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TSMC dreht schon wieder deutlich an der Preisschraube

Apple musste sich schon vor einigen Monaten mit TSMCs veränderter Preisgestaltung befassen. Für fortschrittliche Fertigungsprozesse, womit alles unterhalb einer Strukturbreite von 5 Nanometern gemeint ist, waren rund zehn Prozent höhere Kosten im Gespräch. Konkret genannt wurden damals A17, A18, A19, M3, M4 und M5 – also alle aktuellen 3-nm-Chips. In absoluten Zahlen entsprach das nach damaliger Schätzung bis zu sechs Dollar mehr bei einem A18 oder A19 Pro, beim M5 sogar bis zu acht Dollar. Dazu kommt jedoch noch ein anderer Faktor, denn der Umstieg von 3- auf 2-nm-Fertigung (A20) soll gar mit bis zu 80 Dollar mehr als zuvor einhergehen.


TSMC informiert Partner über weitere Aufschläge
Nikkei Asia zufolge ist das Ende der Fahnenstange jedoch längst nicht erreicht, denn dem Bericht zufolge kündigte TSMC eine weitere Preisrunde für Anfang 2027 an. Betroffen sind diesmal sämtliche TSMC-Chips, also nicht nur die jeweils aktuellen Top-Lösungen. Die Verhandlungen mit den Kunden, wozu Apple wohl zählen dürfte, haben laut Nikkei im Juni begonnen und sind inzwischen abgeschlossen. Angeblich läuft es erneut auf bis zu zehn Prozent mehr pro Chip hinaus, so der Bericht.

Will man sich größere Kontingente als zunächst veranschlagt sichern, dann fällt eine zusätzliche Abgabe von 10 bis 15 Prozent an. Besonders nachgefragte Komponenten kann TSMC somit auch besonders teuer absetzen, wenngleich eher KI- und Server-Chips davon betroffen sind. Gerade in der KI-Branche steigt die Nachfrage enorm, wohingegen klassische Smartphone-Hersteller genauere Prognosen anstellen können.

Kostendruck auf Apple steigt
Für Apple verschärft sich die Kalkulation dadurch an mehreren Stellen gleichzeitig. Neben dem teuren Sprung auf 2-nm-Fertigung greifen dem Bericht nach die erwähnten Aufschläge – und sollten die Verkaufszahlen höher als gedacht sein, konkurriert die A- und M-Chip-Fertigung außerdem noch gegen die allgemeine, hoch ausgelastete Foundry-Fertigung. Die bekannte Entwicklung auf dem Speichermarkt, welche sich vorerst nicht entspannen dürfte, kommt als weiterer Faktor hinzu.

Kommentare

Scrembol
Scrembol22.07.26 12:30
und ich könnte mir schon jetzt keinen neuen Mac mehr leisten, jedenfalls keinen Nachfolger von meinem 16" MBP mit M1 Pro.. aiaiai. Und ich wollte eigtl. bei M6 oder M7 mal aktualisieren. Dann wird es möglicherweise ein Air.
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Deppomat22.07.26 12:56
Hm, also nicht nur RAM und SSD, sondern auch Prozessoren. Klasse.

Noch wirkt das ja alles irrelevant, denn die Verkaufszahlen von Apple haben bisher in keiner Weise gelitten. Erst wenn die Leute merklich mit dem Kaufen nachlassen, muß sich Apple wirklich was überlegen. Was das dann sein wird - gute Frage. Weniger "cutting edge"? Kleinere Zielgruppe, auf Kosten eines großen, relevanten Ökosystems? Spielt der Mac insgesamt überhaupt so eine große Rolle, wenn das iPhone derart den Handymarkt dominiert?
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eastmac
eastmac22.07.26 13:00
Es wird den Markt vielleicht weiter ausdünnen und dadurch nur noch die großen überleben lassen.
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AJVienna22.07.26 13:03
Sehe da nicht viel Möglichkeiten NVIDIA konkurriert jetzt mit vollen Taschen um RAM und CPUs zu kaufen. Und viele andere auch zunehmend. Es wird erst noch viel schlimmer werden bevor es besser wird.
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Bitsurfer22.07.26 13:06
Als die ersten echten Gerüchte 2019 zu den Silicon Macs aufkamen hab ich gedacht das kommt gut mit TSMC und hab da mal 30k geparkt. Da war der Kurs bei 43$.
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grundi
grundi22.07.26 13:09
Angebot und Nachfrage regeln den Preis. Und wenn die Nachfrage aufgrund der überzogenen Preise stark nachlässt werden alle Hersteller und nicht nur Apple irgendwann reagieren müssen.
Dann werden halt die Zyklen wann eine Privatperson oder ein Unternehmen Hardware auswechseln eben länger.
Mann braucht nicht immer den neusten Scheiß um arbeiten zu können.
Die ganze Techbranche muss aufpassen das sie den Bogen nicht zu weit überspannt ansonsten fliegt ihnen das ganze um die Ohren.
So, und jetzt kräftig Daumen runter Leute. Ich zähl auf euch
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Don Gomez
Don Gomez22.07.26 13:13
Deppomat
Erst wenn die Leute merklich mit dem Kaufen nachlassen, muß sich Apple wirklich was überlegen.

Ich denke, dass haben sie bereits gemacht und mit dem MacBook Neo umgesetzt. Sollte das Neo tatsächlich als rundum gute Erfahrung bei Apple verbucht werden, erweitern sie womöglich als Reaktion auf die Preisschraube und nachlassende Verkäufe dann auch bei anderen Produktkategorien das Portfolio nach unten.
... darauf einen Dujardin!
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