Test: So gut ist die Kamera des iPhone 11 Pro und das sind ihre Grenzen

Déjà-vu! Schon faszinierend, wie sich die Grabenkämpfe der 2000er zwischen den Anhängern verschiedener Kameramarken bei den Smartphone-Kameras wiederholen.

Wie früher werfen sich Nutzer in den Foren und Kommentaren isolierte Features als Gründe für die vermeintliche Überlegenheit eines bestimmen Herstellers bzw. Modells um die Ohren. Früher: Mehr Megapixel = besser … höhere ISO = besser … höhere Serienbildgeschwindigkeit = besser etc. pp. Bei den Smartphones geht es jetzt darum, wer den besseren Nachtmodus hat, das längere Tele bietet und ähnliche Einzelfeatures.



Ab einem gewissen Grad der Bildqualität (und den haben selbst Smartphones durchaus schon erreicht) spielen Einzelfeatures allerdings nur noch eine untergeordnete Rolle. Was zählt, ist die Gesamtperformance in Verbindung mit dem persönlichen Bedarf. Horses for Courses, wie der Engländer sagt.


Ich habe mich vor allem deshalb für den Kauf des iPhone 11 Pro statt des iPhone 11 entschieden, weil die Top-Version eine zusätzliche Kamera besitzt. Ich sage bewusst „Kamera“ und nicht „Objektiv“, denn tatsächlich verfügt jedes der eingebauten Objektive über seinen eigenen Bildsensor. Die vier im 11 Pro verbauten Kameras (inkl. der Front-Kamera) bieten allesamt eine Auflösung von 12 Megapixeln, unterscheiden sich ansonsten aber in einigen Details.

Zunächst eine kleine Übersicht über die Objektive und die Sensorauflösung. Das iPhone 11 Pro (und 11 Pro Max) besitzt drei rückseitig verbaute Kameramodule und eine frontseitige Kamera mit folgenden Eigenschaften:

1. Die Hauptkamera
Brennweite: 26 mm*
Blende: ƒ/1,8
Auflösung 4.032 x 3024 Pixel
Autofokus: Phasen- und Kontrastmessung
ISO: Minimum 32, Maximum 3.072
Verschlusszeit: 1s bis 1/125.000s
optischer Bildstabilisator

2. Die „Tele“-Kamera (eigentlich eher eine Normalbrennweite)
Brennweite: 52 mm*
Blende: ƒ/2.0
Auflösung 4.032 x 3024 Pixel
Autofokus: Phasen- und Kontrastmessung
ISO: Minimum 21, Maximum 2.016
Verschlusszeit: 1s bis 1/45.000s
optischer Bildstabilisator

3. Die Ultra-Weitwinkel-Kamera
Brennweite 13 mm*
Blende: ƒ/2,4
Auflösung 4.032 x 3024 Pixel
Keine manuelle oder automatische Fokussierung
ISO: Minimum 21, Maximum 2.016
Verschlusszeit: 1s bis 1/45.000s

4. Die Frontkamera (Selfie-Cam)
Brennweite 24 mm*
Blende: ƒ/2,2
Auflösung 4.032 x 3024 Pixel**
Autofokus: ??
ISO: Minimum 23, Maximum 2.208
Verschlusszeit: 1s bis 1/48.000s

*Alle Brennweitenangaben im Kleinbildäquivalent
**Die Frontkamera gibt nur im Querformat die volle Auflösung von 12,2 Megapixeln (4.032 x 3.024) aus. Aufnahmen im Hochformat haben nur rund 7,3 Megapixel (2.361 x 3.088).



