato aber zu hoch. Massenfertigung, Reparatur, Sturzfestigkeit, Kosten und Oberflächenqualität – all das ließ sich wohl nicht für iPhone-Stückzahlen beherrschen. Beim iPhone Fold/Ultra könnte Liquid Metal indes eine wichtigere Rolle spielen, allerdings nicht beim Gehäuse, sondern den Scharnieren. Laut
Instant Digital komme es jedoch zu Verzögerungen, denn die Qualitätsanforderungen sind angeblich noch immer nicht erreicht.