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Apples überarbeitete Sicherheitsaktualisierung – eine Verschlimmbesserung?

Dass Apple das erste „Background Security Improvement“ (BSI) eine Woche vor der Veröffentlichung des Updates auf 26.4 publizierte, stellt sicherlich keinen Zufall dar: Wahrscheinlich wollte Apple testen, wie gut der überarbeitete Mechanismus funktioniert, bevor ein echter Notfall eintritt. Auch Anwender erhielten mit macOS 26.3.1 (a) die Möglichkeit, die Funktion zu überprüfen und ihre Einstellungen zu justieren. Howard Oakley sammelte bereits viele Erfahrungen mit diversen Sicherheitsmechanismen in macOS. Nun dokumentiert er seine Enttäuschung über die aktuelle Ausgestaltung der Funktion, während er den Mechanismus selbst wertschätzt.


Viel hat sich am Prinzip nicht geändert, denn funktional ist ein BSI die nahezu deckungsgleiche Weiterführung des „Rapid Security Responses“ (RSR). Letzteres fiel in Ungnade, nachdem macOS 13.4.1 (a) im Juli 2023 dazu geführt hatte, dass Anwender viele Websites nicht mehr besuchen konnten. Im Hintergrund funktionierte 26.3.1 (a) fast identisch – nur zog die Funktion um, erhielt einen neuen Namen und eine veränderte Bedienung. Oakley findet, dass der neue Ort eher Verwirrung stiftet.

Eine Update-Funktion, versteckt in Datenschutz
In macOS 13 (Ventura) bis 15 (Sequoia) residiert die RSR-Option in der Einstellungen-App unter Allgemein/Softwareupdate. Durch einen Klick auf das Informations-Icon rechts neben „Automatische Updates“ gelangen Nutzer zum Einstellungsdialog, welcher automatische Aktualisierungen für App Store, System und Sicherheit kombiniert. Unter macOS 26 (Tahoe) gibt es nun zusätzlich die Einstellungen unter „Datenschutz & Sicherheit“. Irritierenderweise bleibt die alte Einstellung zu "Systemdateien und Sicherheitsupdates" erhalten – also gibt es im Prinzip zwei Schalter für eine auf den ersten Blick deckungsgleiche Funktion. Standardmäßig sind beide aktiv. Obendrein verwirrend: Der Schalter der neueren Funktion ist mit „Automatisch installieren“ beschriftet, obwohl sie (unter macOS) lediglich auf die Verfügbarkeit einer Aktualisierung hinweist.

Zwei Funktionen, welche fast dasselbe erledigen – wären sie nicht besser an einem Ort versammelt?

Neustart ohne Vorwarnung
Überrascht dürften Anwender auch darüber sein, was geschieht, wenn sie einer BSI-Aktualisierung zustimmen: Nach Download und Vorbereitung (lediglich per drehendem Indikator visualisiert) will der Mac sofort neu starten – Anwendern bleiben lediglich 60 Sekunden, um ihre offenen Dokumente zu sichern. Der Hinweis auf die Notwendigkeit eines Neustarts erscheint hingegen, wenn der Anwender ein Sicherheits-Update entfernen möchte. Auch dass sich diese Option hinter dem Informations-Button versteckt, bemängelt Oakley – der Dialog berge genügend Platz für einen intuitiven Schalter.

Weiterhin verwirrende Versionsnummer
Ebenso wie beim Vorgänger RSR verwendet eine BSI eine untypische Nomenklatur: eine inkrementierte Versionsnummer, ergänzt durch einen Buchstaben in Klammern. Dies kann automatisierte Vergleichsalgorithmen verwirren – tatsächlich führte dieses Anhängsel bei macOS 13.4.1 (a) auch zu den Problemen, die dazu führten, dass Apple das letzte je erschienene RSR-Update zurückziehen musste.

Schlimmer als vorher?
Oakley beendet seine Beobachtungen mit einer langen Liste an Empfehlungen an Apple – und einer Einschätzung: Obwohl Apple drei Jahre Zeit für eine Verbesserung hatte, erschienen ihm BSIs nun ein schlimmeres Durcheinander, als RSRs es jemals waren. Dies findet er insbesondere deshalb schade, da der zugrunde liegende Mechanismus immer noch brillant sei.

Kommentare

Maxlgraf27.03.26 21:29
Steves Rotationsgeschwindigkeit dürfte mittlerweile die 20000/Sekunde deutlich überschritten haben…
+2
Meome28.03.26 07:32
Geh red doch ned so an Schmarrn Fröschl - Du woasst doch genau wia schneis am Jobs oiwei schlecht weard - der schbeibt doch scho wenna bloss a bissl lenga aufn Blattndella aschaugt.
-3
MacSquint
MacSquint28.03.26 08:45
Noch schlimmer finde ich ja die böse Falle bzw den Trick, den Apple eingebaut hat, um Benutzer ungewollt das neueste macOS unterzujubeln.
Wenn man noch auf Sequoia ist und unter Updates ein Update für Sequoia angezeigt bekommt und einfach dort auf Update klickt, bekommt man Tahoe installiert, weil hinter dem Informationsknopf zum Update von Sequoia im Preset einfach mal Tahoe ausgewählt ist.
Sowas hinterhältiges gab es bei Apple bislang noch nicht.
+14
L-E28.03.26 09:16
Mir geht auf den Keks, dass Apple immer wieder glaubt, eigenmächtig Einstellungen ändern zu dürfen. Ich entscheide selbst, wann Updates gemacht werden. Da empfinde ich es schlicht als unverschämt, wenn Apple da im Hintergrund irgend welchen Automatismus aktiviert. Gleiches gilt für WLAN, das ich nicht generell brauche. Auch das ist nach jedem Update erneut aktiviert.
+14
TMS
TMS28.03.26 12:11
Ja, man fragt sich schon, welcher Manager dieses Chaos durchgewinkt hat. Vielleicht sollte ihm ein Job in einer anderen Funktion angeboten werden wo er weniger Schaden anrichten kann.
+2
Remigius28.03.26 14:51
TMS
Ja, man fragt sich schon, welcher Manager dieses Chaos durchgewinkt hat. Vielleicht sollte ihm ein Job in einer anderen Funktion angeboten werden wo er weniger Schaden anrichten kann.

Oh, das ist einfach: Der hat bei irgendeinem der heutigen Auto-Infotainment "Designer" gearbeitet. Musste mich gerade mit einem Peugeot 308 SW rum... äh... einarbeiten. Absolute Katastrophe!!! Wie man ein derartig verwirrendes Bedienkonzept in ein Auto bauen kann bleibt mir völlig schleierhaft!!

Beispiele, wo derartige GUI-Entwickler herkommen, gibt es derzeit also wie Sand am Meer...
0
Kronar (back)30.03.26 11:53
Remigius
Beispiele, wo derartige GUI-Entwickler herkommen, gibt es derzeit also wie Sand am Meer...
Wer mal mit den großen Implementierern (TCS/Deloitte/Sapient/Cognizant/Accenture/…) gearbeitet hat, den wundert einem nix mehr…
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