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Mac-Praxis: Audio-CD brennen mit Musik-App

Als iTunes erstmals als kostenlose Software für den Mac bereitstand, warb Apple mit eindrucksvollen Worten für die Medienverwaltung: „Rip. Mix. Burn.“ Nutzer durften ihre Audio-CDs ins MP3-Format umwandeln und eigene Wiedergabelisten erstellen, um sie wiederum auf CD zu brennen. Auch 25 Jahre später sind diese Funktionen weiterhin Teil des Nachfolgers, der vorinstallierten Musik-App. Um tatsächlich eine Audio-CD zu brennen, muss man allerdings gelegentlich einige Hürden nehmen.


Im Prinzip hat sich an der Vorgehensweise nichts geändert: Von CD importierte und im iTunes Store gekaufte Musik darf ein Mac-Nutzer weiterhin in Form von Wiedergabelisten auf Audio-CDs brennen. Bis zu siebenmal dürfen Anwender dieselbe Playlist brennen. Solange Sie mit lokaler Musik arbeiten und weder Apple Music noch „Mediathek synchronisieren“ in den Musik-Einstellungen aktiviert haben, sollte kein Problem entstehen.

Apple Music verbietet Brennen
Das Problem entsteht erst durch den Abo-Dienst „Apple Music“, bei dem Sie den kompletten Musikkatalog anhören können und dafür eine Abo-Gebühr entrichten. Auch hier dürfen Sie einzelne Titel oder ganze Alben herunterladen, etwa um ohne Internetverbindung Musik zu hören. Doch während im iTunes Music Store gekaufte Titel keinem Digital Rights Management (DRM) unterliegen, sind Songs des Abo-Diensts mit Einschränkungen versehen: Nutzer dürfen sie nicht in iMovie-Schnittprojekten verwenden, keinen Klingelton aus ihnen erstellen und nicht auf Audio-CD brennen.

Die Musik-App erlaubt weiterhin das Brennen von Audio-CDs – zumindest theoretisch.

Songs werden übersprungen
Enthält die aktuell ausgewählte Wiedergabeliste mindestens einen Song, welcher von CD importiert oder im iTunes Music Store gekauft wurde, lässt sich im Menü „Ablage“ der Eintrag „Playlist auf Disc brennen …“. Klickt man bei Auswahl von „Audio-CD“ auf „Brennen“, erscheint im nächsten Schritt gegebenenfalls die Warnung, dass einige Titel nicht gebrannt werden können, da es sich um Apple-Music-Titel oder Cloud-Titel handele.

Klicken Sie in diesem Dialog unbedingt auf „Abbrechen“, um zu verhindern, dass nur eine kleine Auswahl an Songs auf der CD landet.

Handarbeit in der Medienverwaltung
In diesem Fall muss man Handarbeit leisten. Zunächst schreiben Sie sich auf, mit welchen Titeln Apple Music ein Problem hat. Der nächste Schritt, und das ist wichtig: Im Dialog unbedingt auf „Abbrechen“ klicken, denn sonst startet der Brennvorgang mit der reduzierten Auswahl, und der Rohling ist dahin. Nun löschen Sie den ersten Problem-Titel aus der Playlist, um ihn dann erneut zu importieren. Drei Wege stehen ihnen dafür offen:

  • Original-CD: Wenn Sie die ursprüngliche CD besitzen, legen Sie diese in das CD-Laufwerk ein und importieren diese erneut. Das Format spielt für die Brennfähigkeit keine Rolle – am besten legen Sie es vorher unter Einstellungen/Dateien/Importeinstellungen fest.
  • Dateisammlung: Falls Sie Ihre MP3- oder M4A-Dateien auf einem externen Speichermedium gesichert haben, ziehen Sie die entsprechenden Dateien auf das Musik-Fenster. Dann wird es automatisch der lokalen Musiksammlung hinzugefügt.
  • iTunes Music Store: Über den Kauf-Shop für Musik und Alben können Sie fehlende Titel ebenfalls ergänzen. Stellen Sie sicher, dass unter Einstellungen/Allgemein“ im Bereich „Anzeigen“ bei „iTunes Store“ ein Haken gesetzt wurde. Zudem wählen Sie bei der Gelegenheit die Funktion „Dolby Atmos laden“ ab. Dann klicken Sie im Hauptfenster linksseitig auf „iTunes Store“ und suchen Album oder Titel dort aus. Bereits gekaufte Titel laden Sie kostenlos erneut herunter– klicken Sie in der Spalte rechts auf „Gekaufte Artikel“, um sie aufzuspüren. Ansonsten müssten Sie das Lied kaufen, um es zu brennen.

Nachdem Sie alle Titel in die Musik-App geladen und zur Wiedergabeliste hinzugefügt haben, starten Sie einen neuen Versuch. Nun sollte der Brennvorgang keine Probleme mehr verursachen.


Spurensuche im Finder
Titel, die von der Musik-App heruntergeladen werden, landen üblicherweise im Benutzerordner unter „Musik“ – wo genau, entscheidet Apple je nach Nutzereinstellungen, Betriebssystemversion und Gutdünken. Bei unseren Versuchen auf einem Mac mini M1 landeten manche Downloads unter „Apple Music“, andere unter „Music“. Als Formate kamen M4a, m4p sowie „movpkg“ zur Anwendung. Ein konsistentes Muster konnten wir dabei nicht erkennen. Auf älteren Macs kann zudem noch die alte Ordnerstruktur „iTunes/iTunes Music“ in Verwendung sein. Will trotz manueller Nachsortierung in der Musik-App trotzdem keine konsistente Wiedergabeliste entstehen, müssen Sie hier nachhelfen: Löschen Sie die problembehafteten Titel erst in der Musik-App und überprüfen dann mittels Finder, ob irgendwo eine M4P- oder MOVPKG-Datei in der Ordnerstruktur verblieben ist. Entfernen Sie diese, bevor Sie den Titel erneut importieren.

Das Format „ MOVPKG" verwendet Apple Music bei einigen Songs.

Kommentare

tk69
tk6919.03.26 18:33
Könnte man (theoretisch) eine CD mit dem iPad brennen, wenn man das Apple-CD-LW anschließt?
-1
Peanuts
Peanuts19.03.26 19:01
Soweit ich weiß, nicht. Die Brennfunktion ist nur in der Mac Music App.
+1

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