Ruhezustand: Träumen Macs von elektrischen Schafen?

Den Film „Blade Runner“ kennt sicherlich fast jeder von Ihnen. Die Sci-Fi-Dystopie basiert auf einem Roman des berühmten SF-Autors Philip K. Dick aus dem Jahr 1968 mit dem Titel „Träumen Androiden von elektrischen Schafen?“ (Amazon). In der Geschichte geht es im Wesentlichen um philosophische und moralische Aspekte im Umgang der Gesellschaft mit künstlicher Intelligenz bzw. künstlichem Leben. Der Originaltitel des Romans ist dabei eine schöne Analogie für eine Funktion von Macs bzw. macOS, den sogenannten Ruhezustand, den man über das Apfel-Menü „aktivieren“ kann.

Anlass für diesen Artikel sind die letzte Woche in meinem Praxistest des iMac Pro beschriebenen Probleme mit den externen Festplatten (siehe hier). Es soll hier aber nur am Rande darum gehen, sondern hauptsächlich um allgemeine Informationen rund um den Ruhezustand, die jeden Mac-User interessieren könnten.

Bevor ich in die Details gehe noch der Hinweis, dass sich das im Folgenden Beschriebene auf unterschiedlichen Mac-Installationen anders darstellen kann. Doch grundsätzlich müsste eigentlich jeder Mac-User die Thematik an seinem System nachvollziehen können, sofern die aktuelle macOS-Version (derzeit 10.13.2) und einen relativ neuen Mac genutzt wird. Denn alle der folgenden Beobachtungen beziehen sich auf diese OS-Version. Bei der Hardware basieren meine Beobachtungen nicht nur auf dem neuen iMac Pro, sondern auch auf dem zuvor vier Jahre lang von mir eingesetzten Mac Pro (2013).

Ruhezustand vs. Standby
Der Laie denkt wahrscheinlich: „Wenn ich an meinem Mac den Ruhezustand aktiviere, ist das so etwas ähnliches wie der Standby an meinem Fernseher“. Also alle Aktivitäten mit Ausnahme einer Bereitschaftsschaltung, die auf einen Fernbedienungsbefehl wartet, werden abgeschaltet und der Stromverbrauch so weit wie möglich reduziert. Bei modernen TV-Geräten sollten das nach EU-Vorgaben weniger als 1W sein. – Vielleicht war das sogar mal die Grundidee des Mac-Ruhezustandes, doch tatsächlich ist der alles andere als ruhig. Und zumindest an Desktop-Macs auch nicht ganz so energieeffizient wie ein herkömmlicher Gerätestandby nach EU-Norm. Das Display ist abgeschaltet und die Lüfter laufen nicht, was den Eindruck eines „tief schlafenden“ Computers erweckt. Forscht man jedoch etwas genauer nach, wird deutlich, dass der Mac unter extremen Schlafstörungen leidet, was sich je nach verwendeter Hardware, Systeminstallation und angeschlossener Peripherie auf unterschiedliche Weise äußert.

Zunächst zum Energieverbrauch: Gemessen habe ich diesen im Ruhezustand des iMac Pro. Während der wirklich inaktiven Phasen zeigt das Messgerät um ca. 5 W Verbrauch an. Doch beobachtet man das Messgerät länger (oder zeichnet es mit entsprechender Messtechnik auf), stellt man fest, dass die Energieaufnahme von Zeit zu Zeit für knapp eine Minute auf rund 50 W hochschnellt. Und das, obwohl Bildschirm und Lüfter aus bleiben. Ohne Messgerät oder Besonderheiten in der Installation bekommt man davon im Normalfall nichts mit. Mir ist es vor allem deswegen aufgefallen, weil ich an einem USB-Hub mehrere Festplatten unterschiedlicher Art am Mac angeschlossen habe, die im Ruhezustand unerwartet ansprangen. Neben der Ursachenforschung warf das auch die Frage auf, warum der Mac im Ruhezustand nie wirklich inaktiv ist.

Da ich kein Systemexperte bin, kann dies hier nicht in letzter Konsequenz beantwortet werden, aber ein paar interessante Einblicke lassen sich auch so beobachten bzw. recherchieren.


