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Suche eine Lösung für ein paar (wenige) Serverdienste
Suche eine Lösung für ein paar (wenige) Serverdienste
mk1701
15.04.26
11:34
Ich suche aktuell für meine private IT-Konfiguration eine Lösung für ein paar Serverdienste. Eigentlich geht es nur um:
- Fileserver für in der Family gemeinsam genutzte Daten (Schriftverkehr, Scans von Dokumenten, Steuer-, Krankenkassensachen usw.)
- Server für Time Machine Backups
- Datenbankserver für ein paar private Datenbanken
Das ist eigentlich schon alles. Fotos machen wir mit Apple Fotos, Musik mit einem Extra Musikserver auf einem Mac mini.
Als Arbeitsgeräte haben wir ein Macbook, ein iPad pro, 2 iPhones und ein Mac mini als Musikserver.
Im Grunde genommen würde mir der Mac mini Musikserver reichen. Den möchte ich aus bestimmten Gründen aber für die Musik separat halten.
Ich habe mir jetzt einmal NAS Systeme angeschaut, von Synology und Qnap. Aber wenn ich ehrlich bin, brauche ich die ganzen Funktionen nicht, die dort angeboten werden. Vorteil wäre eigentlich nur noch die Möglichkeit, Festplatten einzubauen und bei 2 Platten auch als RAID zu nutzen.
Alternativ habe ich an den Kauf eines weiteren Mac Minis gedacht, egal ob einen alten M1 oder M2 oder einen aktuellen M4. Eine dicke Platte für Time Machine Backups angesteckt und den Rest im Mac mini konfiguriert (Freigaben, Datenbankserver). Und wenn man es gut meint, kauft man 2 Time Machine Backup Platten und wechselt die gelegentlich. Hinzu kommt noch die Möglichkeit, das auf dem iPad Pro über die Bildschirmfreigabe echte Mac Anwendungen laufen zu lassen(selten, aber kommt vor).
Was meint ihr? Bringt ein NAS für meine kleinen Ansprüche wirklich Vorteile? Oder ist der Mac mini die bessere Alternative? Preislich dürfte es ähnlich werden ... 2 Festplatten, entweder extern (Mac mini) oder intern (NAS) plus das NAS oder das Mac mini.
Hilfreich?
+3
Kommentare
ssb
15.04.26
12:03
Ich würde sagen ja: NAS mit mindestens 2 HDDs bringt den Vorteil, dass du mit RAID 0 Redundanz hast. Ich habe meine Synology schon einige Jahre und ich hatte schon ein paar Platten, die ich austauschen musste. Glücklicherweise war immer nur eine defekt (oder kurz davor) und die wurde auf Garantie getauscht.
Also zumindest bezüglich TimeMachine ist eine NAS (und eigentlich noch ein externes Backup) sinnvoll. Das mag aber auch davon abhängen, wie viele Rechner dafür vorgesehen sind.
Für Datenbank-Dienste braucht man dann schon ein etwas "größeres" Modell. Vielleicht den DB-Server auf dem Musik-Mac ablegen? Das hängt aber auch vom Datenvolumen ab und was für ein Datenbank-System das ist. Ich habe daheim noch einen git-Server (forgeio) laufen - auf einem RasPi3.
Aktuell wird grad recht viel (und meist positiv) über die NAS-Systeme von UGreen berichtet, vielleicht wirst du da fündig. Ich bin auch am überlegen, eine neue NAS zu kaufen, die dann auch wenigstens 4 HDD-Bays hat. Die 3TB meiner alten Synology sind so langsam nicht mehr zeitgemäß. Ob es wieder eine Synology wird - unsicher, die hatten ja erst wegen des HDD-Lockings (man konnte nicht einfach irgendeine HDD einbauen) schlechte Presse bekommen - auch wenn sie das wohl wieder entfernt hatten.
Hilfreich?
+1
xcomma
15.04.26
12:15
mk1701
- Datenbankserver für ein paar private Datenbanken
An was für einen DB Server hast du gedacht?
Hilfreich?
+1
xcomma
15.04.26
12:17
ssb
mit RAID 0 Redundanz hast
Glaub du hast dich vertippt und meintest RAID 1 (Mirror).
