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Markentreue: Fast alle iPhone-Nutzer schließen Plattformwechsel aus

Apple-Nutzer gelten als ungemein loyal und markentreu. Was einst eine eingeschworene Gemeinschaft war, wandelte sich zwar inzwischen zum Mainstream, doch hat dies zahlreichen Studien zufolge wenig an der überdurchschnittlich ausgeprägten Markenbindung geändert. Eine neue SellCell-Umfrage dokumentiert für den iPhone-Bereich sogar, dass die Zahlen noch weiter gestiegen sind. 96,4 Prozent der iPhone-Nutzer wollen beim nächsten Wechsel erneut ein iPhone kaufen, ungeachtet der sonstigen Angebote auf dem Markt. Im Jahr 2021 lag dieser Wert laut SellCell bei 91,9 Prozent, 2019 bei 90,5 Prozent. Selbst das galt damals allerdings schon als bemerkenswert viel. Die genannten Ergebnisse beziehen sich auf den US-Markt und 5000 volljährige Teilnehmer.


Markentreue bei Apple, Samsung und Google
In die umgekehrte Richtung gefragt, also wer auf jeden Fall weg vom iPhone möchte, bejahten dies nur 3,6 Prozent der Umfrageteilnehmer – das ist außergewöhnlich wenig, egal welche Produktkategorie man betrachtet. Im Android-Lager haben hingegen etwas mehr als 13 Prozent die Entscheidung getroffen, sich für einen anderen Hersteller zu entscheiden. Hier gibt es zwischen den einzelnen Anbietern aber deutliche Unterschiede, vor allem Samsung kann auf sehr treue Kunden setzen. Die ermittelten 90,1 Prozent sind zwar ein gutes Stück von Apples Werten entfernt, in der Branche dennoch überdurchschnittlich viel. Das größte Plus verzeichnete indes Google. Gaben 2021 nur 65 Prozent an, definitiv wieder ein Google-Smartphone zu erwerben, sind es gemäß der neuen Erhebung knapp 87 Prozent.

Warum bleibt man beim iPhone?
SellCell ging noch einen Schritt weiter und erkundigte sich nach den Gründen, warum iPhone-Nutzer keine andere Plattform in Erwägung ziehen. Zu beachten ist: Nur eine Antwort war bei diesen Fragen zulässig, obwohl sicherlich gleich mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle spielen.

60,8 Prozent der Teilnehmer antworteten, sie bevorzugen Apple ganz grundsätzlich, 17,4 Prozent nannten ihre Ausgaben für das Apple-Ökosystem. Einfachere Bedienung stand für 10 Prozent, problemfreie Nutzung für 8,7 Prozent und sicherheitsrelevanten Erwägungen für 3,1 Prozent im Vordergrund.

Android-Nutzer, die nach einem Wechsel streben, sollten den Hauptgrund dafür nennen. 32 Prozent gaben besseres Preis-Leistungs-Verhältnis an, 27 Prozent nannten "bessere Technologie", 23,5 Prozent antworteten mit "ich will einfach mal etwas Neues". Interessant ist vor allem Platz 4 in der Reihenfolge, denn 11,5 Prozent werden wegen iOS ihrem bisherigen System den Rücken kehren.

Kommentare

darkov
darkov17.04.26 12:35
Bei mir hängt das Handy stark vom Mac ab. Wäre das Ökosystem nicht da, wäre auch ein Android ( Pixel) kein Problem.
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Liebestöter17.04.26 13:39
Ich arbeite gerade daran aus dem Apple System auszubrechen, Stichwort digitale Souveränität. Ist ein ziemlichen Stück Arbeit alles auf Docker in eine lokale NAS zu ziehen. Dabei merke ich aber auch, wie sehr ich in den Fängen von Apple hänge. Ich musste schon mehrmals auf dem Mac bis auf die Konsole um Parameter umzubiegen die Apple fest setzt, damit man nicht mit externen Anbietern oder Programmen arbeiten kann. (Z. B. um das Mac Adressbuch mit Synology Contacts zu syncen und nicht mehr mit iCloud)

Parallel schaue ich wo ich überall den Login mit Apple über deren Server genutzt habe, und mich damit nicht mit anderen BS einloggen kann.

Bei den Apps, egal ob auf Mac oder iOS gibt es für alles Open Source Alternativen, da ist nur die Datenmigration teilweise eine ganzen Stück Arbeit, was aber z. B. bei Datenbanken ja normal ist. (Ziehe aktuell von Ninox auf nocoDB um und habe sehr viele Datenbanken mit Attachments drin).
Die Möglichkeiten die Open Source Lösungen in Docker bieten sind faszinierend, man muss sich halt einarbeiten, und es ist definitiv nichts für IT Laien).

Mein nächstes Handy wird ein Fairphone werden, finde ich ökonomisch und moralisch die beste Lösung und ich bin flexibler als mit Apple.
Mal sehen wie es dann weitergeht bzgl. Tablett und Desktop.
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