Jetzt updaten! Sicherheitslücke in Bildschirmfreigabe wird aktiv ausgenutzt


Es kommt selten vor, dass Apple eine Sicherheitsaktualisierung für alle drei noch unterstützten Systemversionen von macOS veröffentlicht. Vor zehn Tagen war ein solcher Moment erreicht: Gleichzeitig gab der Konzern
Aktualisierungen auf macOS 26.6.1, 15.7.9 sowie 14.8.9 heraus. Die Ursache kam schnell heraus: Eine brisante Lücke in der Bildschirmfreigabe erlaubte Angreifern, Root-Rechte auf Geräten zu erlangen. Nun berichtet das niederländische Cybersicherheitszentrum (NCSC) davon, dass mehrere Macs über diese Lücke
kompromittiert wurden.
Bei den betroffenen Macs wurden offenbar Crypto-Miner für die digitale Währung Monero installiert; dies schlägt sich wahrscheinlich in der Reaktionszeit des Rechners sowie in der Stromrechnung des Anwenders nieder. Ein relativ harmloser Eingriff, denn über die Lücke könnten böswillige Angreifer noch weitaus mehr Schaden anrichten. Wer seinen Mac mit macOS 26 Tahoe, macOS 15 Sequoia oder macOS 14 Sonoma betreibt, sollte das aktuelle Update auf jeden Fall installieren, um den Programmierfehler auszuräumen.
Ventura und älter: Freigaben überprüfenFür ältere Versionen von macOS stellt Apple keine Sicherheitsaktualisierungen mehr zur Verfügung. Die Wahrscheinlichkeit ist allerdings groß, dass diese Lücke auch in älteren Versionen von macOS besteht. Wer einen Mac unter macOS 13 Ventura oder früher betreibt, sollte die Freigabe-Einstellungen überprüfen:
- macOS 13: Systemeinstellungen, Allgemein, Teilen: Bildschirmfreigabe auf "aus".
- macOS 12 und früher: Systemeinstellungen, Freigaben: Haken bei "Bildschirmfreigabe" entfernen.
Auf älteren Systemen sollte man sicherheitshalber die Bildschirmfreigabe ausschalten.
Die Sicherheitslücke setzt zwei Dinge voraus: eine aktive Bildschirmfreigabe sowie die Erreichbarkeit des Macs über das Internet. Eine Router-Firewall sollte im Allgemeinen verhindern, dass der eigene Mac über Port 5900 von außerhalb erreichbar ist. Der Entdecker der ursprünglichen Lücke konnte jedoch auf Anhieb
40.000 Macs entdecken, bei denen die Bedingungen für ein unerlaubtes Eindringen gegeben waren. Sein Rat: Niemals solche Dienste außerhalb von SSH-Verbindungen freigeben.