Die Spezifikationen stammen aus einer Auswertung der Entwickler der bekannten Kamera-App Halide und offenbaren ein paar interessante Informationen. Besonders hervor sticht die extrem kurze Verschlusszeit der Hauptkamera von 1/125.000s. Wozu diese genutzt werden könnte, ist derzeit noch unklar. Etwas uneindeutig ist auch die Tatsache, dass zumindest nach dieser Auswertung keine der Kameras eine längere Verschlusszeit als 1 Sekunde bietet, obwohl im Night Mode auch eine Belichtungszeit von bis zu 10 Sekunden möglich sind. Die Daten sind daher ein wenig mit Vorsicht zu genießen. Zum Vergleich: Das iPhone XS bot als kürzeste Verschlusszeit mit den rückseitigen Kameras 1/22.000s und 1/50.000s mit der Frontkamera.

Interessant ist auch, dass sich die Basis-ISO im Vergleich zum iPhone XS bei der Haupt-, Tele-, und Frontkamera um eine halbe Blendenstufe erhöht hat. Zur Erklärung: Die Basis-ISO gibt quasi den Sweet-Spot an, bei der der Sensor im optimalen Bereich arbeitet. Alle Werte über der Basis-ISO bedeutet eine zusätzliche Signalverstärkung, was mit mehr Rauschen einher geht. Die Erhöhung der Basis-ISO deutet auf eine verbesserte Sensorempfindlichkeit hin.

Aus anderen Quellen geht hervor, dass die Ultra-Wide Kamera keinen variablen Fokus hat. Aufgrund der Brennweite und des vergleichsweise kleinen Smartphone-Sensors ist dies aber auch nicht zwingend nötig, da ohnehin von sehr nah bis unendlich alles im Schärfebereich liegt. Eine andere, etwas weniger nachvollziehbare Erkenntnis ist, dass die UW-Kamera zumindest im Moment kein RAW unterstützt.

Das von Apple stets als "Tele", bezeichnete Objektiv mit umgerechnet 52 mm Brennweite ist nach klassischer Betrachtung nur eine Normalbrennweite. Etwa 50 mm Brennweite bei Kleinbild oder Vollformat entsprechen dem menschlichen Sehwinkel (in Bezug auf die Größenwahrnehmung). Von einem Tele spricht man eigentlich erst ab etwa 70 mm aufwärts. Die Übergänge sind fließend und nicht standardisiert. Im Vergleich zu den 13 mm des UW-Objektivs sind 52 mm aber schon das Vierfache, weshalb es im Display beim Umschalten schon fast wie eine Tele-Vergrößerung aussieht.

Ein echtes Teleobjektiv mit Vergrößerungsfaktor, wie es sie in einigen Smartphones anderer Hersteller bereits gibt, erfordert einige Kompromisse. Um die für Tele nötige lange Brennweite in den flachen Gehäusen unterbringen zu können, baut beispielsweise Huawei sein 8-MP-Tele mit 125 mm Brennweite "liegend" ein und lenkt das eintreffende Licht über ein Prisma in das Objektiv. Die Umlenkung ist nicht nur aufwendig, sondern auch mit qualitativen Verlusten verbunden. Zudem sind größere Brennweiten weniger Lichtstark (im P30 Pro z.B. nur ƒ/3,4), was gerade bei den kleinen Smartphone-Sensoren mit sehr niedriger Basis-ISO problematisch ist.


Dass Apple statt eines Tele ein Ultra-Weitwinkel im iPhone 11 Pro verbaut, ist aus meiner Sicht daher die bessere Wahl gewesen.

Übrigens: Bitte verwechseln Sie nicht "Tele" mit "Zoom". Das iPhone 11 hat zwar über das Interface eine Zoomfunktion, um (nahezu) stufenlos zwischen den Brennweiten der drei Objektive zu variieren, aber die Optiken sind allesamt Festbrennweiten. Alle zwischen den eigentlichen Brennweiten 13, 26 und 52 mm gewählten Werte werden interpoliert. Einen stufenlosen optischen Zoom hat das iPhone 11 Pro nicht. In der Praxis fällt die Interpolation allerdings kaum auf, sodass Sie die Zoomfunktion zur Wahl des idealen Bildausschnittes sorglos nutzen können.