Kommentare

Roger.Rebel20.01.18 09:20
Danke für die verständliche Zusammenfassung. Habe bei mir (2x iMac und 1x MBA) die gleichen Phänomene.
Daher schalte ich die iMacs nun abends aus, das MBA bleibt zugeklappt.
0
Mac-Tom20.01.18 09:22
Ja vielen Dank für den guten Bericht. Ist mir alles auch schon aufgefallen. Daher schicke auch nur noch Macs, die ich täglich brauche, in den Ruhe stand. Den iMac benutze ich so 1x die Woche, daher schalte ich ihn jeweils komplett ab, wie früher die Windows-Kisten, die man ja täglich komplett runterfährt. Ist aber definitiv nicht der Sinn des Mac-Ruhestands. Auf der anderen Seite muss man an den reinsten Anwender denken, der will möglichst nicht mit Updates und anderem belästigt werden, daher ist es eben für den praktisch, wenn über Nacht quasi die ganze Wartung automatisch erledigt wird. Das dürfte der Grund dafür sein, dass man das in all den Jahren immer weiter aufgebohrt hat. Vor 10 Jahren was das definitiv noch nicht so.
0
Mac-Tom20.01.18 09:27
Noch zur Ergänzung.. mir ist, dass im Ruhezustand noch viel mehr läuft wie in deinem Bericht. Wird da nicht noch die ganze Cloud jeweils synchronisiert, iTunes, Cloud-Drive, und alles, was bei Synchronisation angeklickt wird? Mir ist jeweils, wenn ich den iMac aus dem Ruhestand nach einer Woche abhole, ist jeweils alles schon da, was man mit anderen gemacht hat.. Fotos, Music in iTunes, neue Dateien in der Cloud, alles sofort vorhanden. Müsste also auch während dem Ruhezustand geupdatet bzw. synchronisiert werden.

Die iOS Geräte machen das ja eigentlich alles auch im "Ruhezustand"! Updates, Synchronisation und alles...

Noch zu Time Machine.. muss das eingeschaltet sein in der heutigen Zeit? Da sehe ich den Sinn nicht mehr. Ich habe Timemachine ausgeschaltet. Mache damit nur noch manuell einen Save, wenn ich neue Software installiert habe oder nach grossen Updates.. sonst sehe ich den Sinn da überhaupt nicht mehr. Wird ja heute alles über die Wolke gleich synchronisiert.. alle meine Arbeitsdateien sind sowieso auf dem Server, wo sie laufend gesichert werden, private Dateien in der Apple Cloud, itunes wird automatisch synchronisiert, vieles andere auch. Daher bin ich der Meinung, stündliche Time Machine Backups sind totaler Blödsinn. Das war früher mal gut, als nichts über die Wolke ging und alle Arbeitsdateien lokal auf dem Laufwerk.
-7
te-c20.01.18 09:44
Interessantes Thema, hierzu möchte ich gerne meinen Fall ergänzen.

Ich besitze ein MacBook Pro 2016 15" mit Touchbar. Angeschlossen ist daran das OWC Thunderbolt 3 Dock. Hieran sind angeschlossen Lacie Big Disk über Thunderbolt ein externes Eizo CG Display, Wacom Intuos und Transcent Cardreader.
Ich habe mehrfach festgestellt, dass wenn der Rechner ausgeschaltet ist, also kein Ruhezustand, dass sich die Festplatte von Zeit zu Zeit einschaltet und auch andere Komponenten scheinbar mit Strom versorgt werden. Normalerweise sollten die angeschlossenen Geräte alle so lange aus sein, wie der Rechner auch aus ist.
Es ist egal, ob das MacBook offen ist oder geschlossen, ob es Ruhezustand oder mit PowerNap oder ausgeschaltet ist. Das Verhalten ist schon seit Juni so, also vor dem High Sierra Update.
OWC kann mir dazu leider auch nichts sagen. Ich dachte, dass es am Dock liegt. Was ich bisher noch nicht über einen langen Zeitraum getestet habe ist, ob sich die Festplatte auch einschaltet, wenn ich das Dock dazwischen weg lasse, fällt mir gerade beim schreiben ein.
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Marcel Bresink20.01.18 10:08
Moderne Macs unterstützen fünf verschiedene Arten von Ruhezustand:

- bei Computern mit eingebauten Bildschirm: Bildschirm aus
- normaler Ruhezustand (RAM noch in Betrieb)
- Sicherer Ruhezustand (RAM wird auf Platte gespeichert)
- Standby (automatischer Übergang in den Sicheren Ruhezustand nach einer einstellbaren Wartezeit im normalen Ruhezustand)
- Scheinausgeschaltet gemäß europäischem Energieverbrauchsrelevante-Produkte-Gesetz

Ob ein Mac alle 5 Zustände unterstützt und welche Standardwartezeiten für den Übergang in den jeweils tieferen Ruhezustand voreingestellt sind, ist modellabhängig.

