Test und Konzeptvergleich: Astell&Kern AK T 1 p mobiltauglicher Spitzenkopfhörer

Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe

Kompakt
Marke Astell&Kern
Bezeichnung AK T 1 p
Art High End Kopfhörer (mobiltauglich)
Empf. Preis (€) ca. 1.100
Verfügbarkeit Ende 2015
Solche Gelegenheiten bekommt man nicht oft in einem Testerleben: Kürzlich hat beyerdynamic mit dem T 1 eine neue Version seines Kopfhörer-Topmodells herausgebracht, die ich in Rewind Ausgabe 499 ausgiebig besprochen habe. Eine der Besonderheiten dieses klanglich wirklich überzeugenden Kopfhörers ist seine hohe Impedanz von 600 Ohm. Seine extra-dünnen und -leichten Schwingspulen sollen dabei für ein besseres, schnelleres Ansprechverhalten und damit für mehr Impulsfreude und Detailgenauigkeit sorgen. – So zumindest die Theorie.




Aber was hat das mit diesem Test zu tun? Ganz einfach: Die Firma Astell&Kern, bekannt für äußerst hochwertige Digitalplayer speziell im Mobilbereich, und schon zu anderer Gelegenheit Partner von beyerdynamic, hat bei den Heilbronnern die Fertigung einer Spezialversion des T 1 nach ihren Vorgaben in Auftrag gegeben. Herausgekommen ist dabei der AK T 1 p, und der unterscheidet sich vom beyerdynamic T 1 technisch nur in einem einzigen Punkt, nämlich in der Schwingspule. Damit dieser wirklich überzeugende Kopfhörer auch an Mobilplayern genutzt werden kann, war eine deutlich niedrigere Impedanz als 600 Ohm erforderlich. Diese verlangt nämlich nach besonders kräftigen und stabilen Kopfhörerverstärkern, wie sie in Mobilplayern nicht ohne Weiteres zu realisieren sind. Der einfachere Weg sind Kopfhörer mit einer niedrigen Impedanz und die bietet der Astell&Kern T 1 p mit seinen 32 Ohm, unterscheidet sich aber sonst nicht vom ursprünglichen T 1.


Unter Kopfhörer-Freaks gilt der Grundsatz, dass Kopfhörer mit hoher Impedanz eigentlich besser klingen müssten, als solche mit niedriger Impedanz aber ansonsten gleicher Technik. Leider kann man das in der Praxis praktisch nie überprüfen, weil es (meines Wissens) bislang nirgends zwei Kopfhörermodelle gab, die sich nur in ihrer Impedanz unterschieden. Mit dem Erscheinen des Astell&Kern T 1 p hat sich das nun geändert.

Noch mal zurück zu der Frage, was es mit der Impedanz auf sich hat. Dieser Parameter beschreibt, vereinfacht ausgedrückt, den elektrischen Widerstand, welcher der Kopfhörer dem angeschlossenen Verstärker entgegensetzt. Nun könnte man leicht auf den Gedanken kommen, dass weniger Widerstand dem Verstärker seine Aufgabe eigentlich erleichtern müsste und eine niedrigere Impedanz klanglich somit besser sein müsste. Aber ganz so einfach ist es nicht. Für eine geringere Impedanz muss man einen dickeren und damit schwereren Schwingspulendraht einsetzen. Das wiederum bedeutet mehr Masse, die in Bewegung gesetzt werden muss. Gerade bei Schallwandlern, die ungeheure Beschleunigungswerte erzielen müssen, ist jedes Mikrogramm mehr an Masse aber ein Hemmschuh. Darum setzten einige Hersteller bei ihren Topmodellen lieber auf eine höhere Impedanz, was durch einen wesentlich dünneren Schwingspulendraht realisiert wird. Dabei geht man davon aus, dass der primäre Nachteil (es werden kräftigere, laststabilere Verstärker benötigt) in der Praxis keine so große Rolle spielt, denn wer sich einen High-End-Kopfhörer kauft, wird in der Regel auch bereit sein, zusätzlich in einen passenden Kopfhörerverstärker zu investieren.


