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Suche eine Lösung für ein paar (wenige) Serverdienste

mk170115.04.2611:34
Ich suche aktuell für meine private IT-Konfiguration eine Lösung für ein paar Serverdienste. Eigentlich geht es nur um:

- Fileserver für in der Family gemeinsam genutzte Daten (Schriftverkehr, Scans von Dokumenten, Steuer-, Krankenkassensachen usw.)
- Server für Time Machine Backups
- Datenbankserver für ein paar private Datenbanken

Das ist eigentlich schon alles. Fotos machen wir mit Apple Fotos, Musik mit einem Extra Musikserver auf einem Mac mini.

Als Arbeitsgeräte haben wir ein Macbook, ein iPad pro, 2 iPhones und ein Mac mini als Musikserver.

Im Grunde genommen würde mir der Mac mini Musikserver reichen. Den möchte ich aus bestimmten Gründen aber für die Musik separat halten.

Ich habe mir jetzt einmal NAS Systeme angeschaut, von Synology und Qnap. Aber wenn ich ehrlich bin, brauche ich die ganzen Funktionen nicht, die dort angeboten werden. Vorteil wäre eigentlich nur noch die Möglichkeit, Festplatten einzubauen und bei 2 Platten auch als RAID zu nutzen.

Alternativ habe ich an den Kauf eines weiteren Mac Minis gedacht, egal ob einen alten M1 oder M2 oder einen aktuellen M4. Eine dicke Platte für Time Machine Backups angesteckt und den Rest im Mac mini konfiguriert (Freigaben, Datenbankserver). Und wenn man es gut meint, kauft man 2 Time Machine Backup Platten und wechselt die gelegentlich. Hinzu kommt noch die Möglichkeit, das auf dem iPad Pro über die Bildschirmfreigabe echte Mac Anwendungen laufen zu lassen(selten, aber kommt vor).

Was meint ihr? Bringt ein NAS für meine kleinen Ansprüche wirklich Vorteile? Oder ist der Mac mini die bessere Alternative? Preislich dürfte es ähnlich werden ... 2 Festplatten, entweder extern (Mac mini) oder intern (NAS) plus das NAS oder das Mac mini.
+2

Kommentare

ssb
ssb15.04.2612:03
Ich würde sagen ja: NAS mit mindestens 2 HDDs bringt den Vorteil, dass du mit RAID 0 Redundanz hast. Ich habe meine Synology schon einige Jahre und ich hatte schon ein paar Platten, die ich austauschen musste. Glücklicherweise war immer nur eine defekt (oder kurz davor) und die wurde auf Garantie getauscht.

Also zumindest bezüglich TimeMachine ist eine NAS (und eigentlich noch ein externes Backup) sinnvoll. Das mag aber auch davon abhängen, wie viele Rechner dafür vorgesehen sind.

Für Datenbank-Dienste braucht man dann schon ein etwas "größeres" Modell. Vielleicht den DB-Server auf dem Musik-Mac ablegen? Das hängt aber auch vom Datenvolumen ab und was für ein Datenbank-System das ist. Ich habe daheim noch einen git-Server (forgeio) laufen - auf einem RasPi3.

Aktuell wird grad recht viel (und meist positiv) über die NAS-Systeme von UGreen berichtet, vielleicht wirst du da fündig. Ich bin auch am überlegen, eine neue NAS zu kaufen, die dann auch wenigstens 4 HDD-Bays hat. Die 3TB meiner alten Synology sind so langsam nicht mehr zeitgemäß. Ob es wieder eine Synology wird - unsicher, die hatten ja erst wegen des HDD-Lockings (man konnte nicht einfach irgendeine HDD einbauen) schlechte Presse bekommen - auch wenn sie das wohl wieder entfernt hatten.
+1
xcomma15.04.2612:15
mk1701
- Datenbankserver für ein paar private Datenbanken
An was für einen DB Server hast du gedacht?
+1
xcomma15.04.2612:17
ssb
mit RAID 0 Redundanz hast
Glaub du hast dich vertippt und meintest RAID 1 (Mirror).
RAID 0 (Striping) hat keine Redundanz.
+4
mk170115.04.2612:22
Bei dem DB Server handelt es sich um nichts Großes, einfach eine Serverumgebung mit Apache, PHP und MySQL. Kann man auf dem Mac einfach mit MAMP, einer Docker-Umgebung oder auch anders bereitstellen und die NAS-Systeme bieten das auch von Haus aus an.
0
xcomma15.04.2612:37
Wenn du dich sehr wohl fühlst und sowieso bisher eh schon ein MAMP Setup betreibst - und mit Linux bzw. Synologys DSM bzw. das OS-Pendant von QNAP nicht kennst - würde ich sagen bleib lieber beim gewohnten MacOS Setup. Die Mac Minis sind grundsätzlich sicherlich "mehr als capable". Da gibt's eine ganze Reihe an schwächeren Systemen bei den genannten Herstellern - ausser man geht dann halt in höhere Ebenen, die dann aber unverhältnismässig teuer werden usw.

