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"Apple Upgrade" angekündigt: Hardware mieten/leasen statt kaufen

Apple-Hardware war schon immer nicht besonders preisgünstig. Nach der kürzlich erfolgten Preisrunde aufgrund stark gestiegener Speicherkosten trifft das umso mehr zu. Apple hat erwartungsgemäß in den USA ein neues Angebot ins Leben gerufen, das die Hardwarepreise etwas kaschieren kann. So überträgt man ein Modell des App Stores auf die Hardware-Sparte: mieten statt kaufen. Im Vergleich zur klassischen Finanzierung geht "Apple Upgrade" mit deutlich niedrigeren monatlichen Raten einher, denn am Ende der Laufzeit steht noch ein Restbetrag offen. Kunden entscheiden selbst, ob sie das jeweilige Gerät zurückgeben oder jenen Betrag dann entrichten. Als Slogan wählte Apple "Love it. Lease it. Upgrade it".


Das Angebot startet wie erwähnt ausschließlich in den USA und entsteht in Zusammenarbeit mit dem Finanzdienstleister Klarna. Ob und wann Apple das Programm auf weitere Länder ausweitet, ist bislang nicht bekannt. Die Vertragsdauer richtet sich nach der Produktkategorie. Bei iPhones und der Apple Watch stehen Laufzeiten von 12 oder 24 Monaten zur Wahl, Macs und iPads lassen sich über 24 oder 36 Monate leasen. Anders als beim auslaufenden "iPhone Upgrade Program" ist AppleCare+ nicht enthalten. Kunden müssen den Schutz also bei Bedarf separat abschließen.

Niedrige Rate bedeutet nicht niedriger Preis
Für Kunden wirkt das Modell zunächst attraktiv, weil die monatliche Belastung deutlich geringer ausfällt als bei einem vollständigen Ratenkauf. Billiger wird die Hardware dadurch allerdings nicht zwangsläufig: Wer das Gerät nach Ablauf der Vertragszeit behalten möchte, muss zusätzlich den vereinbarten Restbetrag begleichen – oder auf ein neues Device wechseln. Entscheidend sind natürlich nicht allein die beworbenen Monatsraten, sondern die Gesamtkosten über die komplette Laufzeit. Nach den jetzt veröffentlichten Bedingungen fallen bei Apple Upgrade offensichtlich aber weder Zinsen noch zusätzliche Vertragsgebühren an. Einige Beispiele:

  • iPhone: ab 17,99 Dollar monatlich für das iPhone 17e
  • iPhone Pro: ab 31,99 Dollar monatlich
  • Apple Watch: ab 11,99 Dollar für die Series 11
  • Mac: ab 24,99 Dollar für das MacBook Air
  • iPad: ab 11,99 Dollar für das iPad Air

Nicht teilnehmen können das iPhone 16 und 16 Plus, die Apple Watch SE, das MacBook Neo, der Mac mini, das Basis-iPad mit A16 sowie das Studio Display. Auch Apples Bildungspreise lassen sich nicht mit dem Programm kombinieren.


...es sieht aber günstiger aus und bindet
Für Apple bringt das Konzept gleich mehrere Vorteile mit sich. Kunden bleiben enger an das Unternehmen gebunden, wechseln möglicherweise häufiger auf neue Geräte und geben ältere Hardware zurück, die Apple aufbereiten und "refurbished" erneut verkaufen kann. Gleichzeitig rücken die zuletzt deutlich gestiegenen Verkaufspreise in den Hintergrund – statt eines vierstelligen Kaufbetrags sehen Interessenten zunächst lediglich eine vergleichsweise überschaubare Monatsrate. Das aus Abonnements bekannte Prinzip regelmäßiger Zahlungen hält damit endgültig auch in Apples Hardwaregeschäft Einzug.

Kommentare

te-c28.07.26 14:46
Die Frage ist, wo landen die ganzen Geräte, die nach dem beendeten leasen/mieten vom Kunden nicht übernommen werden?
Refurbished Store oder zu anderen Leasing-Kunden?
-2
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck28.07.26 15:35
te-c
Da die Geräte einen Wert aufweisen, werden diese sicher weiterverkauft. Im Refurbished Store finden sich meist nur Geräte, die recht neu sind (also meist Retouren)
+2

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