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Gemini 3.5 und mehr: Die wichtigsten Ankündigungen der Google I/O 2026

Was bei Apple die WWDC ("World Wide Developers Conference") ist, trägt bei Google die Bezeichnung "Google I/O". Auf der Entwicklerkonferenz zeigt das Unternehmen üblicherweise viele neue Technologien und Produktverbesserungen, so auch in diesem Jahr. Fast jede Ankündigung drehte sich darum, KI nicht mehr nur als Fenster eines Chatbots zu verstehen, sondern als Agenten- und Systemschicht in Suche, Android, Workspace, Shopping, YouTube, Entwicklerwerkzeugen und mehr. Eindeutig platziert man Künstliche Intelligence als grundlegendes Konzept über alle Ebenen hinweg, anstatt als Feature für sich.


Gemini 3.5 als nächste Generation
Zu den wichtigsten Ankündigungen zählte definitiv Gemini 3.5. Genauer gesagt stand Gemini derart im Vordergrund, dass manch einer in Kommentaren bereits scherzte, man habe gerade die "Gemini I/O" erlebt. Gemini 3.5 Flash startet als erstes Modell der neuen 3.5-Generation. Google bezeichnet es ausdrücklich als Modell für agentische Aufgaben, Programmierung und schnelle Ausführung. Gemini 3.5 Pro soll hingegen erst deutlich später erscheinen und Aufgaben dienen, die anspruchsvollere Schlussfolgerungen, komplexere Aufgabenketten, längeren Kontext und höhere Genauigkeit erfordern. Für Nutzer der Gemini-App verspricht Google mehr proaktive Funktionen, persönliche Tageszusammenfassungen oder per Gemini Spark Aufgaben über längere Zeiträume hinweg begleiten zu können.


Google-Suche: Mehr als nur Fragen und Antworten
Googles Kerngeschäft, also die Suchmaschine, durfte natürlich nicht fehlen. Google.com erhält ein neues KI-gestütztes Suchfeld und wird stärker auf Folgefragen, multimodale Eingaben und agentische Funktionen ausgerichtet. Künftig soll die Suche nicht nur Ergebnisse liefern, sondern Informationen über längere Zeit beobachten können. Sogenannte "Information Agents" informieren dabei fortwährend über Preisänderungen, Sportereignisse, Finanzdaten, Nachrichten, Immobilien oder andere Themen.

Android XR für Brillen mit und ohne Display
Die Strategie für neue Geräteformen wurde ebenfalls konkretisiert. Android XR soll bekanntlich nicht nur Headsets antreiben, sondern auch leichtere Brillen. Google unterscheidet zwischen Brillen ohne Display, die vor allem Audio, Kamera und Gemini nutzen, und Modellen mit Anzeige im Sichtfeld. Erst vor wenigen Tagen hieß es übrigens, dass Samsung im Juli Smart Glasses auf Grundlage von Android XR präsentiert. Einer der angeblichen Partner, Gentle Monster, kam auf Googles Veranstaltung explizit zur Sprache – was viele als Bestätigung der Pläne auffassen.

Workspace, Gmail und Google Pics
In Workspace zieht Gemini ebenfalls weiter und tiefer eingebettet ein. Google kündigte neue Sprach- und KI-Funktionen für Gmail, Docs und Keep an, darunter dialogorientierte Arbeitsabläufe und neue Live-Funktionen. Dazu kommt Google Pics, ein Design- und Bildwerkzeug, das KI-gestützte Bildbearbeitung stärker in Googles Produktwelt bringen soll. Der Unterschied zu früheren KI-Funktionen liegt in der stärkeren Verzahnung. Gemini soll E-Mails durchsuchen, Dokumente verstehen, Aufgaben vorbereiten und Arbeitsabläufe begleiten – als Assistent statt nur als Frage-und-Antwort-Chatbot.