RAID 0 (Striping) hat keine Redundanz.
Hilfreich?
+4
mk1701
15.04.26
12:22
Bei dem DB Server handelt es sich um nichts Großes, einfach eine Serverumgebung mit Apache, PHP und MySQL. Kann man auf dem Mac einfach mit MAMP, einer Docker-Umgebung oder auch anders bereitstellen und die NAS-Systeme bieten das auch von Haus aus an.
Hilfreich?
0
xcomma
15.04.26
12:37
Wenn du dich sehr wohl fühlst und sowieso bisher eh schon ein MAMP Setup betreibst - und mit Linux bzw. Synologys DSM bzw. das OS-Pendant von QNAP nicht kennst - würde ich sagen bleib lieber beim gewohnten MacOS Setup. Die Mac Minis sind grundsätzlich sicherlich "mehr als capable". Da gibt's eine ganze Reihe an schwächeren Systemen bei den genannten Herstellern - ausser man geht dann halt in höhere Ebenen, die dann aber unverhältnismässig teuer werden usw.
Zudem - wenn ich mich an einen anderen Thread von dir erinnere - hast du sehr überschaubare Plattengrössen-Anforderungen.
Denke das ist alles soweit gut machbar (unter Akzeptanz gewisser Bedingungen). Würde in den Mix aber auch ein "richtiges Backup" (z.B. mittels CCC) einbauen und mich nicht blind auf TM verlassen. TM ist für mich nur eine Art flüchtiges Backup. Optimalerweise sollte man sich generell in der Lage befinden bzw. sich erlauben zu können eine TM Platte - sofern kein akuter "Datennotfall" besteht - jederzeit komplett löschen zu können und das TM Backup neu aufbauen zu lassen. Und es nicht als echtes Backup-Archiv betreiben.
Bzgl. der erwähnten Bedingung:
die Platten sind ja per USB angestöpselt. Persönlich würde ich kein RAID über USB Platten anlegen und würde auch gern die Möglichkeit mehrerer Platten über SATA Anschluss (wenn wir von HDDs reden) haben. Daher wäre es für mich persönlich rein aus dem Grund - obgleich die Server-Power eines Minis sicherlich im Familienumfeld völlig ausreichend ist - keine Option. Prinzipiell würde ich - so gut es geht - von USB Platten absehen. Aber das ist mehr so eine persönliche Präferenz.
Hilfreich?
+3
sudoRinger
15.04.26
12:39
mk1701
- Fileserver für in der Family gemeinsam genutzte Daten (Schriftverkehr, Scans von Dokumenten, Steuer-, Krankenkassensachen usw.)
Im anderen Thread von gestern hast Du bereits RAID erwähnt. RAID 1 (Mirroring) schützt vor dem Ausfall einer einzelnen Platte. Wer kein RAID hat, nimmt bei einem Plattenausfall das Backup und stellt das System wieder her. Der Nutzen bei einem RAID ist, dass man bei einem Ausfall sofort weiterarbeiten kann.
Ein RAID hilft aber nicht bei: versehentlich gelöschte Dateien, Dateikorruption, Ransomware, Diebstahl, Brandschaden. All das repliziert RAID zuverlässig mit. Was Du brauchst ist ein Backup. Darauf habe ich schon in deinem Thread vom Februar hingewiesen
Nachteilig finde ich an einem Mac mini, dass er nicht ganz so problemlos 24/7 durchläuft wie ein NAS-Server. Ein NAS nutzt man auch um Docker Container laufen zu lassen, das geht auf dem Mac mit Orbstack ebenfalls ganz gut.
Hilfreich?
+7
System 6.0.1
15.04.26
12:50
Ich gehe da voll auf Risiko: Ich habe eine SSD an meiner Fritzbox und iCloud.
Ich will keinen Dröhn-Fön irgendwo in der Wohnung stehen haben, keinen VHS-Serverkurs (36 Monate, Mo und Do, 19 - 21.30 Uhr, während der Schulferien kein Unterricht) belegen, und überhaupt … ist doch wahr! Man kann alles übertreiben.
„„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998“
Hilfreich?