Von der im Artikel angegebenen "EU-Vorgabe" sind Computer im Ruhezustand ausdrücklich ausgenommen.

Zu den regelmäigen Weckvorgängen: Diese gehen nicht auf einen "spinnenden" mDNSResponder zurück, sondern sind eine gewollte Funktion, die schon seit Mac OS X 10.6 eingeführt wurde. Es handelt sich um die Kontaktaufnahme mit dem Bonjour Sleep Proxy Server des jeweiligen lokalen Netzwerks.

Diese Funktion ist dafür notwendig, dass ein Gerät, das im Netz Dienste anbietet (z.B. Dateifreigabe, Bildschirmfreigabe, Cloud-Medien-Sharing, etc.) vom Netz nicht "vergessen" wird, auch wenn dieses Gerät in den Ruhezustand geht. Dadurch kann der Netzdienst weiterhin angeboten werden, auch wenn das Gerät schläft. Es wird dann bei Bedarf automatisch geweckt, sobald jemand anders im Netz auf diesen Dienst zugreifen will. Technisch funktioniert das so, dass ein "Immer-An"-Gerät die Funktion des schlafenden Gerätes kurzzeitig übernimmt und ihm dann bei Bedarf ein Wecksignal zuschickt. Dazu muss sich das Gerät aber regelmäßig beim Stellvertretergerät melden, um anzuzeigen, dass es wirklich nur schläft und nicht ausgeschaltet ist.

Die "Immer-An"-Geräte, die mit der Funktion Bonjour Sleep Proxy zusammenarbeiten, sind zum Beispiel alle neueren Apple Airports, Time Capsules, Apple TVs oder Fritzboxen. Wenn ein solches Gerät im Netz vorhanden ist, wird diese Bonjour-Funktion automatisch freigeschaltet. In älteren Versionen von Mac OS X war es zusätzlich noch nötig, dass "Wake On LAN/WLAN" auf dem jeweiligen dienstanbietenden Rechner eingeschaltet war. Dies ist in neueren Versionen von macOS weggefallen, wahrscheinlich damit die Diebstahlschutzfunktionen (Fernortung und -sperrung) kontinuierlich mit Daten gefüttert werden.
+27
sonorman
sonorman20.01.18 10:30
Marcel
Danke für die interessanten Ergänzungen!

Mac-Tom
Zu Time Machine: Ja, das sollte angeschaltet sein. Es ist eine Datensicherung und die ist Pflicht!

Anders die Frage, ob Time Machine Backups auch im Ruhezustand erfolgen sollen. Das macht eigentlich nur wenig Sinn, denn im Ruhezustand ändern sich die Userdaten nicht oder nur unswesentlich. Selbst wenn im Ruhezustand mit aktiviertem Power Nap z.B. E-Mails geladen oder Adressen abgeglichen werden, ist das nicht wirklich nötig, weil diese Art von Datenabgleich sowieso erfolgt, sobald man seinen Mac aufweckt. Innerhalb weniger Sekunden ist dann alles abgeglichen. Daher habe ich Power Nap immer abgeschaltet. Im Betrieb sollte man aber stets mit Time Machine arbeiten. Ich habe sogar zwei externe Festplatten angeschlossen, auf die Time Machine abwechselnd Daten sichert. Fällt eine der Platten aus, ist noch eine in Reserve da. (Außerdem mache ich noch andere Backups als zusätzlichen Rettungsanker.)
0
CKtwo20.01.18 10:42
Ärgerlich ist zudem, dass es Apple es seit 10.6 nicht (mehr) schafft, USB-Festplatten in den Ruhezustand zu versetzen. Habe hier zwei Geräte, die sich am Mac nicht einsetzen lassen, weil sie „dauerdrehen“. Unter Win 10 klappt der Ruhezustand mit diesen Geräten einwandfrei. Und ja, der entsprechende Haken in den Systemeinstellungen ist gesetzt.
0
Skaffen-Amtiskaw
Skaffen-Amtiskaw20.01.18 10:45
Mac-Tom
Daher bin ich der Meinung, stündliche Time Machine Backups sind totaler Blödsinn.
Der Blödsinn ist ganz deinerseits. Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich dank Time Machine eine Sicherung zurückgeholt habe, die nur wenige Stunden alt war. Einfach deshalb, weil ich im aktuellen Dokument etwas vermasselt habe.