Die technischen Daten allein sagen natürlich nichts über die Bildqualität aus. Zumal das iPhone und viele seiner Konkurrenten inzwischen mit sehr viel Rechenleistung und cleveren Algorithmen für ein natürlicheres Aussehen der Ergebnisse sorgen. Dafür steht der Begriff „Computational Photography“. Denn so sehr die Sensortechnik inzwischen auch fortgeschritten ist, bleiben die technisch bedingt relativ kleinen Sensoren in Smartphones gegenüber Systemkameras doch stets im Nachteil. Und zwar rein physikalisch bedingt, was auch die beste Software nicht komplett verschleiern kann.


Kommentare

fuffzichMark05.10.19 08:52
Die (Weiter)Entwicklung der Kameramodule ist jedesmal einer der Hauptgründe für einen Wechsel auf ein neueres Modell. Das jetzige Pro-Modell ist schon Dank dieses Tests wieder interessanter geworden. Mein X wird aber noch ein oder zwei Jahre attraktiv (genug) bleiben...
+3
Radiodelta05.10.19 09:17
Kleine, nicht unwichtige Korrektur. Das Iphone 11Pro hat zusätzlich die Normal-(Tele)Brennweite. Das Superweitwinkel hat auch das iphone11.
+3
bono01
bono0105.10.19 09:39
Die Kamera ist schon sehr gut, hat aber auch definitiv ihre schwächen. Der Lens-Flare ist manchmal schon ziemlich extrem und bei sehr hellen lichtern (siehe angefügtes Beispielbild vom Oktoberfest München), kommt es zudem zu Ghosting Effekten.
"Ich glaube nicht an den Teufel oder an sein Buch. Aber die Wahrheit ist nicht dieselbe ohne seine Lügen." (God Part II, Song von U2)
+1
alephnull
alephnull05.10.19 09:45
Erstmal vielen Dank für den Test und die Erläuterungen!
Habe mir das 11 (ohne Pro) zugelegt, mein zweites iPhone nach dem 4s. Von den Fotofähigkeiten bin ich eigentlich auch angetan. Bislang war ich immer noch auf der Suche nach einer kleinen Immerdabei-Kamera neben meiner DSLR. Das habe ich nun erstmal aufgegeben. Das iPhone reicht zwar für nicht alle, aber doch für sehr viele Gelegenheiten.

Wenn man schon das ganze Gedöns einer Systemkamera hat und ein bisschen pixel-peeperisch veranlagt ist , dann reizt natürlich ein Vergleich. In meinem Fall war es die Canon 5D Mark IV mit EF 11-24mm. Dass die „Große“ insgesamt vorne liegen würde, war freilich klar. Aber - auch meine Erfahrung - um Längen nur dann, wenn man mit RAW aufnimmt und Zeit in die Bearbeitung steckt. Die JPEGs ooc sind insbesondere unter schwierigen Lichtbedingungen dann im unmittelbaren Vergleich schon nicht mehr ganz so überzeugend (zumindest was die 5D4 angeht). Und man kann mit den verschiedenen Aufnahmemodi des IPhones natürlich herrlich herumspielen , wenigstens solange es noch Spaß macht.

Was mir noch aufgefallen ist: Die 13mm des iPhones sind in Wirklichkeit nur etwa 15mm - zumindest wenn ich es mit dem horizontalen Bildwinkel des EF 11-24 bei 13mm vergleiche. Spielt aber wohl in der Praxis kaum eine Rolle. Denke, dass die meisten Nutzer im Alltag die 13mm kaum verwenden oder das Bild im Endeffekt wieder „zurechtcroppen“ werden.
+7
Mibra05.10.19 09:46
Vielen Dank für den Bericht (Test) war wirklich sehr interessant.

Schon Wahnsinn was man heute mit einem Smartphone für Bilder zaubern kann. Für mich als absoluter Hobbyfotograf bin ich zusammen mit meiner Eos M50 für alles was ich an Fotos mache mehr als ausreichend bedient.

