
Mac-Tipp: Stärken und Schwächen der Speicherverwaltung in den Systemeinstellungen


Es gibt einige gute Gründe, die Speicherverwaltung auf dem Mac aufzurufen: Nutzer können sich so einen Überblick über die verschiedensten Daten verschaffen und gegebenenfalls „Aufräumarbeiten“ verrichten. Das ist vor allem dann notwendig, wenn sich der Speicherplatz auf der internen SSD dem Ende zuneigt und etwa ein Update auf eine neue Version von macOS ansteht. Beim Umzug auf einen neuen Rechner ist es ebenfalls sinnvoll, „auszumisten“ – und sich überflüssig gewordener Dateien zu entledigen.
The Eclectic Light geht auf die Möglichkeiten ein, welche die Speicherverwaltung bietet, und zeigt Grenzen sowie Mängel auf.
Balken zeigt Speicherbedarf anAls Apple die Speicherverwaltung im Fenster „Über diesen Mac“ einführte, überzeugte die Funktion zunächst nicht: Bei vielen Anwendern kam es zu Ungenauigkeiten und einer unzuverlässigen Darstellung des tatsächlich verwendeten Speicherplatzes. Mittlerweile besserte Cupertino an einigen Stellen nach und verschob das Feature in die Systemeinstellungen unter „Allgemein“ > „Speicher“. Dort ist das Interface dreigeteilt: Der obere Bereich zeigt eine Leiste, welche den Speicherbedarf einzelner Kategorien aufschlüsselt. Nutzer sehen somit auf Anhieb, welche Bereiche zu den größten „Speicherfressern“ zählen.
Sind andere Datenträger mit dem Rechner verbunden, können Nutzer über einen entsprechenden Punkt Informationen zu deren Speicherverwaltung aufrufen. Der Übersicht fehlt es jedoch an Details, sodass es ratsam ist, das Festplattendienstprogramm aufzurufen.
Tipps für speicherhungrige AppsDie zweite Rubrik weist auf Empfehlungen hin, um überbordendem Speicherbedarf Herr zu werden. So lassen sich etwa Filme und Serien in der TV-App automatisch löschen, wenn diese bereits angesehen wurden. Ferner rät Apple dazu, Dokumente und Fotos in der iCloud zu sichern und in den Papierkorb verfrachtete Dateien nach 30 Tagen zu löschen.
Nähere Informationen für einzelne Kategorien offenbaren HandlungsbedarfDer dritte Teil des Menüs listet die verschiedenen Kategorien auf und versieht diese jeweils mit einem „i“. Sonderlich intuitiv ist das nicht: Klickt der Nutzer darauf, erhält er in einigen Fällen weitere Tools, manchmal aber bloß einen weiteren Hinweis zum Speicherbedarf. „Apps“ erlaubt die Reihung installierter Anwendungen nach Größe oder letztem Zugriff. Ähnliches bietet das Menü für „Dokumente“ an. Unter „iOS-Dateien“ finden sich lokale Backups von iDevices. Eine Löschung ist zwar möglich, entfernt aber alle Backups des iPhones oder iPads – wer ins Detail gehen möchte, muss die Library bemühen:
~/Library/Application Support/MobileSync/Backup/
Nicht immer hilfreich: Backups des iPhones oder iPads lassen sich gänzlich löschen, weitere Optionen gibt es nicht
Nachrichten lassen sich in den Einstellungen der App nach 30 Tagen oder einem Jahr automatisch löschen. Unter „macOS“ erfahren Interessierte, wie viel Speicherplatz Apple Intelligence erfordert. Die „Systemdaten“ listen den Speicherbedarf von Dateien auf, die nicht in andere Rubriken passen. Um welche Dateien es sich dabei aber konkret handelt, ist nicht ersichtlich. The Eclectic Light sieht darin einen der größten Schwachpunkte des Menüs und rät zur Verwendung des Festplattendienstprogramms. Dieses wartet zwar mit etwas genaueren Informationen auf, ist aber, was die Identifizierung von Speicherfressern anbelangt, ebenfalls ausbaufähig.