Push-Nachrichten von MacTechNews.de
Würden Sie gerne aktuelle Nachrichten aus der Apple-Welt direkt über Push-Nachrichten erhalten?

Qualcomms neues 5G-Modem – zu spät für kommende iPhones

Qualcomms neues 5G-Modem unterstützt nicht nur alle Frequenzbänder, die weltweit beim schnellen Mobilfunkstandard genutzt werden, sondern arbeitet auch wesentlich sparsamer als die Vorgänger. Der Snapdragon X60, den der US-amerikanische Chiphersteller jetzt angekündigt hat, wird in 5-Nanometer-Technik gefertigt.


Alle Frequenzbänder in einem Funkchip
Die nach Snapdragon X50 und X55 mittlerweile dritte Generation der 5G-Funkmodule des in San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien ansässigen Halbleiterunternehmens bietet Qualcomms Ankündigung zufolge sowohl Smartphone-Herstellern wie Apple als auch deren Kunden einige Vorteile. Da der Snapdragon X60 neben den unteren Frequenzbändern zwischen 600 MHz und 2 GHz sowie dem hochfrequenten mmWave-Bereich auch die mittleren Frequenzen von 2 bis 6 GHz abdeckt, müssen keine länder- oder regionsspezifischen Versionen mehr zum Einsatz kommen. Darüber hinaus unterstützt das neue Funkmodul die Voice-over-NR genannte Technik zum Telefonieren in 5G-Netzen. Die maximale Übertragungsgeschwindigkeit des neuen Funkmoduls beträgt 5,5 GBit/s, das übertrifft bei weitem die in der Realität angebotenen Bandbreiten der Mobilfunkanbieter.


Kleiner und sparsamer als die Vorgänger
Der Snapdragon X60 wird in 5-Nanometer-Technik hergestellt und ist somit kleiner und energieeffizienter als seine Vorgänger. Das kommt nicht nur der Akkulaufzeit zugute, sondern verschafft Smartphone-Herstellern auch mehr freien Raum im Inneren der Geräte. Diesen könnten Apple und die Mitbewerber beispielsweise für die Vergrößerung der Akkus nutzen, ohne dass die Mobiltelefone dadurch voluminöser werden müssten. Deutlich weniger Platz nimmt auch das von Qualcomm zeitgleich zum Snapdragon X60 präsentierte Antennenmodul QTM535 ein.

iPhones mit Snapdragon X60 frühestens 2021
Bis Apple das neue Funkmodul in iPhones und iPads einsetzen kann, wird allerdings noch einige Zeit ins Land gehen. Erste Testmuster will Qualcomm den Herstellern zwar noch im ersten Quartal dieses Jahres zur Verfügung stellen, mit dem Snapdragon X60 ausgestattete Smartphones erscheinen jedoch frühestens Anfang 2021. Die nächste iPhone-Generation, welche voraussichtlich in gut sechs Monaten erscheint, wird also noch nicht mit Qualcomms neuem 5G-Modem funken. Vielmehr wird Apple aller Wahrscheinlichkeit nach den Vorgänger Snapdragon X55 verbauen, darüber hinaus entwickelt der iPhone-Konzern eigene Modems in der vor einigen Monaten von Intel übernommenen Chip-Abteilung.

Kommentare

Steffen Stellen20.02.20 15:58
Warum brauch Apple so so was zu integrieren? Ich wette die Android-Konkurrenz ist mal wieder deutlich schneller.
-1
alephnull
alephnull20.02.20 16:19
Eh‘ egal. Mit 4G, ach was sage ich.... mit 3G überall und dauerhaft wäre ich fürs erste schon zufrieden - zumindest mal bis 2021, bis Apple das Ding dann in Gottes Namen verbauen soll.
+3
gorgont
gorgont20.02.20 16:27
Sehe ich ähnlich... LTE überall verfügbar wäre mal ein Ansatz für Deutschland. 5G ist aktuell nur Marketing so wie auch 4K und 8K TVs...
touch eyeballs to screen for cheap laser surgery
0
sierkb20.02.20 16:34
gorgont
5G ist aktuell nur Marketing…

