Frühe Prototypen von iPod, iPhone, Apple Watch: Video-Interview mit Tim Cook


Zum 50. Jubiläum des Unternehmens lud Apple den Wall-Street-Journal-Redakteur Ben Cohen in die Konzernzentrale, damit er ein Interview mit dem CEO Tim Cook führen konnte. Zu diesem Zweck stellte Apple eine kleine Sammlung von Exponaten zusammen: Apples erstes Patent, der erste iPod, das erste iPhone, der erste iMac. Cohen und Cook
erinnern sich an die damalige Zeit und sprechen über die Herausforderungen beim Entwickeln neuer Produkte.
Cook gibt zu, dass ihm die Existenz vieler Exponate früher gar nicht bekannt gewesen war. Erst in Vorbereitung dieser Ausstellung wurde ihm klar, was alles in den Konzernarchiven schlummert. Das erste Patent, welches dem Konzern gewährt wurde, betraf Apple II, den ersten in Serie produzierten Rechner. Inzwischen habe der Konzern zwischen 140.000 und 150.000 Patente zugesprochen bekommen.
Plötzliche Erfolge nur im RückblickAuf weiteren Tischen zeigt die Ausstellung überdimensionale interne Entwicklerversionen von iPods und iPhones in grob zusammengeschraubten Gehäusen, nebst breiten Kabeln und nackten Platinen. Der frühe Prototyp der Apple Watch verleitete Cohen zu der Anmerkung, dass der Smartwatch kein sofortiger Erfolg vergönnt war. Cook erwiderte, dass man einen sofortigen Erfolg niemals in der Gegenwart wahrnehme, dass ein solcher stattdessen erst in der späteren Betrachtung so erscheine: iPhone, iPod und Apple Watch wären allesamt kein Erfolgsprodukt von heute auf morgen gewesen. Der schlussendliche Erfolg sei hingegen kontinuierlicher Innovation zu verdanken.
iPod statt CD-WechslerZum iPod gab Cook eine persönliche Anekdote zum Besten: Zur damaligen Zeit habe er es sehr cool gefunden, einen CD-Wechsler im Auto zu haben, sodass er zwischen fünf Alben wechseln konnte. Dann auf einmal einen Bestand von 1.000 Liedern in der Hosentasche mit sich zu führen (einem Werbespruch aus dem Jahr 2001), erschien ihm revolutionär. Auf die Nachfrage, welchem Lied er beim ersten Ausprobieren des iPods lauschte, antwortete er: „Ich glaube, es waren die Beatles. Es war wahrscheinlich „Hey Jude“. Die Frage nach zukünftigen Produkten konterte er mit einer Metapher: „You can't have a ship that leaks from the top“. Und wann er als CEO abtreten und einen Nachfolger küren wolle? „Wenn der Tag kommt, werde ich es wissen.“