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Mac-Praxis: iCloud Drive lässt viele Metadaten verschwinden

Cloud-Ordner sind aus dem Arbeitsalltag vieler Menschen kaum noch wegzudenken. Darin abgelegte Dokumente landen auf einem Server, von dem aus sie auf alle Rechner übertragen werden, welche dasselbe Cloud-Konto verwenden. Auf Mobilgeräten lädt man sich bei Bedarf Dateien herunter und schont den knappen Speicherplatz. So steht stets die aktuelle Version von Präsentationen, Tabellen und Texten bereit. Doch der Sync hat Lücken, wie Howard Oakley in einem Artikel vorführt: Mittlerweile verschwinden nahezu sämtliche Metadaten, die in erweiterten Attributen hinterlegt sind.


Neben dem eigentlichen Inhalt eines Dokuments erfasst ein Mac noch zahlreiche weitere Informationen. Viele davon entstehen automatisch, etwa wann eine Datei entstanden ist oder wann sie letztmalig geöffnet wurde. Andere fügen Anwender eigenmächtig hinzu, etwa Etiketten oder (Finder-)Kommentare. Damit lassen sich Dateien leichter in unterschiedlichen Kontexten zusammenfassen und wiederfinden. Die meisten davon bleiben jedoch gerätespezifisch; am zweiten Mac oder iPad ist in den 26er-Systemen nichts mehr davon zu sehen, wie Oakley mit seiner Eigenentwicklung Xattred nachweisen konnte.

Eine Handvoll bleibt
Lediglich die Attribute "com.apple.TextEncoding", "com.apple.quarantine", "com.apple.lastuseddate#PS" sowie "com.apple.metadata:_kMDItemUserTags" bleiben erhalten. Attribute, welche eine Markierung (Flag) mit dem Inhalt "S" aufweisen, übernimmt iCloud Drive ebenfalls. Diese müssen Anwender oder Entwickler explizit hinzufügen, damit iCloud sie mit der Datei synchronisiert. Was die xattr-Informationen auf dem ursprünglichen Mac angeht, brauchen sich Anwender nicht zu sorgen: Sie bleiben lokal bestehen, selbst wenn die Datei aus Platzersparnisgründen auf ein externes Laufwerk ausgelagert wird.

Bei einer iCloud-Ablage gehen die meisten erweiterten Attribute verloren.

Seit macOS/iOS 26: Erstmals Ordner-Icons
Dabei hat Apple mit macOS 26 (Tahoe) erstmals eine lang vermisste Funktion für den iCloud-Sync hinzugefügt: Die aktuellen Systeme erlauben erstmals, einen Ordner mit Farben und Icons zu verzieren, sodass diese Darstellungen auch auf iPhones und iPads sichtbar sind. Ironischerweise wird dies in einem erweiterten Attribut gespeichert – in "com.apple.metadata:_kMDItemUserTags".

Übergangslösung mit AirDrop
Insgesamt scheint es überraschend, dass Apple bei der Ordnerdarstellung die Übertragung von Attributen ausbaut, bei anderen hingegen mittlerweile weniger synchronisiert wird als noch vor drei Jahren. Für diejenigen, die Informationen wie Finder-Kommentare am Zweit-Mac erhalten wollen, rät Oakley zur Übertragung der Datei via AirDrop. Auch ein auf iCloud Drive (oder ähnlichem Cloud-Laufwerk) abgelegtes Sparse Image sollte die Löschung umschiffen können.

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