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Gründe für die schlechtesten Mac-Verkäufe seit acht Jahren

Im Jubel um Apples exzellentes Rekord-Quartalsergebnis ging ein Punkt ziemlich unter, nämlich das miserable Abschneiden des Macs (nur 3,7 Millionen Einheiten). In den letzten Jahren erzielte Apple stets stabile Verkaufszahlen oberhalb der Marke von vier Millionen Geräten. Selbst wenn Aktualisierungen schon länger zurücklagen, konnte dies Apples Verkaufserfolg wenig anhaben. Offenkundig hat sich daran nun etwas geändert. Verglichen mit dem Vorjahr büßte Apple bei den Stückzahlen 13 Prozent ein. Von 4,7 Millionen Macs im dritten Finanzquartal 2015 ging es 2016 und 2017 auf 4,25 bzw. 4,3 Millionen zurück – um dann im laufenden Jahr eine weitere halbe Million einzubüßen. Wie schon in der gestrigen Meldung erwähnt handelt es sich dabei um mehr als nur eine kleine Delle, sondern um ein Problem im Mac-Bereich. Man muss acht Jahre zurückgehen, um einen niedrigeren Wert zu finden.


Außeneinfluss: Intel verzögerte Apples Produkte
Apples Finanzchef Luca Maestri führte gestern an, der Grund für den Rückgang sei die Verspätung des MacBook Pro gewesen. Dies erscheint durchaus plausibel, denn die Stückzahlen der Desktop-Macs fallen seit vielen Jahren vergleichsweise gering aus und sind daher wenig von Bedeutung. Noch nie setze Apple die hohen Stückzahlen mit iMac, Mac Pro oder Mac mini um, seit mehr als einem Jahrzehnt stehen andere Geräte vorne. 80 Prozent der Macs sind Notebooks – und ein aktualisiertes MacBook Pro hat daher natürlich wesentliche Auswirkungen auf das gesamte Abschneiden. Hätte der Verkauf im zweiten Quartal begonnen, lägen die Verkaufszahlen sicherlich bei vier Millionen oder mehr. Die Verzögerung war allerdings weniger Apples Versäumnis, sondern Problemen beim Prozessorlieferanten Intel geschuldet. Die dadurch erforderlichen Änderungen führten dazu, dass Apple nicht wie geplant schon Wochen vorher mit dem Verkauf des MacBook Pro 2018 beginnen konnte – so mehrere Berichte.

Eigener Einfluss: Kein attraktives Low-End, gar kein Mid-Range
Der starke Rückgang zeigt aber auch, dass andere Baureihen momentan keine ausreichende Anziehungskraft besitzen, um die Verspätung des MacBook Pro auszugleichen. Wer momentan eines der günstigsten Apple-Geräte erwirbt, erhält uralte Hardware zu dennoch hohen Preisen. Technisch unbedarftere Nutzer, die sich beim Kauf eines Apple-Geräts auf hohe Qualität verlassen, erhalten diese zwar bei der Verarbeitung – werden aber ansonsten ziemlich getäuscht.

Derart alte Architekturen in einem wahrlich nicht günstigen Computer anzubieten ist an der Grenze dessen, was man angesichts des Marketings noch als ehrlich bezeichnen kann. Neue Geräte des mittleren Preissegments erhält man hingegen gar nicht mehr. Seit Herbst 2016 veranschlagt Apple für aktuelle 13"-Geräte knapp 2000 Euro, beim MacBook Pro 15" sind es 2799 Euro. Attraktive Angebote für Kunden, die keine High Performance, sondern ein Büroarbeit-Notebook mit 15" benötigen, gibt es von Apple derzeit nicht.