-3
xcomma
15.04.26
12:52
mk1701
oder einen aktuellen M4
Solltest du dir einen neuen M4 bestellen, würde ich das 10Gbit Ethernet reinkonfigurieren.
Natürlich macht es - so denke ich (aber man möge mich korrigieren) - mehr Sinn, wenn das Heimnetzwerk min. auf 2.5Gbit ausgelegt ist. Aber selbst wenn es derzeit noch auf 1Gbit rennt - wäre es eine Art Zukunftsinvestition für den Fall eines Upgrades deiner LAN Umgebung irgendwann mal. Der M4 würde ja eine relativ lange Zeit sicherlich laufen und nicht schon nach 3 Jahren wieder abgelöst werden, schätze ich mal.
Hilfreich?
+2
ssb
15.04.26
13:05
xcomma:
Du hast recht, ich meinte RAID 1 (mirror) bei meiner NAS mit 2 HDD.
System 6.0.1:
Es mag von eine Spezialität deiner Ohren sein, aber meine NAS dröhnt nicht und die Lüfter laufen auch ruhig, wenn sie überhaupt laufen. Sie steht neben meinem Schreibtisch und ich höre sie nur manchmal leise rumpeln, wenn gerade ein TM-Backup läuft. Die HDD in meinem DVB-Receiver ist lauter, das Gehäuse ist aber nicht wirklich so konzipiert, die Geräusche zu dämpfen.
Aber das mag natürlich auch von der Wohnsituation abhängen.
Ansonsten darf jeder so voll in das Risiko gehen, wie es ihm gefällt. Sollte dann doch mal was schief gehen, bereut man diese Entscheidung möglicherweise schnell. Insbesondere die, die glauben das Massenspeicher ewig halten und man daher keinen Backup braucht. Eine Lösung mit zusätzlich externem Backup habe ich aber auch noch nicht. Darum muss ich mich noch kümmern.
Hilfreich?
+2
ascotlx
15.04.26
13:38
Moin
ich würde das NAS bevorzugen. Synology und QNAP sind bei mir raus. die neuen NAS Laufwerke von uGreen liefern deutlich aktuellere Hardware zu einem vernünftigen Preis.
Alle Dienste die Du nicht brauchst kannst Du i.d.R. deaktiveren.
Der Aufwand sich in "irgendeine" Lösung einzuarbeiten kann leider nicht umgangen werden, was aus meiner Sicht aber auch nicht wirklich schlimm ist. Es gibt ja immer Neuerungen die man sich im Detail genauer anschauen muss.
Ich bin zwar ein absoluter Fan der Mac Hardware, aber seit es keine Mac Server und auch die Mac Server App (oder wie die hieß) nicht mehr gibt oder soweit eingedampft wurde, dass sie keine Sinn mehr macht würde ich entweder auf einen Linux Server gehen, was erstmal mehr Aufwand zur Einarbeitung und Vorbereitung bedeutet oder eben ein NAS Laufwerk. Mac's spielen wunderbar mit denen zusammen und Docker und Co laufen mittlerweile auch auf jedem aktuellen NAS...
Hilfreich?
+2
konnektor
15.04.26
14:52
Kann auch nur positiv von meinem UGREEN NAS berichten. Ist sehr leise und schnell, trotz oder mit 3,5" Platten. ich hab mir allerdings eine M.2 für den Lese-Cache gegönnt.
Hat bei mir einen Mac mini und ein Qnap NAS ersetzt.
Hilfreich?
+1
xcomma
15.04.26
15:54
ascotlx, konnektor
habt ihr das UGOS Pro Betriebssystem draufgelassen oder habt ihr eines der anderen bekannten NAS OSses installiert?
Hilfreich?
+1
JeDI
15.04.26
17:21
Ich mach das mit einem M1 Mini, der seit ungefähr 2 Jahren quasi 24/7 durchläuft und das ohne das kleinste Problem. Daran hängt bei mir ein USB C HDD Gehäuse für 5 Festlplatten, 2 werden als RAID1 (mit Apples Software Raid-Treibern) zur Datenablage genutzt und 2 einzeln für Time Machine. Auch das läuft völlig prpblemlos.