Es ging hier zwar nur um die Fotos aber bin mind. genauso von der Videofunktion des 11 Pro begeistert.
+5
Hot Mac
Hot Mac05.10.19 09:49
Vielen Dank für den Artikel.

Hast Du den Wagen noch extra vorher gewaschen?!
So gehört sich das am Feiertag, wenn die Sonne mit ihren schärfsten Strahlen durch die Wolken schneidet, die auf den Kieler Herbstwinden der See entgegenreiten.
-1
sonorman
sonorman05.10.19 09:51
Radiodelta
Kleine, nicht unwichtige Korrektur. Das Iphone 11Pro hat zusätzlich die Normal-(Tele)Brennweite. Das Superweitwinkel hat auch das iphone11.
Da hast Du natürlich Recht. Das habe ich verwechselt, sorry.
Ist geändert!
+2
hannibal_de105.10.19 09:51
Danke für den Artikel. Ich bin gespannt was mit iOS 13.2 und Deep Fusion noch aus der Kamera herauszuholen ist. Wenn man sich anschaut, was da selbst noch mit dem iPhone 11 möglich ist. Da würde mich auch nochmal ein Vergleichsfoto der Fußballmannschaft interessieren.

Als iPhone X Nutzer bin ich allerdings jetzt schon etwas neidisch auf die neue Kamera
+3
marcphotography
marcphotography05.10.19 10:25
Vielen Dank für den Artikel. Ich werde mir das 11 pro besorgen und als Fotograf bin ich schon gespannt was die Kameras und die Rechnerei (Deep Fusion etc) Klar wird der Unterschied zu meinem jetzigen 6s riesig sein. Der Vergleich mit der Olympus fand ich interessant. Was mir aufgefallen ist bei dem Bild des iPhone, die "Schärfe scheint mir hinter den Personen zu sein. Der Hintergrund erscheint mir schärfer als bei der Olympus (kann auch an der Blende liegen). Ein weiteres witziges Detail. Beim ganz letzen Bild wurde wohl das Gesicht einer Dame im Hintergrund erkannt und geschärft (nur die Augen) 😊
Age is an issue of mind over matter. If you don't mind, it doesn't matter. - Mark Twain
+2
barabas05.10.19 10:40
Also beim Betrachten der Bilder erhärtet sich eigentlich der erste Eindruck, - die Bilder wirken auf den ersten Blick durchaus gefällig. Sieht man sie jedoch in der 100% Vergrösserung an, fallen immer wieder die recht unruhigen Kanten auf und zb. bei Bild 14 sieht das graue Haar des Klarinetten Spieler furchtbar aus. Etwas weniger Einsatz der Kamera internen EBV wäre hier vielleicht mehr gewesen.

Ansonsten, für mich ist (wäre) die Bildqualität das eigentlich Hauptargument, allerdings sehe ich hier keine wesentlichen Verbesserungen gegenüber dem Vorjahresmodell. Den Unterschied dürfte eigentlich "nur" der Weitwinkelmodus, wobei mich die Bilder schon fast an ein klassisches Fisheye Objektiv erinnern und vermutlich der Deep Fusion Modus machen. Schade und einschränkend bei letzteren ist, das der User über deren Einsatz anscheinend nicht selber bestimmen kann, das war mir Neu. Zudem nehme ich es Apple etwas übel, das noch nicht einmal die Vorjahrsmodelle in den Genus dieser Technik kommen.