Fazit
An den externen Faktoren kann Apple sehr wenig ändern, außer natürlich, Apple würde alle Komponenten selbst entwickeln und hierbei auch niemals einen Zeitplan reißen. Auf die (preisliche) Positionierung der Baureihen kann Apple hingegen durchaus Einfluss nehmen. Es bleibt zu hoffen, dass Apple im Herbst tatsächlich ein breiteres Spektrum an interessanten Geräten bietet und auch jene Kunden wieder mit aktueller Hardware bedient, die sich im mittleren bis etwas höheren Preisbereich bewegen möchten. Low-End ist ganz sicher nicht Apples wichtigster Bereich, denn Stückzahlen zählen kaum, wenn dies nicht auch mit Gewinn verbunden ist. Ein konkurrenzfähiger mittlerer Bereich würde hingegen bereits sehr vielen Kunden helfen.

Kommentare

idolum@mac01.08.18 12:58
Ich warte auch bis Apple wieder humanere Preise anbietet. Solange muss man 2011er MBP durchhalten, auch wenn Videoschnitt mittlerweile zur Geduldsprobe wird.
+19
seekFFM01.08.18 13:03
Ich wundere mich eh über die vielen Verkäufe. Kein MacMini ...
-1
Moogulator
Moogulator01.08.18 13:03
Das ist einfach, die Wünsche wurden seitens Apple beim Mac besonders lange ignoriert, die miese anfällige Mbp Tastatur, viele Nerds mögen die Cursortasten nicht oder das Fehlen von Escape, dazu sind die Preise aller Macs extrem gestiegen durch die nicht mehr freie Option Ram und SSD einzubauen, man kann nichts selbst machen und auch ich habe deshalb mich eher zurück gehalten - Apple hat den Kontakt vorallem zu Pro Usern verloren, aus meinem Musikerumfeld sind auch einige stehen geblieben, sie sind genervt von wenig Praxisnähe, Preisen, Adaptern, Abschneidewahnsinn für teure Audiogeräte durch neue Dinge - das ist nur Feedback für alle die sich wundern, ich denke die Macpflege ist nicht gut gewesen das kette Jahr, es wirkte immer unwillig - und man erwartet wenig.

Mein Umfeld hat nicht immer 4k€ und mehr, man hat aber gern mit dem 2006er Macbook gearbeitet, da waren 1.5k€ ausreuchend oder 2.5k für ein mbp mit i7 etc.. Bis 2012. Dann kamen die Books an denen wenig geht, als Musiker braucht man gern Usb Ports für Comtroller, Synths etc und tb für Audiointerface und Dsp Kram..

Man muss also jedem Port einen Adapter spendieren..

Solche Dinge gehören dazugelegt, wenn es exotisch ist, ebenso bei Irren Weglassphantasien beim iPad zb Kopfhörerbuchse, das wird sich bitter rächen..

Ich sag das als Essenz meines Forums von vorwiegend Musikern. Für den Consumer ist das oft deutlich egaler, der Typ User, der auch kaum Apps kauft, aber der Musiker kauft gern eine Synthapp - ich habe einige, viele, und so kann da das folgen, was bei den Macs schon ignoriert wurde.

Hoffe sie lernen.

Mac Mini ohne 4core? Warum? Man durchschaut halt die Politik.
Ich habe eine MACadresse!
+31
Wolpy01.08.18 13:11
High-End allein im Preis genügt nicht; vielleicht lernt das Apple noch, bevor es zu spät ist.
Fehlende Offenheit (Schnittstellen: USB, HDMI, Ethernet) und mangelnde Aufrüst- und Reparatur-Möglichkeitkeit der Produkte – von den zunehmenden Qualitätsmängeln ganz zu schweigen – vergraulen Stammkunden und behindern die Zuwanderung aus anderen Plattformen. Nach dem Wort eines unaussprechlichen Staatspräsidenten: "traurig"!
+15
Deichkind01.08.18 13:16
MTN (Bericht zur Quartals-Pressekonferenz)
60 Prozent der Mac-Verkäufe ging an Neukunden, welche noch nie zuvor einen Mac besessen haben - beim iPad ging die Hälfte der Geräte an Neukunden.
Es sind also vor allem die erfahrenen Mac-Nutzer, die sich der aktuellen Produktpalette verweigern.
+50
Vincentin01.08.18 13:25
Das neue 13“ MacBook Pro startet bei 1499€
Das ist ein Laptop mit 128 GB SSD.