Zudem - wenn ich mich an einen anderen Thread von dir erinnere - hast du sehr überschaubare Plattengrössen-Anforderungen.

Denke das ist alles soweit gut machbar (unter Akzeptanz gewisser Bedingungen). Würde in den Mix aber auch ein "richtiges Backup" (z.B. mittels CCC) einbauen und mich nicht blind auf TM verlassen. TM ist für mich nur eine Art flüchtiges Backup. Optimalerweise sollte man sich generell in der Lage befinden bzw. sich erlauben zu können eine TM Platte - sofern kein akuter "Datennotfall" besteht - jederzeit komplett löschen zu können und das TM Backup neu aufbauen zu lassen. Und es nicht als echtes Backup-Archiv betreiben.

Bzgl. der erwähnten Bedingung:
die Platten sind ja per USB angestöpselt. Persönlich würde ich kein RAID über USB Platten anlegen und würde auch gern die Möglichkeit mehrerer Platten über SATA Anschluss (wenn wir von HDDs reden) haben. Daher wäre es für mich persönlich rein aus dem Grund - obgleich die Server-Power eines Minis sicherlich im Familienumfeld völlig ausreichend ist - keine Option. Prinzipiell würde ich - so gut es geht - von USB Platten absehen. Aber das ist mehr so eine persönliche Präferenz.
+3
sudoRinger
sudoRinger15.04.2612:39
mk1701
- Fileserver für in der Family gemeinsam genutzte Daten (Schriftverkehr, Scans von Dokumenten, Steuer-, Krankenkassensachen usw.)
Im anderen Thread von gestern hast Du bereits RAID erwähnt. RAID 1 (Mirroring) schützt vor dem Ausfall einer einzelnen Platte. Wer kein RAID hat, nimmt bei einem Plattenausfall das Backup und stellt das System wieder her. Der Nutzen bei einem RAID ist, dass man bei einem Ausfall sofort weiterarbeiten kann.

Ein RAID hilft aber nicht bei: versehentlich gelöschte Dateien, Dateikorruption, Ransomware, Diebstahl, Brandschaden. All das repliziert RAID zuverlässig mit. Was Du brauchst ist ein Backup. Darauf habe ich schon in deinem Thread vom Februar hingewiesen

Nachteilig finde ich an einem Mac mini, dass er nicht ganz so problemlos 24/7 durchläuft wie ein NAS-Server. Ein NAS nutzt man auch um Docker Container laufen zu lassen, das geht auf dem Mac mit Orbstack ebenfalls ganz gut.
+7
System 6.0.1
System 6.0.115.04.2612:50
Ich gehe da voll auf Risiko: Ich habe eine SSD an meiner Fritzbox und iCloud.

Ich will keinen Dröhn-Fön irgendwo in der Wohnung stehen haben, keinen VHS-Serverkurs (36 Monate, Mo und Do, 19 - 21.30 Uhr, während der Schulferien kein Unterricht) belegen, und überhaupt … ist doch wahr! Man kann alles übertreiben.
„„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998“
-2
xcomma15.04.2612:52
mk1701
oder einen aktuellen M4
Solltest du dir einen neuen M4 bestellen, würde ich das 10Gbit Ethernet reinkonfigurieren.

Natürlich macht es - so denke ich (aber man möge mich korrigieren) - mehr Sinn, wenn das Heimnetzwerk min. auf 2.5Gbit ausgelegt ist. Aber selbst wenn es derzeit noch auf 1Gbit rennt - wäre es eine Art Zukunftsinvestition für den Fall eines Upgrades deiner LAN Umgebung irgendwann mal. Der M4 würde ja eine relativ lange Zeit sicherlich laufen und nicht schon nach 3 Jahren wieder abgelöst werden, schätze ich mal.
+2
ssb
ssb15.04.2613:05
xcomma:
Du hast recht, ich meinte RAID 1 (mirror) bei meiner NAS mit 2 HDD.