Summa Summarum, ich denke das ich zumindest ein weiteres Jahr hier mit dem XS noch ganz gut bedient sein werde, zumal es bereits heute schon wieder die Spatzen von den Dächern pfeifen, das die kommende Generation wohl deutlichere Änderungen mit sich bringen wird, die nicht nur hauptsächlich die Kamera betreffen.
+1
Kovu
Kovu05.10.19 10:41
Ich glaube, so einen Artikel hätte man sich bis Deep Fusion in der finalen 13.2 aufsparen sollen.
-11
MacTaipan05.10.19 10:58
bono01
Die Kamera ist schon sehr gut, hat aber auch definitiv ihre schwächen. Der Lens-Flare ist manchmal schon ziemlich extrem und bei sehr hellen lichtern (siehe angefügtes Beispielbild vom Oktoberfest München), kommt es zudem zu Ghosting Effekten.[/thumb]
Das ist mir beim Filmen einiger Videoclips mit dem iPhone X bei einem Konzert auch schon aufgefallen. Etwas ärgerlich, zumal es einer der wenigen Momente war, in denen ich die Kamera überhaupt für mehr als Schnappschüsse verwendet habe.
0
Davek
Davek05.10.19 11:05
Na ich denke, langsam könnte ein Wechsel vom iPhone 8 Plus lohnenswert sein für mich ist eigentlich immer die Kamera wichtig.
+1
DogsChief
DogsChief05.10.19 11:15
Danke für den tollen Bericht und die viele Arbeit @ SON

Ich bin sehr angetanen der neuen Kamera, speziell auch von den Videofunktionen. Für meine Arbeit ist jetzt auch bei schlechterem Licht das iPhone immer noch besser und wendiger als meine beiden Canon Legrias.

Jetzt warte ich nur noch auf das Update der Filmic Pro-Software, die auf der Keynote vorgestellt wurde. Das gibt dann noch mal einen richtigen Boost bei den Aufnahmen.
Es ist besser beim zweiten Mal zu scheitern, als es erst gar nicht versucht zu haben. ( Bear Heart )
+1
tranquillity
tranquillity05.10.19 11:23
Dieses Bild hatte ich vor einiger Zeit schonmal gepostet. Ich finde, das nicht schön. An den Kanten müssen sie definitiv noch arbeiten!

iPhone 11 pro (iOS13.0)

+2
sonorman
sonorman05.10.19 11:47
marcphotography
Ha! Das ist mir noch gar nicht aufgefallen.
Aber genau das sind halt so die kleinen Details, in denen die „KI“ einfach noch nicht intelligent genug ist. Bin sehr gespannt, wie viele Generationen es noch dauert, bis solche Erkennungsfehler nicht mehr vorkommen. – Falls sie das überhaupt schaffen.

Insgesamt ist es aber schon sehr erfreulich, was mit einem iPhone fotografisch inzwischen möglich ist. Bei Volksfesten und auf manchen Ausflügen werde ich meine Kameraausrüstung künftig wohl nicht mehr mitschleppen. Und mal sehen, wie viel ich bei der Produktfotografie für Testberichte mit dem iPhone machen kann. Oder auf Messen.

Blöd, dass der Fotostream derzeit nur begrenzt funktioniert. Und mit der Bildverwaltung in „Fotos“ kann ich mich auch irgendwie nicht anfreunden. Wenn mit Catalina demnächst auch noch mein Lightroom 6 die Segel streicht, habe ich echt ein Problem. Hab noch immer keinen überzeugenden Ersatz gefunden.
0
RyanTedder
RyanTedder05.10.19 11:52
Die Überschrift ist sehr vielversprechend, da sind die Erwartungen schon hoch. Also ich sag es mal so...MTN beseht definitiv nicht aus Cineasten, das hab ich jetzt verstanden. Interessant wären auch direkte Vergleiche zwischen dem X und XS gewesen, aber da haben sich schon genug Youtuber mit auseinander gesetzt. Das hätte man hier aber gut verlinken können
-3
dufour05.10.19 12:23
Das Superweitwinkel wurde offensichtlich für die Selfie-Fraktion eingeführt, der Bildqualität tendenziell gleichgültig ist. Wer das iPhone für solche Situationen verwenden will, in denen eine "richtige" Kamera nicht mitgeführt wird, wäre mit einem "Teleobjektiv" (mehr als 52 mm Brennweite) erheblich besser bedient gewesen. Die Tatsache, dass das Superweitwinkel kein Raw-Format generieren kann, schränkt seinen Nutzen deutlich ein.