Ich habe vor 4 Jahren für mein 13“ MBP ca. 1400€ gezahlt und habe 256 GB SSD Speicherplatz.

Apple erhöht die Preise für Macs seit Jahren, irgendwann reicht es den Nutzern halt auch mal.
+44
eastmac
eastmac01.08.18 13:29
Mein 15er von 2007, tut es mit SSD noch recht gut auch wenn das System nicht das neuste ist, die Programme die ich brauche laufen alle noch.

Ich hätte auch gern ein aktuelles 15er aber preislich, für meine Anwendungen, nicht zu rechtfertigen.
+19
Bananenbieger01.08.18 13:31
Technisch unbedarftere Nutzer, die sich beim Kauf eines Apple-Geräts auf hohe Qualität verlassen, erhalten diese zwar bei der Verarbeitung – werden aber ansonsten ziemlich getäuscht.
Für technisch unbedarfte Nutzer reicht die Hardware aber. In den letzten Jahren haben sich selbst bei den meisten Profi-Anwendungen die Anforderungen an die Hardware nicht signifikant erhöht. Zudem werden viele rechenintensiven Aufgaben (bspw. das Training von neuralen Netzen) in die Cloud ausgelagert - weil es einfach kostengünstiger ist.
-8
Bananenbieger01.08.18 13:39
Wolpy
Fehlende Offenheit (Schnittstellen: USB, HDMI, Ethernet) und mangelnde Aufrüst- und Reparatur-Möglichkeitkeit der Produkte – von den zunehmenden Qualitätsmängeln ganz zu schweigen – vergraulen Stammkunden und behindern die Zuwanderung aus anderen Plattformen.
Der Wortlaut ist doch seit mehr als einer Dekade immer der gleiche. Als der erste iMac auf den Markt kam, war das Geschrei groß, als Apple USB statt anderer Schnittstellen verbaut hat. Später dann gab es kein optisches Laufwerk mehr und es wurde rumgemotzt... Komischerweise haben die PC-Hersteller allesamt nachgezogen.

Und über Offenheit kann man bei Apple nicht klagen. USB-C ist universell, lässt sich prima mit den Geräten anderer Hersteller kombinieren. Hier im Unternehmen haben jetzt alle Notebooks USB-C, so dass man sich mit einem MacBook einfach an einen Arbeitsplatz mit ThinkPad-Dock setzen kann. Das Kabel passt. So etwas ging vorher mit den ollen Port-Replikatoren teilweise noch nicht mal zwischen verschiedenen Modellen eines Herstellers.

Dazu kommt noch, dass man dank Drahtlosverbindungen auch immer weniger Schnittstellen braucht.
-3
jlattke01.08.18 13:39
Kann man jetzt lange hin- und herdrehen. Und schönreden. Also das zumindest mal versuchen.

Fakt ist: Apple produziert beim Mac scheinbar gerade (durchaus auch) am Bedarf vorbei. Aber ich glaube auch, dass viele abwarten was da demnächst kommt (so machen wir das beim iMac Pro – wir hoffen, dass der Mac Pro uns dann wieder wirklich überzeugt)

(Aber ich warte schon auf die Schlaumeier die hier erklären weshalb das gut so ist und Apple natürlich alles richtig macht.)
+8
OpDraht
OpDraht01.08.18 13:50
jlattke
Aber ich warte schon auf die Schlaumeier die hier erklären weshalb das gut so ist und Apple natürlich alles richtig macht.

An diese "Schlaumeier" und "Schönwetterredner", eine Bitte:
könntet ihr eure Mac-Käufe verdreifachen?

> ... also gleich drei statt an sich nötig einen Mac kaufen.

