Reaktionen auf die neue Mac-Ära – Was sagt die Presse?

Apples erste Schritte in die neue Mac-Ära sind nichts anderes als eine technische Revolution – bzw. der Beginn dieser. Apple zeigte bereits, welche Performance im unteren Leistungsspektrum des Portfolios möglich ist. Allerdings bedeutet "unteres Spektrum" jetzt bereits, an die Performance der teureren Intel-Macs heranzureichen. Auf Tech-Seiten wie MTN wurden die Neuerungen bereits intensiv diskutiert, doch was sagt eigentlich die Presse zum Apple-Event? Wir werfen einen kurzen Blick auf die Nachrichtenlandschaft.


Oft ist von einer Revolution die Rede
Ein Vielfaches an Rechenleistung ist zwar beeindruckend, doch scheint dies vielen Redakteuren eher eine wenig bedeutende Zahl zu sein. Anders hingegen sieht es bei der Akkulaufzeit aus, denn doppelt so lange mit einer Akkuladung arbeiten zu können ist ein sehr konkreter Wert, der im Alltag einen großen Unterschied macht. Der Spiegel betont, was die langfristigen Auswirkungen sind und geht davon aus, Apple werde den gesamten Markt umkrempeln. Es könnte gar "die Welt der Computer neu ordnen", so die Einschätzung.

Beim Stern heißt es ebenfalls, "Apple läutet das Ende des Computers ein, wie wir ihn kennen". Was auf den ersten Blick nach einem "alles wie immer aussieht", werde die Branche auf den Kopf stellen. In der Zeit ist die Rede davon, was unspektakulär klinge, sei ein großer Schritt. Eine durchaus interessante Formulierung, denn für Tech-Magazine sind Apples versprochene Performance-Werte, im MacBook Air sogar ohne Lüfter, alles andere als unspektakulär.


FAZ ist kritisch eingestellt
Die FAZ weist hingegen auf die großen Tücken hin, welche in "aufwendigen Software-Anpassungen" und "Emulation" bestehen. Beides ist jedoch inhaltlich nicht ganz korrekt, denn weder emuliert Rosetta 2 nicht-native Software, noch ist bei normalen Apps mit großen Schwierigkeiten bei der Umsetzung zu rechnen. Bisherigen Entwickler-Rückmeldungen zufolge schaffte es Apple, den Aufwand für die Anpassung minimal zu halten. Da Microsoft und Lenovo mit ARM-Notebooks keine Erfolge hatten, sei auch Apples Strategie riskant – erneut ein etwas fragwürdiges Argument. Anders als unter ARM-Windows bietet Apple sehr wohl die Möglichkeit, nahezu jede App auszuführen, selbst wenn diese noch nicht nativ vorliegt (z.B. Photoshop, das erst im nächsten Jahr für Apple Silicon erscheint).

Zuletzt die BILD...
Bleibt noch die Bild-Zeitung, welche erwartungsgemäß mit der blumigsten Beschreibung aufwartet. Lesern dieses Blattes wird nämlich direkt eingehämmert, Apple werde mit den neuen "Wunder-Chips" und dem "Mac-Hammer" die Welt verändern. Angesichts der hohen Reichweite ist dies eine Nachricht, welche sehr viele Nutzer erreicht – und für Apple aus marketingtechnischen Aspekten daher Gold wert ist.

...und an der Börse?
Apples Aktie reagierte nahezu gar nicht auf die Veranstaltung – möglicherweise auch deswegen, weil die Vorstellung ungefähr im Rahmen dessen lag, was viele schon erwartet hatten. Vermutlich gibt es erst dann Auswirkungen, wenn sich die neuen Macs in der Praxis bewähren durften und es auch Hinweise gibt, wie hoch sich die Nachfrage gestaltet.

Kommentare

michimaier11.11.20 12:49
nur meine Meinung, aber für Meinungen zu Apple Events finde ich mtn bzw. das Forum interessanter als die Meinung irgendwelcher Nachrichten (-Magazine, -Seiten).
Wurde doch schon zu oft das Ende von Apples Erfolgsstory prophezeit - oder das neue iPhone als innovationslos bezeichnet...
+4
Uschaurischuum!
Uschaurischuum!11.11.20 12:52
Ich war gestern nicht sonderlich begeistert.
Bin leider immer noch Anhänger austauschbarer Komponenten und sehe seit Jahren immer mehr Schritte hin zu einem Wegwerfprodukt von Apple. Sicher produktiv, rechnerstark und gut im Gesamteindruck, aber schlußendlich mit einem Verfallsdatum welches immer mehr Apple vorgibt. Menschen die sich aller 2 Jahre einen neuen Rechner hinstellen wollen oder vielleicht auch gleich zwei, sehen diese Sorgen freilich nicht.

