
Mac-Tipp: Update auf macOS 26.4 eingefroren? Wahrscheinlich nicht


Wer seinem Mac eine Aktualisierung zugutekommen lässt, kann den größten Teil der Aktualisierungsprozedur produktiv nutzen: Download sowie Vorbereitung wichtiger Updates beanspruchen kaum Ressourcen, Anwender dürfen unbesorgt weiterarbeiten. Dies ändert sich, sobald alle Vorbereitungen vollendet sind: Der Mac will dann binnen einer Minute neu starten. Erfahrene Mac-Nutzer beobachten deshalb den Fortschritt in Systemeinstellungen/Allgemein/Softwareaktualisierung. Doch gerade bei den jüngsten Updates schienen die letzten fünf Minuten doppelt bis sechsmal so lange zu dauern. Wie kommt das? Howard Oakley hat eine
Erklärung.
Die unerwartet lange finale Phase vor der Installation hat eine recht simple Ursache: Die Installationsroutine nimmt für die meisten Teilschritte keine ausgefeilten Zeitabschätzungen vor, sondern geht von Schätzwerten aus – unabhängig von vorliegender Hardware oder Umfang des aktuellen Updates. Die Ausnahme stellt die Download-Phase dar, während deren Verlauf alle paar Sekunden neue Zielzeiten auf Basis der aktuellen Übertragungsrate angezeigt werden.
Vordefinierte ZeitsprüngeDie abschließende Vorbereitung hingegen folgt einem definierten Schema: Zum Start gibt der Aktualisierungsdialog eine Dauer von 30 Minuten an. Diese wird beim Erreichen vordefinierter Meilensteine reduziert – gerade zu Anfang scheint der Mac deutlich schneller zu sein als anfangs angekündigt. Der letzte Zeitabschnitt scheint jedoch bei aktuellen Systemaktualisierungen „noch fünf Minuten“ zu sein – eine weitere Abstufung gibt es nicht. Das gilt übrigens auch für das Update auf macOS 15.7.5: Bis die verbleibenden fünf Minuten vergangen sind, vergeht gern eine Viertelstunde.
Die letzte Phase der Aktualisierungsvorbereitungen muss ohne brauchbare Zeitangabe auskommen.
Festgeschriebene ProzentwerteWer die Zeitvorgaben ignoriert und stattdessen auf den Verlaufsbalken achtet, erhält damit keine genauere Information, sondern eher noch schlechtere Prognosen. Gemäß Oakley sind die Phasen des Verlaufsbalkens nämlich noch willkürlicher festgelegt: Die ersten 15 Prozent sind dem „Preflight“ reserviert – auf Apple-Silicon-Macs ist diese Phase binnen Sekunden abgeschlossen. Der anschließende Download umfasst den Bereich von 15 bis 55 Prozent; danach erfolgt ein weiteres „Preflight“ (dieses Mal fünf Prozent der Skala). Die restlichen 40 Prozent sind der „Vorbereitung“ vorbehalten, wobei recht viele Berechnungen ganz am Ende stattfinden. Es wirkt fast so, als hätte Apple die Installationsroutine über Jahre um weitere Aufgaben ergänzt, ohne die Darstellung des Fortschrittsbalkens darauf anzupassen.
Die Phasen der Installation von macOS Tahoe sind vom System definiert.
Details in AktivitätsanzeigeFalls nun eine Aktualisierung bei derselben Zahl festzuhängen scheint, lohnt ein Blick in das Dienstprogramm „Aktivitätsanzeige“, welches laufende Prozesse auflistet. Wenn im Menü „Darstellung“ der Eintrag „Alle Prozesse“ ausgewählt ist, sollte recht weit oben in der Liste ein Prozess namens „com.apple.MobileSoftwareUpdate.UpdateBrainService“, erscheinen. Solange dieser Prozess noch aktiv ist, arbeitet macOS eifrig an der Aktualisierung. Sobald der Verlaufsbalken verschwindet und der Mac neu startet, erscheint ein neuer Verlaufsbalken. Bei diesem stehen dann keine zusätzlichen Hilfsmittel zur Verfügung, um den Fortschritt mit anderen Mitteln zu beobachten.
Solange "UpdateBrainService" noch arbeitet, ist die Aktualisierung nicht gescheitert.