Davor hatte ich mehrere Synology. Soweit liefen die auch, aber ich hatte vor allem mit den Time Machine Backups immer wieder mal Fehler und musste dann neue Backups anlegen. Damals war das wohl ein häufigeres Problem, ich weiß nicht ob sich das mittlerweile gebessert hat.
Unabhängig davon hat der Mini aus meiner Sicht aber noch einige weitere Vorteile: Er ist viel viel schneller als jedes NAS (in der Preisklasse), falls man doch mal Leistung für irgendwas braucht. Ich habe einen Backup-Rechner, falls mal einer kaputt geht und ich ganz dringend an etwas weiter arbeiten muss und ich bin flexibler bei Diensten und Programmen. Bei Synology kann man nicht ohne weiteres beliebige Apps installieren, auf dem Mac geht so ziemlich alles, inkl. Docker, Node.js, PiHole, MAMP/PHP oder in Zukunft evtl. auch mal ein lokales LLM (je nach Mac). Und über die Bildschirmfreigabe kommt man einfach drauf falls mal direkt am Rechner was gemacht werden muss.
Preislich ist der Unterschied auch nicht so groß.
Hilfreich?
+5
Richard Fish
16.04.26
00:25
JeDI
inkl. Docker, Node.js, PiHole, MAMP/PHP oder in Zukunft evtl. auch mal ein lokales LLM
Docker gibts für Synology, heißt halt dort Container Manager und ist eine offizielle App, genauso wie Node.js und PHP, PiHole gibts als Docker-Container und zum Thema AI gibts einen Synology Blog Artikel:
Dies nur zur Info - ist keine Bewertung Deines Setups!
LG, der Fish
„When All Else Fails, Discontinue the use of All Else“
Hilfreich?
+2
hulg
16.04.26
02:01
Hi,
nur kurz meine persönliche "Geschichte". Hatte/habe sehr ähnliche Anforderungen.
Nutze nunmehr – nach kurzem Abstecher über eine kleine QNAP-NAS für Time Machine und Daten – seit einigen Jahren einen MacMini. Zunächst einen 2012er, dann einen M1, jetzt ein Basis M4. Auf dieser Setup laufen seit mehreren Jahren ohne Issues deine definierten Anforderungen plus Adguard Home als Service, Home Assistant über UTM, die Software für den Scanner sowie ein paar Dockergeschichten über Orbstack, allen voran Paperless. Läuft alles problemlos; angebunden sind ein paar externe Medien; hier konkrete SSD (als diese noch günstig waren).
Sicherlich ist dies auch über eine NAS realisierbar, für mich sind jedoch meine Anforderungen leichter wie zuvor dargestellt umzusetzen.
Gruß
Hilfreich?
+2
konnektor
16.04.26
09:04
xcomma
ascotlx, konnektor
habt ihr das UGOS Pro Betriebssystem draufgelassen oder habt ihr eines der anderen bekannten NAS OSses installiert?
Bei mir werkelt das Original UGOS.
JeDI
Unabhängig davon hat der Mini aus meiner Sicht aber noch einige weitere Vorteile: Er ist viel viel schneller als jedes NAS (in der Preisklasse), falls man doch mal Leistung für irgendwas braucht.
Deswegen bin ich von Synology und QNAP weg, da zahlt man Unsummen für Leistung.
Bei Synology kann man nicht ohne weiteres beliebige Apps installieren, auf dem Mac geht so ziemlich alles, inkl. Docker, Node.js, PiHole, MAMP/PHP oder in Zukunft evtl. auch mal ein lokales LLM (je nach Mac). Und über die Bildschirmfreigabe kommt man einfach drauf falls mal direkt am Rechner was gemacht werden muss.
Das alles kann ich am UGREEN auch und meines Wissens ging das auch bei Synology.
Preislich ist der Unterschied auch nicht so groß.
Mal abgesehen davon, dass ich am Mac mini keine großen oder mehrere Platten einbauen kann und auch keinen Speicher aufrüsten, sind externe Lösungen + Mac sicher teurer.
Hilfreich?