Kommentare

lautsprecher20.05.26 15:56
Meine Einschätzung: in ein paar Jahren, wenn die KI-Welle ausläuft und KI-Funktionen wie selbstverständlich genutzt werden, wird der Datenschutz das Zünglein an der Waage sein.
+4
fronk
fronk20.05.26 16:08
Wie Du schon selber schreibst, »wie selbstverständlich«. Dann interessiert es nur noch die Wenigsten. Bei WhatsApp interessiert sich auch niemand darum.
„Love had surely made us all and hate would surely make us fall.“ Elvis Presley
+10
maikdrop20.05.26 16:32
fronk
Wie Du schon selber schreibst, »wie selbstverständlich«. Dann interessiert es nur noch die Wenigsten. Bei WhatsApp interessiert sich auch niemand darum.

Bei E-Mails interessiert es ja auch niemanden. Dein Anbieter weiß auch wann und mit wem du in Kontakt bist. Zusätzlich sind deine Texte nicht verschlüsselt.
+3
tranquillity
tranquillity20.05.26 16:50
Hab mal ein bisschen in die Keynote rein gekuckt. Bin mal gespannt, ob Apple auch so eine schöne Live Veranstaltung hinbekommen, mit Live Demos und so weiter und sofort. Wenn man sich anschaut, wie gut Gemini einen Text versteht in den Demos, und ich versuche hier gerade mit Siri einen Kommentar zu diktieren und es passieren lauter Fehler. Dann sieht man doch echt riesige Unterschiede.
+7
Metty
Metty20.05.26 16:54
maikdrop
Bei E-Mails interessiert es ja auch niemanden. Dein Anbieter weiß auch wann und mit wem du in Kontakt bist.

Holla, da muss ich aber mal widersprechen. Wir sind ein ganz kleiner Software Entwickler der im Rahmen seiner Projekte auch E-Mail Hosting anbietet. Auch wenn wir die technischen Möglichkeiten haben, wir würden nie auf die Idee kommen das Verhalten unserer Kunden auszuwerten, geschweige denn Emails mitzulesen. Wenn ich als Geschäftsführer mitbekommen würde, dass einer unserer Mitarbeiter Emails unserer Kunden für firmenfremde Zwecke verwendet, wäre sofort die Kündigung raus. Zudem müsste ich den Kunden darüber informieren.

Ich sehe uns eher wie den Onkel Doktor. Bei dem muss man auch die Hosen runter lassen. Ich muss Vertrauen haben können, dass ein Doktor Privates für sich behält. Bei der täglichen Arbeit mit Kunden erfährt mal viel über deren Mitarbeiter und interne Prozesse. Nichts davon darf ich ausserhalb des Projektes erwähnen. Das Vertrauensverhältnis zwischen Kunde und Dienstleister gab es schon vor dem Internet und gibt es auch weiterhin.

Ein Kunde fragte mich mal danach und wollte eine Versicherung haben, dass ich wirklich nicht seine Emails lese. Meine Antwort: "Glaubst Du wirklich, dass ich Lust und Zeit habe Deinen Quatsch zu lesen? Was soll ich mit dem Unsinn machen?". Er fragte nie wieder nach.

Bei einer Firma, die ihr Geld mit den Daten der Kunden verdient, wie z.B. Google, sehe ich das ganz anders.
-3
karobert20.05.26 16:56
maikdrop
fronk
Wie Du schon selber schreibst, »wie selbstverständlich«. Dann interessiert es nur noch die Wenigsten. Bei WhatsApp interessiert sich auch niemand darum.

Bei E-Mails interessiert es ja auch niemanden. Dein Anbieter weiß auch wann und mit wem du in Kontakt bist. Zusätzlich sind deine Texte nicht verschlüsselt.
maikdrop
fronk
Wie Du schon selber schreibst, »wie selbstverständlich«. Dann interessiert es nur noch die Wenigsten. Bei WhatsApp interessiert sich auch niemand darum.