Time Machine ist eine der besten Einrichtungen von macOS überhaupt – du verstehst es nur nicht.
+15
Marcel Bresink20.01.18 10:46
sonorman
Im Betrieb sollte man aber stets mit Time Machine arbeiten.

So ist es. Das "sollte" man nicht nur, Datensicherung ist dann sogar gesetzlich vorgeschrieben.
+2
MikeMuc20.01.18 10:51
CKtwo
Wass passiert mit den Platten wenn sie ausgeworfen werden sprich auf die Tonne gezogen werden? Wenn ich Ruhe haben will dann werfe ich die bewußt aus
0
HugoBoss20.01.18 11:05
Für einen nachts ruhigeren Mac habe ich mir eine zusätzliche "Umgebung" angelegt (Systemeinstellung / Netzwerk), in der man alle Netzwerkadapter (Ethernet, WLan, Firewire, Bluetooth..) entfernt. Wechselt man auf diese Umgebung und schickt den Mac dann in den Ruhezustand, schläft er deutlich ruhiger.

BTW: ein bisschen wie bei meinen Kindern, die schlafen inzwischen auch deutlich besser, wenn ich ihnen die Internetverbindung (Smartphone) wegnehme
+8
FoneBone
FoneBone20.01.18 11:10
Der Unruhezustand des Macs macht sich bei mir vor allem in der Akkulaufzeit bemerkbar. Konnte ich früher mein MBP abends zuklappen, hatte ich am nächsten Morgen vielleicht 2% weniger Akkuladung.

Mittlerweile reicht eine halbe Akkuladung nicht mehr aus, um eine Nacht zu überstehen. Sicherlich liegt das teilweise auch am alten Akku aus dem Jahr 2013. Dennoch vermute ich und legt der Bericht hier nahe, dass all diese Prozesse einfach zu viel Batteriestrom fressen.

Bequemlichkeit? Ich weiss nicht recht … Systemupdates müssen ohnehin manuell ausgeführt werden. Alle anderen App-Updates können doch auch während der Nutzung ohne nennenswerte Einschränkung erfolgen. Backups in der Nacht sind sinnlos. Ich frage mich schon, warum macOS so viel zu arbeiten hat in der Nacht.
0
sonorman
sonorman20.01.18 11:17
HugoBoss
Für einen nachts ruhigeren Mac habe ich mir eine zusätzliche "Umgebung" angelegt (Systemeinstellung / Netzwerk), in der man alle Netzwerkadapter (Ethernet, WLan, Firewire, Bluetooth..) entfernt. Wechselt man auf diese Umgebung und schickt den Mac dann in den Ruhezustand, schläft er deutlich ruhiger.
Das habe ich auch ausprobiert, um die Probleme mit den aufwachenden Festplatten am iMac Pro zu unterdrücken. Funktioniert aber hier nicht!
Solange das LAN-Kabel mit dem Router verbunden ist, kommt es trotzdem zu Wake-Events. Da nützt es auch nichts, die Wake-on-LAN-Funktion in den Systemeinstellungen abzuschalten. Nur das Abziehen des Netzwerkkabels hilft (wie im Artikel erwähnt).

Da der iMac Pro eine gänzlich andere Ethernet-Hardware hat, hoffe ich, dass dieser eindeutige Fehler mit dem nächsten macOS behoben wird.
+1
Geegah20.01.18 11:20
Mac-Tom
...
Noch zu Time Machine.. muss das eingeschaltet sein in der heutigen Zeit? Da sehe ich den Sinn nicht mehr. Ich habe Timemachine ausgeschaltet. Mache damit nur noch manuell einen Save, wenn ich neue Software installiert habe oder nach grossen Updates.. sonst sehe ich den Sinn da überhaupt nicht ...

