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Springer-Verlag veröffentlicht kostenpflichtige Programme im App Store

Vor einiger Zeit hatte der Springer-Verlag bereits angekündigt, dass man auf ein neues Vertriebsmodell digitaler Inhalte setzen wolle. So müsse man prüfen, ob es noch zukunftsfähig ist, kostenlose Nachrichtenseiten zu betreiben. Für Bild-Zeitung und Welt gibt es daher jetzt kostenpflichtige Programme im App Store, über die der Zugriff auf Nachrichten und weitere Informationen der Publikationen möglich ist. Die neuen Ausgaben der Welt lassen sich bereits am Vortag über "Welt Mobile" lesen, es soll somit ein Mehrwert gegenüber kostenlosen Diensten geboten werden. Für das Programm werden 1,59 Euro fällig, zusätzlich stehen auch monatliche Abos für 2,99 Euro ohne PDF-Ausgabe und 4,99 Euro mit PDF-Download zur Verfügung. Die Bild-Zeitung kostet als iPhone-Applikation 79 Cent, als Abo 1,59 Euro bzw. 3,99 Euro.
Bei der Bekanntgabe dieser Pläne betonte der Verlag, nicht einfach nur das zu verkaufen, was es ohnehin zuvor schon kostenlos gab, sondern immer darauf zu achten, mehr zu bieten. Es wird sich allerdings noch zeigen müssen, ob dieses Versprechen auch umgesetzt werden kann. Die angedrohte Sperrung der Web-Angebote für iPhones wird Springer erst einmal nicht durchführen, dies hatte recht schnell zu Leserprotesten geführt.

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Kommentare

Supremeja
Supremeja09.12.09 12:35
Na dann mal viel Erfolg.
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nomuc
nomuc09.12.09 12:38
0,79 EUR und dann 1,59 EUR pro Monat... die würde ich nicht mal nehmen wenn sie umsonst wären!
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Homie
Homie09.12.09 12:42
Auf den Hintern werden sie damit fallen! Die Leute wollen für solche Onlineinhalte nicht bezahlen. Und daran wird sich auch so schnell nichts ändern. Ob die Verlage das nun wollen oder nicht. Es sei denn, sie zwingen die Leser dazu. Aber da bin ich mir nicht sicher, wer tatsächlich am längeren Hebel sitzt
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brixner6611
brixner661109.12.09 12:47
Also für "Die Welt" sind 4.99 Euro inkl. PDF-Download (so kann man die Welt auch auf dem Mac lesen und nicht nur auf den iPhone) pro Monat halte ich für durchaus kein schlechtes Angebot, da die gedruckte Ausgabe in Abo im Monat ca. 30 Euro kostet. Da sind die einmaligen kosten für die App zu vernachlässigen.
Aber für das Schundplatt "BILD" würde ich nicht mal einen Cent zahlen!
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Cliff the DAU
Cliff the DAU09.12.09 12:50
Ne Zeitung auf einem Minibildschirm lesen, ich weiß ja nicht. Ist doch vollkommen praxisfremd. Kurze News geht ja noch.
„Es gibt keine Nationalstaaten mehr. Es gibt nur noch die Menschheit und ihre Kolonien im Weltraum.“
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Dr.Mabuse09.12.09 12:51
Da Frage ich mich doch ob Die Welt besser ist als die Bild...
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Maximilian.Heidl
Maximilian.Heidl09.12.09 12:59
Ich mach auch ein App wo man meine Twittereinträge dann für 2 Euro im Monat nachgucken kann... *sick*
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Ties-Malte
Ties-Malte09.12.09 13:02
Wie will man mit der Blöd überhaupt einen Mehrwert schaffen?!

Ansonsten: Zu teuer. Wenn dann noch Inhalte gesperrt werden (sollen), wird es nicht nur Proteste und Negativpresse geben, sondern „Workarrounds“ – soweit es sich um Content handelt, den überhaupt jemand interessiert.

Wann lernen Anbieter endlich, dass „Sperren“ als Arbeiten gegen den User nie funktionieren? Entweder, ein Angebot (versprochene Extras) überzeugt, oder eben nicht. Gegen den User gerichtete Aktionen bewirken das absolute Gegenteil!
The early bird catches the worm, but the second mouse gets the cheese.
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Sindbad09.12.09 13:04
Ich lese Auszüge aus 3 Tageszeitungen per RSS-Reader.
Natürlich genieße ich den "Gratis-Faktor".

Das funktioniert aber nicht für alle Leser und für alle Zeiten.