System 6.0.1:
Es mag von eine Spezialität deiner Ohren sein, aber meine NAS dröhnt nicht und die Lüfter laufen auch ruhig, wenn sie überhaupt laufen. Sie steht neben meinem Schreibtisch und ich höre sie nur manchmal leise rumpeln, wenn gerade ein TM-Backup läuft. Die HDD in meinem DVB-Receiver ist lauter, das Gehäuse ist aber nicht wirklich so konzipiert, die Geräusche zu dämpfen.
Aber das mag natürlich auch von der Wohnsituation abhängen.

Ansonsten darf jeder so voll in das Risiko gehen, wie es ihm gefällt. Sollte dann doch mal was schief gehen, bereut man diese Entscheidung möglicherweise schnell. Insbesondere die, die glauben das Massenspeicher ewig halten und man daher keinen Backup braucht. Eine Lösung mit zusätzlich externem Backup habe ich aber auch noch nicht. Darum muss ich mich noch kümmern.
+1
ascotlx
ascotlx15.04.2613:38
Moin
ich würde das NAS bevorzugen. Synology und QNAP sind bei mir raus. die neuen NAS Laufwerke von uGreen liefern deutlich aktuellere Hardware zu einem vernünftigen Preis.
Alle Dienste die Du nicht brauchst kannst Du i.d.R. deaktiveren.
Der Aufwand sich in "irgendeine" Lösung einzuarbeiten kann leider nicht umgangen werden, was aus meiner Sicht aber auch nicht wirklich schlimm ist. Es gibt ja immer Neuerungen die man sich im Detail genauer anschauen muss.
Ich bin zwar ein absoluter Fan der Mac Hardware, aber seit es keine Mac Server und auch die Mac Server App (oder wie die hieß) nicht mehr gibt oder soweit eingedampft wurde, dass sie keine Sinn mehr macht würde ich entweder auf einen Linux Server gehen, was erstmal mehr Aufwand zur Einarbeitung und Vorbereitung bedeutet oder eben ein NAS Laufwerk. Mac's spielen wunderbar mit denen zusammen und Docker und Co laufen mittlerweile auch auf jedem aktuellen NAS...
+2
konnektor15.04.2614:52
Kann auch nur positiv von meinem UGREEN NAS berichten. Ist sehr leise und schnell, trotz oder mit 3,5" Platten. ich hab mir allerdings eine M.2 für den Lese-Cache gegönnt.
Hat bei mir einen Mac mini und ein Qnap NAS ersetzt.
+1
xcomma15.04.2615:54
ascotlx, konnektor
habt ihr das UGOS Pro Betriebssystem draufgelassen oder habt ihr eines der anderen bekannten NAS OSses installiert?
+1
JeDI15.04.2617:21
Ich mach das mit einem M1 Mini, der seit ungefähr 2 Jahren quasi 24/7 durchläuft und das ohne das kleinste Problem. Daran hängt bei mir ein USB C HDD Gehäuse für 5 Festlplatten, 2 werden als RAID1 (mit Apples Software Raid-Treibern) zur Datenablage genutzt und 2 einzeln für Time Machine. Auch das läuft völlig prpblemlos.

Davor hatte ich mehrere Synology. Soweit liefen die auch, aber ich hatte vor allem mit den Time Machine Backups immer wieder mal Fehler und musste dann neue Backups anlegen. Damals war das wohl ein häufigeres Problem, ich weiß nicht ob sich das mittlerweile gebessert hat.

Unabhängig davon hat der Mini aus meiner Sicht aber noch einige weitere Vorteile: Er ist viel viel schneller als jedes NAS (in der Preisklasse), falls man doch mal Leistung für irgendwas braucht. Ich habe einen Backup-Rechner, falls mal einer kaputt geht und ich ganz dringend an etwas weiter arbeiten muss und ich bin flexibler bei Diensten und Programmen. Bei Synology kann man nicht ohne weiteres beliebige Apps installieren, auf dem Mac geht so ziemlich alles, inkl. Docker, Node.js, PiHole, MAMP/PHP oder in Zukunft evtl. auch mal ein lokales LLM (je nach Mac). Und über die Bildschirmfreigabe kommt man einfach drauf falls mal direkt am Rechner was gemacht werden muss.

Preislich ist der Unterschied auch nicht so groß.
+5
Richard Fish
Richard Fish16.04.2600:25
JeDI
inkl. Docker, Node.js, PiHole, MAMP/PHP oder in Zukunft evtl. auch mal ein lokales LLM



Docker gibts für Synology, heißt halt dort Container Manager und ist eine offizielle App, genauso wie Node.js und PHP, PiHole gibts als Docker-Container und zum Thema AI gibts einen Synology Blog Artikel:

Dies nur zur Info - ist keine Bewertung Deines Setups!
LG, der Fish
„When All Else Fails, Discontinue the use of All Else“
+2
hulg16.04.2602:01
Hi,
nur kurz meine persönliche "Geschichte". Hatte/habe sehr ähnliche Anforderungen.