Ich wage zu bezweifeln dass der Hauptteil der Mac User eine Infrastruktur haben, in der sie 100 % ihrer echten Nutzdaten auf Servern ablegen, so dass sie bei einem Defekt der lokalen SSD/Festplatte wirklich nichts verlieren.
Und für Benutzer wie mich kommt es auch kategorisch nicht in die Frage jede Art von Daten auf externen (Cloud)-Servern abzulegen.
Insofern finde ich es nach wie vor völlig zeitgemäß davon auszugehen dass eine Time Machine standardmäßig rund um die Uhr eingeschaltet ist.

Und abgesehen davon was machst du, wenn einer dieser Cloud-Dienste mal nicht (mehr) verfügbar ist oder Daten verliert dann hast du nicht mal mehr ein Backup davon weil du kein lokales hast.

Ich finde es immer wieder erschreckend wie gedankenlos und datenschutztechnisch gleichgültig viele User mit ihren Daten umgehen!
+10
Griflet
Griflet20.01.18 11:31
Marcel Bresink
- bei Computern mit eingebauten Bildschirm: Bildschirm aus
- normaler Ruhezustand (RAM noch in Betrieb)
- Sicherer Ruhezustand (RAM wird auf Platte gespeichert)
- Standby (automatischer Übergang in den Sicheren Ruhezustand nach einer einstellbaren Wartezeit im normalen Ruhezustand)
- Scheinausgeschaltet gemäß europäischem Energieverbrauchsrelevante-Produkte-Gesetz

Den ersten Zustand würde ich persönlich nicht als "Ruhezustand" bezeichnen, dann blieben nur noch vier, von denen unter "High Sierra" nur noch drei verfügbar zu sein scheinen. Ich zitiere aus pmset, womit die entsprechenden Zustände eingestellt werden können:
man pmset
SAFE SLEEP ARGUMENTS
hibernatemode supports values of 0, 3, or 25. Whether or not a hibernation image gets written is also dependent on the values of standby
and autopoweroff

For example, on desktops that support standby a hibernation image will be written after the specified standbydelay time. To disable hiber-
nation images completely, ensure hibernatemode standby and autopoweroff are all set to 0.

hibernatemode = 0 by default on desktops. The system will not back memory up to persistent storage. The system must wake from the contents
of memory; the system will lose context on power loss. This is, historically, plain old sleep.

hibernatemode = 3 by default on portables. The system will store a copy of memory to persistent storage (the disk), and will power memory
during sleep. The system will wake from memory, unless a power loss forces it to restore from hibernate image.

hibernatemode = 25 is only settable via pmset. The system will store a copy of memory to persistent storage (the disk), and will remove
power to memory. The system will restore from disk image. If you want "hibernation" - slower sleeps, slower wakes, and better battery life,
you should use this setting.
0
steve.it20.01.18 11:47
@Marcel Bresink
Der Mac unterstützt(e) doch eine Art "Wake on WLAN". Das ist/war AFAIK eine Apple spezifische Lösung, für die aber glaube ich die Spezifikationen vorliegen oder gar als OpenSource? Ich kann mich jedenfalls düster daran erinnern, dass man mal vor mehreren Jahren das in der Router-Firmware DD-WRT nachbauen oder implementieren wollte. Zumindest gab es mal einen Feature Request.
0
sonorman
sonorman20.01.18 11:56
Warum kann man eigentlich den Safe Sleep Modus (Hibernatemode 3) der MacBooks nicht für Desktops wählen? Das würde die Energieaufnahme im Ruhezustand deutlich verringern. Und grobe Nachteile scheint das ja nicht zu haben, sonst würden sich viel mehr MacBook-User darüber beklagen. Wesentlich langsamer scheint das beim Aufwecken auch nicht zu sein.
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Kovu
Kovu20.01.18 11:58
Das liegt halt daran, dass die Mac-Rechner zwar in den Ruhezustand gehen, aber nicht in Standby, während USB-Geräte angeschlossen sind.