Bei den Absatzzahlen muss man sich ernsthaft Sorge über die Einstellung der Mac-Sparte machen, egal was die aktuelle Führungsriege verspricht.
+3
Bitsurfer01.08.18 13:51
idolum@mac
Ich warte auch bis Apple wieder humanere Preise anbietet. Solange muss man 2011er MBP durchhalten, auch wenn Videoschnitt mittlerweile zur Geduldsprobe wird.
Was viele nicht sehen. 2011 lag der Dollarkurs noch bei 1.45 heute bei 1.15. An allem ist Apple nicht Schuld.
+2
Tomcheck01.08.18 13:54
Schon die Notebooks letztes Jahr hatten nicht die aktuellste Prozessorgeneration. Den Fehler bei Intel zu suchen ist lachhaft, insbesondere beim MacBook Air und MacMini.
+13
olbea01.08.18 13:59
Ich komme mit meinem Retina, 15', Mitte 2014 noch ganz gut klar.
Ich habe auf 1TB aufgerüstet, aber nur weil ich damals nicht gleich 1TB gekauft habe weil ich das aus dem Laden direkt mitnehmen wollte.
Mir gefällt das neue MBP 15 sehr gut.
Besonders die Option per Adapter 4 verschiedene oder 4 gleiche Anschlüsse zu haben. Da kann meines nicht mithalten. Ich habe nur zwei USB und zwei Thunderbolt.
HDMI und SD nutze ich fast nie.
-3
MLOS01.08.18 14:05
Mid-Range fehlt auf jeden Fall. Ich wäre sofort dabei, wenn ich ein Notebook von Apple mit der Hardware aus 2017 und 512 GB SSD für 1300 bis 1500 Euro kaufen könnte, muss auch nicht ein i7 oder gar i9 mit 6 Cores sein.
Zum ständigen Motzen wegen USB-C: Wartet noch drei Jahre, dann haben endlich alle auf USB-C umgestellt. Und dann ist es das Beste, was es je gab. Für alles einen universellen Stecker - Wie hier schon einer schrieb.
+9
Schneewolf
Schneewolf01.08.18 14:09
Es gibt zahlreiche Apple-Foren in denen eigentlich immer der Puls/Meinung der User abgelesen werden kann was Preis-Leistungs-Verhältnis im Mac-Universum betrifft!
Mit welchem Recht hat Apple soviel Ignoranz gegenüber seiner treuesten Kundschaft aufgebaut ?
Ich kenne viele Leute die mir was Apple angeht immer die gleiche Meinung sagen: zu teuer!
Das sich das rächen würde war klar!
+16
Esprit01.08.18 14:09
Ja, die Mac Produktpalette ist aktuell leider nicht optimal und zum Teil auch hoffnungslos veraltet - wie bei Mac mini, Mac Pro und MacBook Air.

Aber ein wesentlicher Trend ist auch: sehr viele Nutzer brauchen auch gar keinen Computer. Viele Privatanwender nutzen ja nur Mail, Safari, Photos, ein paar Texte schreiben, Zeichen, Social Media usw... Die sind mit einem günstigen iPad (nun auch mit Apple Pencil) von 2018 bestens versorgt.

Früher musste man für all diese Tätigkeiten zwingend einen (relativ komplexen...) Computer kaufen. Heute werden knapp 4 Mrd. Macs verkauft, aber dafür auch über 11 Mrd. iPads. Bestes Beispiel sind zb. meine Schwiegereltern. Seitdem die ein iPad haben rühren sie ihren iMac fast überhaupt nicht mehr an. Und iPhones haben sie nun auch
+2
Boney01.08.18 14:09
idolum@mac
Ich warte auch bis Apple wieder humanere Preise anbietet. Solange muss man 2011er MBP durchhalten, auch wenn Videoschnitt mittlerweile zur Geduldsprobe wird.