Also muss sich die Presse was einfallen lassen, um Geld zu verdienen.
Interessante Zeiten
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3d-swiss09.12.09 13:05
Journalismus kostet Geld. Gehälter, Infrastruktur und so weiter. Wir werden uns wohl daran gewöhnen müssen, dass digitale Artikel und Zeitungen Geld kosten. Bei der Musik und Videos (siehe iTunes) ist das doch heute schon die Regel.
Wenn also ein privater Verlag für seine Dienstleitungen Geld haben will/muss, dann finde ich es in Ordnung. "Was nix kostet, taugt auch nix!"
Problematischer finde ich eher die Entwicklung bei der GEZ - aber das nur am Rande. Besonders wenn die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten dann von der Privaten via Volksvertreter zum Löschen von Inhalten nach 7 Tagen gezwungen werden.
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oloool09.12.09 13:12
Was nix kostet, taugt auch nix!

Der Trend hat sich umgekehrt: "Taugt Nix? Kostet Was!"


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Maximilian.Heidl
Maximilian.Heidl09.12.09 13:18
3d-swiss: Das Problem ist doch, dass sie für etwas Geld haben wollen, was es "eine Haustür weiter" auch kostenlos gibt, nämlich auf ihrer eigenen Website - ganz legal.
Wenn sie Geld für sämtliche Inhalte, egal wo, verlangen würden, okay - dann muss man das akzeptieren.

Aber anscheinend geht der Trend in der immer weiter fortschreitenden Vernetzung der Welt dazu, dass immer mehr Unternehmen sich eingestehen müssen, dass sie bei Einführung ihrer Services daran vorher nicht gedacht haben und das auch (kostenlos) nicht ermöglichen wollen.

Siehe Tethering auf dem iPhone und T-Mobile.
Und das ist einfach nicht okay.
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poskopiati
poskopiati09.12.09 13:23
Entweder zahlen für Online-Content - oder zig tausende Arbeitsplätze fallen weg.

Der Trend geht weg von Print - aber für online will keiner zahlen - d.h. Entlassungen und Firmenpleiten.

Ich komme selber aus der Branche und bin der Meinung: Für Content muss bezahlt werden - egal welches Medium. Wer lesen/hören/sehen will, soll die Mitarbeiter bezahlen, die es herstellen. Sonst gibts irgend wann nur noch Einheitsbrei. Und die Arbeitslosengelder zahlt jeder mit seinen Steuergeldern. Wenn also schon bezahlt werden muss, sollte man auch etwas davon haben. Einfach mal drüber nachdenken.
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svenn
svenn09.12.09 13:25
mal unabhängig davon, das es um die springer presse geht.

auch hier im forum schreien doch einige: ja ich bezahle gerne etwas, wenn ich gute infos werbefrei bekomme.
wenn sich ein abo modell inhaltlich und von der aufmachung positiv von kostenfreien möglichkeiten unterscheidet, zahle ich auch einen angemessenen betrag dafür.
ich sehe auch arbeit die dahinter steht und bin bereit diese zu honorieren.
1,59 eur im monat kann doch kein argument für kosten sein.
nur das ganze bitte nicht von springer.
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DonQ
DonQ09.12.09 13:30
hmm ?

sollen sie doch den content kostenpflichtig comment fähig halten, das mag ich ja noch irgendwie einsehen, allerdings eine app/zwangsproxy…wtf was man denen alles als mehrwehrt verkaufen kann hierzulande.

der mehrwert einer zeitung ist, gemüse und fisch einzuwickeln, fenster zu putzen und last but not least, den kamin anzuheizen…lesen kann man sie auch noch
an apple a day, keeps the rats away…
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alQamar
alQamar09.12.09 13:32
Ich bekomme beide umsonst und lese keine von ihnen.
Für ein solches Abo der Süddeutschen, die der Printausgabe entspricht, würde ich allerdings gerne bezahlen.
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macmuckel
macmuckel09.12.09 13:38
Ich befürchte, es existiern genügend Zeitgenossen, die für ihre eigene Verblödung zahlen...
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DonQ
DonQ09.12.09 13:40
der unschlagbare vorteil einer Zeitung/Magazins ist nun mal die unveränderbarkeit im falles einer nachträglichen zensur, was ausgeliefert ist, bleibt auch meist ausgeliefert

an apple a day, keeps the rats away…
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nomuc
nomuc09.12.09 13:50
3d-swiss
Journalismus kostet Geld.
Also bitte!! Weder Bild noch Welt hat etwas mit Journalismus zu tun!
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goldgeist
goldgeist09.12.09 13:57
Der Vorteil der beiden Apps ist, das sie die Artikel iPhone freundlich ungesetzt haben. Es ist recht spassig durch die Artikel zu swipen. Daraus ergibt sich ein "Stöbern", den man beim betrachten von News Webseiten auf dem iPhone so nicht hat.

Ferner ist zumindest Bild.de auf dem iPhone umgeleitet auf ein WAP portal und das ist mal gar nix.

Die Zeitung von morgen lesen zu können, auch nicht schlecht.