Nicht nur die Generation unter 30 Jahren und andere spezifische Bevölkerungsgruppen (...) sind potentielle Käufer eines iPhone 11 Pro. Käufer, die bereits sind, mehr als 1000 Euro (bis 1600 Euro) für ein neues Modell auszugeben, finden sich einkommensbedingt eher in höheren Altersgruppen.
-2
Konqi
Konqi05.10.19 12:24
Interessant doch auch, dass alle drei Kameras unterschiedliche Sensorgrößen aufweisen. War das beim Xs bereits auch der Fall?

Die UWW-Kamera scheint wohl den kleinsten Sensor zu besitzen, ich habe leider noch keine Größenangabe im Netz finden können.
+1
alephnull
alephnull05.10.19 13:26
dufour
Das Superweitwinkel wurde offensichtlich für die Selfie-Fraktion eingeführt,...

Im Selfie-Modus gibt‘s kein Superweitwinkel.
+3
s_ko
s_ko05.10.19 15:20
@son
Wegen dem Fotostream

Mein Fotostream
Vorgenommene Bearbeitungen werden nicht auf allen Ihren Geräten aktualisiert.

Hast Du Dich eigentlich schon entschieden ob Du nun eine Hülle brauchst oder nicht? Habe noch kein 11er Pro, würde es aber auch gerne ohne Hülle nutzen. Fühlt es sich solide an oder doch eher fragil? Reicht ein Displayschutz?
0
verstaerker
verstaerker05.10.19 15:42
Konqi
Die UWW-Kamera scheint wohl den kleinsten Sensor zu besitzen,
das würde auch erklären wieso die Qualität, besonders offensichtlich bei video in etwas dunkleren Bereichen, sehr schlecht im Vergleich zu den anderen Linsen ist
0
sonorman
sonorman05.10.19 15:53
s_ko
@son
Wegen dem Fotostream

Mein Fotostream
Vorgenommene Bearbeitungen werden nicht auf allen Ihren Geräten aktualisiert.
Ja, schon gelesen. Die Frage ist nur: Warum? Wenn die Daten sowieso durch den Fotostream in voller Auflösung in „Fotos“ auf dem Mac landen, warum dann nicht auch im HEIF-Format, oder als in JPEG konvertierte Files mit allen Effekten? Das ist wohl eine absichtliche Einschränkung, um die Leute zum kostenpflichtigen iCloud-Sync zu bewegen.
Hast Du Dich eigentlich schon entschieden ob Du nun eine Hülle brauchst oder nicht? Habe noch kein 11er Pro, würde es aber auch gerne ohne Hülle nutzen. Fühlt es sich solide an oder doch eher fragil? Reicht ein Displayschutz?
Habe mir mal einen „Bumper“ gegönnt. () Der schützt den Rahmen, hat kleine Erhebungen, damit die Kamera nicht aufliegt und lässt die Vorder- und Rückseite ansonsten frei. Ist eigentlich ganz nett und unauffällig. Mal sehen, ob der dauerhaft dranbleibt.
+1
LoMacs
LoMacs05.10.19 17:26
Danke, MTN, super Artikel. Die Luft für die Systemkameras wird zunehmend dünner. Ich frage ich, was Canon, Nikon etc. durch die Integration dieser Chips und Algorithmen aus ihren ausgereiften Optiken rausholen könnten – das wär doch eine Marktlücke, oder?
Beim iPhone 15 werde ich spätestens mal drüber nachdenken, meine geliebte Olympus E-M10 durch ein Handy zu ersetzten. Oder ... vielleicht.
+2
Tirabo05.10.19 22:05
Die Bilder vom iPhone sind ja schon mal gar nicht schlecht, wenn man das in Relation zur Größe der Kameralinsen setzt.
Meine persönliche Meinung ist aber, dass man Smartphone-Kameras nicht (nie?)mit guten System- oder Spiegelreflexkameras mit hochwertigen Optiken vergleichen sollte, es wird physikalisch bedingt zwangsweise immer große Unterschiede geben, wenn man ganz kritisch die Bilder betrachtet. Durch die extreme Miniaturisierung haben die Optiken und Linsen bei Smartphonekameras immer das Nachsehen als bei Kameras mit größeren Optiken. Daher muss ja auch jetzt schon Softwaretechnik dafür eingesetzt werden.