Trotzdem ist der Schritt gestern bemerkenswert und ich glaube ebenfalls dies wird die Computerindustrie ordentlich verändern. Es ist auch erst der Anfang. Was kommt in den nächsten 2 Jahren?
Brauchen wir alles was wir können?
+5
Scrembol
Scrembol11.11.20 12:56
Auch spannend ist, was wird die (neue) Konkurrenz bei Intel daraus machen? Bestenfalls mischt das den gesamten Markt ordentlich auf und auch alle anderen können davon profitieren, dass eben nicht mehr allein Intel den Markt bestimmt. AMD ist inzwischen ja auch ordentliche Konkurrenz geworden.
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+5
KingBradley
KingBradley11.11.20 13:05
Uschaurischuum!
Ich war gestern nicht sonderlich begeistert.
Bin leider immer noch Anhänger austauschbarer Komponenten und sehe seit Jahren immer mehr Schritte hin zu einem Wegwerfprodukt von Apple. Sicher produktiv, rechnerstark und gut im Gesamteindruck, aber schlußendlich mit einem Verfallsdatum welches immer mehr Apple vorgibt. Menschen die sich aller 2 Jahre einen neuen Rechner hinstellen wollen oder vielleicht auch gleich zwei, sehen diese Sorgen freilich nicht.

Trotzdem ist der Schritt gestern bemerkenswert und ich glaube ebenfalls dies wird die Computerindustrie ordentlich verändern. Es ist auch erst der Anfang. Was kommt in den nächsten 2 Jahren?

Ja, austauschbare Komponenten wären besser, aber wer liefert die denn in der Windows Welt? Lenovo, Dell ? Und die Geräte kosten auch mit guten Displays usw.

Jemand der negatives erlebt hat (Wlan Modul kaputt, SSD Speicher abgeraucht usw.) wird dies natürlich anders sehen.

Ich hab mein MacBook Air schon fast 8 Jahre und es war bisher noch nie etwas kaputt. Von daher wird es bestimmt wieder ein Air werden.

ABER bei stationären Rechnern sehe ich es wie du!
Da muss man nicht auf Krampf Notebook Komponenten benutzen und abschotten.
+11
macroadrunner11.11.20 13:07
Sensationel ist die Acculaufzeit !!

Stimmt Apple lässt kaum austauschbare Komponenten zu - ausser beim neuen MacPro das kannst Du Dich austoben.

Aber sorry, ein Wegwerfprodukt ist Apple nicht !!! - Ich kenne keinen IT-Hersteller dessen Rechner auf ebay solche Preise bei Gebrauchtrechnern erzielen.

Ich arbeite mit einem MacPro aus 2009 unter MacOS Sierra - mein MacBookPro ist aus 2013 - also wenn das nicht nachhaltig ist - was dann ???

Aber klar ist für die neuen Rechner benötigen alle Apps ein Update !!! - das sind ganz wesentliche Kosten !!
Uschaurischuum!
Ich war gestern nicht sonderlich begeistert.
Bin leider immer noch Anhänger austauschbarer Komponenten und sehe seit Jahren immer mehr Schritte hin zu einem Wegwerfprodukt von Apple. Sicher produktiv, rechnerstark und gut im Gesamteindruck, aber schlußendlich mit einem Verfallsdatum welches immer mehr Apple vorgibt. Menschen die sich aller 2 Jahre einen neuen Rechner hinstellen wollen oder vielleicht auch gleich zwei, sehen diese Sorgen freilich nicht.