Das wird nicht passieren.
+1
massi
massi01.08.18 14:14
Was nützt das ganze Geheule, Apple interessiert das einen Scheiss, die werden weiter teure, verklebte Flundern mit zwei Schnittstellen verkaufen und die Absatzprobleme Intel in die Schuhe schieben.
Esprit
Heute werden knapp 4 Mrd. Macs verkauft, aber dafür auch über 11 Mrd. iPads.
Ui, jeder zweite auf dieser Welt hat einen Mac und jeder anderthalb iPads.
+6
cab01.08.18 14:18
Meinen letzten Mac habe ich vor fast zehn Jahren gekauft und immer wieder aufgerüstet, das war mit damaligen Macs nämlich noch möglich. So lange der noch rennt, werde ich sicher keinen neuen von der derzeitigen kastrierten, überteuerten Produktpalette kaufen.
+18
nacho
nacho01.08.18 14:19
Tim kann noch lange erzählen wie wichtig der Mac ist, die Zahlen und das aktuelle Portfolio sprechen eine andere Sprache!
+22
Megaseppl01.08.18 14:33
Bananenbieger
Der Wortlaut ist doch seit mehr als einer Dekade immer der gleiche. Als der erste iMac auf den Markt kam, war das Geschrei groß, als Apple USB statt anderer Schnittstellen verbaut hat.
Es wurde gemeckert weil er nur USB 1.0 hatte und keine andere Schnittstelle.
Und da hat kein PC-Hersteller nachgezogen, die haben auch USB 1.0 verbaut (neben Seriell, Parallel, PS/2, manchmal SCSI etc.).
Selbst Apple hat in der Revision 2 Firewire ergänzt und die Hauptkritikpunkte (1,5 MB/s von USB 1.0) waren damit vom Tisch.
Davon abgesehen hatten alle anderen Modelle von Apple weiterhin diverse Schnittstellen. Der Kunde hatte somit die Wahl.
[quoteSpäter dann gab es kein optisches Laufwerk mehr und es wurde rumgemotzt... Komischerweise haben die PC-Hersteller allesamt nachgezogen.[/quote]
Und trotzdem gibt es nach wie vor PCs in jedem Format mit optischen Laufwerken. Ich selbst benötige dies schon lange nicht mehr. Ich selbst bin aber auch nicht der Nabel der Welt.
Und über Offenheit kann man bei Apple nicht klagen. USB-C ist universell, lässt sich prima mit den Geräten anderer Hersteller kombinieren.
Für Docks finde ich USB-C klasse. Es sagt ja auch niemand was gegen USB-C. Das Problem ist das Fehlen von USB-A-Schnittstellen und (ebenfalls oft genannt) das Fehlen von MagSafe oder des SD-Card-Readers.
Warum bekommen andere Hersteller es hin neben zwei USB-C-Ports auch die guten alten USB-A-Ports nebst Klinke unterzubringen aber Apple nicht?
Dazu kommt noch, dass man dank Drahtlosverbindungen auch immer weniger Schnittstellen braucht.
Nicht wenn die Datenübertragung schnell sein soll (z.B. Festplatten, Kameras), nicht wenn die Geräte besonders klein sein sollen (z.B. USB-Sticks), nicht wenn die Geräte besonders leicht sein sollen (z.B. Mäuse unter 100g).
+9
Dante Anita01.08.18 14:47
Es spricht schon Bände, dass viele hier schreiben wie alt ihre aktuellen Macs schon sind. Ich behaupte mal nur wenige behalten einen Mac länger als 10 Jahre, weil das so großen Spaß macht.

Apple liefert die Gründe ja selbst:
In einigen Produktkategorien fehlen neue Produkte seit Jahren (Mini, Pro). In anderen gibts zwar Aktualisierungen, aber zu immer höheren Preisen (Book).
+13
TurboX01.08.18 14:55
Apple könnte locker 10 Millionen Macs im Quartal verkaufen wenn sie nur endlich mal eine vernünftige Produktpalette aufstellen würden.
+15
ThorsProvoni
ThorsProvoni01.08.18 15:08
Ich wage mal eine Prognose: Apple wird eine Consumer-Linie (MacBook, mac Mini) mit ARM-Prozessoren zu (für Apple-Verhältnisse) vernünftigen Preisen rausbringen und die Pro-Linie weiterhin auf Intel lassen (und entsprechend hohe Preise nehmen).