Bei E-Mails interessiert es ja auch niemanden. Dein Anbieter weiß auch wann und mit wem du in Kontakt bist. Zusätzlich sind deine Texte nicht verschlüsselt.

... aber bei E-Mails kann ich mir zumindest den Provider aussuchen. Und kann mit Leuten bei anderen Providern kommunizieren.
+2
Sitox
Sitox20.05.26 18:28
maikdrop
Ein Kunde fragte mich mal danach und wollte eine Versicherung haben, dass ich wirklich nicht seine Emails lese. Meine Antwort: "Glaubst Du wirklich, dass ich Lust und Zeit habe Deinen Quatsch zu lesen? Was soll ich mit dem Unsinn machen?". Er fragte nie wieder nach.
Ehrlich gesagt hätte ich auch nie wieder nachgefragt und mir einen neuen Hoster gesucht.
+14
Weia
Weia21.05.26 01:49
Sitox
maikdrop
Ein Kunde fragte mich mal danach und wollte eine Versicherung haben, dass ich wirklich nicht seine Emails lese. Meine Antwort: "Glaubst Du wirklich, dass ich Lust und Zeit habe Deinen Quatsch zu lesen? Was soll ich mit dem Unsinn machen?". Er fragte nie wieder nach.
Ehrlich gesagt hätte ich auch nie wieder nachgefragt und mir einen neuen Hoster gesucht.
Das hat aber nicht maikdrop gesagt, sondern Metty
„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.
+3
eastmac
eastmac21.05.26 08:50
"Steve Jobs erwähnte den Begriff „performance per watt“ öffentlich zum ersten Mal in der WWDC‑Keynote am 6. Juni 2005."

Kommt das nicht immer nur dann, wenn die Chips zu langsam sind?

-5
mark hollis
mark hollis21.05.26 10:28
Nachdem ich mir die Verge-Zusammenfassung der Keynote angeschaut habe, war ich nur noch deprimiert. Wozu das alles? Wer braucht diesen Quatsch. KI ist sehr gut darin, lange Texte zusammenzufassen und Fakten leicht verständlich zu vermitteln (ich liebe beispielsweise NotebookLLM). Aber KI als Content-Creator ist nur noch furchtbar. Die KI-Firmen suchen krampfhaft nach Lösungen zu Problemen, die wie vorher nie hatten. Je mehr ich von KI sehe und höre, desto mehr bin ich froh, dass das iPhone einfach (noch) ein normales Smartphone ist. Mir geht der ganz KI-Müll mitterweile wirklich richtig auf den Keks.
+4
eastmac
eastmac21.05.26 11:31
NotebookLM ist gut, so lange es um Zusammenfassungen von Inhalten und der Aufbereitung geht.

Der ganze Spass ringsum, wie Präsentationen, Infografiken usw. ist fast nutzlos, da es nicht im CI erstellt wird, also bei uns ist es zumindest so.
0
Wauzeschnuff
Wauzeschnuff21.05.26 14:10
mark hollis
KI ist sehr gut darin, lange Texte zusammenzufassen und Fakten leicht verständlich zu vermitteln (ich liebe beispielsweise NotebookLLM).

Und KI ist super darin geschliffen zu formulieren - und das auch noch in diversen Fremdsprachen. Das ist eine Stärke die ich zunehmend nutze, z.B. zum Schreiben von Berichten, Commit-Messages, Wiki-Pages, Dokumentation, etc.. Also den ganzen Kram den man (ich zumindest) nicht gerne macht. Man gibt die grobe Richtung vor, was drin stehen soll, ev. zusätzliche Quellen wie diffs, log Dateien, etc. und lässt es dann von der KI ausformulieren. Das klappt für mich wirklich super - und ich kann mich viel besser auf den kreativen Teil meiner Arbeit konzentrieren. KI ist in diesem Sinne quasi ein(e) Sekretär(in) für jedermann.
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