0
Huba
16.04.26
12:25
Bei. uns läuft eine Synology DS720+ mit 18GB RAM seit sechs Jahren ohne Mucken -- und die hat einiges zu tun: Plex Server, Roon Server, einige Docker-Container und dazu noch eine virtuelle Maschine mit einer Windows-Instanz, auf der eine Buchhaltungssoftware läuft. Automatische Foto-Backups diverser iPhones, Synchronisierung von Kalender, Kontakten, Enpass, DEVONthink. Allerdings keine Time Machine darauf.
Und dann macht die Synology natürlich die Sachen, für die sie eigentlich gedacht war: Daten beherbergen.
Für uns funktioniert das prächtig, für andere mögen ein selbst zusammengestelltes NAS oder ein extra bereitgestellter Mac mini sinnvoller sein -- ist ja gut, dass mehrere Wege zum Glück führen. Ist auch eine Frage, wieviel Zeit man für Konfiguration und Wartung investieren mag/kann.
Hilfreich?
+1
xcomma
16.04.26
12:31
Huba
[..] DEVONthink
Kannst du kurz ausführen wie du das mit DEVONthink machst bzw. meinst? Da es eine Mac-only Software ist (abgesehen mal vom iOS Client), hab ich grad ein Verständnisproblem. Danke!
Hilfreich?
0
sudoRinger
16.04.26
13:23
xcomma
Huba
[..] DEVONthink
Kannst du kurz ausführen wie du das mit DEVONthink machst bzw. meinst? Da es eine Mac-only Software ist (abgesehen mal vom iOS Client), hab ich grad ein Verständnisproblem. Danke!
Er hat den Local Sync Store (.dtCloud) auf der Synology, um die Datenbanken (.dtBase2) von mehreren Clients (Mac, iPhone, iPad) synchronisieren zu können.
Hilfreich?
+1
Huba
16.04.26
15:35
sudoRinger
xcomma
Huba
[..] DEVONthink
Kannst du kurz ausführen wie du das mit DEVONthink machst bzw. meinst? Da es eine Mac-only Software ist (abgesehen mal vom iOS Client), hab ich grad ein Verständnisproblem. Danke!
Er hat den Local Sync Store (.dtCloud) auf der Synology, um die Datenbanken (.dtBase2) von mehreren Clients (Mac, iPhone, iPad) synchronisieren zu können.
Ich hätte es nicht schöner beschreiben können.
Hilfreich?
+1
mk1701
22.04.26
17:38
Ich möchte noch einmal auf das eigentliche Thema zurückkommen und dort speziell die NAS's (oder wie schreibt sich der Plural von der Abkürzung NAS?) ansprechen. Die Hersteller werben ja zunehmend damit, dass ein NAS die Cloud Services ersetzen kann und soll, z.B. für Fotos und deren Sync auf allen beteiligten Geräten. Aber was spare ich damit? 10€ im Monat für den 2TB Speicherplan, also 120€ im Monat. Da muss ich schon viele Jahre das NAS einsetzen, um Geld zu sparen.
Ok, ich kann mir vorstellen, wie das technisch funktioniert. Voraussetzung wäre dann die NAS App auf allen beteiligten Geräten und immer, wenn ein neues Foto gemacht wird, wird das NAS angefunkt und gesagt, hier kommt ein neues Foto, speichere das mal. Anschließend funkt das NAS wieder in die Runde und verschickt das Foto an alle Geräte, wo das Foto noch nicht vorliegt. So oder ähnlich dürfte es ablaufen. Aber ist das wirklich ein Vorteil gegenüber der iCloud Synchronisation? Ok, die Fotos liegen wahrscheinlich (??) in einer Ordnerstruktur auf dem NAS. Vielleicht ein Vorteil für einen eventuell anstehenden Systemwechsel? Aber sonst?
Ihr merkt, ich weiß nicht, wie ein NAS die Daten verwaltet, vor allem die apple-spezifischen Daten. Helft mir, klärt mich auf! Zeigt mir die Vorteile! Ich sehe im Moment noch keine im Vergleich zu einem Mac mini als Server. Mir reichen z.B. auch die Verwaltungs- und Bearbeitungsmöglichkeiten von Apple Fotos. Ich brauche keine zusätzliche NAS App, die mir mit KI alle Hundefotos raussucht (nur als Beispiel).