Trotzdem ist der Schritt gestern bemerkenswert und ich glaube ebenfalls dies wird die Computerindustrie ordentlich verändern. Es ist auch erst der Anfang. Was kommt in den nächsten 2 Jahren?
+14
maculi
maculi11.11.20 13:16
Der Hinweis der FAZ auf Microsoft und Lenovo mit ihren ARM-Notebooks ist doch albern. Big Sur ist ein absolut vollwertiges Mac OS, es gibt dafür zahlreiche Programme, Treiber und alles andere, was der Mensch so braucht. Der größte Teil der heute verfügbaren (und halbwegs aktuellen Programme) wird damit laufen, und demnächst wird eine neue Runde Updates rauskommen, was weitere Probleme beseitigt.
ms hingegen hat (so mein Kenntnisstand) bis heute kein zu x86-vergleichbares win für ARM fertig. Die Softwareauswahl soll dementsprechend bescheiden sein. Was nutzt einem gute Hardware ohne Programme, oder Hardware ohne Treiber?
+9
awk11.11.20 13:21
"Wunder-Chips", "Mac-Hammer", was haben denn die geraucht? Wir wollen nicht vergessen, ein erheblicher Teil des Wunders ist der Tatsache geschuldet, dass die SoCs in 5 nm Technik produziert werden. Und das ist kein Verdienst von Apple sondern von TSMC.
Die Akkulaufzeit ist toll, aber jetzt mal ehrlich, wozu braucht man 20 Stunden? Solange man nicht gerade im Busch unterwegs ist, ist das nur von geringem Vorteil. Besser wäre es gewesen, den Akku zu verkleinern und Gewicht zu sparen. Marketingtechnisch macht sich das allerdings nicht so gut.
AMD und Intel werden sich gewaltig anstrengen müssen um ihre Chips auf dasselbe Niveau zu bringen. Unmöglich ist das nicht.
Wir haben wieder die Situation die wir vor einiger Zeit schon mal hatten, Apple bietet erhebliche längere Akkulaufzeiten als andere Hersteller. Die anderen Hersteller müssen hinterherhecheln und werden sicher ordentlich Druck ausüben. Ob das am Ende aber von den Kunden wirklich honoriert wird, muss sich erst noch zeigen.
Ich sehe meine Einschätzung bestätigt, dass Apple in der Lage ist sehr sparsame und leistungsfähige Systeme zu bauen. Was präsentiert wurde reicht aber noch lange nicht um Intel und AMD wirklich den Rang abzulaufen.
Der Anfang ist gemacht, aber es gibt noch reichlich zu tun.
-18
deus-ex11.11.20 13:22
Uschaurischuum!
Ich war gestern nicht sonderlich begeistert.
Bin leider immer noch Anhänger austauschbarer Komponenten und sehe seit Jahren immer mehr Schritte hin zu einem Wegwerfprodukt von Apple. Sicher produktiv, rechnerstark und gut im Gesamteindruck, aber schlußendlich mit einem Verfallsdatum welches immer mehr Apple vorgibt. Menschen die sich aller 2 Jahre einen neuen Rechner hinstellen wollen oder vielleicht auch gleich zwei, sehen diese Sorgen freilich nicht.

Trotzdem ist der Schritt gestern bemerkenswert und ich glaube ebenfalls dies wird die Computerindustrie ordentlich verändern. Es ist auch erst der Anfang. Was kommt in den nächsten 2 Jahren?
Ich habe meine letzen iMac 9 Jahre ohne Veränderungen/Upgrade genutzt. So viel zum Thema Wegwerfprodukt. Nur weil man was nicht aufrüsten kann heißt das nicht das man die Produkte über einen langen Zeitraum nutzen kann. Gerade in der heutigen Zeit wo Perfomance Zuwächse über Jahre im 1 stelligen Prozenbereich liegen.
+12
Dante Anita11.11.20 13:23
In den Foren war recht schnell der RAM ein Thema (so wenig...).

Aber dass Apple „im Vorbeigehen“ die Akkulaufzeit schon beim ersten Anlauf fast verdoppelt (bei mit Sicherheit mindestens gleicher Performance) war kaum Thema.
Wundert mich etwas, denn das ist wirklich ein riesen Schritt.

Mit meinem neuen Firmen-Surface Pro i5 schaffe ich mit Glück einen langen Vormittag bei normaler Office-Nutzung, das ist ein Drittel des Air.

Und durch die lange Laufzeit spart man beim Air zusätzlich Ladezyklen.
+10
Ely
Ely11.11.20 13:25
Eine lange Batterielaufzeit ist immer gut. Weil es auch die netzunabhängige Energieversorgung deutlich erleichtert, die Batterien entlastet und weniger verschleißt und man auch wirklich mal zwei oder drei Tage ohne Nachladen auskommt.