-1
MacRudi20.01.18 12:00
@Marcel Bresink: mein Stand ist der, dass Fritzboxen nicht den Service Bonjour Sleep Proxy machen. War das von Dir eine Vermutung oder ist es jetzt wirklich so, dann kann man den Rechner ja wieder erreichen von draußen.
0
sonorman
sonorman20.01.18 12:13
Kovu
Das liegt halt daran, dass die Mac-Rechner zwar in den Ruhezustand gehen, aber nicht in Standby, während USB-Geräte angeschlossen sind.

Was sollte den Mac davon abhalten, bei angeschlossenen USB-Platten den RAM-Inhalt auf die interne Platte zu schreiben?
0
MikeMuc20.01.18 12:41
Schade, das man nicht "einfach" alles abschalten kann sonder immer irgendwas im Hintergrund "an" bleibt, trotz Ruhezustand.
WoL bedeutet in den Einstellungen allerdings eh nur das der Mac übers Netz geweckt werden kann (Magic Packet), nicht das er aus eigenem Ermessen aktiv wird.Dafür bräuchte es eine extra Option die ja eigentlich auch bei "PowerNap" vorhanden ist. Wenn dass aus ist sollte absolute Ruhe bis zur nächsten Userinteraktion herrschen (zB. aufklappen des Laptops, Maus-/Trackpadaktion). Und an dieser Stelle sitzt dann auch ein Problem: wer das dann nur per Bluetooth angebunden hat, bei dem muß der Mac wenigstens selbiges auch mehr oder weniger dauernd im Ruhezustand aktiv halten...
Alles nicht ausgegoren da bei Apple...
+1
ocrho20.01.18 12:41
Herzlichen Dank für diesen Artikel und den aufwendigen Recherchen. Ein MacBook steht bei mir im Schlafzimmer und es ärgert mich immer wieder gelegentlich von Lüftergeräuschen geweckt zu werden – obwohl doch das MacBook im Ruhestand sein sollte. Die Externen SSD-Festplatten starten auch bei mir.

Meine Lösung sieht wie folgt aus: Ich habe "intelligente Steckdosen" und "intelligente Lichtschalter" (HomeMatic) – wenn ich hier den Schlafmodus aktiviere, dann wurde bisher nur überall das Licht ausgeschaltet, jetzt klemm ich zusätzlich mit einer SmartHome-Steckdose auch die Stromzufuhr ab. Dann läuft das MacBook nur im Batterie-Modus und dann sollte es kein Wake-on-LAN geben, weil diese Option gibt es nur in der Registerkarte "Netzteil" in den Systemeinstellungen.

Für den Besitzer eines Mac Pro's hilft folgende Lösung: Das Ethernet-Kabel vom Mac Pro wird nicht mehr direkt an den Provider-Router angeschlossen (typischerweise die Fritzbox), sondern dazwischen hängt ein zusätzlicher Router. Dieser zusätzliche Router wird an eine intelligente Steckdose angeschlossen und klemmt dann bei Bedarf den zusätzlichen Router den Strom ab und damit ist das Ethernet-Kabel zum Mac Pro tot und der mDNSResponder läuft dann ins leere.

Alternativ gibt es auch Netzwerk-Router bei der ein Ethernet-Anschluss sich auch "digital" abklemmen lässt und man dann keinen zusätzlichen Router mit intelligenter Steckdose benötigt.

PS: Es gibt inzwischen viele intelligente Steckdosen die mit 10-20 Euro Aufpreis auch Strom messen und Logdateien liefern.
0
azubi5420.01.18 12:45
Schön wäre es aber auch, wenn nach dem powernap wieder alles munter wird.
Leider ist das nicht immer so. Seit dem letzten Update hat mein iMac mit Bluetooth seine Schwierigkeiten .
0
Marcel Bresink20.01.18 12:48
Griflet
dann blieben nur noch vier, von denen unter "High Sierra" nur noch drei verfügbar zu sein scheinen. Ich zitiere aus pmset, womit die entsprechenden Zustände eingestellt werden können:

Das ist Unsinn. Du musst die pmset-Dokumentation schon ganz lesen. Was Du zitiert hast, sind zusätzliche Detaileinstellungen des "Sicheren Ruhezustands".
MacRudi
@Marcel Bresink: mein Stand ist der, dass Fritzboxen nicht den Service Bonjour Sleep Proxy machen.