Ich hatte mehr als genug gelegenheit mich mit den Apps zu beschäftigen, weil wir an den Präsentation zur entsprechenden Pressekonferenz bei Springer gearbeitet haben - und meiner meinung nach ist das schon alles sehr schön gelöst.

Also, vielleicht erstmal ausprobieren und dann schimpfen.

(Nein, die Apps selbst habe ich nicht entwickelt, ich arbeite auch nicht bei Springer und will auch keine Werbung dafür machen. Sage nur, Inhalte werden mal iPhone adequat präsentiert und das ganz gut)
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DonQ
DonQ09.12.09 14:03
Ferner ist zumindest Bild.de auf dem iPhone umgeleitet auf ein WAP portal und das ist mal gar nix.

das gibt es wirklich noch ?

hätte ich nicht gedacht, aber kommt fast auf's gleich heraus für mich.

naja…soll ja sogar leute geben die bildzeitungen klauen…und dabei auch noch erwischt werden…

*duckundweg*
an apple a day, keeps the rats away…
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Garp200009.12.09 14:10
Denke mal, in der BILD ist das Niveau teils höher als hier im Forum...

Gute Leistung - und egal von wem - darf durchaus auch bezahlt werden. Wenn das eine gut gemachte iPhone App ist, was spricht dann auch dagegen? Spiegel, Süddeutsche, Zeit, etc. werden hoffentlich folgen.

Gute Bezahlung für Jorunalismus ist nicht selbstverständlich. Klar sollte er bezahlt werden. Aber wenn die Zeitungen kein gutes Geschäftsmodell hinbekommen, sind sie selber schuld. Tante Emma-Läden hat auch keiner gerettet und die Elektromärkte auf der grünen Wiese wird auch niemand retten, wenn Amazon sie platt macht. So ist das ganze Leben, es gibt stetig Veränderung, da muss man schauen wo man bleibt.
Star of CCTV
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DonQ
DonQ09.12.09 14:19
lol, spiegel, süddeutsche, faz, zeit, you name it, sollen der bild folgen ?

naja, gerüchte weise soll die ja auch schon kanzler gemacht haben…

trotzdem, amazon soll märkte platt machen ?

mit was bitteschön ?

ihrem no name label gadgets, die kaum 20 monate halten ?

ihrem meist unseriösen marketplace, der nur dazu dient, die eigenen seriöseren artikel beim doppelten preis zu halten ?

kann schon sein, aber verlassen würde ich mich da nicht darauf.
an apple a day, keeps the rats away…
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macmuckel
macmuckel09.12.09 14:38
alQamar

Volle Zustimmung!

goldgeist

Was nutzten am iPhone adäquat präsentierte "Inhalte", wenn diese nur aus Schmutz und Abfall bestehen?
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apple-byte
apple-byte09.12.09 15:10
Platz 1 & 6 im AppStore zeigen, dass die Kunden bereit zum Zahlen sind.
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Yzerman09.12.09 15:23
Kaum zu glauben, es gibt tatsächlich Leute, die diese App kaufen.
Da frage ich mich, wie diese überhaupt an ein iPhone gekommen sind. Das passt irgendwie nicht zusammen.
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Maximilian.Heidl
Maximilian.Heidl09.12.09 15:32
Platz 1 im App Store :'(
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Garp200009.12.09 16:11
DQ Verstehe Dein Geschreibsel nicht, bitte etwas umformulieren.

Spiegel wird mit der Printausgabe für's iPhone in Kürze folgen. Bei der SZ ist auch was im Busch.
Star of CCTV
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Garp200009.12.09 16:29
Die WELT-App ist ziemlich der Hammer. Also wenn das immer 1,59 Euro je Monat kostne soll dann bin ich ab sofort WELT-Leser. Das ist Springer-Verlag hin oder her schon eine verdammt umfangreiche und sehr, sehr auf Usability bedachte App.
Star of CCTV
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dreyfus09.12.09 16:43

Ich finde es schön hier auch einmal über etwas zu lesen, dass man nicht sofort kaufen will

Ansonsten (Springer einmal Außen vorgelassen) habe ich den Eindruck, die Verlage raffen es genau so wenig wie die Plattenlabel... Die Leute sind durchaus bereit zu bezahlen (zumindest einige), ich will nur nicht für einen Hit die ganze Platte kaufen müssen. Ich würde bspw. sofort den Lokalteil der Frankfurter Rundschau, den Kulturteil der FAZ, den Politikteil und Kommentarteil von Süddeutsche und taz abonnieren... aber ich kaufe nicht viermal den gleichen Berg von ab-/umgeschriebenen Agenturmeldungen und zahle nicht viermal für Sportberichte, die ich eh nicht lese. So bekommen sie dann insgesamt eben genau gar Nichts.
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