Die lange Laufzeit ist für mich der gewichtigste Pluspunkt der ARM-Macs.
+12
laancelot11.11.20 13:38
Es wird, glaube ich, auch schnell klar werden, das 16 GB Ram in diesen Rechnern mehr sind, wie in der x86 Welt. Das iPhone ist das Maß der Dinge bei der Performance von Smartphones.
+5
maculi
maculi11.11.20 13:39
deus-ex
Gerade in der heutigen Zeit wo Perfomance Zuwächse über Jahre im 1 stelligen Prozenbereich liegen.

Das hat sich wohl erledigt. Gestern gab es mehr als die letzten 5 Jahre zusammen (oder noch länger, hab jetzt nicht nachgerechnet).
+6
Gummibando11.11.20 13:42
Generell sollte man erstmal die tatsächlichen Geräte abwarten. Zwar sind die Marketing-schwangeren Aussagen von Apple zumindest meist nah an der Realität, aber in einer Woche wird man genaueres wissen.

Wenn die Daten so halbwegs stimmen, finde es für eine erste Generation (und das ist es) ziemlich beeindruckend.

Die FAZ hat Apples mittlerweile allumfassendes Entwicklersoftware-Ökosystem nicht verstanden. Apple entwickelt nicht nur die Hardware und das OS, sondern mittlerweile tatsächlich ALLE relevanten Komponenten der Entwicklungs-Toolchain.
IDE, Frameworks, Hardware-Grafiklayer (Metal), Compiler (clang), mit Swift selbst die Programmiersprache sind von Apple selbst. Bei einer halbwegs modernen Codebasis, ausgenommen vielleicht hardwarespezifische SIMD-/Assembler-Codebestandteile oder Anwendungen, die auf OpenGL basieren, dürfte sich der Portierungsaufwand im überschaubaren Rahmen bewegen. macOS ist durch seine NeXTSTEP/OPENSTEP-Herkunft schon immer ziemlich hardware-agnostisch gewesen (NeXTSTEP unterstütze vier CPU-Architekturen gleichzeitig).
+9
Mostindianer11.11.20 14:03
Was Apple besser kommunizieren müsste.

Warum nur 8 oder 16 GB RAM

Wie Apple auf die besseren Geschwindigkeitswerte kommt.
0
Macrenne11.11.20 14:08
Nun ja, 2 Jahre halte ich für ein wenig übertrieben...gehe mal eher von 4-5 Jahren aus, was der ganz normale Zyklus eines Computerlebens (bevor es anstrengend wird damit zu arbeiten) ist.
Ich denke es hat sich trotz schlechterer Erweiterbarkeit nicht viel geändert.
Uschaurischuum!
Ich war gestern nicht sonderlich begeistert.
Bin leider immer noch Anhänger austauschbarer Komponenten und sehe seit Jahren immer mehr Schritte hin zu einem Wegwerfprodukt von Apple. Sicher produktiv, rechnerstark und gut im Gesamteindruck, aber schlußendlich mit einem Verfallsdatum welches immer mehr Apple vorgibt. Menschen die sich aller 2 Jahre einen neuen Rechner hinstellen wollen oder vielleicht auch gleich zwei, sehen diese Sorgen freilich nicht.

Trotzdem ist der Schritt gestern bemerkenswert und ich glaube ebenfalls dies wird die Computerindustrie ordentlich verändern. Es ist auch erst der Anfang. Was kommt in den nächsten 2 Jahren?
+2
Bananenbieger11.11.20 14:13
Uschaurischuum!
Bin leider immer noch Anhänger austauschbarer Komponenten und sehe seit Jahren immer mehr Schritte hin zu einem Wegwerfprodukt von Apple.
Na ja, nicht wirklich. Dass Apple die Bauteile immer weiter integriert, spart unter dem Strich auch Ressourcen.
Unter dem Strich ist der Komponentenaustausch dann natürlich immer schwerer, aber das ergibt sich automatisch aus dem technischen Fortschritt. Denn schon beim ersten PC war der individuelle Transistor im Gerät nicht austauschbar - im Gegensatz zu den Steinzeit-Computern, deren Röhren noch einzeln getauscht werden können.