Doch, das machen sie seit Jahren.
MacRudi
dann kann man den Rechner ja wieder erreichen von draußen.

Nein, dazu müsstest Du schon eine Portfreigabe einrichten.
MikeMuc
WoL bedeutet in den Einstellungen allerdings eh nur das der Mac übers Netz geweckt werden kann (Magic Packet), nicht das er aus eigenem Ermessen aktiv wird.

Das ist so nicht richtig. Es kommt darauf an, ob im Netz ein Bonjour Sleep Proxy Server vorhanden ist.
sonorman
Warum kann man eigentlich den Safe Sleep Modus (Hibernatemode 3) der MacBooks nicht für Desktops wählen?

Das kann man, man muss nur die Befehlszeile verwenden.
+5
Griflet
Griflet20.01.18 12:51
sonorman
Warum kann man eigentlich den Safe Sleep Modus (Hibernatemode 3) der MacBooks nicht für Desktops wählen? Das würde die Energieaufnahme im Ruhezustand deutlich verringern. Und grobe Nachteile scheint das ja nicht zu haben, sonst würden sich viel mehr MacBook-User darüber beklagen. Wesentlich langsamer scheint das beim Aufwecken auch nicht zu sein.

Sicher, dass dabei die Energieaufnahme verringert wird? Ich habe das so verstanden, dass einfach nur noch für den Fall eines Strom-/Akkuausfalls der Arbeitsspeicher auf die Festplatte kopiert wird und ansonsten alles gleich wäre – sofern man ihn an einem Destop-Rechner wählen könnte.
+1
Griflet
Griflet20.01.18 13:02
Marcel Bresink
Griflet
dann blieben nur noch vier, von denen unter "High Sierra" nur noch drei verfügbar zu sein scheinen. Ich zitiere aus pmset, womit die entsprechenden Zustände eingestellt werden können:

Das ist Unsinn. Du musst die pmset-Dokumentation schon ganz lesen.

Du scheinst mehr zu wissen als ich, bist aber nicht bereit, dein Wissen wenigstens andeutungsweise zu teilen? Wie ich solche Arkanaussagen im Internet doch liebe!

Ich wäre wirklich dankbar, wenn du das weiter ausführen könntest, denn ich habe keine vierte Möglichkeit gefunden, obwohl ich es ganz gelesen habe. Was habe ich übersehen, was vielleicht falsch verstanden? Vor High Sierra scheint es noch eine vierte Option gegeben zu haben.
-1
wolfgag
wolfgag20.01.18 13:03
Ich weiss das willst Du jetzt nicht hören - aber wenn Du den Rechner längere Zeit nicht benötigst, dann schalte ihn einfach aus. Die Umwelt wirds Dir danken und die Festplatten geben dann eh Ruhe.
+7
weini20.01.18 13:04
Vielleicht ist die Frage völig naiv und weltfremd, aber warum schaltet man den Mac, zumindest über nacht, nicht einfach komplett aus? Ein start dauert bei mir 10-15 Sekunden und alles ist einsatzbereit. Zeitersparniss kann es ja wohl nicht sein? Schon garnicht wenn man die zeit für fehlersuchen, warum der ruhezustand nicht funktioniert, mit einbezieht.

Also, warum?
+11
Griflet
Griflet20.01.18 13:04
Marcel Bresink
sonorman
Warum kann man eigentlich den Safe Sleep Modus (Hibernatemode 3) der MacBooks nicht für Desktops wählen?

Das kann man, man muss nur die Befehlszeile verwenden.

Geht nicht. Die vorher eingestellte Option bleibt bestehen. An einem Desktop-Rechner scheint man nur zwischen 0 und 25 wählen zu können.
0
Kovu
Kovu20.01.18 13:05
Woher soll ich das wissen? 😅

Ist aber genau das, was Apple kommuniziert. Und zwar seit vielen, vielen Jahren.
sonorman
Kovu
Das liegt halt daran, dass die Mac-Rechner zwar in den Ruhezustand gehen, aber nicht in Standby, während USB-Geräte angeschlossen sind.

Was sollte den Mac davon abhalten, bei angeschlossenen USB-Platten den RAM-Inhalt auf die interne Platte zu schreiben?
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