Meiner Meinung nach gibt es nichts gegen eine gute Optik, wenn man hohen Wert auf Bildqualität legt, das kann man sowohl bei Objektiven, vor allem auch bei Ferngläsern immer wieder sehen.

@Barabas
Der Mann auf dem Bild spielt ein Sopransaxophon, keine Klarinette. Gehört zwar auch zu den Holzblasinstrumenten und hat auch ein Mundstück mit Rohrblatt, hat aber einen kleineren Tonumfang als die Klarinette und überbläst in die Oktave, nicht in die Duodezime wie bei der Klarinette.
+3
gorgont
gorgont06.10.19 08:33
Sonorman

Hast du dich schon für eine Hülle entschieden.
Ich glaube ich werde trotz der grünen Farbe wieder bei Carbon Cover landen. Es gibt leider nicht wirklich viele Alternativen die so dezent sind.
Schick sind noch die Mous Hüllen oder die Nomad Hüllen...
touch eyeballs to screen for cheap laser surgery
0
sonorman
sonorman06.10.19 10:10
gorgont
Sonorman

Hast du dich schon für eine Hülle entschieden. ...
Steht in meinem vorherigen Kommentar.
0
Bitsurfer06.10.19 13:14
Seit drei Jahren hab ich das Journal von twelvesouth. Geldbörse hab ich seit der Zeit keine mehr. Und jetzt gibts die nicht mehr für das 11er. Nur noch das BookBook.

Wenn 5-6 Karten und ein paar Noten rein sollen ist die Auswahl sehr überschaubar.
0
fliegerpaddy06.10.19 14:36
Für mich bleiben diese Handykameras bessere Spielzeuge, die vielleicht eine mittelgute Kompakte ersetzen können. Nennt mich bekloppt, aber ich habe Spaß daran, mir Gedanken ums Bild zu machen und später die digitalen Negative zu bearbeiten (aktuell Nikon Z7). Ich nutze die Kamera im iPone X auch, aber das sind dann halt Schnappschüsse. Good enough, mehr nicht. Ich denke auch nicht, dass Handys in absehbarer Zeit an die Resultate der „richtigen“ Kameras rankommen. Da steht schon der Faktor Sensorgröße im Weg. Das künstliche Bokeh mit den hier gezeigten Rendering-Fehlern finde ich gruselig.
+1
Ely
Ely06.10.19 16:20
Ich finde die Bilder grauenhaft. Was aber nicht an der Kamera, sondern an der übermäßigen und aggressiven Aufbereitung der Fotos durch die iOS-Kamera-App liegt. Die Bilder sind selbst bei Tageslicht teils matschig, dann wieder überschärft mit den entsprechenden Artefakten, Laub wirkt seltsam verdreht und Gesichter teils wächsern. Es sieht so aus, als werde zuerst extrem entrauscht, dann versucht, das Motiv zu erkennen, um irgendwas hineinzurechen, daß es dem Motiv entspricht (das seltsam wirkende Laub) und dann kräftig nachgeschärft. Entsprechend sieht es dann aus.

Wer eine deutlich bessere Bildqualität haben möchte, sollte zu alternativen Apps greifen. Sehr gut sind ProCamera und ProCam 7. Beide halten sich beim Aufbereiten sehr zurück, sind vielfältig einstellbar (Bildformat, etc.), auch die Kompression kann eingestellt werden (bei ProCamera sogar bei Video) und hinten kommen erstaunliche Ergebnisse raus, die vermuten lassen, daß jemand eine neue Kamera ins iPhone eingesetzt hat.
Wer gegen Datenschutz ist, weil er ja nichts zu verbergen habe, ist auch gegen Meinungsfreiheit, weil er ja nichts zu sagen habe.
+1
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