Das sieht unsere hiesige Industrie/Wirtschaft bzw. die Industrie/Wirtschaft weltweit in Zeiten von

Wikipedia (de): Industrie 4.0

ein wenig anders und deutlich weniger entspannt als Du. Für die ist 5G essentiell, um den Anschluss halten zu können, ihn nicht zu verlieren, deshalb bauen die derzeit firmen- und stadtintern in Zusammenarbeit mit den Städten und Kommunen bereits ihre eigenen 5G-Netze auf und das recht schnell und weitreichend. Das ist es, was allerorten das Thema so durch die Gazetten treibt und Tempo macht. Vor allem deren Bedarf danach und nach schnellerem Ausbau. Um Deinen und meinen persönlichen Bedarf geht es da vorrangig nicht, hier geht's um ganz andere Größenordnungen und Bedarfe, hier geht's um essentielle Schlüsseltechnologien, die den Takt und die Zukunftsfähigkeit eines Landes und seiner Wirtschaft bestimmen, der einzelne Konsument wie Du und ich mit seinen Bedarfen ist dagegen gemessen nur eine relativ vernachlässigbare Größe und Randerscheinung.
+2
sierkb20.02.20 16:58
gorgont:

Hamburg Port Authority (HPA): Startschuss für das Projekt "Giganetz 5G-Monarch"

NDR (19.12.2019): Telekom treibt Ausbau von 5G in Hamburg voran

NDR (19.03.2019): Was Hamburg sich von 5G verspricht

Zum Beispiel.

Warum tun die das wohl? Weil es vordergründig darum geht, Videos schneller und bildschirmfüllender zu sehen? Bestimmt nicht – das wäre viel zu kurz gedacht und gesprungen.
0
ttwm20.02.20 17:49
5G ist nur Marketing - wenn man es nur im Kontext mit Smartphones betrachtet. Im Idealfall sollen ja alle auf neue Smartphones und auch Verträge umsteigen, damit kann man den Ausbau des Netzes mitfinanzieren. Nutzniesser Nr. 1 ist die Industrie mit (I)IoT (und das sind auch die einzigen, die davon direkt wirklich einen Nutzen haben).
0
Frost20.02.20 18:04
ttwm
Im Idealfall sollen ja alle auf neue Smartphones und auch Verträge umsteigen

Wenn dem so waere dann haette mein Provider den Zugang zu seinem
neuen 5G Netz nicht einfach so fuer den bestehenden Vertrag freigeschaltet.
+1
sierkb20.02.20 18:43
Weitere Beispiele:

Zeit Online (26.12.2019): 5G: Schönes neues Krankenhaus
Südkorea baut die erste mit 5G-Internet ausgestattete Klinik der Welt. Dort sind ferngesteuerte Operationen geplant, und Sensoren sollen Patienten überwachen.

medizin & technik (15.08.2019): Wenn Maschinen über 5G drahtlos kommunizieren
5G ist weit mehr als der Nachfolger von LTE: Medizintechnikhersteller können damit eigene Netze aufbauen und damit die Fabrikautomatisierung vorantreiben. Zudem ermöglicht 5G durch kurze Latenzzeiten und hohe Zuverlässigkeit ein medizinisches Internet of Things. Der Startschuss für neue medizinische Geräte?