In der Regel ist dem auch so. Aber was, wenn man einen so tollen Kopfhörer wie den beyerdynamic T 1 auch gerne mobil nutzen möchte? Ein weiterer Nachteil der hohen Impedanz ist nämlich, dass bei gleicher Leistungszufuhr einen niedrigeren Lautstärkepegel ausgeben wird. Für Mobilplayer sind hochohmige Kopfhörer meistens viel zu leise, selbst wenn sie so wirkungsgradstark sind, wie der T 1 mit seiner Tesla-Antriebstechnologie. Genau aus dem Grund wollte Astell&Kern für seine ultra-highendigen Mobilplayer wie den AK380 (Shop) eine niederohmige Version des T 1 haben und diese unter eigenem Namen anbieten. Der Astell&Kern AK T 1 p ist also ein reinrassiges OEM- oder auch Badge-Engineering-Produkt.

Zusammengefasst:

  • Hohe Impedanz = leichtere Schwingspule aber niedrigerer Pegel und höhere Ansprüche an den angeschlossenen Verstärker
  • Niedrige Impedanz = höherer Pegel, leichter ansteuerbar, aber dafür träger wegen höherer bewegter Masse

Soweit die gängige Meinung unter Kopfhörer-Liebhabern und Testern. Auch ich habe in der Rewind mehrfach in Testberichten auf diesen Umstand hingewiesen.

Aber ist das wirklich so?

Was bei der bisherigen Betrachtung noch nicht einkalkuliert ist: Ein dickerer, niederohmigerer Schwingspulendraht kann kürzer ausfallen, als sein dünner, hochohmiger Gegenpart. Kürzer heißt aber auch weniger Gewicht! Leider konnte man mir auf Nachfrage keine genauen Zahlen nennen, aber es ist anzunehmen, dass der tatsächliche Gewichtsunterschied zwischen dem 32-Ohm- und dem 600-Ohm-Schwingspulendraht nahezu homöopathisch ist. Die Frage ist nun, ob sich dennoch klangliche Auswirkungen ergeben.


Bevor ich dazu komme, hier noch kurz ein paar Fakten zum Astell&Kern AK T 1 p. Wie schon gesagt, ist der einzige technische Unterschied zum beyerdynamic T 1 die Schwingspule. Auch optisch gibt es nur ein paar Details, welche den Astell&Kern vom Original abheben. Diese sind:

  • andere Logos auf Kopfband / Gehäuse
  • es gibt eine Typenbezeichnung über der Seriennummer
  • kein gelasertes T1-Logo in den Treiberaufhängungen
  • kürzeres Anschlusskabel (1,4 m) plus ein zweites Kabel (1,4 m) für symmetrischen Anschluss
  • steck- statt schraubbarer 6,35mm Klinkenadapter

Der UVP für den AK T 1 p liegt mit rund 1.100 Euro ca. 110 Euro über dem beyerdynamic T 1, was sich durch das zusätzlich mitgelieferte, hochwertige symmetrische Kabel erklärt. (Zum Vergleich: Ein 3 m langes symmetrisches Anschlusskabel für den beyerdynamic T 1 kostet 149 Euro.) Wann der AK T 1 p bei uns erhältlich sein wird, steht noch nicht genau fest, aber bis zum Ende des Jahres soll es klappen. Nur um das noch mal zu betonen: Der AK T 1 p wird von Astell&Kern vertrieben. Nicht von beyerdynamic!


Kommentare

virk
virk17.10.15 09:01
Sehr interessant! Dann wäre ja der Kopfhörer mit 316 Ohm Impedanz wohl genau das richtige für mich. Nur, bei der Farbwahl bin ich mir noch im Unklaren. Bislang war für mich in Stein gemeißelt, dass ein schwarzer Kopfhörer doch noch eine Nuance besser klingt als ein gold-schwarzer, geschweige denn ein brauner. Nun ja
Leider wird bei vielen Tests auch überhaupt nicht deutlich, ob der Betriebsstrom der Anlage Atomstrom oder Windkraftstrom ist, wobei Atomstrom eindeutig mehr digitalen Charakter wegen der Spinaktivität hat, als Windkraftstrom, der aufgrund der Struktur des Windes an sich mehr kontinuierlich seine Charakteristik ändert. Letzteres ist für die Betrieb von HiFi natürlich vorzuziehen.
Leider kann man sich in ländlichen Gegenden die Art des Stromes nicht aussuchen

Gruss Heiner
Schön fand ich damals: Auf die Dauer hilft nur Power!
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kaizen17.10.15 09:12
virk. Ich wechsle grade von Mischstrom auf 100% Strom aus Wasserkraftwerken. Ich erwarte einen deutlich flüssigeren Klang. Ich werde berichten, falls ich vorher nicht weggeschwemmt werde.