Vielleicht liegen die Vorteile auch nicht bei den Fotos, sondern woanders? Aber wo? Bei den Festplatten? Ich kann auch an den Mac mini ein Festplatten-Array anschließen (z.B. Terramaster D4 SSD) und dort ein RAID-System konfigurieren.
Mein Hilferuf ist wirklich ernst gemeint. Helft mir bitte, die Vorteile und vielleicht auch Nachteile beim NAS zu verstehen.
Hilfreich?
+1
matbln
23.04.26
00:51
mk1701
Ich möchte noch einmal auf das eigentliche Thema zurückkommen und dort speziell die NAS's (oder wie schreibt sich der Plural von der Abkürzung NAS?) ansprechen.
Um abzuschweifen: das NAS – die NASEN. Alternativ mit kurzum Vokal: die NASSEN.
Hilfreich?
+2
Richard Fish
24.04.26
11:13
Lieber MK1701,
ich weiss nicht genau wo ich anfangen soll - vielleicht ist es mal gut den Begriff NAS zu definieren:
Ein NAS (Network Attached Storage) ist ein zentraler Netzwerkspeicher, der Daten für mehrere Geräte (PC, Smartphone, TV) im lokalen Netzwerk verfügbar macht. Es dient als eigener Cloud-Speicher für Backups, Datei-Sharing und Medienstreaming. Ein NAS wird meist per LAN-Kabel an den Router angeschlossen und ermöglicht den Zugriff auf Fotos, Videos und Dokumente von überall.
Hauptfunktionen eines NAS:
Zentraler Speicher:
Daten liegen nicht auf einzelnen Computern, sondern an einem zentralen Ort, auf den alle berechtigten Nutzer zugreifen können.
Automatisierte Backups:
Sichert Daten von Computern, Handys und Tablets automatisch.
Datensicherheit (RAID):
Durch gespiegelte Festplatten (RAID) bleiben Daten bei Ausfall eines Laufwerks in der Regel erhalten. Zusätzlich die Möglichkeit von Snapshots
Media-Server:
Streamt Filme, Musik und Fotos auf Smart-TVs oder andere Endgeräte (z. B. mit Plex).
Private Cloud:
Ermöglicht den Fernzugriff auf Dateien über das Internet, ohne monatliche Abo-Gebühren für Dienste wie Dropbox oder Google Drive.
Erweiterte Funktionen:
Viele NAS-Systeme (z.B. von Synology oder QNAP) erlauben die Installation von Apps, wie z. B. Adblocker (Pi-hole), Mailserver oder Kalender. Docker-Container, Virtual Machines, Office im Browser mit Collab, DNS-Server, Web-Server, Video-Überwachung, VPN, Time-Machine ... you name it!
z.B. für Fotos und deren Sync auf allen beteiligten Geräten.
und verschickt das Foto an alle Geräte, wo das Foto noch nicht vorliegt.
Nein, das ist nicht was ein NAS machen soll - es geht nicht darum Fotos an alle Geräte zu verteilen (sodass Du dann 10 Kopien von derselben Datei hast) sondern darum dass alle (oder nur bestimmte) Geräte/Personen auf ein Foto zugreifen können und das auch von unterwegs oder von zuhause aus. Es soll in erster Linie ein zentraler Speicherplatz für Daten sein, die mehrere Geräte/Personen nutzen können.
Ob und wie das für Deine Anforderungen eine Verbesserung zum MacMini mit externem Speicher ist, das kann ich Dir leider nicht beantworten. Für mich war es notwendig und die damals beste Lösung im Gegensatz zu einer Windows-Server-Installation mit AD.
„When All Else Fails, Discontinue the use of All Else“
Hilfreich?
+2
konnektor
24.04.26
11:41
mk1701
Mein Hilferuf ist wirklich ernst gemeint. Helft mir bitte, die Vorteile und vielleicht auch Nachteile beim NAS zu verstehen.