Nutze nunmehr – nach kurzem Abstecher über eine kleine QNAP-NAS für Time Machine und Daten – seit einigen Jahren einen MacMini. Zunächst einen 2012er, dann einen M1, jetzt ein Basis M4. Auf dieser Setup laufen seit mehreren Jahren ohne Issues deine definierten Anforderungen plus Adguard Home als Service, Home Assistant über UTM, die Software für den Scanner sowie ein paar Dockergeschichten über Orbstack, allen voran Paperless. Läuft alles problemlos; angebunden sind ein paar externe Medien; hier konkrete SSD (als diese noch günstig waren).
Sicherlich ist dies auch über eine NAS realisierbar, für mich sind jedoch meine Anforderungen leichter wie zuvor dargestellt umzusetzen.
Gruß
+2
konnektor16.04.2609:04
xcomma
ascotlx, konnektor
habt ihr das UGOS Pro Betriebssystem draufgelassen oder habt ihr eines der anderen bekannten NAS OSses installiert?
Bei mir werkelt das Original UGOS.

JeDI
Unabhängig davon hat der Mini aus meiner Sicht aber noch einige weitere Vorteile: Er ist viel viel schneller als jedes NAS (in der Preisklasse), falls man doch mal Leistung für irgendwas braucht.
Deswegen bin ich von Synology und QNAP weg, da zahlt man Unsummen für Leistung.
Bei Synology kann man nicht ohne weiteres beliebige Apps installieren, auf dem Mac geht so ziemlich alles, inkl. Docker, Node.js, PiHole, MAMP/PHP oder in Zukunft evtl. auch mal ein lokales LLM (je nach Mac). Und über die Bildschirmfreigabe kommt man einfach drauf falls mal direkt am Rechner was gemacht werden muss.
Das alles kann ich am UGREEN auch und meines Wissens ging das auch bei Synology.
Preislich ist der Unterschied auch nicht so groß.
Mal abgesehen davon, dass ich am Mac mini keine großen oder mehrere Platten einbauen kann und auch keinen Speicher aufrüsten, sind externe Lösungen + Mac sicher teurer.
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Huba16.04.2612:25
Bei. uns läuft eine Synology DS720+ mit 18GB RAM seit sechs Jahren ohne Mucken -- und die hat einiges zu tun: Plex Server, Roon Server, einige Docker-Container und dazu noch eine virtuelle Maschine mit einer Windows-Instanz, auf der eine Buchhaltungssoftware läuft. Automatische Foto-Backups diverser iPhones, Synchronisierung von Kalender, Kontakten, Enpass, DEVONthink. Allerdings keine Time Machine darauf.
Und dann macht die Synology natürlich die Sachen, für die sie eigentlich gedacht war: Daten beherbergen.
Für uns funktioniert das prächtig, für andere mögen ein selbst zusammengestelltes NAS oder ein extra bereitgestellter Mac mini sinnvoller sein -- ist ja gut, dass mehrere Wege zum Glück führen. Ist auch eine Frage, wieviel Zeit man für Konfiguration und Wartung investieren mag/kann.
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xcomma16.04.2612:31
Huba
[..] DEVONthink
Kannst du kurz ausführen wie du das mit DEVONthink machst bzw. meinst? Da es eine Mac-only Software ist (abgesehen mal vom iOS Client), hab ich grad ein Verständnisproblem. Danke!
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sudoRinger
sudoRinger16.04.2613:23
xcomma
Huba
[..] DEVONthink
Kannst du kurz ausführen wie du das mit DEVONthink machst bzw. meinst? Da es eine Mac-only Software ist (abgesehen mal vom iOS Client), hab ich grad ein Verständnisproblem. Danke!
Er hat den Local Sync Store (.dtCloud) auf der Synology, um die Datenbanken (.dtBase2) von mehreren Clients (Mac, iPhone, iPad) synchronisieren zu können.
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Huba16.04.2615:35
sudoRinger
xcomma
Huba
[..] DEVONthink
Kannst du kurz ausführen wie du das mit DEVONthink machst bzw. meinst? Da es eine Mac-only Software ist (abgesehen mal vom iOS Client), hab ich grad ein Verständnisproblem. Danke!
Er hat den Local Sync Store (.dtCloud) auf der Synology, um die Datenbanken (.dtBase2) von mehreren Clients (Mac, iPhone, iPad) synchronisieren zu können.

Ich hätte es nicht schöner beschreiben können.
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