Thieme/kma im Interview (10.10.2018): Krankenhäuser werden zu Mobilfunkbetreibern
Ab 2020 soll in Europa der Aufbau der neuen 5G-Mobilfunknetze beginnen. Prof. Dr. Christoph Thümmler erklärt im Gespräch, welche Auswirkungen die neue Technologie auf die deutschen Krankenhäuser hat.
Der Mobilfunkstandard 5G steht in den Startlöchern. Was unterscheidet ihn von seinen Vorgängern UMTS (3G) und LTE (4G), abgesehen von höheren Datenübertragungsraten?
0
ttwm20.02.20 19:22
Frost
ttwm
Im Idealfall sollen ja alle auf neue Smartphones und auch Verträge umsteigen

Wenn dem so waere dann haette mein Provider den Zugang zu seinem
neuen 5G Netz nicht einfach so fuer den bestehenden Vertrag freigeschaltet.
Und wie sehen die Kunden-Kennzahlen bei Deinem Provider so aus? Hat die Mehrheit schon ein G5-kompatibles Handy bzw. den gleichen Vertrag, der das Upgrade beinhaltet - oder erhofft man sich hier Umsätze durch Neukauf/Upgrades der Verträge? Lässt Deine Situation einen Rückschluss auf alles andere zu? Zugegebenermaßen ist meine Aussage auch nur reine Spekulation - aber dass der normale 08/15-Smartphone-Endkunde nicht die Zielgruppe für 5G ist, steht außer Frage.
0
sierkb20.02.20 19:35
ttwm
aber dass der normale 08/15-Smartphone-Endkunde nicht die Zielgruppe für 5G ist, steht außer Frage.

Das stellt sich in China bzw. in einigen asiatischen Märkten (immens wichtige Märkte auch für Apple) für den normalen Endverbraucher und Konsumenten schon längst anders und gegenteilig dar, der profitiert davon bereits enorm, und für den ist es bereits unverzichtbarer Alltag, nach allem, was man bisher so hören, sehen und lesen kann, die sind uns da bereits um Einiges voraus. Und nicht ohne Grund wirft sich Huawei da auch hierzulande in die Diskussion und bietet sich an: weil sie auf dem Gebiet nicht nur Technologie vorweisen können, sondern bereits Praxiserfahrungen mit sammeln in großem Stil – und wir nutzen deren Expertise (gegen alle Bedenken und Widerstände), können auf sie kaum verzichten beim Aufbau, Betrieb und Unterhalt unserer eigenen diesbzgl. Netze (Nokia/Nokia Bell Labs, Ericsson, Qualcomm reichen dazu eben nicht aus mit ihren Kapazitäten, um den immensen Bedarf diesbzgl. bei uns bzw. in der westl. Welt zu decken, der nötig ist für den Aufbau und Betrieb).
+1
UmustHave
UmustHave20.02.20 20:57
Was will ich mit 5G wenn ich mit der Banh fahre, wäre E schon mal nett, von LTE ganz zu schweigen, da haben wir in D ganz andere Baustellen
+2
teorema67
teorema6720.02.20 22:19
UmustHave
Was will ich mit 5G wenn ich mit der Banh fahre, wäre E schon mal nett, von LTE ganz zu schweigen, da haben wir in D ganz andere Baustellen

Na ja, bei E kann ich das Telefon auch gleich ausschalten. Immer schön, wie auf der Zugreise nach Lugano stabil LTE da ist ... ab Basel.

Wie war das doch gleich mit 5G in CH? Nach eigenen Angaben versorge Swisscom Anfang 2020 gegen 90% der Schweizer Bevölkerung
Ein einzelner Verrückter kann die Welt auf den Kopf stellen.
+3
sierkb20.02.20 22:55
UmustHave
Was will ich mit 5G wenn ich mit der Banh fahre, wäre E schon mal nett, von LTE ganz zu schweigen, da haben wir in D ganz andere Baustellen

Glaubst Du etwa, das Netz wird heute noch mit E, UMTS oder LTE ausgebaut? Nein, die vorhandenen Versorgungslücken werden dann gleich mit 5G ausgebaut, LTE-Netz ist da automatisch mit inbegriffen, ist damit in einem Zug gleich miterledigt, E bald gar nicht mehr verwendet und abgeschaltet. Oder anders ausgedrückt: wenn schon Ausbau und Lücken gefüllt, dann nicht mehr mit überholter sondern mit aktueller und zukunftsfähiger bzw. ausbaufähiger (bei 5G geht viel via Software over Hardware) Technologie.
+3

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.