Die Frage ist unvollständig, da sich Vor- und Nachteile mit den Anforderungen ändern. Deswegen mal nur die grundsätzlichen Dinge: ein Mac hat keine oder nur noch kaum Server-Funktionalitäten und ist nicht auf 24h Betrieb ausgelegt. Außerdem kommt er mit einer überflüssigen Benutzeroberfläche daher und lässt sich intern nicht erweitern. Er ist also für alle denkbaren Anwendungen in der Zusammenarbeit im Netzwerk die schlechteste Variante. Ausnahme, er existiert schon und muss nur rudimentäre Dienste erledigen und erfüllt somit noch eine Funktion bis an sein Lebensende.
Ein vollwertiger Server ist meist überdimensioniert und macht nur Sinn, wenn er die Verwaltung von Clients übernehmen muss.
Ein NAS ist längst vom einfachen Netzwerkspeicher hin zum "Mini-Server" avanciert, die gängigsten Server-Dienste lassen sich auf einem NAS installieren oder kommen schon in der Grundkonfiguration mit. Ein NAS ist auf 24h Betrieb ausgelegt und lässt sich meistens aufrüsten. Es ist unabhängig von der Apple Welt und kann auch für andere Clients Dienste bereitstellen, also auch nicht-Mac Programme ausführen.
Das lässt sich alles auch in der Cloud realisieren und inzwischen rücken auch die Kosten näher zusammen. Cloud ist aber immer ein Thema ob man seine Daten dorthin geben will. Wenn man allerdings sein NAS oder Mac von außen zugänglich macht, halte ich das für riskanter. Man ist zwar selbst verantwortlich, man ist aber auch selbst verantwortlich! Ich hoffe dieser komische Satz ist verständlich.
Hilfreich?
+1
buck
24.04.26
15:54
Ich möchte dir ein paar wichtige Gründe aufzeigen, die bei mir ganz entschieden für ein NAS sprachen:
Ich bin Sicherheitsfanatiker (im positiven Sinne) und liebe deshalb die Möglichkeit ein entsprechendes Raid in einem NAS einzurichten. Bei mir ist es sogar Level 6. Ich habe 4 Platten, von denen zwei beliebige Platten ausfallen können. Backups muss man natürlich trotzdem machen!
Der Stromverbrauch (und damit der CO2 Ausstoß - den leider viele nicht interessieren) eines NAS ist normalerweise viel geringer als der eines Rechners. Das summiert sich im Laufe der Zeit!
Lautstärke und Geschwindigkeit hängen natürlich auch stark von der Ausführung ab.
Hilfreich?
0
mk1701
25.04.26
00:28
Zuerst einmal Danke für alle eure Meinungen und Tipps!
Was mein Projekt betrifft, die Würfel sind gefallen. Ich habe mich entschieden.
Als Server wird ein Mac mini M2 mit 16GB RAM und 512GB SSD zum Einsatz kommen. Die eingebaute SSD reicht mir zunächst als gemeinsam genutztes Laufwerk. Gleichzeitig wird dieses gemeinsam genutzte Laufwerk mit iCloud synchronisiert, um die Daten auch unterwegs auf allen Geräten nutzen zu können. Der Zugriff auf Datenbank und Docker Container erfolgt von außen dann über VPN. Für Time Machine Backups wird eine externe 4TB HDD genutzt. Eine weitere 4TB HDD wird für extern gelagerte Backups verwendet. Sollte die interne SSD an ihre Grenzen kommen, würde eine externe SSD zum Einsatz kommen. Das kann ich aber noch abwarten.
Mein alter Mac mini M1 wird zukünftig als reiner Musikserver genutzt werden und ist per USB direkt an meine Aktivboxen angeschlossen.
Als Videoserver (das ist bei mir aber nicht viel) werde ich mich demnächst mit Jellyfin beschäftigen. Der würde dann auch auf dem Mac mini Server laufen (nativ oder im Docker) und von meinem AppleTV als Client angesprochen werden.
Fotos werden nach wie vor über die iCloud synchronisiert und per Time Machine gesichert.
Zusätzlich werden wir alle mobilen Geräte (iPhones und iPads) zukünftig in der iCloud und gelegentlich auch lokal sichern.
Ich denke, nach der Umstellung läuft bei uns alles etwas runder und vor allem gibt es im Gegensatz zu heute eine Datensicherung.
Hilfreich?
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