BTW: Ein hochohmiger Kopfhörer bedeutet nicht mehr Last sondern weniger. Es fliesst ja weniger Strom. Aber, um die gleiche Leistung zu erzeugen müsste in diesem Fall eine fast 19 fach höhere Spannung anliegen. Daran scheitern die Mobilgeräte.
Das Leben ist wie ein Brot. Irgendwann wird es hart.
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virk
virk17.10.15 09:16
@kaizen
Du scheinst ja ein wenig von Physik zu verstehen. Ich vielleicht auch, nur wollte ich das nicht so raushängen lassen
Mischstrom hatte ich auch mal. Schlimmer geht's nimmer. Da ist selbst Atomstrom besser
Schön fand ich damals: Auf die Dauer hilft nur Power!
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orion
orion17.10.15 09:19
virk
...., der aufgrund der Struktur des Windes an sich mehr kontinuierlich seine Charakteristik ändert. Letzteres ist für die Betrieb von HiFi natürlich vorzuziehen.
Leider kann man sich in ländlichen Gegenden die Art des Stromes nicht aussuchen

Doch kann man... Für den Betrieb einer kompromisslosen Hifi Anlage bietet sich der Betrieb über Autobatterien an. Der Effekt ist durchaus hörbar, da alle digitalen Störungen und analogen Schwankungen vom Stromnetz nun keinen Einfluss mehr auf den Klang haben..... (gibts oder gab es tatsächlich...)
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kaizen17.10.15 09:22
Wechselstrom ist eh schlecht. Wurde uns von der Stromlobby eingebrockt. Gleichstrom rocks
Das Leben ist wie ein Brot. Irgendwann wird es hart.
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virk
virk17.10.15 09:35
Der Weg vom Wechselstrom zu Wechselohm ist ja nicht all zu weit. Schon hätte man einen Kopfhörer mit variabler Impedanz. Von Gleichstrom zu Wechselohm ist da schon deutlich schwieriger.
Schön fand ich damals: Auf die Dauer hilft nur Power!
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teorema67
teorema6717.10.15 10:38
Ich habe den Artikel schnell durchgelesen, und wenn ich nichts überlesen haben, fehlt mir die Information, ob der T1p offen oder geschlossen ist. Wegen der Ähnlichkeit zum T1 gehe ich mal davon aus, dass er offen ist. Das ist nach meiner Erfahrung ein großes Problem in der Öffentlichkeit und im ÖV.

Sollte der T1p geschlossen sein, werde ich ihn mal ausprobieren gehen. Sollte er offen sein, werde ich meinen T5p nicht gegen einen "besseren" eintauschen können.
Verdammte Schotten! Die haben Schottland ruiniert! (Groundskeeper Willie)
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der_seppel
der_seppel17.10.15 10:49
@sonorman
(…) leider kann man das in der Praxis praktisch nie überprüfen, weil es (meines Wissens) bislang nirgends zwei Kopfhörermodelle gab, die sich nur in ihrer Impedanz unterschieden. (…)

Den DT 770 Pro gibt es in verschiedenen Ohm-Varianten.
Kein Slogan angegeben.
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sonorman
sonorman17.10.15 10:57
teorema67
Offen!
Geht aber sowohl implizit als auch explizit aus dem Text hervor.