Reparieren ist auch nicht die beste Lösung, denn die Fehlersuche ist (abgesehen von offensichtlichen Sachen wie Batterieverschleiß) viel zu aufwendig. Viel besser ist ein geschlossener Kreislauf, in dem defekte Geräte zu 90% oder gar 100% recycled werden und gegen einwandfreie Geräte getauscht werden.
Und hier sehe ich schon in den nächsten Jahren Geschäftsmodelle kommen, die Hardware als Dienstleistung anbieten. Sprich: Statt das Gerät zu kaufen, kauft man nur noch die Nutzung. Der Hersteller hat dann ein großes Interesse daran, dass das Gerät auch lange funktioniert und dass im Fehlerfall ein leichter Tausch des Gerätes bzw. von einzelnen Baugruppen möglich ist.


laancelot
Es wird, glaube ich, auch schnell klar werden, das 16 GB Ram in diesen Rechnern mehr sind, wie in der x86 Welt. Das iPhone ist das Maß der Dinge bei der Performance von Smartphones.
Apple kann auch nicht zaubern... Apple Silicon und die aktuellen X86 CPUs sind beides 64-bit-Architekturen. Daher sind 16GB RAM auf beiden Architekturen vergleichbar.
Der Grund, warum iPhones mit weniger RAM auskommen, liegt in der Software. In der Mac-Welt wird eine Optimierung an der Stelle gleichsam auf Apple Silicon und X86 wirken.

Fucko
Klar erzielen die gute Verkaufspreise wenn sie gebraucht sind. Aber nur solange funktionsfähig, sonst sind die auch nichts mehr wert. Und verkauf mal ein Macbook, das zwar nur einen kleinen Defekt hat, aber man dafür das ganze Logicboard wechseln müsste. Darum ging es dem Kommentator vor dir ja. Kleinigkeit kaputt, wirtschaftlicher Totalschaden. Wird schwierig sowas zu verteidigen, obwohl die Reise ja schon seit Jahren in die Richtung geht.
Umkekehrt halten die Macs aber auch deutlich länger als ein durchschnittlicher PC. Einfach, weil sie hochwertiger verarbeitet sind und Alu stabiler als Plastik ist.
Aber selbst mit einem Logicboard-Totalschaden kann man die Einzelteile eines Macs noch für gutes Geld verkaufen. Gerade Displays und die Mac SSDs gehen für viel Geld über den Tresen.
+3
Fucko11.11.20 14:15
macroadrunner

Aber sorry, ein Wegwerfprodukt ist Apple nicht !!! - Ich kenne keinen IT-Hersteller dessen Rechner auf ebay solche Preise bei Gebrauchtrechnern erzielen.


Das eine hat ja überhaupt gar nichts mit dem anderen zu tun. Klar erzielen die gute Verkaufspreise wenn sie gebraucht sind. Aber nur solange funktionsfähig, sonst sind die auch nichts mehr wert. Und verkauf mal ein Macbook, das zwar nur einen kleinen Defekt hat, aber man dafür das ganze Logicboard wechseln müsste. Darum ging es dem Kommentator vor dir ja. Kleinigkeit kaputt, wirtschaftlicher Totalschaden. Wird schwierig sowas zu verteidigen, obwohl die Reise ja schon seit Jahren in die Richtung geht.
+1
olilech11.11.20 14:25
Ich bin noch SEHR, SEHR kritisch, was die Angaben der Batterielaufzeit angeht.
Angegeben wurde die Zeit einer Filmwiedergabe und Facetime. Ich gehe schwer davon aus, dass der M1 dies mit den Low Power Kernen bewältigt. Ich befürchte bei einem größeren Workload mit den High Power Kernen wird die Batterielaufzeit sich den Intel CPU's mehr annähern (aber dennoch besser sein).