Mir scheint, dass Apple den Leidensdruck im Low-Cost Segment immer weiter erhöht (der neueste mac Mini feiert bald 4-jähriges...), damit die Kunden dann mehr oder weniger freiwillig auf ARM wechseln...

Alles natürlich reine Spekulation
+3
TorstenW01.08.18 15:19
Was mich einfach permanent stört, ist die Reduzierung von Features bei gleichzeitiger Erhöhung des Preises und ewig lange Produktzyklen ohne Preissenkungen.

Ja, der Dollarkurs ist schlechter geworden, ich verstehe, dass Geräte, wenn sie neu rauskommen teurer sind. Ich habe noch nicht einmal was dagegen, wenn nicht die absolut neueste hardware verbaut wird.
Was mich aber extrem vom Kauf abhält, ist, wenn ich mir ein Gerät anschaue, dass 1,5 bis 5 Jahre alt ist und IMMER NOCH zum gleichen Preis wie damals verkauft wird. Die Preise für die Komponenten sind so extrem gefallen. Alleine SSDs sind so extrem im Preis gefallen. Wenn ich im Laden eine 1TB SSD für unter 200€ kaufen kann, verstehe ich einfach nicht, wie ein UPGRADE von 512GB auf 1TB bei Apple fast 500€ kostet.
Ich verstehe auch nicht, wie man im Jahr 2018 einen Laptop für 2800€ anbieten kann, der nur 256GB Festplatte hat.. als ich 2009 einen Laptop gekauft hab und die Festplatte ersetzt habe, war die Wahl zwischen 1TB normaler Platte und 512GB SSD. Hab mich für die SSD entschieden und das kam mir damals vom Platz her schon vergleichsweise wenig vor. Wir sind nun 10 Jahre weiter und Apple bietet immer noch kleinere Festplatten an? Für einen höheren Preis als man damals selbst einbauen konnte? In einem Laptop für freaking 2800€ (!!). Das ist einfach lächerlich.

Irgendwo sind dann auch meine Grenzen erreicht.
Ich brauchte für die Arbeit ein mobiles Gerät und bin auf's iPad Pro umgeschwenkt. Das ist nun etwas unbequemer, weil ich's immer mit meinem alten iMac syncen muss, aber es hat mich 800€ gekostet. Die alternative wäre ein Laptop für mehr als 2500€ gewesen.. So locker sitzt mein Geld dann doch nicht.