der_seppel
Danke für den Hinweis! Hatte ich nicht auf dem Radar.
Sofern sie ansonsten technisch in allen Details identisch sind, könnte man es natürlich auch damit überprüfen. Allerdings ist da die Impedanzspanne nicht so groß (max. 250 Ohm).
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nahtanoj9617.10.15 11:43
sonorman
Dafür ließe sich der Test am DT 770 Pro deutlich günstiger durchführen
Und man hätte (aber der Unterschied dürfte dann wirklich marginal sein) 3 Stufen: 250, 80 und irgendwas mit 30 Ohm. Auf jeden Fall interessant, genau das muss ja schließlich jeder beim Kauf des DT 770 Pro abwägen.
80 scheint (ohne die anderen gehört zu haben) ein guter Kompromiss zu sein: Klingt gut am E-Piano, funktioniert am iPhone und MacBook
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X-Jo17.10.15 12:35
mactechnews
[…]
Zusammengefasst:

Hohe Impedanz = leichtere Schwingspule aber niedrigerer Pegel und höhere Ansprüche an den angeschlossenen Verstärker
Niedrige Impedanz = höherer Pegel, leichter ansteuerbar, aber dafür träger wegen höherer bewegter Masse […]
Aus elektrotechnischer Sicht muss ich diese Aussagen etwas korrigieren.

- 600 Ω Kopfhörer brauchen Verstärker mit höherer Spannung (hohe Pegel!).
- 30 Ω Kopfhörer brauchen Verstärker mit höherem Strom (niedere Pegel!).

Verstärker mit hoher Spannung sind gleich aufwändig, wie Verstärker mit hohem Strom. Keiner ist komplizierter oder muss höhere Ansprüche erfüllen.

- Ein Verstärker für 600 Ω/500mW Kopfhörer muss ca. 17 V eff. zur Verfügung stellen.
- Ein Verstärker für 32 Ω/500mW Kopfhörer muss ca. 4 V eff. zur Verfügung stellen.

- Für einen Verstärker mit Netzanschluss sind die 17 V günstiger.
- Für einen Verstärker mit Batterie sind die 4 V günstiger.

Anders sieht es aus bei den Verbindungen Verstärker - Kopfhörer:

Bei 600 Ω reduzieren sich die Ansprüche an Kabel und Steckverbinder gegenüber 30 Ω um den Faktor 20.
D. h. man kann bei 600 Ω viel längere oder dünnere Kabel und Stecker mit höheren Übergangswiderständen, als bei 30 Ω verwenden.

Meine Zusammenfassung:

- Mobile Geräte: 30 Ω
- Geräte mit Netzanschluss: 600 Ω

P.S.: Es gibt auch Kopfhörer in der goldenen Mitte: 300 Ω.
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nahtanoj9617.10.15 13:19
X-Jo
P.S.: Es gibt auch Kopfhörer in der goldenen Mitte: 300 Ω.

Wenn ich dich richtig verstehe, müsste ein 300 Ohm Kopfhörer dann zB am iPhone wunderbar funktionieren? Ich weiß nur, dass der 250 Ohm DT 770 Pro am iPhone zwar "funktionierte", auch auf höchster Lautstärke aber kaum hörbar war. Der 80 Ohm funktioniert wie gesagt prima.
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sonorman
sonorman17.10.15 13:24
X-Jo

Stimmt natürlich alles, was Du schreibst. Meine Zusammenfassung ist ja auch eine etwas vereinfachte Darstellung bezogen auf die reguläre Praxis, bei der kleine Verstärker in Mobilplayern mit hochohmigen Hörern normalerweise nicht so gut klarkommen und diese auch zu leise spielen.

Man könnte vielleicht noch schreiben:
Niedrigere Impedanz = Dämpfungsfaktor wird kleiner und die Gegeninduktion höher. Korrekt?

Hauptsächlich geht es aber um die Frage des Schwingspulengewichts und damit um die bewegte Masse. Und darum, welches das kompromissloseste Konzept für den Klang ist. Einen 300-Ohm-Hörer als "guten Kompromiss" zu bezeichnen geht daher etwas an der eigentlichen Thematik vorbei.
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teorema67
teorema6717.10.15 20:32
sonorman
teorema67
Offen!
Geht aber sowohl implizit als auch explizit aus dem Text hervor.
So habe ich "alles identisch außer der Impedanz" auch interpretiert. Was aber auch bedeutet, dass ich ihn im Tram nicht benutzen kann, wenn neben mir ein anderer Fahrgast sitzt. Jedenfalls kenne ich keinen offenen Hörer, der nicht erheblich nach außen abstrahlt.
Verdammte Schotten! Die haben Schottland ruiniert! (Groundskeeper Willie)
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Tirabo17.10.15 20:49
So einfach ist die Regel Dickere Windungen = schwerere Schwingspule nicht.

