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Open Core Legacy Patcher bald Geschichte?

Mit macOS Tahoe endet Apples Intel-Zeitalter, denn es handelt sich um die letzte Systemversion, die zumindest noch auf manchen Intel-Macs lauffähig ist. macOS 27 wird dann jedoch einen M-Mac voraussetzen – und mit macOS 28 soll sogar Rosetta zur Ausführung von x86-Apps verschwinden. Gleichzeitig befindet sich auch ein bekanntes Projekt vor dem Ende, welches in den vergangenen Jahren für Aufmerksamkeit gesorgt hatte. OpenCore Legacy Patcher ermöglichte es, auch solche macOS-Versionen zu installieren, die auf dem jeweiligen Intel-Mac nicht mehr offiziell unterstützt sind. Jetzt gab es eine Ankündigung zur Zukunft des OCLP.


Keine Spenden mehr möglich
Man werde keine neuen Spenden mehr annehmen und zudem alle Zuwendungen der letzten 30 Tage zurückerstatten. Die Begründung dafür ist naheliegend, denn nach Tahoe sei die Zukunft des Projekts ungewiss. Zwar könnte sich wieder Relevanz ergeben, sobald Apple erste M-Macs nicht mehr mit Updates versieht, allerdings wisse man nicht, wann das erstmals passiere. Außerdem könne man nicht sagen, ob ein Patcher dann überhaupt umsetzbar wäre.

Team schrumpfte
Das Projekt steht jedoch nicht vor der sofortigen Einstellung, denn das Team betont ausdrücklich, weiterhin an Tahoe-Unterstützung zu arbeiten. Mehrere Entwickler haben aber das Team verlassen, die Fortschritte seien dadurch ausgebremst – und Tahoe schuf mit jüngsten Änderungen zusätzliche Hürden. Deshalb sage man derzeit auch kein OCLP-Update für Tahoe zu. Es handle sich nun einmal um ein Hobbyprojekt mit freiwilliger Mitarbeit, weswegen der Alltag Vorrang haben müsse.

Ein ambitioniertes Projekt – mit vielen Hürden
Auf dem Papier klang es stets wie die große Freiheit, aktuelle macOS-Versionen selbst auf Uralt-Systemen zu installieren. Das klappte in der Praxis oft recht ordentlich, allerdings nicht reibungslos. Die Grenzen lagen allerdings immer dort, wo Apple tief in die Systemarchitektur eingriff. Je stärker sich Treiber, Grafiksystem, Sicherheitsmechanismen oder Startprozesse änderten, desto schwieriger wurde es, einen stabilen Patcher bereitzustellen. Hinzu kam, dass bestimmte Funktionen auf alter Hardware oft nur eingeschränkt oder gar nicht liefen. OCLP konnte fehlende Unterstützung also vielfach umgehen, aber nicht jede technische Hürde vollständig aus der Welt schaffen.

Kommentare

uLtRaFoX!
uLtRaFoX!27.03.26 13:26
Das war abzusehen!
Dennoch war es ein tolles Projekt, ich konnte so meinen Mac Pro 5,1 immer aktuell halten.
+6
UBahn
UBahn27.03.26 14:01
Tolles Projekt und habe auch gespendet. Weil es half meinen iMac von 2014 bis 2024 immer aktuell zu halten. Danach habe ich ihn verkauft und soweit ich weiß, ist er immer noch im Einsatz. 27" Retina Display. Was war das Ding toll.

Was alles geht, wenn man die Ressourcen in die Software(weiter)entwicklung steckt. Das ist doch mal nachhaltig.
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artaxx
artaxx27.03.26 14:09
Eins der beeindruckendsten und coolsten Projekte für (langjährige) MacUser wie mich.

Ich konnte dadurch meinen MacPro4,1 (Early 2009) bis Anfang 2025 zu 100% mit zwei 4k Monitoren produktiv zum Arbeiten nutzen. Und er läuft immer noch

Er war zum Schluss ein Intel Xeon X5680 3,33 GHz Hexa-Core, 32GB RAM, 500GB Samsung 970EVO NVME SSD, 4x USB 3.0, AMD Radeon HD 7950 3GB und macOS 15.

Ich hab ihn dann nur final gegen einen Mac Mini M4 getauscht weil der dann den neuen coolen Formfaktor gekriegt hat und ich bei jedem Minor Update einen Full-HD Monitor anstecken und bei jedem Reboot die beiden 4k Monitore ausmachen musste.

Aber Dank OCLP wohl der nachhaltigste Mac den ich je hatte. Hatte den dank OCLP von 2016 (da war er schon 7 Jahre alt) bis 2024 und ich hab mit dem Teil bis zum Schluss wirklich vollproduktiv gearbeitet (vor allem mit InDesign, Illustrator, Photoshop)

So Long, and Thanks for all the fish OCLP!
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