Die Angaben sind meines Erachtens schon sehr geschönt und stellen den Idealfall bei geringer Last dar. Da profitiert der M1 vom Big/Little Prinzip der Architektur.
-5
Wellenbrett11.11.20 14:34
laancelot
Es wird, glaube ich, auch schnell klar werden, das 16 GB Ram in diesen Rechnern mehr sind, wie in der x86 Welt. Das iPhone ist das Maß der Dinge bei der Performance von Smartphones.
Wie meinst Du das? Wenn die zu bearbeitende Datenmenge mehrfach so gross ist wie der verfügbare RAM, muss auf jeden Fall auch der M1 zeitaufwendig auslagern.
+1
andi.bn11.11.20 14:35
awk
Die Akkulaufzeit ist toll, aber jetzt mal ehrlich, wozu braucht man 20 Stunden? Solange man nicht gerade im Busch unterwegs ist, ist das nur von geringem Vorteil. Besser wäre es gewesen, den Akku zu verkleinern und Gewicht zu sparen. Marketingtechnisch macht sich das allerdings nicht so gut.
Verrückt, nun beschweren sich schon die ersten über zuviel Akkulaufzeit. ich glaubs nicht
Die Geräte sind schon ganz schön leicht. Noch leichter lässt sie eher billig wirken.
+9
Gummibando11.11.20 14:39
olilech
Ich bin noch SEHR, SEHR kritisch, was die Angaben der Batterielaufzeit angeht.
Angegeben wurde die Zeit einer Filmwiedergabe und Facetime. Ich gehe schwer davon aus, dass der M1 dies mit den Low Power Kernen bewältigt. Ich befürchte bei einem größeren Workload mit den High Power Kernen wird die Batterielaufzeit sich den Intel CPU's mehr annähern (aber dennoch besser sein).

Die Angaben sind meines Erachtens schon sehr geschönt und stellen den Idealfall bei geringer Last dar. Da profitiert der M1 vom Big/Little Prinzip der Architektur.

Man muss einfach abwarten. Eine Woche.

Bei Video haben die CPU-Kerne selbst relativ wenig zu tun, das de/kodieren des Videostreams macht i.d.R. ein Hardware-Videocodec im SOC.

Apples Angaben der Batterielaufzeit waren – zumindest bei mir – in der Vergangenheit bei macOS Notebooks sogar eher auf der konservativen Seite (ergo, das Gerät lief länger als angeben).
+3
cfkane11.11.20 14:42
Die Akkulaufzeit reißt mich auch nicht vom Hocker. Wann brauch ich die? Ist doch quasi immer eine Steckdose in der Nähe.

Für einen Aufbruch in eine neue Ära fand ich die Vorstellungen eher mau. Genau die gleiche Hardware, aber mit weniger Schnittstellen, Einsteigermodelle.
Mag rationale Gründe geben, aber begeistert nicht.
-11
stargator11.11.20 14:56
Die Akkulaufzeiten sind wichtig, weil die Anzahl der Aufladungen der Akkus ja gleich bleibt. Sie halten also wesentlich länger. Bei drei Jahre alten Geräten sollte auch der Wiederverkaufswert steigen, weil man nicht mehr mit einem Akkutausch rechnen muss. Außerdem ist es gut für die Umwelt, auch wenn MacBook Airs eh nicht die größten Verbraucher sind. Für Leute die Top Modelle erwartet hatten, war es einfach ein Mac Event zu früh. Für die breite Masse sind die Geräte toll und relativ zur Leistung preiswert.
+5
KingBradley
KingBradley11.11.20 14:57
Über die Akkulaufzeit beschweren?

Ich finde die absolut genial, egal ob das Air mit ca 18 oder das Pro mit ca 20 Std.

Danke Apple🙏

Und nächstes mal bitte größere Akkus bei den iPhones.
+4
engel@maxx11.11.20 15:05
Uschaurischuum!
Ich war gestern nicht sonderlich begeistert.
Bin leider immer noch Anhänger austauschbarer Komponenten und sehe seit Jahren immer mehr Schritte hin zu einem Wegwerfprodukt von Apple. Sicher produktiv, rechnerstark und gut im Gesamteindruck, aber schlußendlich mit einem Verfallsdatum welches immer mehr Apple vorgibt. Menschen die sich aller 2 Jahre einen neuen Rechner hinstellen wollen oder vielleicht auch gleich zwei, sehen diese Sorgen freilich nicht.

Also ich spreche nur von mir selbst (bzw. von meinem Haushalt). Mein MBP hat jetzt 7 Jahre auf der Uhr, ich habe anfangs die Festplatte durch eine SSD ersetzt, sonst nichts. Es ist jetzt einfach an der Zeit für etwas neues, aber grundsätzlich gut funktionieren tut es immer noch. Das MacBook Unibody Aluminium 2008 meiner Frau hat sie letztes Jahr verschenkt, weil sie einfach mal wieder was neues haben wollte - nach 11 (!!!) Jahren. Was hat sie an dem MacBook getauscht in der ganzen langen Zeit? Nichts.