Eine Schwingspule hat entweder dickere Drähte mit weniger Windungen oder dünnere Drähte mit mehr Windungen.

Die Vorstellung; dünnere Drähte = weniger Windungen ergibt eben nicht eine leichtere Spule, sondern gar keine gut funktionierende Spule mehr.
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Tirabo17.10.15 20:53
virk
Sehr interessant! Dann wäre ja der Kopfhörer mit 316 Ohm Impedanz wohl genau das richtige für mich. Nur, bei der Farbwahl bin ich mir noch im Unklaren. Bislang war für mich in Stein gemeißelt, dass ein schwarzer Kopfhörer doch noch eine Nuance besser klingt als ein gold-schwarzer, geschweige denn ein brauner. Nun ja
Leider wird bei vielen Tests auch überhaupt nicht deutlich, ob der Betriebsstrom der Anlage Atomstrom oder Windkraftstrom ist, wobei Atomstrom eindeutig mehr digitalen Charakter wegen der Spinaktivität hat, als Windkraftstrom, der aufgrund der Struktur des Windes an sich mehr kontinuierlich seine Charakteristik ändert. Letzteres ist für die Betrieb von HiFi natürlich vorzuziehen.
Leider kann man sich in ländlichen Gegenden die Art des Stromes nicht aussuchen

Gruss Heiner

Hahahahahah! Der war gut!
Ich hoffe nicht , dass das dein Ernst war.
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Tirabo17.10.15 20:58
X-Jo
mactechnews
[…]
Zusammengefasst:

Hohe Impedanz = leichtere Schwingspule aber niedrigerer Pegel und höhere Ansprüche an den angeschlossenen Verstärker
Niedrige Impedanz = höherer Pegel, leichter ansteuerbar, aber dafür träger wegen höherer bewegter Masse […]
Aus elektrotechnischer Sicht muss ich diese Aussagen etwas korrigieren.

- 600 Ω Kopfhörer brauchen Verstärker mit höherer Spannung (hohe Pegel!).
- 30 Ω Kopfhörer brauchen Verstärker mit höherem Strom (niedere Pegel!).

Verstärker mit hoher Spannung sind gleich aufwändig, wie Verstärker mit hohem Strom. Keiner ist komplizierter oder muss höhere Ansprüche erfüllen.

- Ein Verstärker für 600 Ω/500mW Kopfhörer muss ca. 17 V eff. zur Verfügung stellen.
- Ein Verstärker für 32 Ω/500mW Kopfhörer muss ca. 4 V eff. zur Verfügung stellen.

- Für einen Verstärker mit Netzanschluss sind die 17 V günstiger.
- Für einen Verstärker mit Batterie sind die 4 V günstiger.

Anders sieht es aus bei den Verbindungen Verstärker - Kopfhörer:

Bei 600 Ω reduzieren sich die Ansprüche an Kabel und Steckverbinder gegenüber 30 Ω um den Faktor 20.
D. h. man kann bei 600 Ω viel längere oder dünnere Kabel und Stecker mit höheren Übergangswiderständen, als bei 30 Ω verwenden.

Meine Zusammenfassung:

- Mobile Geräte: 30 Ω
- Geräte mit Netzanschluss: 600 Ω

P.S.: Es gibt auch Kopfhörer in der goldenen Mitte: 300 Ω.

