Wettlauf mit KI-Hackern: Apple zog jüngste Sicherheitsupdates vor


Künstliche Intelligenz (KI) ist – wie nahezu jede neue Technologie - Segen und Fluch zugleich. In den falschen Händen können Werkzeuge wie etwa ChatGPT von OpenAI, Microsoft Copilot oder Google Gemini potenziell großen Schaden anrichten. Claude Mythos aus dem Hause Anthropic etwa spürt Schwachstellen in Software schneller auf als jedes noch so große Team von Sicherheitsforschern. Kriminelle könnten das jedoch ausnutzen, um sich Malware von der KI erstellen zu lassen. Offenbar ist das nicht mehr nur ein theoretisches Szenario. Darauf deutet die gestrige
Veröffentlichung von iOS 26.5.2 und iPadOS 26.5.2 hin.
Sicherheitsupdates früher erschienen als geplantUrsprünglich hatte Apple nämlich geplant, die meisten der in den aktuellen Ausgaben der Betriebssysteme für iPhone, iPad und Mac enthaltenen Sicherheitspatches erst mit iOS 26.6, iPadOS 26.6 und macOS 26.6 Tahoe auszuliefern. Das Unternehmen hat die Veröffentlichung allerdings nach eigenen Angaben vorgezogen und somit die Lücken bereits gestern mit den Versionen 26.5.2 geschlossen. Die früheren Updates sind eine Reaktion auf die jüngsten Entwicklungen im Bereich der KI. Apple teilte gegenüber
Reuters mit, man passe sich an veränderte Realitäten an. Künstliche Intelligenz habe die Entwicklung von Malware-Tools beschleunigt. Die Zeitspanne zwischen der Ankündigung und Ausrollen finaler Ausgaben musste verkürzt werden, um die potenzielle Gefahr für die Besitzer von iPhones, iPads und Macs zu reduzieren.
Wettlauf mit Hackern beschleunigt sich offenbarDie Veröffentlichung von iOS 26.5.2, iPadOS 26.5.2 und macOS 26.5.2 Tahoe hatte sich zwar abgezeichnet. Eine Beta-Phase gab es nicht, allerdings tauchten die Versionen schon in Serverstatistiken auf. Dennoch stellen die jüngsten Updates in gewisser Weise eine Veränderung von Apples Aktualisierungs-Strategie dar. Die große Menge an Sicherheitspatches, welche in den neuen Versionen enthalten ist, wäre unter normalen Umständen erst in die 26.6er-Ausgaben eingeflossen. So war es eigentlich auch vorgesehen, bis man in Cupertino erkannte, dass man diese Zeit im sich beschleunigenden Wettlauf mit Hackern wohl nicht mehr haben würde.
Schwachstellen wurden wohl noch nicht ausgenutztHinweise darauf, dass die jetzt geschlossenen Sicherheitslücken bereits von Hackern ausgenutzt wurden, gibt es laut Apple nicht. Der iPhone-Hersteller setzt Claude Mythos selbst ein, um Schwachstellen aufzuspüren. Ob das KI-System eine Rolle bei der vorgezogenen Veröffentlichung von iOS 26.5.2, iPadOS 26.5.2 und macOS 26.5.2 Tahoe spielte, ist nicht bekannt.