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Claude mit neuer Funktion für Vibe-Coding von iOS-Apps

Vibe-Coding ist schon länger ein angesagtes Thema und macht auch vor Apps für Smartphones nicht Halt. Noch einfacher geht das Programmieren und Ausprobieren von iPhone- und iPad-Anwendungen ab sofort mit Claude Code. Anthropic integriert in Claude Code Desktop eine Ansicht für Apples iOS-Simulator, mit der Apps direkt entwickelt und getestet werden können, ohne dass der Nutzer dafür die "Computer-Use"-Funktion verwenden muss. Voraussetzung dafür ist aber weiterhin ein Mac mit Xcode und die darin enthaltene, von Apple zur Verfügung gestellte Simulator-Infrastruktur.


Einheitlicher Arbeitsfluss bei der Programmierung
Claude kann lokale Simulationen eines iPhones oder iPads auf einem Mac steuern und Apps darin ausführen. Es ist damit möglich, eine App für iOS in einem Rutsch zu programmieren, zu kompilieren und auszuführen. Ein Anwendungsszenario, das Anthropic selbst nennt, ist der Test des Onboardings einer App. Claude kann im Simulator die App bedienen: Text eingeben, Schaltflächen auswählen und navigieren. Ebenso kann der Bildschirminhalt ausgewertet werden. Definierbar ist auch die Art des Gerätes, auf dem die App getestet wird, zum Beispiel welches iPhone oder iPad als simuliertes Zielgerät zu fungieren hat.

Kein Computer-Use durch Claude notwendig
iOS-Apps lassen sich schon länger mit Claude erstellen, neu ist die Simulatorintegration. Die Bedienung läuft dadurch weitgehend promptgesteuert ab und der Nutzer kann selbst eingreifen. Der Arbeitsfluss ist insgesamt stark auf Kooperation mit dem KI-Agenten ausgerichtet und gut für visuelle Elemente einer App geeignet, wie sie auch dem Anwender bei der Nutzung begegnen. Ein weiterer Vorteil ist der Verzicht auf weitreichende Rechte der Claude-App auf dem Computer. Die Steuerung erfolgt über eine Schnittstelle und es ist nicht notwendig, der Desktop-App Berechtigungen für Bedienungshilfen und Bildschirmaufnahme zu erteilen. Im Sinne des Least-Privilege-Prinzips ist das ausgesprochen positiv zu bewerten. Aktiv zustimmen muss der Nutzer aber, wenn der KI-Agent erstmalig die Kontrolle über ein bestimmtes simuliertes Gerät bekommen soll.

Vorerst nur in Beta
Momentan befindet sich die Simulator-Ansicht in der öffentlichen Beta-Phase. Zur Nutzung benötigt man mindestens Claude Desktop v1.24012.0 und ein Pro-, Max- oder Team-Abo. Außerdem stellt sich die Frage, wie zuverlässig es ist, einen KI-Agenten Code und Funktionen prüfen zu lassen, die er selbst geschrieben hat. Daher ist es nach wie vor ratsam, zumindest ein Grundwissen an Software-Entwicklung mitzubringen, wenngleich der Zugang durch Anthropic erneut etwas einfacher geworden ist.

Kommentare

Kapitän
Kapitän22.07.26 15:53
Echt unglaublich, was mittlerweile alles möglich ist. Das Erstellen von Software hatte vermutlich noch nie so geringe Hürden. Bei uns in der Firma haben schon zwei softwareentwicklungsferne Abteilungen eigene Programme entwickelt, um spezifische Probleme zu lösen. Softwareentwicklung begibt sich langsam auf das Anwenderniveau. Demnächst kann jemand der PowerPoint-Folien erstellen kann auch Software erstellen und so ergeben sich ganz neue Möglichkeiten.
+5
atelierbrick22.07.26 16:44
nice.
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santamariaclaus
santamariaclaus22.07.26 18:13
Das wird es noch einige Shifts geben, wenn Programmieren immer einfacher und automatisierter abläuft.
Das Handelsblatt schreibt auch schon:
"Künstliche Intelligenz - Billige Programmierer machten Indien zur IT-Weltmacht – jetzt stellt KI alles in Frage"
+5
ttwm22.07.26 18:55
So einfach die Erstellung von Software durch KI ist, so groß sind aber auch die rechtlichen Fragen dahinter – zumindest für veröffentlichte Sachen. Stichwort KI-Anteil an der Software, "geklauter" Code, Urheberrechte, Verletzung von Patenten, rechtliche Regelungen in anderen Staaten etc.…
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bjbo22.07.26 19:11
ttwm
So einfach die Erstellung von Software durch KI ist, so groß sind aber auch die rechtlichen Fragen dahinter – zumindest für veröffentlichte Sachen. Stichwort KI-Anteil an der Software, "geklauter" Code, Urheberrechte, Verletzung von Patenten, rechtliche Regelungen in anderen Staaten etc.…
Die meisten Fragen davon betreffen grundsätzlich alle Software, die entwickelt wird. Das ist nicht Vibe-Coding spezifisch. Auch ein normaler Entwickler wird bei der ein oder anderen Frage irgendwelche Dokumentationen oder StackOverflow Threads nutzen, um Probleme zu lösen etc. Da weißt Du von vornherein auch nicht, ob damit nicht irgendwelche Patente verletzt werden oder ähnliches.
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don.redhorse24.07.26 00:44
VibeCoding ist für Kleinkram sicherlich gut, benutze ich gerne für Skripte oder auch umbauten am SmartHome. Man muss sich nicht mehr durch die Doku wälzen um gute Ergebnisse zu bekommen.

Wenn man aber ein richtiges Programm schreiben will, dann muss dieser Code ja auch verstanden werden, dass ist bei per KI erstelltem Code nur bedingt gegeben.
Interessant ist auch was teilweise für Kommentare kommen, wenn man einen mit Sonnet 4.6 erstellten Code durch Fable 5 testen lässt. Fable ist deutlich leistungsfähiger und seziert den Sonnetcode regelrecht. Als ich denke schon das man das ganze nutzen kann, aber wenn ich eine Firma bin die davon lebt, da sollten sich Menschen doch jede Codezeile genau angucken, die KI pfuscht halt gerne, nimmt Abkürzungen, die ihnen in zwei Wochen um die Ohren fliegen.
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