Hallo X-Jo,

Alles richtig

Die meisten vergessen, dass Audiotechnik IMMER mit Spannungsanpassung Ri < Ra arbeitet und nicht mit Leistungsanpassung Ri = Ra

LG
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teorema67
teorema6717.10.15 21:41
Tirabo
virk
Sehr interessant! Dann wäre ja der Kopfhörer mit 316 Ohm Impedanz wohl genau das richtige für mich. Nur, bei der Farbwahl bin ich mir noch im Unklaren. Bislang war für mich in Stein gemeißelt, dass ein schwarzer Kopfhörer doch noch eine Nuance besser klingt als ein gold-schwarzer, geschweige denn ein brauner. Nun ja
Leider wird bei vielen Tests auch überhaupt nicht deutlich, ob der Betriebsstrom der Anlage Atomstrom oder Windkraftstrom ist, wobei Atomstrom eindeutig mehr digitalen Charakter wegen der Spinaktivität hat, als Windkraftstrom, der aufgrund der Struktur des Windes an sich mehr kontinuierlich seine Charakteristik ändert. Letzteres ist für die Betrieb von HiFi natürlich vorzuziehen.
Leider kann man sich in ländlichen Gegenden die Art des Stromes nicht aussuchen

Gruss Heiner

Hahahahahah! Der war gut!
Ich hoffe nicht , dass das dein Ernst war.
Genau, ich würde auch eher eine logarithmische als eine lineare Beziehung erwarten
Verdammte Schotten! Die haben Schottland ruiniert! (Groundskeeper Willie)
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Tirabo18.10.15 00:59
Ein weiterer Nachteil der hohen Impedanz ist nämlich, dass bei gleicher Leistungszufuhr einen niedrigeren LautstärkepLautstärkepegel ausgeben wird. Für Mobilplayer sind hochohmige Kopfhörer meistens viel zu leise, selbst wenn sie so wirkungsgradstark sind, wie der T 1 mit seiner Tesla-Antriebstechnologie.

Hier liegt ein Missverständnis vor:

Sobald der Widerstand der Last steigt, sinkt die Leistung an der Quelle und andersrum, sobald der Widerstand sinkt, steigt die Leistung an der Quelle.

Da wir in Audio immer mit Spannungsanpassung arbeiten, muss -wie ja X-Jo schon anmerkte- bei hohem Widerstand der Last die Spannung der Quelle erhöht, oder eben "angepasst" werden. Höhere Widerstände an der Last erfordern also mehr Spannung des Verstärkers, daher lassen sich mit Netzstrom betriebene Verstärker mit wesentlich höheren Spannungen betreiben als bei mobilen Geräten. Da ein iPhone maximal 5-6V Spannung zur Verfügung stellt, werden Kopfhörer mit hoher Impedanz leiser, weil nicht genügend Spannung zur Verfügung steht. Leistung haben solche Akkus zwar genügend abzugeben (zB. für 32 Ohm-Hörer) , aber eben nicht genügend Spannung.
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teorema67
teorema6718.10.15 10:01
Tirabo
... Da ein iPhone maximal 5-6V Spannung zur Verfügung stellt, werden Kopfhörer mit hoher Impedanz leiser, weil nicht genügend Spannung zur Verfügung steht. Leistung haben solche Akkus zwar genügend abzugeben (zB. für 32 Ohm-Hörer), aber eben nicht genügend Spannung.
Das gleiche gilt für meinen akkubetriebenen Mini-DAC A200p. Deswegen bin ich mit dem geschlossenen 32-Ohm-T5p, am A200p oder auch direkt am iPhone, sehr glücklich
Verdammte Schotten! Die haben Schottland ruiniert! (Groundskeeper Willie)
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JesuMan
JesuMan19.10.15 21:09
Ich durfte den Vergleich der zwei DT 770 schon machen, der Händler gab mir beide mit. Und da ich ihn dann auch im, nennen wir es mal "Livetest", testen konnte, nämlich beim Recording im Studio bei der Live-Aufnahme, war die Entscheidung sehr schnell getroffen für das niedrig-Ohmige Modell, allein aus der Lautstärkemöglichkeit heraus. Einen klanglichen Unterschied konnte ich überhaupt nicht feststellen. Das mag aber sicher an meinem in vielen Jahren durch Livekonzerte versauten Gehör liegen und an der recht mäßigen Qualität des Kopfhörerverstärkers im Studio.
Aber ich würde mich sicher wieder dafür entscheiden, denn die Möglichkeit, ihn auch in der Bahn zu benutzen, ist super.
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