Heute würde ich mir einfach ein MBP "to the max" konfigurieren in der Absicht, es wieder ähnlich lang zu benutzen - sehe da überhaupt kein Problem drin.
+3
Ely
Ely11.11.20 15:27
Ich glaub‘s nicht. Wie hier schon angemerkt ist es wirklich komplett verrückt, wenn über die lange Batterielaufzeit gesagt wird, das sei nicht notwendig, es sei ja immer eine Steckdose in der Nähe 🤪

Bei mir häuft sich der Eindruck, ich bin auf dem falschen Planeten gelandet.

Wem die Batterielaufzeit zu lang ist und sowieso immer das Döschen in der Nähe hat, sollte vielleicht in sich gehen und reflektieren, ob‘s nicht doch besser ein stationärer Rechner anstelle eines mobilen Rechners sein soll.

Man kann an den Geräten den geringen Speicher und die quasi fehlenden Schnittstellen kritisieren, aber beileibe nicht die Batterielaufzeit. Die kann nie lang genug sein.
+5
MetallSnake
MetallSnake11.11.20 15:31
Ely
Ich glaub‘s nicht. Wie hier schon angemerkt ist es wirklich komplett verrückt, wenn über die lange Batterielaufzeit gesagt wird, das sei nicht notwendig, es sei ja immer eine Steckdose in der Nähe 🤪

Das war sicher nur als Witz gemeint, es ist ja genau das was der PC Guy am Ende des Keynotes Videos auch sagte.
Erwachsensein ist halb gestorben --Relatives Menschsein
+1
cfkane11.11.20 15:42
Ha, ha, das kommt ja gut an .

Also, ich hab mich nicht über die lange Laufzeit beschwert. Das ist schon schön. Aber ob das MB jetzt 20 oder zehn Stunden durchhält, ist in meinem Alltag nicht besonders relevant. Und bei meinen Kollegen auch nicht. Ob Filiale A oder B, überall Strom.
Vielleicht für Studenten interessant, die den ganzen Tag in Hörsälen sitzen (vor Corona).

Aber erzählt mal: Was habt ihr für Szenarien, wo es praktisch wirklich einen Unterschied macht?
+1
d2o11.11.20 15:48
Irgendeiner hat immer was zu meckern. Das ist bei neuen Autos so und auch bei neuen Computern. Dem einen sind es zu wenig oder falsche Farben, dem anderen reicht der RAM mit 16GB nicht aus. Wie oft guckt man sich seine Geräte an und fragt sich "wieso habe ich nicht die anderen Farben genommen?" oder wie oft bekommt man eine "out of Memory" Meldung?
Wer jetzt noch nicht in die Zielgruppe der vorgestellten Geräte passt, er wartet auf auf die nächsten oder beschafft sich Geräte wo die Parameter passen.
Ich persönlich finde Akkulaufzeit toll, denn das bedeutet, dass ich mir immer weniger Gedanken darum machen muss, ob ich das Gerät ausreichend geladen habe.

Apples Schritt zum M1 birgt natürlich Risiken, aber ich gehe davon aus, dass Apple aus der Vergangenheit gelernt hat und es nicht dazu kommt, das Benutzer mit ARM Geräte nun "im Regen stehen", weil Ihre Programme nicht mehr laufen.
Ich gehe aber davon aus, dass Apple seine Hausaufgaben gemacht hat.

Interessant wäre die Frage, was Apple zu dem M1 bewogen hat. Kann Intel wirklich nicht 5nm oder wollte Intel nicht? Wieso kann TSMC das?
Offenbar wollte Apple aber auch nicht unbedingt an Intel festhalten - zumindest erscheint es mir so.
+2
ilig
ilig11.11.20 16:03
cfkane
Aber ob das MB jetzt 20 oder zehn Stunden durchhält, ist in meinem Alltag nicht besonders relevant.
Stellt sich die Frage, ob Dein Alltag relevant ist. Es geht auch gar nicht allein darum, wie lange die Akkuladung reicht. Mehrfach wurde hier darauf hingewiesen, dass der Akku dadurch auch nicht so oft geladen werden muss und der Akku durch die deutlich geringeren Ladezyklen wohl auch deutlich länger halten wird.

Davon hätte jeder Nutzer etwas.
+3
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