Apple sollte es einfach mal wieder hinbekommen zumindest jedes Jahr seine Mac-Linie zu aktualisieren. Und damit meine ich nichtmal neue Prozessoren oder so, sondern einfach mal die Festplattengröße eine Stufe hochschrauben, oder mehr RAM einbauen. Früher haben sie das doch auch geschafft.
Aber solange uralt Geräte zu damaligen Neupreisen angeboten werden, sehe ich einfach keinen zwanghaften Grund mir ein "neues" Gerät zu kaufen, solange meine nicht unbenutzbar kaputt sind.
Ich hätte gerne eine schlagkräftigen MacPro, mit einem schönen matten Bildschirm als Ersatz für meinen 2013er iMac. Aber ich hab mich damals schon gegen den nMP entschieden, weil das P/L-Verhältnis schlechter war. Heutzutage sieht das noch krimineller aus.. Also warte ich, bis Apple mal wieder was Neues rausbringt, das mir wirklich zusagt.
Früher hab ich gerne mal Geräte gekauft, weil sie mir einen Fortschritt gebracht haben, auch wenn die alten Geräte noch nicht völlig am Ende waren.
Zur Zeit sind quasi alle Apple Macs eher ein Rückschritt und ich sehe absolut keinen Grund mir da was neues zu kaufen.
Auch alleine der Fakt, dass ich mir zu einem 2800€ Laptop erstmal noch 250€ an Adaptern kaufen müsste, damit meine Peripherie hier läuft.. Und nein, ich ersetze die nicht durch USB-C-Peripherie.. dafür gibt es einfach keinen Grund.. (und teilweise nicht mal die Möglichkeit..)
+22
barabas01.08.18 15:22
Im letzten Absatz steht ja etwas von Hoffnung, - ja diese stirbt bekanntlich zuletzt, aber halt auch irgendwann. Und ein Geschäftsbereich bei denen die Kunden mittlerweile nach und nach abgewandert sind weil schon zu viel Porzellan zerschlagen wurde, diese Kunden sind dann auch nur schwerlich wieder zurück zu erobern.
Ich Frage mich zumindest bei manchen Baureihen, "wollen Sie nicht, oder können Sie nicht" und Immer öfter beschleicht mich hierbei das Gefühl das eher ersteres stimmt.

Aber gut, wer sich mit Lifestyle Produkten mittlerweile Dumm und Duselig verdient, - was Interessiert hier dann noch der Rest....
+9
adweg
adweg01.08.18 15:59
Ein Gerät mit dem man ohne teure Adapter nicht mehr vernünftig arbeiten kann, geht bei mir überhaupt nicht. Da fühlt man sich ins Jahr 1995 und Windows95 zurückversetzt. Da gab es auch schon mal diesen Adapterwahn. Ich hab noch eine ganze Kiste voll von dem Zeug. Ich hoffe mein MacBook pro 2015 hält noch ein paar Jahre und dann sehen wir mal was die Zubehör-Hersteller oder die Konkurenz macht.
-2
Moogulator
Moogulator01.08.18 16:08
Es geht ums handeln und das was man bekommt, nicht um das was gesagt wird. Das ist in Politik und Produkten nunmal entscheidend.

Apple kann das gern anders erklären, es wird aber so sein, wie das beim Kunden gesehen wird in der Situation die man so hat.

Der Performancegewinn war übrigens auch in der Umstellung zum non-serviceable-Brett sehr klein bis zum neuen MBP2018, da geht ja schon viel mehr - aber auch wieder mit Fehlern - Der Pro User wundert sich da multidimensional- Testen die nicht? Bei solchen Preisen? Da bleiben viele stehen und einige wechselten auch ins andere Lager, auch wenn sie es nicht lieben, sind nur anders fies. Aber Bevormundung und die seltsame Haltung seitens Einbau von SSD, RAM etc. also was jeder tut - für Preise die wirklich nicht mehr nachvollziehbar sind. Wenn ich nur noch Geräte ab 4k€ ausgebe, eine Summe für ein vollkommen unterdimensioniertes Gerät nenne, weil das eh so keiner kaufen wird - da muss man einfach sich langfristig mal nicht wundern. Tim hat es leider versaubeutelt, da hilft auch die Applewatch nicht viel.

Mehr am Kunden und es geht auch wieder, ..
Sie haben ggf. auch ihre eigenen Sprüche geglaubt und keiner wagte das zu kritisieren? Die Firmenkultur dort ist ja eher so.

Ich finde es richtig, dass das jetzt sich rächt und jeder weiss es schon lange, jeder der damit arbeitet und das auch bezahlt. Die brauchen dringend negatives Feedback und wenig Fantum aber auch die Information, dass man gerne Apple nutzen wollte, wenn sie wieder normal werden.
Ich habe eine MACadresse!
+8
nacho
nacho01.08.18 16:58
Apple hatte mal eine ähnliche Strategie im Mac Bereich, damals ging man fast pleite!
Heute hat man das Glück mit anderen Produkten Geld zu verdienen.
+8
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